Statement
Kommentare 99

Exklusive Genüsse…

Ein Glück, dass unsere deutschen Lebensmittel so günstig sind…
… im Verhältnis zu den „exklusiven Genüssen“ …
Jetzt aber nichts wie hin, gilt nur noch bis zum 11.11, einem wichtigen Feiertag im Rheinland. Und man gönnt sich ja sonst nix! 😉

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99 Kommentare

  1. Lotti Karotti sagt

    Sehr viel interessanter fänd ich aber mal eine Übersicht über die heutigen Definitionen von Qualität. Fragen wir uns einmal, was der Handel als Qualität definiert, wie klassifiziert wird. Nach EUROP Schema sind die am teuersten bezahlten Schlachtkörper jene mit möglichst viel Fleischigkeit bzw. Fülle der Karkasse. Dann noch eine subjektive Einschätzung über die Fettauflage, zack schon ist der Schlachtkörper klassifiziert.
    Was zeigt uns denn die Etablierung des Kobe Fleisches auf dem deutschen Markt? Dass wir mittlerweile als Verbraucher doch sehr wohl auch auf andere Qualitätsmerkmale achten und nicht nur die Masse wollen.
    Warum aber werden Landwirte die eine solche Qualität mit langsamen Wachstum, mit bewusster Haltung und Fütterung, mit anderen Genetiken erreichen wollen und auch können, nicht endlich für eine qualitative Arbeit bezahlt? Warum holen wir uns stattdessen die Qualität aus anderen Ländern klassifizieren aber selbst noch anders?
    Das müssen wir uns doch fragen. Komisch. Versteh ich nicht…

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  2. Ehemaliger Landwirt sagt

    Rinderhack mit Kartoffelpuffer, ein Genuss!

    Vorausgesetzt es wird Rinderfilet genommen, man könnte es auch Tatar nennen 😉

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Richtig & Falsch.

      Erst mit der Schlachtung werden sie zu Lebensmittel 🙂

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      • Astrid sagt

        Leichen sind keine Lebensmittel, höchstens für Aasgeier oder die die keine andere Wahl haben und dazu gehören wir Menschen in den reichen Ländern nicht.

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  3. Aufklärer sagt

    Luxus-Gourmet und Alltags-Stulle oder Champagner mit Rotkäppchen oder Rolls-Royce und Fiat-Panda vergleichen iss einfach nicht koscher!

    Sorry, wenn schon Moralkeule dann bischen durchtriebener äh ich meine: realistischer 😉 @Bauer

    Aus einigen Kommentaren kann man ja deutlich erkennen: Der deutsche Verbraucher WILL verarscht und belogen an der Nase herumgeführt werden. Na dann viel Erfolg an alle marketingorientierten Landwirte.

    Ich meine, den Biounsinn kaufen ja auch genug Leute.

    BTW: Der gute Metzger um die Ecke verkauft jetzt auch Simmentaler und so Zeugs, garantierte Herkunftkrams. Also gehobene Ware wird offenbar nachgefragt und wenn man auf die Tränendrüse beim Verbraucher drückt, bleibt sicher ein bischen was übrig für solches Tierleidvermeidungsblah.

    Vielelicht auch nicht schlecht wenn die Verbraucher, die sich veräppeln lassen wollen oder auf die Tierleidsnummer reinfallen auch geschröpft werden.

    Beste Ernte wünscht

    der Aufklärer

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    • Aufklärer sagt

      In Deutschland haben gut 20 Millionen Menschen nicht genug Einkommen sich mehr als das billigste zu kaufen und das billigste ist schon teuer für diese Klientel. Ca. 145 Euro hat der Hartz4 Empfänger pro Monat, wenn er erwachsen ist – hungrige Heranwachsende je nach Alter erheblich weniger.

      Wäre ja nur fair wenn alle, die 40-120 Euro für eine Mahlzeit ausgeben können, dann eine Sondersteuer bezahlen – Sozial-Abschlag für Luxuswaren z.B. 10% wäre zumutbar. Dieses Geld können wir dann den Armen in Deutschland geben, damit die auch Regional einkaufen können. Was hält der gemeine Leser davon?

