Bauer Willi
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Die Bedürfnisse haben sich geändert…

Interessante Zahlen der LK Oberösterreich, die den Anbau und die Erträge von diversen Kulturen in den Zusammenhang mit den Bedürfnissen der Menschen stellt. Die Maslow´sche Bedürfnispyramide zeigt die Grundbedürfnisse wie Essen und Wohnen und der Wunsch nach Sicherheit, die nach dem Krieg oberste Priorität hatte. Mit zunehmenden Wohlstand änderte sich dies hin zu Individualbedürfnissen und Selbstverwirklichung.

Doch wie hat sich dies im Ackerbau niedergeschlagen. Roggen war damals  – in der „guten alten Zeit“ – das wichtigste Brotgetreide und Weizen galt fast als Luxus. Hafer wurde als Futter für die Zugtiere benötigt: die Diskussion über Teller-Trog-Tank wurde nicht geführt, denn  „Pferde-Diesel“ war der Brennstoff für Zugkraft.

In den folgenden Jahren hielten neue Kulturen Einzug, andere verschwanden fast. Die Erträge wurden gewaltig gesteigert. Diese und weitere interessante Erkenntnisse im nachfolgenden Beitrag mit dem Titel: „War früher alles besser?“

https://ooe.lko.at/war-fr%C3%BCher-alles-besser+2500+2606266

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40 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Wenn ich in die alten Zehntabgaben schaue , dann gab es bei uns vor über 150 Jahren nur Gerste , Roggen und Hafer im Anbau. Weizen war fast nicht möglich wegen dem Weizensteinbrand.. Die Ähre sah dann wie Kaffee aus, also nicht zu essen. Erst mit den Beizmitteln kam die Anbauausweitung des Weizens. Der Rückgang des Roggens hat auch damit zu tun , daß der Roggen keine Weltfrucht ist, sondern nur in Deutschland und weiter gen Osten angebaut wird , weil er sehr winterhart ist. Bei der Wirtschaftlichkeit schneidet der Roggen auf sandigen Böden besser , aber auf den besseren Böden schlecht ab. Gerste und Roggen wurden in den letzten Jahrhunderten immer angebaut. Die gezielte Weizenzüchtung legte erst 1850/70 erstmalig auf der Welt in Hadmersleben (bei Magdeburg) los.

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  2. Ich habe zu den Themen Bücher da liegen einmal vom Verhaltens-Ökonomen Prof. Dan Ariel „Denken hilft – nützt aber nichts“, dann von Horx dem Zukunftsforscher und letztendlich von Prof. Krämer „Die Angst der Woche“. Mein Resumee ist – Überlebensinstinkt ist mit dem Schutzfaktor ANGST gekoppelt und lässt sich so schnell nicht aus unseren Genen löschen. Dort sind wir noch in der Höhle und schauen uns wachsam nach Bedrohungen um – und unser Kopf WIRD eine solche finden. Egal wie klein sie ist. Andersherum – je sicherer wir leben: Desto mehr verdient Jochen Schweizer mit Risikosportarten und Adventur-Angeboten (alternativ U-Bahn-Surven oder Autorennen :-X). Mir macht das Sorge, dass sich unsere Ängste – dann „Feindbilder“ suchen gegen die man sich „instintiv verteidigt“? Bin ich da auf der richtigen Spur Elke Pelz-Thaller?

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    • Hochkomplexes Thema Mirjam!
      Allerdings „sucht“ sich Angst keine Feindbilder, das setzte ja Kognition voraus, welche im „Großhirn“ überwiegend beheimatet ist im Gegensatz zur Amygdala, dem sg. Emotionszentrum, welches eine Etage tiefer im Limbischen System zu finden ist.
      In dem Moment, wo man Angst verspürt, wird die Vernunft zunächst mal umschifft. Es folgt eine Art Reflex von entweder Angriff oder Flucht. Was bei uns solche Reaktion auslöst, hängt allerdings schon mit Assoziation (Vorangegangen Berichterstattung, Bilder, Erfahrung) zusammen.

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      • bauerhans sagt

        was aktuelles dazu:
        ein backpacker aus owl ist in AUS durch messerstiche eines autofahrers getötet worden,weil der eben keine angst hatte und nicht zurück gewichen war,wie sein vater heute berichtete.

