Bauer Willi
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Exporte Hühnerfleisch Afrika

Welche Mengen an Geflügelfleisch exportiert Deutschland eigentlich nach Afrika? Das wollte ich mal wissen und habe mir beim Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft die Zahlen besorgt. Zu Geflügel zählen nicht nur Hühner, sondern auch Puten, Gänse und Enten. Und die Summe von allem habe ich genommen. Das waren 2016 rund 491.000 t.

2014 exportierte Deutschland davon 40.967 t nach Afrika, 2016 waren es 17.219 t. Von dieser Menge gingen 3.942 t nach Südafrika, das sind rund 23%. Weitere größere Importländer sind Ghana und Benin. In nahezu allen  Ländern hat die Menge abgenommen, lediglich Mauretanien und die Kapverden verzeichnen eine Zunahme. Da die Kapverden mittlerweile ein beliebtes Urlaubsziel geworden ist, könnte die Zunahme damit erklärt werden.

Im Jahr 2016 betrug die Bevölkerung von Afrika 1,216 Milliarden Menschen.

Auf den Markt gelangt das Fleisch durch Händler, die Geflügelfleisch in Deutschland aufkaufen. Exporterstattungen werden nicht gezahlt. In Ländern wie Kamerun, Nigeria und Senegal, die ein Importverbot ausgesprochen haben, ist die Produktion von einheimischen Geflügel zwar geringfügig gestiegen, es besteht seitdem aber eine Versorgungslücke, die zum einen zu Schmuggel aus den Nachbarländern, zum anderen zu hohen Preisen führen, so dass sich breite Bevölkerungsschichten kein Geflügelfleisch leisten können und deshalb z.T. Wilderei betreiben. Übrigens grenzt Benin an Nigeria….

Deutschland hat bei Geflügelfleisch eine negative Handelsbilanz. Einem Export von 491.000 t (davon 90% innerhalb Europas) steht ein Import von 661.000 t gegenüber. Diese negative Handelsbilanz hat in den letzten Jahren zugenommen (2014: Export 542.000 t, Import 597.000).

Dies sind die Fakten.

Frau Göring-Eckhardt (Grüne)  sagte in einer Fernsehsendung am 4.9. 2017: » Der somalische Bauer kommt zu uns,  weil seine Hühnerfarm pleite gegangen ist, weil hoch subventioniertes Rest-Hühnerfleisch von uns in Afrika ankommt.« 2016 wurden 8,3 t nach Somalia exportiert, von 2010 bis 2015 wurde kein Geflügelfleisch dorthin exportiert.

Lesenswert auch der nachfolgende Artikel aus „Zeit-Online“. (auf die Überschrift klicken)

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass sich die Wahrheit langfristig durchsetzt und erwarte gespannt das Ende der Koalitionsverhandlungen.

Euer Bauer Willi

 

An den Hühnchen liegt es nicht

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164 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    Der häufige Hinweis auf die Importe aus Brasilien und den USA ist irrelevant, weil es sich bei dem von Drittlandskonzernen belieferten Marktsegment um gefrorene Billigstware vor allem für den Einsatz bei Fertiggerichten handelt, dessen Belieferung für die hiesigen Hähnchenkonzerne ohnehin ruinös und damit uninteressant wäre.

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  2. Natürlich hat Deutschland bei Geflügel eine negative Handelsbilanz. Wir können hier vor Ort gar nicht so billig produzieren, wie es für die TK- Discount- Ware nötig ist. Zu viele Auflagen, Mindestlohn, Veterinäramt… woanders wird das nicht so eng gesehen, und der Verbraucher kriegt es nicht so mit.

    Sarkasmus? Na klar! Weihnachten steht vor der Tür, und wir werden unsere Freiland- Gänse wohl alle selbst essen müssen, weil niemand die 10€/kg bezahlen will, die uns die Tiere nun mal gekostet haben.

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  3. Eckehard Niemann sagt

    Zitat aus der Studie von Handelsblatt Research Institute: GEFLÜGELWIRTSCHAFT WELTWEIT:

    … Mit Blick auf die Ausfuhren der einzelnen EU-Staaten (inklusive inter-EU-Handel) gibt es eine Besonderheit zu beachten. Die hohen Ausfuhren der Niederlande (872.000 Tonnen) – sie sind 2,7-mal höher als die deutschen – sind darauf zurückzuführen, dass zum Beispiel Teile der deutschen Erzeugung nicht in Deutschland geschlachtet, sondern zur Schlachtung in die Niederlande gebracht werden. Somit tauchen sie statistisch in der deutschen Erzeugung auf (in der hier abgebildeten FAO-Statistik werden Ausfuhren von Lebendtieren zur heimischen Erzeugung gezählt, Einfuhren von Lebendtieren abgezogen), allerdings in den niederländischen Fleischausfuhren, wenn das Schlachtgut wieder außer Landes gebracht wird. Ähnliches gilt auch für die Ausfuhren Belgiens….

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  4. Eckehard Niemann sagt

    Lieber „Bauer Willi“, wenn man den Blick nicht ganz bewusst-schönfärberisch auf die deutschen Exporte beschränkt, sondern die EU-Exporte betrachtet (auch von Geflügelkonzernen, die EU-weit und auch in Deutschland aktiv sind), dann sieht das Bild schon ganz anders aus. Lieber „Bauer Willi“, ich kann mir nicht vorstellen, dass Du das nicht gewusst hast. Und wenn Du es gewusst hast, warum dann dieses Ablenkungsmanöver? Und wenn Du es nicht gewusst hast, warum dann nur die Info von der Agrarindustrie? Schade eigentlich – mal wieder…

    Pressemeldung vom 7.9.2017; EU-Hähnchenfleisch überschwemmt Afrikas Märkte
    Brot für die Welt: Handel mit Afrika fair gestalten.

    Die Europäische Union (EU) und die Bundesregierung haben afrikanischen Staaten Unterstützung beim Aufbau einer eigenen Wirtschaft zugesagt. Billigexporte von Geflügelfleisch aus der EU lassen einheimischen Produzenten jedoch kaum Chancen. Brot für die Welt appelliert an die Bundesregierung, sich in der EU für Änderungen der bestehenden Wirtschaftspartnerschaften einzusetzen und die Handelsbeziehungen mit Afrika fair zu gestalten.

    Im vergangenen Jahr hat die EU ihre Exporte von Geflügelfleisch nach Afrika auf 680 Millionen Kilogramm erhöht. Das ist ein Anstieg von zehn Prozent gegenüber 2015. Da der Verkauf der in Europa begehrten Hähnchenfilets bereits gewinnbringend ist, wurden die Ausfuhrpreise von Hähnchenteilen auf durchschnittlich 0,75 Euro pro Kilogramm gedrückt. Mit diesen niedrigen Preisen können afrikanische Geflügelproduzenten nicht mithalten. Mit den 500 Millionen Euro, die Afrika für Fleischimporte zahlt, könnten mehr als zwei Millionen Arbeitsplätze in der Hühnermast, im Futtermittelanbau, im Zwischenhandel und in der Schlachtung geschaffen werden. Die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, sagt: „Die EU muss, wie die Bundeskanzlerin auf einer G20-Veranstaltung versprochen hat, Afrika neue faire Handelsbeziehungen anbieten.“ Dazu gehöre, dass sich Staaten vor EU-Billigexporten schützen können müssen. Füllkrug-Weitzel: „Am besten wäre es, die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit Afrika auszusetzen und neue faire Abkommen zu verhandeln.“