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      • bauerhans sagt

        „In Deutschland haben gut 20 Millionen Menschen nicht genug Einkommen“

        wer bei uns nicht klar kommt,kann sich helfen lassen,muss sich aber selbst darum kümmern.

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    • Kennst du Simmentaler Rinder, Aufklärer?

      Die haben eine andere Muskelbeschaffen als Schwarzbunte und andere.

      Bei Metzgern sehr beliebt.

      Dafür haben Simmentaler Kühe weniger Milchleistung als Schwarzbunte, dafür haben die weniger Fleischleistung!

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  4. Thea S sagt

    „Der Verbraucher will nur billig“ stimmt einfach nicht. Es gibt durchaus Verbraucher, die Qualität wollen und dafür auch bereit sind zu bezahlen. Das Wagyu schmeckt einfach toll, man kann es sich aber nur selten leisten (ist das nicht auch eine Forderung – seltener Fleisch?). Der Normalfall ist für mich argentinisches Fleisch (Maredo). Bisher habe ich trotz Versuchen bei Fleisch vom Bauern (Weiderind, Galloway, Angus, Simmentaler) noch nichts Vergleichbares gefunden. Liegt vielleicht am langen Weg des Fleisches aus Argentinien, während dem es weiter reifen kann. „Regional“ ist halt vor allem ein populistischer Werbespruch und zumindest bei Fleisch keine Garantie für Qualität. Anders sieht es bei frischem (!) Obst und Gemüse aus, bei denen die langen Transportwege der Qualität abträglich sind.

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    • Paulus sagt

      Naja, ich habe vor ein paar Jahren mal ein Steak vom (angeblich) Kobe Wagyu in einem Restaurant auf der ehem. Zeche Zollverein gegessen. So toll fand es nicht! Habe mir als Gourmand (nicht Gourmet) und in Unkenntnis der angeblichen Qualität dieses edlen Fleisches, auch noch den Fauxpas geleistet und ganz einfache Fritten dazu bestellt.
      Heute würde mir angesichts des Preises ein ungutes Gefühl sagen, kurz vor dem Gipfel der Dekadenz angekommen zu sein.

      Der damalige Gastgeber hat das ganze Getue jedenfalls wunderschön entweiht indem er zu Anfang in köstlichem Ruhrgebietsslang sagte: Jezz trinken wer ersma son Pülleken Mött. Ich dachte es käme ein regional gebrautes Bier auf den Tisch. Dass es sich um Moët & Chandon handelte, begriff ich erst als der Ober mit dem Sektkübel anrückte.
      Das Fleisch fanden alle ganz gut oder auch nicht so schlecht, es geriet aber keiner in außerordentliche Entzückung.

      Ich will den Gastronomen ja nichts unterstellen, könnte mir aber durchaus vorstellen, dass in Sachen Kobe Wagyu auch viel Schindluder getrieben wird. Nicht in der Gastronomie sondern eher im Handel bzw. bei deren Zulieferern.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Vor 50 Jahren hat der örtliche Metzger das Rindfleisch mindestens 4 Wochen im Kühlraum hängen lassen, es ist abgehangen sagte man damals dazu. Das Fleisch war damals recht dunkel von der Reife.
      Wenn man diese Qualität im LEH kaufen will, muss man Dry Aged kaufen, oder bei einem Metzger, der das Fleisch noch 4 Wochen reifen lässt.

      Eine weitere Möglichkeit wäre, das Fleisch frisch kaufen und in Reifebeuteln vakumieren, oder einen Reifeschrank kaufen.

      https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/dryager-dry-ager-dx500-fleischreifeschrank-reifeschrank-neu/713165691-86-4618

      Ein ehemaliger Veterinär unseres Kreises war vorher für die EU 4 Jahre im Schlachthof in Buenos Aires. Er schlief nur mit durchgeladenem Gewehr neben seinem Bett, weil er die hygienischen Zustände kritisierte.
      Sein Fazit war, er aß nur noch deutsches Rindfleisch.