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    • Elke Pelz-Thaller in dem Zusammenhang finde ich Epigenetik ganz spannend, bei der man in den Nachkriegsgeneration dann auch Spuren fand. Ähnlich forschen wir grad beim Schwein – Cortisol in der Trächtigkeit „programmiert“ die Feten um (z.B. auf Entzündung).

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    • Mirjam – die Epigenetik ist ein nicht zu unterschätzender Faktor! Dazu gibt es mittlerweile zahlreiche Publikationen. Ich war vor vielen Jahren mal auf einem Kongress zu diesem Thema und wundere mich oft, wie wenig sie Beachtung findet!

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    • Elke Pelz-Thaller das Thema ist in unserem kollektiven Unterbewusstsein: Vermint? (3tes Reich – Rassen, Gene, Eugenik). Der Gedanken, dass wir durch unsere Gene „programmiert“ sind (allein schon männlich, weiblich, Hormonzyklen) und dann noch die Verhaltensprogrammierung (Prof. Dogs …?) zu einem bestimmten Alter zu X % festgelegt ist – ist gerade in BRD einfach „heiß“.

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    • Elke Pelz-Thaller Hallo Elke, hallo Mirjam, könnt ihr einem Laien mal erklären, worüber ihr hier redet? Bei Amygdala kann ich ja noch irgendwie folgen, aber bei Epigenetik hört es dann auf. Bin ja nur ein Bauer 🙁 Und was hat das mit dem Thema zu tun? Interessiert mich ernsthaft, ich bin ja noch jung und kann (und will) noch viel lernen… 🙂

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    • „Suchtgefahr durch Hunger

      In den letzten Kriegsmonaten 1945 sank die durchschnittliche Tagesration der Niederländer auf unter 1.000 Kalorien. Zeitweilig aßen sie nichts als Suppe aus Kartoffelschalen. Die Folgen dieser Notzeit entdeckten Wissenschaftler aus Rotterdam nicht nur bei den Betroffenen, die den Hungerwinter miterlebt hatten, sondern auch in der folgenden Generation.
      „Waren werdende Mütter während des Hungerwinters im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft, haben ihre Kinder bis heute ein erhöhtes Risiko drogenabhängig zu werden“, schreibt Spork. „Die Forscher vermuten eine epigenetisch fixierte Fehlentwicklung jener Teile des Gehirns, die das spätere Suchtverhalten steuern.“
      Die Betonung liegt auf vermuten: Auf bestimmte Gemeinsamkeiten bei den Nachfahren der betroffenen Mütter zu stoßen, ist das eine – die epigenetischen Mechanismen, die dafür verantwortlich sind, sind damit aber nicht identifiziert. “ Grob gesagt – Umgebung kann im Erbgut Gene an und Abschalten. Das betrifft nicht nur Stoffwechsel, sondern auch Verhalten. Es werden Mangelsituationen, Traumata – vererbt. In guter Umgebung schlägt das nicht so durch, in wiederum schlechter Umgebung voll https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/epigenetik/-/id=660374/did=18729780/nid=660374/wdkyod/index.html

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    • Bei Verhaltenststörungen Geflügel/Schwein ist derzeit wie bei Kälber die in utero Programmierung DIE Forschungskiste. Selbst Hitzestress in der Trächtigkeit baut Föten-> Ferkel-> Mastschweine „um“ (auch Gehirnentwicklungs und sowas).

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  3. Stadtmensch sagt

    Ich als Pseudointellektueller lese ja auch immer die Bücher, die ich hier verlinke
    https://rezensionen-tiefenpsychologie.de/countdown-hat-die-erde-eine-zukunft
    weil mir die Wikipedia-Tagesschau-Realität einfach zu banal ist.
    Jedenfalls steht da irgendwo im ersten Drittel: die landwirtschaftlichen Erträge, die auf der Schwelle zum 20. Jahrhundert (also ohne Fremdenergie) erzielt wurden, haben 2 Milliarden Menschen ernährt. Da kann man ungefähr abschätzen, was für eine Bruchlandung es geben wird, wenn wir nicht schleunigst versuchen, die Ökosysteme zu stabilisieren und Fremdenergienutzung zurückzufahren, bis wir zahlenmäßig wieder auf ein erträgliches Maß geschrumpft sind.