    Liberia importiert Geflügelfleisch aus Europa für nur 0,48 Euro pro Kilogramm. Auf dem Markt in der Hauptstadt Monrovia kostet ein Kilo Hähnchenschenkel allerdings 2,50 Euro. Francisco Marí, Agrarhandelsexperte von Brot für die Welt, sagt: „Da kann kein einheimischer Geflügelmäster mithalten, und weil die Konkurrenz fehlt, wird der EU-Billigpreis noch nicht einmal an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. So machen Importeure und die EU- Schlachtindustrie das große Geschäft auf dem Rücken der Kleinmäster in Afrika.“

    Die meisten Geflügelfleischexporte der EU gingen 2016 nach Südafrika, Benin und Ghana. Deutsche Ausfuhren sind laut Statistik zurückgegangen und werden vermehrt über das Hauptexportland Niederlande abgewickelt. Die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) sollen Afrika zollfreien Marktzugang in die EU gewähren, im Gegenzug dürfen 80 Prozent der EU-Exporte ohne Zoll in Afrikas Märkte ausgeführt werden. Bisher ist nur ein regionales Abkommen ratifiziert worden. Mit vier weiteren Ländern und einer Region sind Übergangsabkommen abgeschlossen worden. Die restlichen 40 afrikanischen Staaten haben als ärmste Staaten bereits ohne Abkommen ihren EU-Marktzugang.

    Pressekontakt: Renate Vacker, Tel. 030 65211 1833, renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de

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    • Mark Rössler sagt

      „ich kann mir nicht vorstellen, dass Du das nicht gewusst hast. “

      Ich kann mir vorstellen, Sie haben die Kommentare hier nicht gelesen oder verstanden.

      Und wieder muss ein Land herhalten, dass traditionell nicht sonderlich interessiert ist an der Nutztierhaltung: Liberia.
      „The livestock sub-sector plays a minimal role in the Liberian economy, accounting for about 14% of the agricultural GDP (Rhissa, 2007; Koikoi, 2011). Most of the animals are owned by traditional farmers who use local, less productive animal breeds and inappropriate techniques. Thus household-based chicken, goats, ducks, pigs, sheep and cattle rearing predominates (FAO, 2005, 2011a; Koikoi, 2011; SFNS, 2010). These farmers have access to few inputs, and receive limited or no government support services. No dairy production is undertaken in Liberia for commercial purposes (Koikoi, 2011). Total Livestock Units declined during the civil war from 1990-2003, but the numbers had more than recovered by 2010. Demand for livestock products greatly outstrips domestic supply; as a result imports of livestock products and live animals are high. An estimated 19,580 heads of cattle (N’Dama and Zebu), 750 Sahel goats and 1500 sheep are imported from Guinea, Cote d’Ivoire and Mali annually for slaughter (Koikoi, 2011). In 2009, some 11 million metric tons of meat valued at about US$ 4.3 million were imported (according to FAOSTAT imports of 9.6 M tonnes of meat were valued at 9.7 M US$ in 2009).“

      Quelle:
      http://www.fao.org/ag/agp/agpc/doc/counprof/liberia/liberia.htm

      Erschütternd, wie die AbL sich dafür einsetzt, den Afrikanern vorzuschreiben was die gefälligst essen sollen. Bei Reisimport, der in Liberia wirtschaftlich stark zu Buche schlägt, da fällt kein Wort drüber, stammt ja nicht von hier und ist egal.

      In Liberia lebt man vom Fischfang und nicht von Hühnern, trotzdem hat sich die Produktion von Geflügel in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Reicht aber eben nicht für die Bedürfnisse der Verbraucher.

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  5. Ottmar Ilchmann sagt

    Mich würde mal eines interessieren: Ganz unabhängig von der Frage, ob der Export von Geflügelfleisch nach Afrika ethisch problematisch oder völlig in Ordnung ist: Wie hoch ist die Wertschöpfung aus diesen Exporten, die wirklich beim Erzeuger in Deutschland bzw. Europa ankommt? Ich meine jetzt nicht die exportierenden Firmen, sondern den Bauern, der Hähnchen mästet. Ist es für die Bauern wirklich sinnvoll, auf diesen Exportmärkten in scharfer Konkurrenz zu anderen Produzenten aus Brasilien oder Südostasien ihr Glück zu suchen bzw. es von ihren „Partnern in der Wertschöpfungskette“ suchen zu lassen? Ich vermute, es wird ähnlich sein wie bei der Milch. Auch hier ist ein Export für deutsche Molkereien in Drittländer nur möglich, wenn die Erzeugerpreise für die deutschen Milchbauern sich auf Weltmarktniveau bewegen. Deshalb bedingt Weltmarktfähigkeit, zumindest für billige Massenware, ein Preisniveau, das deutsche Bauern unter massiven Kostendruck bringt. Dieser Kostendruck zwingt dann wiederum zu Produktionsmethoden, die uns die gesellschaftliche Akzeptanz kosten. Ein Teufelskreis, von Vorteil nur für diejenigen, die unsere Produkte abnehmen. Ich befürchte übrigens, Willi, dass der Zuckersektor der nächste sein wird, der im Namen der Weltmarktfähigkeit vor die Wand gefahren wird.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Ottmar,
      ich habe hier nur den Ausschnitt Afrika gewählt. 90% der Exporte bewegen sich innerhalb Europas. Übrigens beläuft sich der Export nach Asien in ähnlicher Größenordnung wie nach Afrika. Unsere Handelsbilanz verschlechtert sich zunehmend. ich kann also nicht wirklich erkennen, dass wir uns bei Geflügel in einem scharfen Wettbewerb mit z.B. Brasilien bewegen. Wenn meine Zahlen stimmen, importiert Afrika 1,2 Mio. t Geflügelfleisch. Da sind unsere 17.000 t doch eher vernachlässigbar. Bei Milch ist das wahrscheinlich anders, da kennst Du Dich besser aus.
      Was den Zucker angeht: Ich habe ein 20 Jahre altes Sägerät, sonst nichts spezifisches für Zuckerrüben. Da ist es für mich relativ einfach, aus dieser Produktion auszusteigen. Und ich denke, dass das die Zuckerunternehmen wissen und auch die Anbauerverbände sind relativ stark.
      Bauer Willi

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  6. Berthold Lauer sagt

    Wir können doch oft bestimmte Sachverhalte hier bei uns in Deutschland nicht objektiv beurteilen, weil wir auf Informationen angewiesen sind. Und die kommen im Idealfall aus mehreren verschiedenen Quellen, aber immer mit dem subjektiven Einfluss der Informierenden. Wir filtern dann das heraus, was für uns am plausibelsten, angenehmsten oder unserer Überzeugung am naheliegensten ist.
    Wie wollen wir also die Ernährungssituation in „Afrika“ objektiv beurteilen können. Alle zugänglichen Informationen sind in meinen Augen interessengeleitet! Wovon reden wir, wenn wir „Afrika“ sagen. Das ist ja kein homogener Kontinent! Da gibt es von westlichen Luxus bis zu unvorstellbarem Hunger und Armut alles.
    Meine Kenntnisse beruhen auch nur auf Berichten und Dokumentationen, aber ich ich erlaube mir trotzdem ein paar Anmerkungen: Wer soll denn in den Problemregionen Nahrungsmittel produzieren??? Die Menschen fliehen vor Bürgerkriegen, marodierenden Banden, Dürre etc in die Städte. Aus Selbstversorgen werden so Versorgungsbedürftige!
    Selbst wenn etwas produziert, fehlt die Infrastruktur, um es bis in die Städte gelangen zu lassen. Wo die Strukturen da sind oder geschaffen werden, da wird für den Export produziert (und wenn es nur die bekannten Schnittblumen für den europäischen Markt sind). Woher sollen die Menschen das Geld haben um Nahrung so zu bezahlen, dass für produktionswillige Bauern auch ein Anreiz zur Produktion besteht? Woher sollen sie die Sicherheiten für politische Stabilität und verlässliche Rahmenbedingungen nehmen, die nun einmal notwendig sin, wenn jemand investieren will? Ich glaube, die paar tausend t Hühnchenfleisch sind in vielen Regionen das geringste Problem.

