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Droht dann eine Melkrobotersteuer?

Eigentlich eine logische Entwicklung der fortschreitenden Digitalisierung. Denn wenn wir immer mehr Arbeitslose durch die Produktivitätssteigerungen bekommen muss die Allgemeinheit die Kosten daraus tragen. Oder wie seht ihr das?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/automatisierung-bill-gates-fordert-roboter-steuer-14885514.html

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23 Kommentare

  1. Ich habe eine Roboter. Schonmal Versuch n vernünftigen Melker / Melkerin zu finden ? Das hat sich als sehr schwierig entpuppt. Damals der Roboter die logische Folge .

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  2. Nichts ist so beständig wie der Wandel. Was Gates nicht ahnt. Wir haben genug Steuern in Deutschland , bei den Investitionen ist dagegen noch viel Luft nach oben. Investieren in die Zukunft bedeutet Ausbildung und Bildung stärker zu fördern. Die Arbeitsplätze der Zukunft werden anders sein. Schlau ist wer sich darauf vorbereitet anstatt die Zeit zurückdrehen zu wollen.

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    • Ein Problem des technologischen Wandels ist, das es immer weniger Arbeitsplätze geben! Was nützt eine immer bessere Ausbildung, wenn du sie nicht nutzen kannst? Gerade deswegen kommen wir in den Zwang des bedingungslosen Grundeinkommens. Früher war ich dagegen und stellte mir das als Luxus-Harz4 vor, doch mittlerweile sehe ich was die Bosse großer Technologieriesen damit bezwecken, wenn sie die Steuerlast auf die Maschinen umwälzen und ein Grundeinkommen ohne Voraussetzung schaffen wollen.
      Wir werden immer mehr, brauchen aber immer weniger.

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    • Paulus sagt

      Und wie, verehrte gnädige Frau Konrad, bereiten Sie ihre Kinder darauf vor, sofern Sie welche haben? Mit einem 1er Abitur, wie es z.B. in NRW mittlerweile Standard ist dürfte es allein nicht getan sein.
      Ich bewege mich in der sogen. Welt der Technik und versichere Ihnen, dass es ganz erhebliche Unsicherheiten darüber gibt, ob es wirklich sinnvoll ist aus jeder technischen Innovation ein marktfähiges Produkt zu entwickeln. Ohne Abgaben (Steuern) auf bestimmte technische Entwicklungen wird es auf Dauer nicht gehen. Nach meiner Wahrnehmung machen sich ausgerechnet naturwissenschaftliche Fakultäten viel mehr Gedanken über die Zukunft unserer Gesellschaft als jene, die es von ihrer Profession her angeht. Damit möchte ich keineswegs überheblich erscheinen.
      Bei welchen Investitionen ist ihrer Auffassung nach noch Luft nach oben?
      Welches sind ihrer Auffassung nach die Arbeitsplätze der Zukunft?
      Ich denke, dass sollten Sie auch mal erläutern.

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  3. Hohe Automatisierung und dadurch eine hohe Produktivität waren und sind unser großer Wettbewerbsvorteil. Bisher hat uns dieser Vorteil immer eher stärker als schwächer gemacht! Warum also sollte man nun genau dieses besteuern? Das Märchen, das Automatisierung (Roboter) Arbeitsplätze vernichtet gibt es seit Jahrzehnten, eingetreten ist es meiner Meinung nach nie.

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    • Inga sagt

      also in der echten Industrie ist das sinnvoll, damit die vielen Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger bezahlt werden können.
      Denn oft sind sie ja wegen der Automation in diese soziale Schieflage gekommen.
      Die Diskussion war schon Anfang der 70iger mal da und da fand ich das auch logisch.
      Die vielen Leute an den Bändern der Fabriken waren alle wegrationalisiert worden und die Arbeitgeber konnten die Produkte auch so teuer verkaufen, wie zu Zeiten,als sie die Vielen Leute am Band mit Sozialabgaben bezahlen mußten.
      Also ist der Preis dafür in das Produkt eingerechnet.

      Wo ist das Geld jetzt?
      Streichen sich das die Manager ein? Bekommen das die Aktionäre?

      Also müssen Maschinen deswegen gerecht besteuert werden.

      Nur in der Landwirtschaft, da auch?

      Wir in Westdeutschland hatte nimmer nur Familienbetriebe und fast keine half uns. Weil wir ja auch keine Industriestundenlöhne bezahlen konnten, weil die Produkte billiger war als in der Industrie.
      Damals war sogar Kinderarbeit in der Landwirtschaft erlaubt.
      Wenn Schulkameraden an unserem Feld vorbeifuhren, um ins Schwimmbad zu fahren, haben sie uns lange -nasen gemacht! Damals wurden die Bauernkinder auch diskriminiert!