    The debate led to the creation of what is now known as the IPAT formula. This states that humans’ impact on the environment (I) is the product of population (P), affluence (A) and the impact of technology (T): or I = PAT. An increase in just one of these parameters, therefore, increases our environmental impact.

    Auch ein Fusionsreaktor dürfte hier kaum hilfreich sein, denn wie wirkt sich Abwärme bei den verschiedenen Energieumwandlungen um Struktur bzw. Ordnung zu erzeugen auf das thermodynamische Fließgleichgewicht der Erde aus? Sind Physiker anwesend? 😉

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  4. Denen die sagen früher war alles besser, den empfehle ich immer besucht Museumsdörfer und Heimatmuseums. Und danach mehrere Landwirtschaftschaftliche Betriebe und dann können wir gerne über das Thema sprechen!

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    • Lieschen Müller sagt

      Ehrlich gesagt, besuche ich sehr gerne Museumsdörfer! Aber ich finde das nicht wirklich abschreckend. Es ist erstaunlich, wieviele Geräte man brauchte. Um Milch zu verarbeiten oder Flachs. Meistens gehen in diesen Museumsdörfern die Epochen ein bißchen durcheinander, manches ist aus dem Anfang des 19. Jhd., manches von 1950. Dazwischen liegen dann meist Welten! Ich würde gerne etwas aus der alten Zeit mitnehmen, also die Arbeit in und mit der Natur, und das mit der Bildung der heutigen Zeit kombinieren. Das stört mich z.B. sehr an der „guten alten Zeit“ um 1910, dass die Kinder so schlechte Schulen hatten und keiner Zeit für Bücher hatte.

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    • Liebe Mirjam, es ist eine Pyramide. Da die Grundbedürfnisse ja durch ausreichend Nahrungsmittel abgedeckt werden, verschiebt sich der Fokus des Individuums immer weiter nach oben. Und da scheint mir in der Tat die Selbstverwirklichung einen immer höheren Stellenwert zu bekommen.

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      • Eva-Maria sagt

        @bauer willi
        Der Begriff Selbstverwirklichung (Egoismus) ist in aller Munde.
        Es ist für mich ein abstrakter Begriff, weil er nur Illusionen erzeugt.
        Haben Sie sich selbst verwrirklicht?
        Ich bin jetzt auch schon ein älteres Semester und wenn ich zurück blicke, hatte ich ein sinnerfülltes Leben und bin eigentlich zufrieden mit dem, was ich erlebt, geschaffen, mir an Kenntnissen angeeignet habe, bin dankbar, für alles, was ich von Gott oder meinem Schicksal oder wie es jeder nennen mag, erhalten habe, eine liebe Familie, relativ gute Gesundheit, einen funktionierenden Betrieb, es gab Hochs und Tiefs, aber am Ende ist immer alles wieder irgendwie gut ausgegangen. Und ich habe niemals meinen absoluten Egoismus (Selbstverwirklichung) ausgelebt, sondern Rücksicht genommen, ich habe versucht aus den einzelnen Situationen das Beste für mich, für meine Familie, für den Betrieb herauszufinden, bzw. den geringst möglichen Schaden zu erzeugen für alle Beteiligten. Wenn mit etwas gelingt, kann ich den Erfolg genießen, das reicht mir. Rückblickend bin ich überzeugt, das meiste richtig gemacht zu haben. Je älter ich werde, desto mehr ist mir bewußt, mit wie wenig man eigentlich sein Glück finden kann.
        Ich habe erst heute das Gedicht einer jungen Frau gehört, das mich erschüttert hat, eine Zeile davon ging ungefähr so: Lass uns auf den Dächern spazieren gehen und ein Lied singen…..ich mußte niemals in meinem Leben so etwas tun, um mich gut zu fühlen oder mich zu spüren oder wie auch immer man das heute formulieren mag.

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    • Bauer Willi mir kommts so vor, als das der Trend ist – sich Sachen zu wünschen, die ANDERE verwirklichen müssen. Stichwort Wolf, Ackerbau, Tierhaltung, Ernährung…

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      • Wenn man das mit Augmerksamkeit liest, Mirjam heißt das ja
        dass sein selbstverwirkichter Mensch sich als König fühlt,
        und andere als Untertanen braucht, um diese Wünsche befriedigt zu bekommen, oder?