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    • Paulus sagt

      Während die gute Frau KGE bedeutungsvolle Worte von sich gegeben hat, war ich im Auftrag meiner Company und der DEG mehrmals in Afrika unterwegs. Aufgrund eigener Erfahrungen kann ich sagen, dass die Mär von den europäischen Schlachtabfällen schlicht Unsinn ist. Es gibt dort selbst in entlegenen und armen Gebieten so etwas wie eine halbwegs funktionierende LW. Wenn allerdings 20 bis auf die Knochen abgemagerte Rinder für einen afrikanischen Mann mehr Ansehen und Wohlstand bedeuten als 2 halbwegs gut genährte, weil allein die Anzahl entscheidend ist, hat uns das kaum zu interessieren. Ähnlich ist es mit der Fertilisationsrate. Wenn eine Frau nicht dauernd schwanger ist, wird auch von Frauen schlecht über ihren Mann geredet.
      Während die Damen mit dem 6. Kind auf dem Rücken und dem 7. im Bauch auf dem kargen Acker malochen, dösen die Männer im Schatten vor sich hin, palavern oder begeben sich in den nächsten … naja. Ich bin nun wirklich der Letzte, der unseren afrikanischen Mitmenschen die Teilhabe an unserem Wohlstand missgönnt.
      Für deren Steinzeitliches Verhalten und Denken fühle ich mich jedoch nicht verantwortlich. Die Ursachen für das Elend in den Staaten Afrikas sind grundsätzlich andere als jene, die uns hier so gerne von den selbsternannten Gutmenschen und den NGO‘s verkauft werden.
      Mit einem frühmittelalterlichen Gesellschaftsmodell, verbunden mit “ bad governance“ kommen die Afrikaner nie und nimmer auf einen grünen Zweig. In den Metropolen haben sich alle, vorwiegend französische und japanische Industrieunternehmen die dort in Fertigungsstätten investiert haben, weitgehend wieder zurückgezogen. Die Gründe dafür sind allein in der afrikanischen Mentalität zu suchen.
      Ich durfte kluge und gebildete Afrikaner kennenlernen; deren Aussagen fielen derart drastisch aus, dass ich sie hier nicht wiedergeben möchte.
      Wenn auch nur ein Bruchteil der gigantischen Vermögen, welche afrikanische Despoten und deren Clans auf Schweizer und Londoner Banken horten, den eigenen Volkswirtschaften incl. Bildungswesen und Geburtenkontrolle etc. zugutekommen würde gäbe es kein afrikanisches Problem.
      Und wir diskutieren hier auf Anregung einer entrückten Theologin ohne Abschluss über in paar Kühlcontainer oder max. eine Schiffsladung/a mit europäischem Geflügelfleisch, verteilt auf nahezu einen ganzen Kontinent, während wir gleichzeitig afrikanische Produkte und vor Allem Rohstoffe in ungleich höherem Wert importieren. Unabhängig aller Statistiken, merkt eigentlich keiner wie absurd und bescheuert diese Debatte ist?

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      • bauerhans sagt

        was paulus hier beschreibt,hatte ich in den 1990er jahren von entwicklungshelfern gehört.
        in einer WDR sendung,wo eine musiklehrerin aus köln nach afrika auswandern wollte,weil sie dort schon vor 30 jahren gewesen war,aber dann doch wieder zurück kam,war das fazit dieser frau:
        afrika hat sich nicht entwickelt in den letzten 30 jahren,im gegenteil,die sind noch nachlässiger und unzuverlässiger geworden.

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    • Richtig. Ich liéfere in diesem Fall nur die Fakten. Die Bewertung überlasse ich dem Leser. So was erwarte ich übrigens auch von sauberem Journalismus…

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      • Eckehard Niemann sagt

        Nicht richtig – hier werden nur auf Deutschland eingeengten Zahlen geliefert. Ein guter Journalist hätte das Thema zumindest EU-weit betrachtet und auch die Verflechtungen der in Deutschland aktiven Hähnchen-Schlachtereien innerhalb der EU thematisiert…

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      • Schmeckt gut sagt

        Die Vorwürfe gehen aber direkt an die deutschen Landwirte. Wie bitte sollen wir darauf antworten. Jetzt ist plötzlich wieder Europa der Maßstab, aber sonst ist regional gewünscht? Wenn so in Zukunft Politik gemacht werden soll, dann gute Nacht mit der deutschen Landwirtschaft. Nein, es können für die deutschen Bauern vorangig nur deutsche Maßstäbe gelten.

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        • Ottmar Ilchmann sagt

          Wer macht denn deutschen Landwirten oder Landwirten überhaupt Vorwürfe? Kein Landwirt exportiert Geflügelfleisch in Drittländer, dass machen die nachgelagerten Konzerne der Schlachtbranche.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            In den Medien und in den sozialen Netzwergen wird überwiegend den Landwirten vorgeworfen, sie würden die Existenz der Geflügelhalter in Afrika vernichten.

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          • sonnenblume sagt

            Die Schlachtbranche ist als solche nur dann in den Medien, wenn es um osteuropäische Arbeiter und deren mangelhafte Unterbringung und Lohndumping geht, incl. Subunternehmer usw. . Exportunternehmen werden nie erwähnt. Also werden Berichte über den Export gedanklich automatisch in die Landwirtschaft verschoben, weil es ja um landwirtschaftliche Produkte geht. Die verarbeitende Industrie und der Handel werden in dem Zusammenhang in der Regel nicht erwähnt und vom Leser somit auch nicht wahr genommen.

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    • Die Sinnhaftigkeit, wenn ich richtig informiert bin ist,

      wenn man Nahrungsmittel in unterentwickelte Länder liefert, bekommt man Entwicklungshilfe, also Geld aus dem Entwicklungshilfeministerium!

      Egal ob Milchpulver von Nestle oder Hühnerteile.
      Jedenfalls ist das konterproduktiv.

      Erst werden Kuhställe und Molkereien dort mit Entwicklungshilfegeldern von hier gefördert, dann holen sich diese Firmen auch Fördergelder vom Entwicklungshilfeministerium, indem sie Milchpulver (oder Geflügelteile) dort hin liefern, um daran zu verdienen.

      Deswegen diese Empörung.

      Politiker und Massenmedien schlachten das Thema aus!

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    • Ja, das ist auch löblich, die Kosten für Transport und Lagerung und die diesbezüglichen Folgen für die Umwelt gehören zu einer umfassenden Gesamtbetrachtung jedoch wie ich finde auch dazu.