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      • Aufklärer sagt

        Ich bin bei solchen Unterschieden in den Befindlichkeiten bei der Fleischverarbeitung zwischen den Kulturen und an der Bildungs- bzw. Hygienebewußtseinsgrenze auch irritiert.

        Deutlich macht das Kulturbezogene Empfinden ein Artikel, der über einen afrikanischen Einwanderer berichtete. Dieser hat in der Gartenlaube Tierfleisch für Händler (einen oder mehrere) verarbeitet und Überreste einfach in die Mülltonne geworfen. Einer Schuld war sich die Person natürlich nicht bewußt, es läuft in anderen Ländern halt anders und sterben tun die Bevölkerungen auch nicht daran.
        Noch härter ging es zur Sache als Andrew Zimmer in einer Folge seiner „Bizarre Food“ einen afrikanischen Fleisch/Fischmarkt mit sehr verdorbenem Essen durchschritt. Dort hat selbst Zimmer nix gegessen… Asien hat ja auch einige Eigenheiten in dem Bereich.

        Ein bischen Einsicht bietet es nach Metzger / Schlachterei zu googeln. Manche Bilder erlauben einen Einblick in eine andere Welt der Fleischgewinnung und -verarbeitung. !Triggerwarnung! an der Stelle, da sind ggf. mal unter andere Bilder bei, die man nicht sehen will.

        Wen das nicht abhält sich ein Bild zu machen, der mag einfach mal schauen, wie Metzger / Schlachter in anderen Ländern ihrer Arbeit nachgehen.

        Insofern bei gesunden Tieren kann man das Zeug essen wenns ordentlich gebrutztelt wurde.

        Durchbraten ist wohl doch immer sinnvoll, medium / rare bleibt immer ein Risiko. Egal woher das Fleisch stammt.
        Sollte man wohl vor allem bei Rohwursterzeugnissen aus dem Ausland im Hinterkopf haben und im Zweifel doch lieber wieder einheimische Produzenten im Wurstland Deutschland ansteuern.

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        • bauerhans sagt

          „DER VORKOSTER“ hatte heute im WDR um 21.00 auch wieder in die mottenkiste gegriffen und hühnchenteile aus dem bösen D in afrika gezeigt.
          läcker!

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    • „Regional“ ist nie oder gar kein populistischer Werbespruch

      REgional versichert nur kleine Trnsportwege. also ökologiescher.

      Vielleicht ist das Fleisch unserer regionaler Rassen anders, wie das argentinische, kann sein. Trtzdem ist „Regional“ besser, weil kaum Transportweg. Auch das Fleisch von hier kann man lange aushängen lassen.

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    • Astrid sagt

      Tiere sind Lebewesen und keine Lebensmittel ! Es wird Zeit, dass wir Menschenleichen essen. Die schmecken bestimmt auch toll.

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      • Thea S sagt

        Auch Pflanzen sind Lebewesen, reagieren auf Verletzungen und können miteinander kommunizieren. Also nur noch künstlich hergestellte Nahrung???

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        • Astrid sagt

          Wenn wir Tiere essen, werden zuerst die Pflanzen vom Tier gegessen und dann essen wir die Tiere. Das bedeutet, dass dafür viel mehr zerstört wird und mehr Ressourcen verbraucht werden, als wenn wir die Pflanzen selbst essen.

          Deshalb brauchen wir ja Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft. Damit wir leckere Pflanzen essen können. Obst, Gemüse, lecker, lecker und nicht dieses Wasserzeug das wie gemalt aussieht und nach nichts schmeckt.

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          • sonnenblume sagt

            Auf jeden fall sollte man die Forschung bezüglich künstlich hergestellter Nahrungsmittel weiter betreiben. Wenn man konsequent auf Vegan umstellen will, muss man danach auch auf pflanzliche Produkte wie Soja, Getreide, Gemüse und Co. verzichten, weil die benötigten Anbauflächen den Lebensraum von vielen Tierarten einengen oder zerstören könnten. Übrig bliebe Obst. Das kann man sammeln, ohne der Pflanze zu schaden! Nur so ist das Thema zu Ende gedacht.

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