Bauer Willi
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Flip-Flops sind tödlich!

Angesichts der Debatte um die Gefährdung bestimmter Stoffe, habe ich mir mal die Maßeinheiten vorgenommen, um mögliche Gefahren zu ermitteln.

1 ppm (parts per million) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1 Million Menschen finden kann (in Flüssigkeiten: 1 Milligramm (tausendstel Gramm)  pro Liter)

1 ppb (parts per billion) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1 Milliarde Menschen finden kann (in Flüssigkeiten: 1 Mikrogramm(millionstel Gramm) pro Liter).Übersetzt auf unsere heutige Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen kann man heute also 7,5 Menschen genau finden.

1 ppt (parts per trillion) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1000 Milliarden Menschen finden kann (in Flüssigkeiten: 1 Nanogramm (milliardstel Gramm) pro Liter).

Diese Zahl ist schon unvorstellbar, aber bei der Analytik von z.B. Trinkwasser wird diese Einheit heute angewandt.

1 ppq (parts per quadrillion) bedeutet, dass man einen Menschen unter 1.000.000 Milliarden Menschen finden kann. (In Flüssigkeiten: 1 Pikogramm (billionstel Gramm) pro Liter

Zum Vergleich:

1 Tropfen Milch hat – vergleichbar mit einem Wassertropfen, einen Durchmesser von 2-3 mm und wiegt in etwa 0,01 g = 10 mg

1 Tropfen Milch in 10 Liter Wasser entspricht also einem Milligramm. In 10.000 Liter Wasser = 1 Mikrogramm, in 10.000.000 Liter Wasser = 1 Nanogramm und bei 10.000.000.000 Liter Wasser = 1 Pikogramm.

Der Bodensee enthält etwa 50.000.000.000 (50 Mrd.) Liter Wasser. Wenn man 5 Tropfen Milch hineingeben würde, könnte man diese 5 Tropfen heute analytisch nachweisen. Umrühren nicht vergessen. Ermöglicht wird diese Genauigkeit durch moderne Gas-Chromatographie gekoppelt mit hochauflösender Massenspektrometrie. Noch vor 50 Jahren war bei der Einheit ppm Schluss. Genauer ging es damals noch nicht.

Trinkwasser hat einen Grenzwert für Pflanzenschutzmittel von 0,1 Mikrogramm pro Liter. Statistisch gesehen trinkt jeder Deutsche am Tag 2,5 Liter Wasser aus der Leitung. (statistisch gesehen, bei mir ist es nur das Wasser im Kaffee oder Tee) Wenn der Mensch 80 Jahre lebt, so hat er in seinem Leben (2,5 Liter * 365 Tage * 80 Jahre) 73.000 Liter Leitungswasser getrunken. Somit hat er in seinem gesamten Leben – vorausgesetzt dass das Leitungswasser genau diesen Grenzwert von 0,1 Mikrogramm hat -,  7,3 Milligramm Pflanzenschutzmittel aufgenommen. Das ist weniger, als ein Tropfen Milch wiegt.

Was ist gefährlich: Deutschland hatte im Jahr 3475 Verkehrstote im Straßenverkehr zu beklagen. Das sind auf 80 Million Einwohner 43 ppm.  Die Zahl der Unfälle im Haushalt ist mit rund 7.500 übrigens doppelt so hoch, weil statt Trittleitern Hocker benutzt werden und statt fester Schuhe mit Flip-Flops auf der Fensterbank rumgeturnt wird. Bei 40 Millionen Haushalten entspricht das rund 187 ppm. Das klingt doch nach sehr viel und beweist, dass Flip-Flops tödlich sind. Beziehungsweise sein können!

Eine andere Meldung hat mich auch fasziniert: In Spiegel online vom 6. Januar 2015 war zu lesen: „2014 viermal mehr Tote bei Flugzeugabstürzen als 2013“. Und das stimmt: es waren 970 Tote in 2014 gegenüber 251 in 2013. Bei 33 Millionen Flugbewegungen entspricht das 29 ppm, bezogen auf die rund 3.300 Millionen Fluggäste (Quelle: IATA), die ein Ticket gebucht haben, sind es 0,293 ppm.  Die Einheit für  Pflanzenschutzmittel ist aber Parts per Trillion = ppt (beziehungsweise Nanogramm)  und da kamen im Jahr 2014 immerhin 293.000 ppt Passagiere bei Flugzeugunfällen ums Leben. Und das klingt doch nach verdammt viel, oder? Sie sehen also, wie man aus kleinen Zahlen schnell große machen kann. Und wie man mit dem Begriff „viermal mehr Tote“ einen Effekt erzielt.