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    • Bauer Willi sagt

      Deutschland exportiert nicht nach Nigeria.(bzw. 1 t). Unter Geflügelfleisch ist alles subsummiert. Das sind ganze Hühner oder auch Teile vom Huhn. Es gibt keine Geflügelreste! Es gibt nur Teile, die wir Europäer nicht essen wollen! Kaufen Sie mal bei Penny Hühner-Rücken. Ja, Hühner-RÜCKEN. Meine Mutter hat es gemacht…

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    • Die Zahlen gelten für ganze Hühner und Huhnerteile. Hühnerreste gibt es nicht, nur Teile, die wir Europäer nicht essen wollen. Deutschland hat 2016 genau 1 t nach Nigeria exportiert. Allerdings wird von Benin nach Nigeria geschmuggelt, deshalb ist die Importmenge von Benin auch so hoch. Übrigens kaufen afrikanische Händler in Deutschland, es wird also nicht „verbracht“.

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  7. Vielen Dank für diese Zusammenfassung und Fakten statt fake! Eigentlich wäre ja der naive Rückschluss: Wenn wir unser Geflügelfleisch nicht exportieren, bräuchten wir „nur“ 55.000t importieren. Ohne nun Gewinn, Qualität etc zu beachten.

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      • Zenzi sagt

        Nicht nur bei den Grünen. Jeder versucht die Fakten so darzustellen dass es in sein Weltbild passt. Das ist allen Politikern anzukreiden, die Medienwirksam die „Klappe aufreissen“ aber vorher sich nicht umfassend informieren sondern nur populistisch losplaudern.

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    • Jochen Böhrer Meine Frage war eine andere: Ich habe die Behauptung in Frage gestellt. Und bitte um einen Beleg, daß Göring Eckhardt lügt. Wer etwas behauptet, ist in der Beweispflicht.

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      • Ich seh das so sagt

        Es war ein wichtiger grüner Beitrag von Frau G-E zur alternativen Energiegewinnung. Warum ?
        Weil Grüne wissen: „Wenn unsere Fake-News leuchten würden, wäre die Erde endliche heller als die Sonne“ 🙂

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    • 600.000 Tonnen Geflügel pro Jahr ist doch nix. Es gibt 1,2 Milliarden Afrikaner! Das ergibt 500 Gramm je Einwohner und Jahr. Oder anders gerechnet: Der durchschnittliche Afrikaner braucht 2,5 Jahre, um ein importiertes Masthähnchen aus der EU zu verzehren. Dass durch solche winzigen Mengen afrikanische Märkte zerstört und reihenweise Landwirte in den Ruin getrieben werden, kann man getrost als eher unwahrscheinlich bezeichnen.

      Zumal die EU ja bei anderen Agrargütern zum Ausgleich mehr importiert als exportiert. Die EU-Außenhandelsbilanz ist bei Agrargütern ausgeglichen. Deutschland hat sogar eine stark negative Handelsbilanz bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Nahrungs- und Futtermitteln. Wir importieren da pro Jahr für 14 Milliarden Euro mehr als wir exportieren.

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    • Was das ZDF dazu so schreibt: „Teile, für die es in Europa keine Abnehmer gibt und die die Hersteller eigentlich kostenpflichtig entsorgen müssten. Aber auch für diese Reste gibt es einen Markt – in Afrika.“ “

      ZDFzoom-Autorin Katarina Schickling wirft einen Blick hinter die Kulissen der Geflügelindustrie und findet heraus: Deutsche Hähnchenschlachter verkaufen in Afrika all das, was Kunden hierzulande nicht essen mögen. Ein lohnendes Geschäft.

      Denn jeder Erlös ist besser, als die Entsorgung der Teile in der Tierkörperverwertung zu bezahlen.“ Mit anderen Worten: Die Autorin fände es besser, Lebensmittel wegzuwerfen, anstatt sie in Länder zu schicken, in denen sie nachgefragt sind.

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      • „Was das ZDF dazu so schreibt: „Teile, für die es in Europa keine Abnehmer gibt und die die Hersteller eigentlich kostenpflichtig entsorgen müssten. Aber auch für diese Reste gibt es einen Markt – in Afrika.“ “

        und Gelder für Entwicklungshilfe!

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    • Das Problem liegt eher daran, dass wir nur Hühnerbrust wollen und die Reste nicht alle in Hühnerbrühe oder Wurst verarbeitet werden kann…unser Problem wird dann einfach zu „deren“ Problem…und auf dem Weg dorthin ist sicher keine anhaltende Kühlkette garantiert !!!!

      Übrigens: Wegwerfen in Deutschland heißt nicht auf den Müll…eiweißhaltige Abgälle werden zu Fischfutter o.ä.

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      • Mark Rössler sagt

        Also besser das Geflügelfleisch zu Fischfutter verarbeiten als es als Nahrungsmittel zu verkaufen?
        Auf der anderen Seite sollen Restprodukte, wie Rapskuchen oder Sojaschrot nicht als Tierfutter genutzt werden.

        Irgendwie eine verkehrte Welt.
        Ich kann dieser Logik nicht wirklich folgen.

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        • Sabine sagt

          Versteh ich jetzt auch nicht, aber ich versteh ja auch nicht, warum auf jedem Fertig-Salat lieblos übergarte Hähnchenbruststreifen drauf sein muss. Dass Hähnchenbrust was tolles ist, hat auch viel mit der Werbung zu tun. Ich find ja das Brustfleisch ist nicht so der Hammer. Aber ich find ja auch auch Hühnchen leckerer, die aussehen wie Marathonläufer und nicht wie Bodybuilder. Ist halt Geschmackssache.

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          • Mark Rössler sagt

            Geschmäcker sind nun mal verschieden, ich esse auch lieber Hähnchenkeulen.

            Aber warum die weiße Frau aus Deutschland der farbigen in Afrika vorschreiben will, diese sollte kein Geflügel essen, dass ist mir schleierhaft.

            Und leider haben sich die hiesigen Medien dank NGO desinformations Kampagnen in die Irre führen lassen, mit der Folge, der schlichte Medienkonsument fällt auch darauf rein.

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      • Zenzi sagt

        @Rainer Jung: „Übrigens: Wegwerfen in Deutschland heißt nicht auf den Müll…eiweißhaltige Abgälle werden zu Fischfutter o.ä.“
        Oder zu Hunde-und Katzenfutter. Wenn man schaut wie teuer die Fleischdosen für Rex und Miez sind, ist daran bestimmt gut verdient.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          >>Oder zu Hunde-und Katzenfutter<<

          Aber ich bitte sie, Fleischteile welche der deutsche Verbraucher nicht isst,
          dem Fiffi füttern zu wollen, das grenzt an Tierquälerei.

          Tun sie das ihrem Hund an?

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  8. Friedrich sagt

    Frau Göring-E. bedient mal wieder die Gutmenschen. Präses der ev. Kirche hätte die GRÜNE nie werden dürfen. Als Wahrheitsverdreherin schon lange nicht. — Aber das nur nebenbei. Die afrikan. Staaten könnten alle mit Außenschutz die Importe steuern. Tun sie aber nicht. Die westliche Produktion ist so effizient , daß fast kein Entwicklungsland da mithalten kann. Gute Schulbildung, Berufsausbildung ,effiziente Logistik,Weiterverarbeitung
    ,Marketing und Exportmanagment tragen zur sehr preiswerten Urproduktion bei. All das fehlt in diesen Ländern, aber auch der politische Wille , der mehr auf Machterhaltung und pers. Bereicherung beruht. Wenn wir diesen Ländern nicht helfen wird das ewig so bleiben.
    Beginnen muß das alles mit täglich gesichertem Essen und Schulbildung für alle. Das ist ein langer Weg.