        Was hat das mit Wolf,
        Ackerbau, Tierhaltung und Ernährung zu tun?

        Oder braucht er andere, wenn er in der Aufgabenverteilung mitmachen will?

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      • Eva-Maria sagt

        @Mirjam Lechner
        Diese Ängste schüren nur die Medien!
        Früher wurden Kopfläuse durch Aufstreuen von DDT direkt auf die Köpfe der Kinder bekämpft, mit E 605 wurde das Kraut gegen Ungeziefer bestreut. Nach dem Krieg wurden Unmengen von Selchfleisch verzehrt. Von der Marmelade wurde eine 2 cm Schimmelschicht heruntergeschabt, danach wurde sie gegessen, das habe sogar ich noch erlebt.
        Meine Angehörigen, die davon berichten, wurden alle über 80 und 90 Jahre alt.
        Die Lebensmittel in unseren Ländern sind sicher! Man sollte allerdings möglichst viel selbst kochen aus Grundnahrungsmitteln – sprich: für Kartoffelpürree nehme man einen Topf mit Wasser und mehlige Kartoffeln….
        Ein gesunder Körper kann mit Giften in geringen Dosen umgehen.

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        • „Diese Ängste schüren nur die Medien!“

          Was steigert denn Auflage/Quote/Klicks mehr? Angsthasen, die ihre Ängste nähren wollen, oder diejenigen, die sich gleich immer irgendwelche Angsthasen imaginieren, um sich aufgeklärt und ihnen geistig überlegen zu fühlen?

          Bauer Willi weiß, aus welcher Richtung die Klicks und Kommentare kommen. Ich auch, aber Bauer Willi antizipiert die Reaktionen auf seine Beiträge. Er kennt seine Pappenheimer. 😉

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          • Eva-Maria sagt

            Die Grafik von Frau Mirjam Lechner kann ich von meinem Gefühl her bestätigen. Von meinen Gesprächen her denke ich, dass die Ängste vor Giften im Essen bei Städtern noch höher sind. Ich versuche in Gesprächen nach Möglichkeit diese Ängste zu vermindern und Irrtümer aufzuklären, weil mir diese Menschen leid tun. Mir fällt auf, dass sich Frauen besonders gerne mit mir über die Erzeugung der Lebensmittel unterhalten, wenn ich mich als Bäuerin oute und mir ihre Ängste und Befürchtungen mitteilen.

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            • O.k., neulich ging auf Facebook ein Video rum, Vergleich erstes und zweites Kind. Für das erste wurde nur Bio gekauft und Obst und Gemüse eigenhändig zerkleinert, ab dem zweiten Kind nicht mehr Bio und viel Fertigbabynahrung gekauft, und auch sonst gab es viel weniger Besorgtheit. Da konnten sich viele Mütter wiedererkennen.

              Ich habe noch im Ohr: gut abputzen, ist gespritzt. Bedenken und Vorsorge ja, Sorgen aber nicht wirklich. Derzeit wird ja auch Bio und „Clean Eating“, ohne (deklarationspflichtige) Zusatzstoffe, von den großen Produzenten vermarktet. Die haben dann beides im Sortiment: Lebensmittel mit und ohne „Gift“. Aber beruht der Griff nach Bio und „clean“ tatsächlich auf Sorgen oder darauf, dass es einfach angenehmere Assoziationen auslöst? Ich glaube ja noch daran, dass der beschulte Mensch, der wirklich Sorgen hat und nicht nur floskelhaft über Pestizide wie über das Wetter und den Zeigeist klagt, sich zielgerichtet aus vertrauenswürdigen Stellen informiert und dadurch die Menge und Bedeutung von Rückständen einordnen können. Das dürfte allenfalls bei Leuten mit Störungsbild wie Orthorektikern nicht funktionieren. Ansonsten ist es das Problem der Sorgenäußerer.