Zurück zum Pflanzenschutz. Tatsache ist, und das will ich mit diesem Artikel zum Ausdruck bringen, dass wir nahezu jeden Stoff fast überall nachweisen können. Die Vorstellung, dass unsere Lebensmittel frei von Rückständen sein können, ist folglich Illusion. Es ist also auch falsch, dies zu behaupten. Alles, was wir Menschen in die Umwelt entlassen, wird sich, und sei es in noch so geringen Konzentrationen, wiederfinden lassen. Menschen, die an viel befahrenen Straßen leben, atmen unfreiwillig Feinstaub aus Autoabgasen oder Reifenabrieb ein. Unser Trinkwasser weist Rückstände von Medikamenten aus. Anstreicher sind Lösungsmitteln aus Farben ausgesetzt und so ließe sich die Liste von Gefährdungen weiter fortsetzen.  Wir beklagen den Klimawandel und freuen uns insgeheim doch darüber, dass Flüge billiger geworden sind. Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen gilt vielen als Verrat am Wirtschaftsstandort Deutschland.

Wer jetzt sagt, dass er dennoch keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in seinen Lebensmitteln haben möchte, soll mir bitte erklären, wie das geht. Auch Bio-Landwirte setzen  Pflanzenschutzmittel ein, wenn auch andere. Und auch die lösen sich nicht einfach in Luft auf.

Euer Bauer Willi

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68 Kommentare

  1. Scubi sagt

    Warum diese Rosinenpickerei? Die IARC-Liste ist endlos! Warum jetzt eine scheinbar willkürlich herausgepickte Substanz aus Gruppe 2?
    Ich würde erstmal die Verwendung aller Substanzen aus Gruppe 1 ausnahmslos und weltweit verbieten. (http://monographs.iarc.fr/ENG/Classification/latest_classif.php) Gut – mit Ausnahme von Fleisch natürlich.

    Wenn das geschafft ist, können wir anfangen über Gruppe 2 zu diskutieren!

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  2. Flip-Flops sind dazu gemacht, um an dem Strand ohne Verletzungen zu laufen. Wer sie zu etwas anderes nutzt, wie der Hersteller es gemeint hat, tja für den kann das tödlich enden. Glyphosat ist dazu gemacht, um vor oder nach der Ernte das Unkraut einfach zu bekämpfen. Wer es zu etwas anderes nutzt, wie der Hersteller es gemeint hat, tja für den kann das vielleicht(ist ja noch gar nicht sicher) krebserregend sein.

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  3. Ich gehoere grad einer Hochrisikogruppe an… ich glaub die Umgebungs die einem das FlipFlop Tragen in Sonne und Waerme ermoeglicht gleicht ganz viel etwaige Risiken wieder aus… 🙂

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  4. Rufer aus der Wüste sagt

    Jetzt habe ich die Flip Flops gesehen und habe gedacht es kommt etwas ueber die Weichmacher die dort enthalten sind. Aber nein?

    Hier ein bisschen Weichmacher in den Plastikschuhen. Oder ein bisschen Chemie im Getreide. An anderer Stelle die ganzen E – Nummer in den Lebensmittel.
    Das Fluorid in der Zahnpasta.
    Antibiotika in der Nahrungskette und in den Krankenhaeusern.

    Wenn alles einzeln waere dann wuerde es vielleicht nichts ausmachen. Aber es ist alles immer jeden Tag vorhanden. Und das das ganze Leben.

    Und auf einmal wundert man sich wenn die Kinder die ganzen Allergien haben oder die Kinder fetter und fetter werden.
    Wenn das alles so gesund sein soll warum sterben denn so viele Leute an Krebs?

    Nicht das einzelne macht es sondern alles zusammen.

    Auf das wuerde ich mal schauen. Man kann immer das einzelne ins laecherliche ziehen aber man sollte das vielleicht mal alles im ganzen betrachten.