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    • Mark Rössler sagt

      Deutschland gehört zu dem Staat, der mit die meisten Gelder für Entwicklungshilfe in Afrika zahlt.
      Problem an diesen Hilfsprojekten ist meist der falsche Gedanke, was zu geschehen hat.
      Somit bleiben viele Teile Afrikas bei einer altertümlichen Landwirtschaft, die in der Vergangenheit dort schon oft zu wenig Erzeugt hat. Bei dem momentanem Bevölkerungswachstum wäre es dringend geboten dort auf Modernisierung der Landwirtschaft zu setzen.

      „Der durch den Bürgerkrieg aus Syrien vertriebene Genforscher Mahmoud Solh lässt sich nicht unterkriegen. Er erzählt von seinem Bestreben, die Landwirtschaft Afrikas zukunftssicher zu machen.“
      https://www.novo-argumente.com/artikel/die_alten_samen_der_zukunft

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  9. @ Herr Böhrer,

    meine Frage geht dahin, ob die Aussage, durch Importverbote afrikanischer Länder komme es zu einer Versorgungslücke bei Hähnchenfleisch, auch von den Versorgungslückenerkennungsexperten in der Vertriebs- und Marketingabteilung der Hähchenverarbeiter stammt. Schließe ich nur auf eine Versorgungslücke, weil ein importiertes Produkt durch Handelsbeschränkungen nicht mehr angeboten und nicht durch ein vergleichbares inländisches Produkt ersetzt wurde? Dass die Situation in vielen afrikanischen Ländern verschärft ist, ist mir durchaus bewusst. Aber nur weil ein bestimmtes Handelsgut, ein Nahrungsmittel mit hohem Proteingehalt, durch eine Regierungsintervention nicht mehr erhältlich ist, heißt das auch in Afrika nicht zwingend, dass eine Proteinunterversorgung eintritt oder sich verschärft.

    Ich denke, uns ist beiden klar, dass mit Vorurteilen über das „Land Afrika“ gern auf vielen Seiten gespielt wird. Wir sollten uns nicht immer gegenseitig ideologische Verblendung vorwerfen. Es ist unter Volkswirtschaftlern, die Freihandel für das beste Mittel zur weltweiten Wohlstandsmehrung ansehen, weitgehend Konsens, dass in Volkswirtschaften schwach ausgeprägte fundamental wichtige Wirtschaftszweige geschützt werden müssen. Zu diesen darf die Landwirtschaft gezählt werden. Die Urproduktion ist die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft aus eigener Kraft, Ernährungssouveränität die Voraussetzung für ein Mindestmaß an Selbstbehauptung (nicht alle Länder können dafür Atomsprengköpfe entwickeln).

    Das erkennt auch die WTO an und gesteht selbst der EU einen besonderen Agraraußenschutz (Marktordnung) zu. Denn wenn selbst die wirtschaftlichen Grundlagen einer Volkswirtschaft nicht ausreichend gegeben sind, kann auch das meistbegünstigende Freihandelsprinzip des komparativen Wettbewerbsvorteils nicht greifen, da dann nämlich überhaupt kein Wettbewerbsvorteil vorhanden ist.

    Göring-Eckhardt hat im Grunde mit falschen Angaben ein richtiges Prinzip beschrieben. Nur weil es von einer Grünen stammt, ist das Prinzip nicht grundfalsch, ebensowenig wie es pauschal richtig ist. Man sollte nicht einem Pawlowschen Hund ähnlich auf einen bestimmten Reiz gleich die Phrasendreschmaschine anwerfen, auch wenn der Reiz seinerseits eine Phrase ist.

    1+

    • Jochen Böhrer sagt

      Nach Angaben von „Brot für die Welt“ betragen die Produktionskosten für Geflügelfleisch in Afrika 1,80 bis 2,50 Euro/kg. Greenpeace nennt sogar 3,50 Euro. Das Monatseinkommen einer Person in Burkina Faso beträgt ca 50 Euro, in Kamerun 100 Euro. Bei vielen , vor allem kinderreichen Familien oder Familien ohne Arbeit ist es noch wesentlich niederer. Da stellen sich dem vernünftig denkenden Menschen zwei Fragen: WIESO um alles in der Welt ist die Produktion in einem Niedriglohnland doppelt so teuer wie bei uns? Und wie soll sich eine typische Großstadtfamilie (Afrika hat 50 Millionenstädte) das einheimische Fleisch leisten können? Die erste Frage ist einfach zu beantworten: Die meisten Entwicklungshilfeorganisationen leben vom Elend in der Welt und versuchen deshalb, das Elend zu wahren. Indem sie den Ländern eine fortschrittliche Lasndwirtschaft verwehren und altertümliche ineffektive Produktionsmethoden fördern.

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      • Ja, Exporte führen dazu, dass die Preise für die in den Zielländern erzeugten Güter gedrückt werden. Das kann die inländische Produktion in den Zielländern beleben (Produktivitätszugewinne, Angebotsausweitung, geringere Preise) und damit zur Bekämpfung von Armut und Mangelernährung beitragen – vorausgesetzt, das Ventil für die Einfuhren in den Zielländern wird nicht überdreht, die Einfuhrmengen vorausschauend gesteuert Komma wie das übrigens auch die Agrarmarktordnung der EU für sich vorsieht.

        Die Mächtigen in den afrikanischen Ländern haben hier besonnen zu handeln und dürfen keine zu großen Augen beim Einfuhrzoll bekommen. Anders als die Binnenwirtschaft, wo viel an der Steuer vorbeigeht, können Zolleinnahmen in hohem Umfang schattenwirtschaftsfest gemacht werden, da die Einfuhren an Häfen und Flughäfen zentral kontrolliert werden können. Sichere schnelle Einnahmen für die Mächtigen also. Wenn die PHW-Gruppe in Afrika verdienen will, sollte sie sich nicht allein auf die Weisheit der dortigen Regierungen und ihre Einfuhrbestimmungen verlassen.

        Nach der Logik aber, dass Nahrungsmittelexporte für die Bekämpfung von Armut und Mangelernährung ggf. hilfreich sind, könnte es besser sein, eher landwirtschaftliche Rohstoffe als Fertig- und Halbfertigwaren (ich meine Fleisch) aus der EU auszuführen. Denn so kann ein größerer Teil der Wertschöpfung in den Zielländern stattfinden und zunächst dort der Markt entscheiden, was mit den Rohstoffen geschieht (Tiermast oder Herstellung von Teigwaren für noch mehr Menschen, die proteinmäßig auch nicht zu verachten sind). Aber daran haben die Verarbeiter in der EU kein Interesse. Die Wertschöpfung übernehmen sie naturgemäß am liebsten selbst. Erst einmal so viel wie möglich produzieren und dann schauen, wo es am meisten Geld bringt. Notfalls nimmt Afrika ab, was nicht optimal vermarktet werden kann, immerhin noch mehr als kostendeckend.

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  10. Ottmar Ilchmann sagt

    Hast du auch europaweite Zahlen zum Geflügelexport, Willi? Die Betrachtung nur des deutschen Anteils in einem gemeinsamen EU-Markt greift zu kurz!

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Ottmar, die habe ich und schon unter einem anderen Kommentar verlinkt. Europaweit sieht es anders aus, aber wir reden hier von Deutschland und den Vorwürfen, denen wir Deutsche uns ausgesetzt fühlen. Einer der Haupt-Player bei Geflügel ist doch nicht Deutschland! Und wenn die Niederlande oder Polen mehr nach Afrika exportiert, welche Schlüsse ziehst Du daraus? Ein weiterer großer Player ist Brasilien und das weißt Du auch. Sollen wir Deutsche denen jetzt Vorschriften machen?