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      • Thea S sagt

        Ich glaube nicht, daß der Gegensatz „Harmonie mit der Natur“ und „Zeitalter des Giftes“ so richtig ist. „Harmonie mit der Natur“ ging nur mit einer sehr geringen Zahl von Menschen, die als Jäger und Sammler lebten. Als es mehr Menschen gab, reichten Jagen und Sammeln nicht mehr. Zum Ackerbau mußte man durch Abholzen des Waldes die Natur stören. Mehr Nahrung = längeres Leben. Dann kam die „Chemie“ mit verbesserter Hygiene, Medizin und verbesserter Nahrungsquantität und -qualität und so wurde das Leben länger. In „Harmonie mit der Natur“ lebten wir schon in der Antike oder im Mittelalter nicht mehr, zuviel Holz wurde gebraucht für Häuser, Schiffe und Heizung.

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    • Rainer Sy Ist das geil! Zu biblischen Zeiten wurden Frauen auch nur max. 26 Jahre alt, spätestens beim 2 – 3 Kind starben die Frau /mit dem Kind. Dank künstlichen Hormonen lebe ich noch 🙂 Dank Antibiotika und Impfungen auch meine Kinder. Jens-Werner Dettmann wie war das noch mit dem WoKu-Wunsch mit dem „Leben Einheit Natur“?

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  5. Lieschen Müller sagt

    Warum wurde Weizen als Luxus betrachtet? Er hatte doch schon immer einen höheren Ertrag als Roggen, laut der Tabelle im Artikel?

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    • Bauer Willi sagt

      Das weiß ich jetzt auch nicht. Aber auch im Rheinland ist der Roggen aus dem Anbau fast vollständig verschwunden. Vielleicht kann ja jemand anders die Frage beantworten.
      Bauer Willi

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      • sonnenblume sagt

        Weizen bringt auf guten Böden sicherlich mehr Ertrag. Roggen bringt auch auf sandigen Böden noch gute Ergebnisse und ist nicht so anfällig bei Trockenheit. Hier wird jedenfalls in den letzten Jahren wieder viel mehr Roggen angebaut.

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        • bauerhans sagt

          seitdem es hybridroggen gibt,der ertraglich deutlich höher liegt,wird wieder mehr angebaut.
          ähnliches gilt für hybridgerste auf sandboden.
          hybridweizen konnte bisher nicht überzeugen.

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      • Bauer Fritz sagt

        Meines Wissens war bei den früheren Weizensorten vor allem die Gefahr von Auswinterung durch starke Fröste (Fröste bis – 20° C und weniger, die es damals wirklich auch noch gab selbst in den tieferen Lagen hier in Oberösterreich entlang der Donau = ca. 250 m Seehöhe) und noch viel mehr dann durch Spätfröste im Frühjahr.

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    • Sabine sagt

      Ich glaube mich zu erinnern, dass der Weizen, den wir heute haben, eine relativ neue Züchtung ist. Es ist etwas verwirrend, weil z.B. der Weizenanbau der Römer immer in der Literatur erwähnt wird, der aber in Wirklichkeit meist Emmer war. Emmer eignet sich weniger zur Brotherstellung und ist ziemlich windempfindlich -weil sehr hoch-, kann aber wohl aufgrund der geringen Feuchte besser gelagert werden als Weizen. Durch Züchtung und Technik hat sich die Weizenanbaugrenze über die Jahre erst langsam nach Norden geschoben. Lange Zeit galt Weizen eigentlich zu wärmeliebend für weite Teile Deutschlands, wo die also die Erträge herbekommen ist mir schleierhaft. Es sei denn, die beziehen sich auf die paar warmen, trockenen Ecken, die wir in Deutschland haben… also Breisgau oder so.

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    • Mark Rössler sagt

      Brotweizen ist in Deutschland vor 100 Jahren nur sehr begrenzt regional zu erzeugen gewesen, der Anbau beschränkte sich auf die besten Bördeböden, während Roggen auf Sand und Lehmböden damals sichere Erträge brachte.
      Weißbrot war das reiche Leute Essen.

      Durch aufwendige Züchtung, gezielter Düngung und dem aufkommenden Pflanzenschutz wächst heute Brotweizen auf den Sandkisten in Deutschland mit guten Erträgen und Qualitäten.
      Ab 1950 stiegen die Erträge beim Weizen exorbitant.
      Mit der neuen Düngeverordnung könnte es eine gewisse Umkehr geben, Brotweizen auf leichten Böden mit der erforderlichen Bilanz wird langfristig schwierig zu erzeugen sein.

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