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    • bauerhans sagt

      dass kinder fett sind und allergien haben,liegt an deren unwissenden erziehungsberechtigten.
      krebs bekommt man,laut neusten amerikanischen studien,zufällig.

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      • Rufer aus der Wüste sagt

        Oder die unwissenden Erziehungsberechtigten vertrauen irgendwelchen Studien die sagen das Gift und anderes chemisches Zeug unschaedlich ist. Auch wenn es nur 5 Tropfen auf die Groesse des Bodensees ist.
        Anscheinend sind diese 5 Tropfen noch zuviel. Vielleicht sollte man das ganze Zeug einfach ganz weglassen und anfangen mit der Natur zu arbeiten als gegen sie.

        Nur dann ist man wieder nicht mehr konkurensfaehig. Nur soll das der Preis sein? Die Gesundheit der Menschen ist nicht so wichtig wie die Profite?

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Konkurrenzfähig ist jeder Betrieb, wenn alle nach den selben Methoden anbauen, auch die Lieferanten vom Ausland.

          Sicherlich würden die Verbraucher die Arbeit der Landwirte wieder wertschätzen, besonders diejenigen, die noch an die Lebensmittel herankommen um nicht zu verhungern.

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          • Rufer aus der Wüste sagt

            Nur kann man das? Kann das Ausland mit dem Inland, sprich Deutschland konkurieren?
            Geht doch gar nicht weil doch unterschiedliche Bedingungen herrschen.

            Aber was macht die Politik? Sie verraet das eigene Volk der Globalsierung wegen.

            Warum treibt man denn die ganzen kleinen Bauern in den Ruin? Kann das denn keiner sehen?

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        • Patrick sagt

          Wenn man ganz mit der Natur arbeiten würde, was sicher wünschenswert wäre, könnte man die Welt leider nur jetzt schon nichtmehr ernähren.
          Ohne Pflanzenschutz und Düngung gäbe es nie die Grüne Revolution und damit kein Bevölkerungswachstum folglich müssten viele verhungern wenn man zurückkehren würde.
          Was ist einem jetzt nur lieber?

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    • Gepard sagt

      Woran soll man denn sonst sterben, wenn man nicht durch Unfälle oder anderen Krankheiten stirbt. Alle, die es sehr lange „aushalten“ sterben letztlich an Krebs. Hieß früher mal Altersschwäche.

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  5. Mal überlegen: was ist giftiger und tötet euch vielleicht ? Rohe Bittermandeln so 20 Stück, oder eine geriebene Muskatnuss? Oder Glyphosat in gleicher Menge?

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    • Gepard sagt

      Ist dieser Vergleich relevant? Für Muskatnuss entscheide ich mich bewusst und kann sogar die kumulative Belastung einschätzen, bei Glyphosat geht das nicht.

      Zu Glyphosat gehört übrigens mehr als das Pflanzentötungsmittel (Schutz ist für mich der falsche Begriff). Hinzu kommt ja noch das von Monsanto kontrollierte Saatgut, das Glyphosat erst nötig macht, weil es kaum eigene Ressitenzen hat.

      2+

  6. „Auch Bio-Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel ein“

    schon wieder eine dreiste pauschaliernde Lüge!
    Wieviel Biobauern setzen NULL Pflanzenschutzmittel ein?

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    • Sabine sagt

      Ne gute Frage. Ohne Pflanzenschutz kann man als Hobby-Gärtner sein Glück versuchen. Wenn es im Hobby-Garten mal nicht klappt, kann man ja noch einkaufen gehen. Wenn ein Landwirt seine gesamte Ernte verliert, hat er Glück, wenn er nicht Pleite geht.
      Ich arbeite in meinem Wildgarten komplett ohne Pflanzenschutz, ohne Bewässerung, ohne zugekauften Dünger und manchmal hab ich Glück und kann mit meinem Garten zwei Familien mit Gemüse versorgen. Und dann gibt es noch so Jahre wie das letzte. Erst zu lange zu kalt, dann – bei mir hier- in der Hauptwachstumsphase rappel-trocken oder wie das Jahr davor mit Inversion der Killer-Schnecken, dieses Jahr sind die Grillen ganz weit vorne. Wenn ich die Zwerge nicht hätte sähe es oft sehr düster aus, aber die brauchen auch Zufütterung. Das lohnt sich für mich nur, weil ich halt jeden Tag dort Urlaub habe und nicht zwei Mal im Jahr Geld für eine Urlaubsreise ausgeben muss.