      Warum arbeiten gewisse Kreise nicht mit den Fakten? Nachdem Göring-Eckhardt mit den Zahlen konfrontiert wurde, spricht sie jetzt nicht mehr von Somalia sondern von Ghana. Was soll das? Stärkt es das Vertrauen in die Politiker? Sie war mal Präses der Evangelischen Kirche Deutschlands. Stärkt es das Vertrauhen in die Kirchen? Viele Fragen für einen Sonntag….
      Bauer Willi

      4+

      • Ottmar Ilchmann sagt

        Ich denke, Frau Göring-Eckardt hat ihre Informationen gerade von kirchlichen Institutionen, und zwar den Hilfswerken Misereor bzw. Brot für die Welt. Sind die auch nicht vertrauenswürdig? Wenn man diesen Fragen wirklich auf den Grund gehen will, sollte man mit deren Experten, z.B. Francisco Mari von Brot für die Welt, diskutieren. Und vor allem muss man den Kontakt zu wirklich Betroffenen suchen, z.B. afrikanischen Bauernvertretern. Ich denke, die hier angesprochenen ethischen Fragen sind zu komplex, um sie mit interessegeleiteten statistischen Zahlen der deutschen Geflügelindustrie einfach vom Tisch zu wischen. Und einer grünen Politikerin hier einen Irrtum oder meinetwegen auch eine Verfälschung nachzuweisen, finde ich nicht besonders aufregend. Sehr viele Politiker arbeiten mit Vereinfachungen und angelesenem Halbwissen, das ist kein grünes Privileg.

        2+

      • Mark Rössler sagt

        Afrikas Bauern werden von denen ruiniert, die dort die „romantische“ Landwirtschaft erhalten wollen und es somit weiterhin Hunger dort geben wird.
        Dazu darf man die GreenNGOs zählen, Brot für die Welt, Miserior und einige Landwirtschaftsverbände aus Europa (ua die AbL) wie auch die Grünen.

        Afrika steht vor dem Untergang der Landwirtschaft, man muss sich nur das Durchschnittalter der Landwirte/-innen anschauen, die Jugend haut ab in die Städte, weil die heute oftmals nicht mehr unter solchen Bedingungen arbeiten/leben wollen.
        Afrikanische Länder, die sich von der europäischen Vorstellungswelt für Afrika trennen, zeigen das die Entwicklung der Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit beiträgt.

        „LANDWIRTSCHAFT IN ÄTHIOPIEN :
        Auf der afrikanischen Überholspur“
        http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/landwirtschaft-in-aethipien-auf-der-afrikanischen-ueberholspur-13737683.html

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  11. In der Geschichte Afrikas gab es zwei gravierende Fehler. Erstens die Kolonialisierung und zweitens die Aufgabe der Kolonien. Ohne Kolonialisierung hatte sich dort die Bevölkerung und ihre Kultur ganz anders entwickelt, wozu auch eine an den Lebensraum angepasste Reproduktionsrate gehört hätte. Da es aber nunmal Kolonien gab, war es ein Fehler diese aufzugeben. Die jetzigen Regierungen sind vielfach korrupt und nicht in der Lage sich selbst zu verwalten.

    1+

    • Aufklärer sagt

      Ihr geht mir allesamt mit eurem gefährlichen Halbwissen tierisch auf den Senkel.

      Afrika ist nicht ÜBER sondern UNTERvölkert.

      Bei jedem zweiten Beitrag mindestens spinnert sich jemand von afrikanischer Überbevölkerung was zurecht, ich kanns nicht mehr lesen.

      Nicht einmal 1,3 Milliarden Menschen auf dem gigantischen Kontinent mit 56 Staaten, die insgesamt 30% der Erdfläche ausmachen?

      In Indien leben schon mehr Menschen über 1,3 Milliarden auf sehr viel geringeren Fläche. Afrika 30 Millionen! Quadratkilometer und Indien etwa ein zehntel davon.

      Dieses Gerede muss mal aufhören! Afrika hat kein Bevölkerungsproblem. Und wenn dort ein paar Infrastrukturprobleme gelöst wären, wenn es dort mehr Stabilität gäbe und weniger Konflikte, hätte man es schon lange ohne Probleme geschafft die Bevölkerung der meisten Länder zu ernähren.
      Dort herrscht aber noch vorwiegend Subsistenzwirtschaft und damit wirtschaften in den meisten Ländern die Konsumenten selbst, eine moderne Landwirtschaft muss erst aufgebaut werden in weiten Teilen der dortigen Staaten.

      Deutschland ist ein Pupsnest gegenüber diesem Kontinent. Europa gerade so ein Parkplatz dagegen!
      http://www.oxford-business-news.com/afrika_big.jpg

      Die erwartete und angemessene Bevölkerung von Afrika wäre etwa so viel wie gesamt Asien und läge zwischen 4-6 Milliarden Menschen, tatsächlich wird etwas um 2,5-3 Milliarden bis 2100 prognostiziert. Selbst die 4-6 Milliarden würden da locker reinpassen und eine moderne Landwirtschaft könnte nicht nur diese 4-6 Milliarden, sondern zusätzlich den Rest der Welt mit ernähren.
      Die Frage ist nur, ob das schaffbar ist, ob die unterschiedlichen Interessen und vor allem die Machtinteressen und Wirtschaftsinteressen der Global-Player dies zulassen bzw. die Spannungen zwischen den afrikanischen Staaten und den hunderten Ethnien beigelegt werden.
      Ich glaube nicht unbedingt an letztere beiden Bedingungen, und genau das sind die Gründe für Afrikas bestehende Schwierigkeiten, nicht Überbevölkerung.

      Reiche Nationen sind oft überbevölkert. Vor allem dann, wenn sie auf Nahrungsmittelimporte Regelmäßig angewiesen sind wie Japan. Dort wird in sehr großem Ausmaß die Bevölkerung mit landwirtschaftlichen Importgütern „gefüttert“. Dieses Land hat aber Kaufkraft und deshalb müssen Japaner nicht hungern im Gegensatz zu Bürgern aus afrikanischen Staaten, die nicht einfach mal riesige Nahrungsmittelmengen einführen können. Die kann dort dann niemand bezahlen und oft ist es schwer bis unmöglich verderbgefährdete Nahrungsmittel überhaupt ins Inland schnell genug zu transportieren, weil einige der afrikanischen Staaten so groß sind und auch deshalb nicht so einfach infrastrukturell zu erschließen sind.

      @Leser

      Bitte reiche dieses Wissen über Afrika weiter. Schluss mit diesem Pseudo-Wissen aus der Kolonialzeit von Vorgestern. Danke.

      2+

      • Michael sagt

        Blöd nur, dass es nicht nur um Ernährung geht, Herr Aufklärer.

        Der Ressourcenverbrauch der Menschheit ist jetzt schon viel zu hoch und alle die daran noch nicht beteidigt sind, wollen da hin.

        Ihren Masthähnchenvergleich schieben sie besser wieder in die Schublade.

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        • Aufklärer sagt

          Textverständniss ist nicht so Ihres ?

          Allerdings der Einwand von wegen Ressourcenverbrauch sei zu hoch, klar. Das ist was, mag sein.

          Dann hören die USA, Europa und alle anderen verwöhnten Bälger endlich mit dem Verschwenden von Ressourcen für Urlaubsflüge, Vergnügung, Automobil und LuxusBioproduktion auf, dann haben wir ne Menge Ressourcen für alle Afrikaner.