      Nun haben wir auf Urlaub und Freizeit verzichtet, mit dem Geld den Betrieb vergrößert und modernere leistungsfähigere Maschinen angeschafft und nun sollen wir noch Steuern dafür bezahlen?

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    • Josef sagt

      Ist es besonders geschickt und gesellschaftlich erwünscht, Automatisierung, Produktivität und damit Industriealisierung zu Zielen der Landwirtschaft zu machen ?

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      • Inga sagt

        Wer soll die Arbeit denn sonst verrichten?
        Josef, bist du kein Bauer?

        Früher als die Industrie noch keine Arbeitsplätze bot, da haben viele Leute in der Landwirtschaft gearbeitet.
        aber jetzt muß jede Familie sehen, wie sie ihren Hof alleine bewirtschaftet und da brauchte man dann eben diese Maschinen,die sich ja immer weiter entwickeln und dadurch werden die Betriebe immer größer. Kleiner Betreibe können solche großen Maschinen nicht einsetzen, weil sie dafür zu teuer sind, der Ertrag von denen reicht nicht aus, um sie zu unterhalten und neu anzuschaffen. Vergleichbar mit den kleinen Betrieben in Afrika, die noch alles mit der Hand pflücken und ernten.

        Und so mussten wir Kinder in den 60igern und früher viel mithelfen. Während wo in unserer Republik anders Kinderarbeit verboten war.
        Es ziemte sich auch nicht, dass die Frauen berufstätig waren und so haben manche Frauen aus der Nachbarschaft für relativ wenig Geld (gegenüber dem Verdienst in der Industrie) geholfen.
        für diese Arbeit hat man heutzutage andere Techikne entwickelt, die die Städter so verteufeln, weil sie sie nicht verstehen udn sihc damit nicht identifizieren können.
        Früher als noch mehr Leute in der Landwirtschaft gearbeitet haben, waren weniger Beschwerden solcher Art da!

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        • Josef sagt

          Ja, ich bin Bauer, schon seit 30 Jahren und unser Sohn und seine Frau werden den Hof weiter führen. Inga, glaubst du wirklich, es genügt, die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte einfach geradlinig weiter zu denken ? Dann würde in 25 Jahren der letzte Betrieb den vorletzten übernehmen. Sicher hat uns die Technik die Arbeit erleichtert. Aber wir mussten immer auch wachsen um sie zu finanzieren, Kredite aufnehmen, Viehbestände vervielfachen ….. die körperliche Belastung hat abgenommen, gleichzeitig hat die psychische Belastung zugenommen. Wir produzieren immer billiger und schaffen damit die Grundlage für immer niedrigere Erzeugerpreise. Trotzdem verteidigen viele Landwirte diese Entwicklung und sehen jede Kritik daran als Angriff und Beleidigung des „Berufsstandes“

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      • Inga sagt

        Josef,

        und der Storch bringt doch die Babies:

        Früher als die Frauen aus der Nachbarschaft bei uns in der Landwirtschaft noch geholfen haben und sich etwas eigenes Geld verdienten, hatten sie noch mehrere Kinder.
        Die Industrie in den Städten wuchs und die Männer und Söhne hatten Vollbeschäftigung.
        Nun gab es aber immer mehr Arbeitsplätze und so haben die Töchter auch einen Beruf erlernt und waren genau wie die Männer berufstätig.
        Sie hatten nicht mehr nötig in der Landwirtschaft wie ihre Mütter zu arbeiten.
        Sie fehlten in der Landwirtschaft und die Bauern mußten rationalisieren.
        Bäche wurden begradigt um die großen Maschinen besser einzusetzen.
        Die Störche konnten keine Frösche mehr finden und sie verzogen sich!
        Im selben Zeitpunkt bekamen die Frauen weniger Kinder.

        Wer ist Schuld daran?
        Die jungen Frauen (auch Töchter von Frauen, die uns in der Landwirtschaft geholfen haben) weil sie die Pille (entwickelt von der selben Pharmafirma, die die Pille herstellte‘) genommen haben, um weiter im Büro der Industrie beschäftigt zu bleiben?
        Oder die Bauern, die die Störche vertrieben haben oder die jungen Frauen?

        Jedenfalls bringen die Störche seit dem weniger Babies!