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    • Biobauern setzen überwiegend, d.h. mehr als 50% der Betriebe, KEIN Kupfer und/oder Schwefel ein!

      Wer so eine Lüge behauptet, der sollte auch einen Beweis dafür erbringen können.

      Wo Kupfer/ Schwefel eingesetzt werden ist im Weinbau, Hopfen, Obst und Gemüse also in Sonderkulturen und im Gartenbau.

      90% sind aber klassische Mischbetriebe ohne Sonderkulturen.

      Also Willi, wie schriebst Du gestern zu mir „Immer schön bei der Wahrheit bleiben“

      also ich warte auf die Fakten, sonst bleibt es eben eine billige Lüge!

      2+

        • derselbe Blödsinn, den Willi hier verzapft. allein der Verweis, was Biobauern einsetzen düfen lässt noch keine Rückschlüsse zu, was sie real einsetzen und das unterscheidet sich dann doch von Glyphosat, daß nachweislich auf über 40% der Ackerflächen eingesetzt wurde.

          Wir sind uns vielleicht einig, daß Getreideanbau und Milchwirtschaft bedeutende Bereiche der Landwirtschaft sind.

          Welcher Bauer setzt im Getreide oder im Grünland bitte Kupfer, Schwefel, Pyrethroide oder sonst was ein?

          Bei den wichtigsten Kulturen ist die simple Wahrheit: Biobauern spritzen nichts!

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      • Hubert Henk sagt

        Kupfer in Kartoffeln gegen Kraut und Knollenfäule. Nicht nur in Sonderkulturen. Bei einigen
        Bio Verbänden zugelassen und wird auch eingesetzt. Man ist auf der Suche nach Alternativen

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  7. Es liegt in der menschlichen Natur Risiken schlecht einschätzen zu können: Natürlich ist rational betrachtet das Autofahren gefährlicher als das Fliegen. Aber Autofahren ist Alltag und (vermeintlich) kontrollierbar. Fliegen ist (für die meisten) eine Ausnahmesituation und nicht kontrollierbar (ich bin dem Piloten ausgeliefert). Und dann kommt der Horroreffekt dazu: Wenn so ein Flugzeug abstürzt, geht das wochenlang durch die Medien – Autounfälle dagegen?
    Die Vorstellung, da könnte etwas sein, das ich nicht kontrollieren kann und das mich krank macht (Krebs – Horror) führt zu irrationalen Reaktionen.

    1+

    • Ich denke, das in der Tat das Hauptproblem ist, dass der Konsument sich ausgeliefert fühlt. Und gegen dieses Gefühl der Angst helfen keine rationalen Argumente sondern nur emotionale, die im das Gefühl vermitteln, dass er den Landwirten vertrauen kann.

      1+

    • Bauer Willi Mit dem Punkt Vertrauen hast Du sehr recht. Es ist nur so, dass man Vertrauen – in vorbelasteten Situationen – nicht durch emotionale Argumente gewinnen kann. Vertrauen gewinnt man durch Transparenz und Dialogbereitschaft und proaktive Kommunikation.
      In der Debatte um Glyphosat sollten sich die Landwirte auch gut überlegen, welchen Schuh sie sich anziehen: die Frage, ob Glyphosat Krebs erzeugt oder nicht, muss zwischen der Gesellschaft und den Herstellern geklärt werden.
      Die Landwirte können nur zeigen, dass sie PSM sehr verantwortungsbewusst einsetzten. Sie können transparent machen, wann, wo und warum gespritzt wird. Und sie können die Folgen eines Verbots aus ihrer Sicht erläutern, sehr sachlich und umfassend. Dafür kann man sich mit Experten zusammentun wie den Leuten vom JKI. Das hilft, weil die einen übergeordneten Blick haben.
      Soviel aus meinem beruflichen Nähkästchen. Ist das nachvollziehbar?