          Was Sie meinen ist die gnadenlose Sicherung des eigenen Lebensstils auf Kosten anderer, indem man ihnen das Leben verbietet.

          3+

          • Michael sagt

            Sie brauchen sich über meine Auffassungsgabe keine Sorgen machen.

            Man kann an Personen pro m^2 keine Unter oder Überbevölkerung festmachen. Städte müssen auch „gefüttert“ werden.
            Ich bin übrigens auch für die Besiedlung der Antarktis, die Landmasse ist einfach zu groß als das da kein Mensch leben sollte.
            Menschen werden immer zu besserem Leben und Komfort streben, sie mögen das gnadenlos nennen, ich nenne das menschlich.

            Wichtig ist, zu erkennen, das es alle machen und das geht nur gut, wenn die Menge der Menschen sich dem Verbrauch anpasst.

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      • Dorfmensch sagt

        Hallo Herr Aufklärer,

        für die aus eigener Kraft zu ernährenden Menschen spielt die Ertragsfähigkeit des Standorte eine große Rolle. Von Wüsten und anderer unfruchtbaren Gegenden kann man keine Menschen ernähren!
        Uns Landwirten sind diese Zusammenhänge irgendwie bekannt. …..
        Ausspruch von Lenin: Wissen ist Macht. Heute: Nichts wissen macht nichts.

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        • Aufklärer sagt

          Ach nee, das ist mir schon klar.

          Aber der Deutschlandzentrist glaubt wohl das es bei 30 Millionen Quadratkilometer keine fruchtbaren Gebiete gibt, oder was?

          Natürlich haben manche Länder Probleme mit den Anbauflächen. Aber i.d.R. nicht weil sie zuwenig davon haben, sondern weil die fruchbaren Gebiete nicht ausreichend industriell erschlossen und genutzt werden.

          Die Potentiale kann man vielleicht annähernd mit diesen Zahlen verstehen.

          http://www.factfish.com/de/statistik/ackerfl%C3%A4che%20pro%20person
          http://www.factfish.com/de/statistik/ackerfl%C3%A4che%20der%20landf%C3%A4che

          Das Problem ist natürlich vielschichtiger und kann hier nicht detailliert diskutiert werden. Das wär dann doch zuviel. Es ist aber bei weitem nicht so wie von vielen dargestellt das der afrikanische Kontinent ausschließlich aus (ver)hungernden Kindern bestünde.
          Und insbesondere das Bild von Afrika und der angeblichen Überbevölkerung ein wenig grade rücken, darum gings.

          1+

  12. Nun muss man anmerken, das Bauer Willi natürlich auch ein Lobbyist der Agrarwirtschaft ist und seine Beiträge auch so zu verstehen sind, was aus seiner Sicht natürlich verständlich ist.

    1+

  13. Wir hatten neulich einen Pastor bei uns im Stall zu Besuch der ritt auf der gleichen Schiene rum eie frau G.-E.. Ich habe ihm gesagt, dass er es doch in det2Hand hätte. Er bräuchte doch nur von der Kanzel predigen, dass die Leute gefälligst alles vom Tier zu essen hätten, also Ohren, Schnautzen, Hühnerfüße. Hahnenkämme, Innereien. Dann wären wir das Problem doch schon fast los. Im Übrigen spende ich regelmäßig an Brot für die Welt 1 Cent mit dem Verwendungszweck: „Wir machen euch satt“

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  14. Altbauer Jochen sagt

    Willi: >und erwarte gespannt das Ende der Koalitionsverhandlungen<
    Ich weiß nicht wovor mir mehr graut ,vor einem Scheitern
    oder einer Einigung !
    Da geht es um viel mehr als um ein paar Tonnen Hühnerfleisch.
    Da will jeder seine eigene Wahrheit durchsetzen !
    Das kann nicht funktionieren mit den dreien ! (vieren)

    2+

  15. also ungefähr ein hendelhaxerl pro südafrikaner müsste sich schon ausgehen. natürlich eine massive bedrohung der einheimischen produktion ebendort. erklärt uns die öko-gesinnungs-industrie.

    3+

    • Südafrika ist schon länger Selbstversorger in Nahrungsmittel, ist mir gesagt worden, als ich Anfang des Jahres dort war,
      sie würden liebend gerne in die EU ausführen, wenn ihre Vorschriften nicht so hoch wären. Die kosten auch Geld, auch weil man so viel (z.B. Obst mit kleinen Flecken) wegschmeißen müsste!

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      • Mark Rössler sagt

        Beim Geflügel ist Südafrika eben kein Selbstversorger, Hühnerfarmen sind dort nicht sonderlich beliebt.
        Zu dem wandelt sich momentan dort die Landwirtschaft, viele weiße Farmer verlassen das Land weil die dort bedroht und teilweise ermordet werden.
        https://af.wikipedia.org/wiki/Plaasmoorde_in_Suid-Afrika

        Ähnliches gab es ja schon in anderen Staaten auf dem Kontinenten, das führte oftmals zum Zusammenbruch der dortigen Landwirtschaft und zu Hunger.

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    • Vielleicht nicht im Geflügelbereich. Aber in Sachen Milch schon. Die importieren unser billiges Milchpulver. So günstig können sie dort gar nicht ihre eigene Milch produzieren. Gab da mal einen interessanten Bericht…

      1+

  16. Natürlich ist die These des deutschen Geflügelfleischexports als Fluchtursache nur bedingt korrekt.
    Schließlich kompensieren wir wegfallende Arbeitsplätze in der afrikanischen Geflügelbranche durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze in der dortigen Recycling-Branche, indem wir jährlich über 150.000 Tonnen Elektronikschrott nach Afrika exportieren.

    Aktuell sind wir in Verhandlungen mit dem Bundesentwicklungsmysterium, um die artgerechte Geflügelhaltung an den Arbeitsplätzen der afrikanischen Recyclingexperten zu fördern. So könnte eine lokale Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln und somit eine echte Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen werden.

    http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/elektroschrott-afrika-muell-100.html

    1+

  17. Sabine sagt

    Nun, wir sollten vllt. auch anmerken, dass wir im Moment in der Geflügelproduktion weltweit ein heftiges Problem mit den Geflügelgrippe haben. Nicht nur Europa wird den Ausbrüchen nicht Herr. Ich weiß nicht wie es mit anderen Ländern in Africa ist, aber Südafrika ist schwer von der Seuche betroffen. Erst im Oktober gab es eine Krisensitzung wo ausgelotet werden sollte, ob man nicht vllt. doch die Bestände impfen sollte… mit all den Konsequenzen für den Handel. Ein Alptraum für die Gelfügelindustrie vor Ort. https://www.news24.com/Video/SouthAfrica/News/watch-egg-shortage-looms-as-bird-flu-spreads-20171004
    Nicht nur Geflügelfleisch, sondern auch Eier sind inzwischen in vielen Ländern selten und entsprechend teurer geworden.
    Das FLI in Deutschland hält an der Zugvogel-Hypothese und der Stallpflicht und besserern Hygienemaßnahmen fest, während andere Länder nicht mehr daran interessiert sind, ob und wie ihre Nutztierbestände von Zugvögeln infiziert werden. Die wollen einfach nur, dass das Sterben aufhört, bevor ihre Geflügelbauern total pleite sind und denken über eine Pflichtimpfung ähnlich der NCD-Impfung nach.
    Wie wir bei dem Fibrolin-Skandal gesehen haben, ist es selbst für die Fachverbände und Ministerien schwierig die verschlungenen Pfade der Im- und Exporte auf diesem Gebiet nachzuvollziehen, trotz Kennzeichnungspflicht und Kontrollen.
    Ich kann die Bilder von gekeulten Tieren und weggeworfenen Eiern echt nicht mehr sehen. Und ich kann die Bilder von geschmuggelten Tieren nicht mehr sehen, die vergast und/oder verbrand werden, weil die Grenzbeamten in manchen Ländern einfach nicht wissen, was sie mit dem geschmuggelten, potentiell gefährlichen Tieren tun sollen.
    Wenn wir nicht langsam zu einer internationalen Lösung kommen, wird vllt. H5N8 das Problem der Geflügelexporte auf ganz natürliche Art lösen.