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  4. Was langsam aber sicher zum Problem wird ist die eklatante Schere zwischen realproduktiven Berufen (Landwirtschaft, Handwerk, Gesundheit/Pflege, Transport usw) und nicht realproduktiven Berufen (Verwaltung, Unterhaltung, Jura, usw) in punkto Einkommen, Verantwortung/Haftbarkeit, usw.
    Wir haben einen einen immer schneller wachsenden Wasserkopf den die erste Gruppe finanzieren muss.
    Das ist das Problem.
    Um es salopp zu sagen :
    In der DDR haben auch mehr Leute kontrolliert und überwacht als gearbeitet.

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    • Inga sagt

      also werden wir jetzt von den Firmen kontrolliert? Und uns durch ihre Werbung manipulieren wollen?
      Sind wir denen ihre Sklaven oder Leibeigene?

      Weil die am liebsten Monopol haben wollen?

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    • Paulus sagt

      Hallo Stefan Färber,
      entrichten die nicht realproduktiven Berufe, zu denen ich mich auch zähle, etwa keine Steuern? Ein Staat ohne Verwaltung, Justiz und „ähnlicher nichtreal Produzierender“ dürfte schlicht nicht funktionieren. Ich weiß aber worauf Du hinweisen willst.

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      • Paulus sagt

        Im Nachgang,
        wir haben es gerade bei einer Tasse Kaffee mal kurz diskutiert.
        Ergebnis:
        Bei Ausfall der Realproduktiven kommt es zweifelsfrei zu Engpässen.
        Bei Ausfall der nicht Realproduktiven entsteht binnen weniger Tage ein Chaos.
        So einfach ist es also nicht.

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  5. Ich zitiere hier mal aus der Süddeutschen: „Gates‘ Robotersteuer hat Tücken. Führt Deutschland sie ein, bremst das den Einsatz von Maschinen und sichert zunächst Stellen. Expandieren Roboter in anderen Ländern ungehemmt, verschwinden die deutschen Jobs doch. Außerdem vernichtet das Bremsen der Maschinen jene Vorteile, die Technik stets liefert: Maschinen machen den Menschen dort produktiver, wo beide zusammenarbeiten.

    Effektiver als eine Robotersteuer wäre, die Gewinne der Firmen weltweit konsequent zu besteuern. Wenn Maschinen immer mehr Produktion und Dienstleistungen übernehmen, landet der Ertrag trotzdem auch bei der Allgemeinheit. Effektiv wäre es zudem, alle Bürger zu Miteigentümern der Unternehmen zu machen. Dann sind alle direkt an der Wertschöpfung der Maschinen beteiligt. Heute hält nur jeder zehnte Deutsche Aktien – bleibt das so, dürfte die Ungleichheit explodieren.“

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  6. Schlecht finde ich den Ansatz nicht. Heilende und pflegende Berufe sind massiv unterbezahlt. Über solch eine Steuer wäre z.B. auch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren. Fakt ist wohl, dass der Grad der Automatisierung Segen und Fluch zugleich ist. Berufe die Handarbeit oder gar handwerkliches Geschick erfordern, könnten in solchen Gesellschaften einen höheren Stellenwert erlangen.

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    • In Venezuela hast du praktisch gesehen so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen. Finanziert dadurch dass das Land die größten Erdölreserven der Welt hat. Momentan steht das Land an der kante zum Bürgerkrieg.
      Außerdem ist ein üppiger Sozialstaat mit offenen Grenzen so wie heizen mit offenen Fenstern.
      Diese Neokommunistischen Ideen funktionieren nur in der Theorie.

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    • Stefan Färber verstehe mich bitte nicht falsch. Ich bin nicht unbedingt ein Verfechter des Grundeinkommens. Was ausgegeben wird muss auch irgendwo verdient werden. Und Deinen Post über die ausufernde Verwaltung kann ich nur unterstreichen.
      Allerdings wird die Generation meiner Kinder sich mit diesem Thema beschäftigen (müssen). Und um so früher wir darüber nachdenken, um so besser.

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    • Auch im Heil-und Pflegesektor kommen bereits Roboter zum Einsatz, um zB hochpräzise Prozeduren bei Operationen durchzuführen und um Pflegepersonal bei anstrengenden Arbeiten wie dem Umlagern gelähmter oder bettlägeriger Patienten zu unterstützen

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  7. Das fordern einige Zukunftsforscher seit Jahren. Und ist eine logische Konsequenz aus der „Industrie 4.0“.Ein weiterer Interessanter Ansatz stammt von Friedrich & Weik in Ihrem Buch „sonst knallt’s“. Weg von der Besteuerung der Leistung hin zur Konsumsteuer in Verbindung mit einem bedingungslosem Grundeinkommen.

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