      2+

  8. Schweinebauer Piet sagt

    Da kann man und sollte man drüber nachdenken, was wie gefährlich ist. Die Verhältnismäßigkeit ist entscheidend!

    2+

  9. Andreas sagt

    Ich würde die Gefährlichkeit der „Flip Flops nicht so sehr an der mangelnden Trittsicherheit messen, sondern an den Ausdünstungen der Schuhsohle. Im Gegensatz zu Pflanzenschutzmitteln gibt es kein Zulassungsverfahren für Flip Flopps.

    Eine psychische Belastung gibt es, wenn Männer mit Schuhgröße 47 und Hornhaut an den Füßen diese mit Flip Flopps öffentlich zur Schau stellen. Für den Betrachter besteht auch hier mehr Risiko als durch Glyphosat, würde ich mal vermuten.

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  10. Sabine sagt

    Es ist auch schon sehr merkwürdig, wie manche Studien zu ihren Ergebnissen kommen. Es gibt Forscher, die inzwischen fragen, wo denn die ganzen Experimente im Tiermodell z.B. ihre ganzen Mäuse her bekommen. Wenn nur 100 Mäuse für solche Experimente beantragt wurden- denn beantragen muss man Tierexperimente, das ist auch gut so- aber 20 Studien veröffentlicht werden, sind das sehr wenig Mäuse für sehr viel Studien und diese ungefähr so aussagekräftig, wie eine Umfrage unter fünf Leuten repräsentativ für die Meinung der Menschen in der gesamten BRD.

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    • fred huber sagt

      spätestens seit douglas adams wissen wir ja, dass das alles gaanz anders ist… 🙂

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  11. mk sagt

    >>1 Tropfen Milch in 10 Liter Wasser entspricht also einem Milligramm.

    Seltsame Aussage.

    10 Liter Wasser = 10 000 g = 10 000 000 mg

    >>1 Tropfen Milch …wiegt in etwa 0,01 g = 10 mg

    10 mg in 10 000 000 mg = 1 mg in 1 000 000 mg = 1ppm

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  12. Stadtmensch sagt

    „Wir wissen noch wenig darüber, wie sich diese Substanzen, aber auch eventuell toxische Abbauprodukte auf das Ökosystem auswirken.“
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=40244

    Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge. Nur wer dieses für sich akzeptieren kann, findet eventuell einen Zugang zu einer ökologischen Sicht auf seine Mitwelt. Davon sind wir alle weit entfernt…

    2+

  13. bauerhans sagt

    ich hatte gestern zufällig eine doku über die „schlafenden riesen“ gesehen,
    riesenvulkane mit magmakammern,die 40 mal 60 mal 10km gross!! sind z.b. im yellowstone park oder im mittelmeer.
    wenn die hoch gehen und die werden irgendwann ausbrechen,dann wird die gesamte menschheit betroffen sein.

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  14. Peer sagt

    Rechnen können, Maße ins Verhältnis setzen, Überschlagsrechnung im Kopf, auch Zinseszinsrechnung, das sind sehr wichtige Fähigkeiten, die viele Leute nicht richtig gelernt haben („Mathe ist doof“), und so werden sie von Politik, Statistikern und Analytikern und Verkäufern am Nasenring herumgeführt.

    Derzeit bemerke ich immer wieder, wie sich dauernd Verpackungsformen verarschend ändern. Da hat man ein riesiges Oberteil und drunten hängt ein immer kleinerer Produktbehälter dran, da wird die Produktverpackung nach dem Füllen gewendet, damit sie randvoll aussieht, aber unter dem Produkt ist dann Luft in immer größerer Menge, neulich waren die Toasts plötzlich viel kleiner, obwohl die Verpackung so aussah wie vorher, usw. usw. Alles geht um Verhältnisse und deren Optik: Schaufläche zu Volumen, Volumen zu Inhaltsmenge in Gramm, damit wird gespielt, um weniger Produkt nicht weniger aussehen zu lassen, um bei gleichem Preis größeren Gewinn zu machen, also in der Summe, um den Verbraucher über Preise zu täuschen. Aber wir haben ja keine Inflation, ja nee is klar.