    2+

  18. Exportieren von Fleisch ist ein muss………….. schließlich importieren wir ja auch jede Menge Südfrüchte aus Afrika.
    Auf den besten Flächen wachsen die dort in Afrika……….. da könnten auch Nahrungsmittel für die Einheimischen wachsen.
    Daher sind wir für den Hunger dort verantwortlich.

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  19. Grundsätzlich ist der Verbraucher wiedereinmal das Problem. In Deutschland fallen Flügerl und Giggalhaxn ja schon unter nichtverkäufliches Abfallprodukt. Von anderen Teilen reden wir jetzt mal garnicht.

    Andere Länder sind heilfroh um diese Teile….

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    • Was ich ja schon mal gar nicht verstehe! Fein würzen, bei 200° eine halbe Stunde in den Backofen und fertig sind die Flügel. Wir lieben es!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bei uns bekomme ich die Flügel, den Magen und die Schlegel, da gib ich das Brüstchen gerne an die Ehefrau ab.

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    • Franz Huber, die Story mit den Giggalhaxn haben die Exportgegner ja so aufgezogen, als ob unsere Exporteure mit Dumpingpreisen die Giggalhalter im Ausland fertigmachen würden. Aber warum kaufen chinesische Discounter unsere Giggalhaxn? Weil sie schön weiß und gesund aussehen. Keine Entzündungen oder Schwellungen. Also die Qualität machts, selbst bei Giggalhaxn aus Deutschland! Ein normaler Wettbewerb zugunsten des Verbrauchers.

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      • Aufklärer sagt

        Genau das ist der Punkt! Die erzählen halt Stories und das muss halt geglaubt werden, was soll man machen.

        Im Supermarkt gibts jederzeit Hähnchenklein zu kaufen, innereien, Hälse, minderwertige Teilstücke und Verschnitt. Günstiges Hundefutter oder mal was für eine Brühe. Nicht wirklich viel essbare Anteile.
        Flügel und Schenkel sind jedoch sehr gefragte Ware. Auch das gibts neben Hähnchenherzen und -mägen regelmäßig im Supermarkt um die Ecke in der Frischfleischtheke.

        Manche wollen sich jeden Bären aufbinden lassen, wenn er nur ins gefühlte Weltbild passt. Die könnten das auch sehen, das es das gibt im Supermarkt. Sie wollen es aber nicht wahr nehmen. Es ist für manchen Zeitgenossen offenbar bequemer schlecht vom Mitmenschen zu denken und auf Industrie und Handel sowie Gefügelzüchter herumzuhacken.

        Vielleicht ist das allgemein der Preis dafür, das Menschen in diesem im Wesenskern „unmenschlichen“ System des Kapitalismus leben. Unmenschlich im Sinne von Entfremdung vom Mensch-Sein fordernd. Das vielzitierte Unbehagen mit der Kultur findet in diesen kleinen Signalen vielleicht seinen Ausdruck. Wenn es so wäre, würde man es vermutlich kaum wirklich ändern können. Dann „sublimieren“ manche Menschen ihr Unwohlsein in eine Vision, die das verstörende Grundgefühl des Daseins zu einem Kampf in etwas besseres übersetzt.
        Der Betroffene ist dann aus dem Schneider, weil er nicht mehr Täter sondern nur noch eine Art Opfer des Systems wäre.

        Wer weiß …

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  20. Und in welchen Sozialstaat wandern wir aus wenn durch irrsinnige Gesetzgebungen und fehlenden Aussenschutz in Deutschland die Produktion gegenüber billigste Importware steht?

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  21. Guter Artikel über unseren Geflügelfleischexport und das Märchen über dessen Schädlichkeit in den Importländern. Eine auch von den Kirchen übernommenes Märchen. Die Zahlen liegen vor. Aber die Grünen lieben halt die Kommunikation mit Alternativen Fakten. Ich glaube nicht, dass wir warten können bis sich die Wahrheit langsam durchsetzt!

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  22. Ich weiss nicht was ich von verschiedenen Aussagen der Politik halten soll. Es ist doch heute alles nachlesbar was die zahlen betrifft. Wer welche Subventionen bekommt auch. Entweder kann Frau Göring Eckard nicht guggeln oder sie lügt dreist. Was anders kann da nicht sein.

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  23. Danke für die Zusammenstellung.

    „In Ländern wie Kamerun, Nigeria und Senegal, die ein Importverbot ausgesprochen haben, ist die Produktion von einheimischen Geflügel zwar geringfügig gestiegen, es besteht seitdem aber eine Versorgungslücke, die zum einen zu Schmuggel aus den Nachbarländern, zum anderen zu hohen Preisen führen, so dass sich breite Bevölkerungsschichten kein Geflügelfleisch leisten können […].“

    Woher stammen denn diese Angaben? Das klingt etwas gegriffen, wie man auch sagen könnte: „Durch die Einfuhrmengenbeschränkungen, Agrarzölle und Interventionen der EU haben wir eine Versorgungslücke bei argentinischem Rindfleisch und Bioprodukten. Das führt zu Etikettenbetrug und zu hohen Preisen, so dass sich breite Bevölkerungsschichten kein argentinisches Rindfleisch und keine Bioprodukte leisten können. Jedenfalls das Iphone X noch einen Monat warten müsste.“

    Den Vergleich darf man natürlich nicht anstellen. Es geht um Afrika.

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    • „Durch die Einfuhrmengenbeschränkungen, Agrarzölle und Interventionen der EU haben wir eine Versorgungslücke bei argentinischem Rindfleisch und Bioprodukten. Das führt zu Etikettenbetrug und zu hohen Preisen, so dass sich breite Bevölkerungsschichten kein argentinisches Rindfleisch und keine Bioprodukte leisten können. Jedenfalls das Iphone X noch einen Monat warten müsste.“

      Das klingt ein bisschen wirr, da hat das Frühstücksei seine Wirkung wohl noch nicht entfaltet;-)

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    • Jochen Böhrer sagt

      Der Vergleich hinkt gewaltig. Wir haben hierzulande eine ausreichende Rindfleischproduktion zu sehr günstigen und für den Verbraucher bezahlbaren Preisen. In Afrika hingegen kostet die Produktion von Geflügelfleisch mehr als in Europa und der dortigen Stadtbevölkerung steht nur ein Familieneinkommen von kaum mehr als 100 Dollar/Monat zur Verfügung. Für die gibt es nur zwei Alternativen. Günstiges Fleisch aus Importen oder GARKEINES. Solange die Entwicklungshilfe in den Händen von Ideologen ist, die den Afrikanern fortschrittliche Landwirtschaft verwehren wollen, wird sich daran auch nichts ändern.

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