    5+

  15. Es wird auch immer vergessen, dass sämtliche Chemikalien auf dieser Welt nur aus Elementen hergestellt werden, die in der Natur, auf der Erde, vorkommen. Wir fliegen ja keine Rohstoffe vom Mars ein. Und auch der Mensch ist ein Teil der Natur. Wenn er gelernt hat, chemische Prozesse zu beherrschen, so ist letzten Endes auch das ein Teil der Natur.

    3+

    • nur, dass die natur keine ethik kennt– siehe darvin. Ob wir das Prinzip auf die chemisch hergestellten stoffe übertragen sollten halte ich doch für etwas fragwürdig. Das hört sich genau so an wie n ölwechsel in der pflugfurche zu machen, „kommt aus der erde-geht in die erde“ ich denke in sachen pflanzeschutz sollte man schon mit etwas bessren argumenten auffahren

      1+

    • Natürlich gibt es chemische Verbindungen, die in der Natur nicht vorkommen. Trotzdem ist das, was in unseren Körpern jeden Tag passiert Chemie. Ohne chemische Prozesse keine Natur!
      Und man sollte auch berücksichtigen, dass die „liebe“ Natur, die tödlichsten Gifte herstellt.
      Von der Gesundheitsschädlichkeit her würde übrigens Lavendelöl auch unter die europäische Chemikalienverordnung fallen. So viel zum Thema Natur ist harmlos – Chemie ist böse.

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      • bauerhans sagt

        „Trotzdem ist das, was in unseren Körpern jeden Tag passiert Chemie.“

        biochemie

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    • Sehr geehrte Frau Heike Müller, ich zweifle, ob das so richtig ist. Tipp : Schmeißen Sie doch einfach mal ein paar Tonnen Ihres Plastikmüll statt ins Meer auf Ihre Äcker und Wiesen und schauen mal was passiert

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  16. Crux sagt

    Oh Willi, ein Tropfen Milch verändert seine Masse (in Gramm) nicht, wenn man ihn in ein größeres Gefäß schüttet!!!

    1+

    • Christian sagt

      das Leben ist eben tödlich und es hat noch niemand überlebt. Mit Hausverstand durchs Leben gehen und Risikomanagement kann man es aber merklich verlängern.

      1+

  17. Ich bin auch gegen flipflops als düngemittel, die verseuchen den boden richtig, wie sollen die pflanzen da noch das gute Glyphosat aufnehmen….

    1+

  18. Christian sagt

    also ich bin ja auch für das Vorsorgeprinzip.
    Aber die Dosis macht das Gift!!!!!!!!!!!!!! man muss die Risikobewertung miteinbeziehen. Wie du schon erwähnt hast, wird immer was gefunden. Und der technische Fortschritt wird die Analysengrenzen auch alle paar Jahre um einer 10er Potenz genauer machen.

    hier ein interessanter Artikel eines Chemikers. Er beschreibt die Gefährlichkeit der kompliziert benannten Chemikalien schildert.
    http://futurezone.at/meinung/die-boese-chemie/199.262.997

    Wir (Verbraucher und Landwirte, alle) müssen mehr auf die Gesamtheit achten. Wound was wir uns aussetzen. Wir sind so vielen schädlichen Stoffen ausgesetzt und halten es auch aus, denn unser Organismus (jeder Organismus) hat Mechanismen etwas zu reparieren und sich selbst zu schützen. Aber irgendwann wird es jedem Organismus zu viel und er kann sich nicht mehr wehren.
    Daher bin ich der Meinung, wir sollten alle neg. Faktoren die auf uns wirken gesamtheitlicher betrachten.
    Ich bezweifele sowieso, ob man heutzutage wirklich sagen kann woher der Krebs wirklich kommt – bei so vielen Krebsfaktoren die wir heute ausgesetzt sind, lässt sich kein einzelner wirklich zuordnen (ist ja nur statistisch gerechnet).

    Gesund gestorben ist auch tot. Jeder ist für seine Gesundheit selbst verantwortlich und entscheidet dies auch an der Kassa im Supermarkt was er kauft. Der Ernährungsmix, die Bewegung etc……machts aus.

    4+

    • Sabine sagt

      Naja, vllt. hat Wasser ja doch ein Gedächtnis. Das Wasser findet ja auch immer wieder zurück in Meer. … Also die meisten Flüsse. 😉

      1+

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