Bauer Willi
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Der Fall DEVK

In den sozialen Netzwerken sorgt derzeit ein Beitrag der DEVK, einem Versicherungsunternehmen, für Aufregung. Veröffentlicht wurde er am 5.11.2017. In diesem Artikel sammelt die DEVK Spenden für die Tierrechts-Organisation Animal Equality. Hier ein Srceenshot des Facebook-Artikels.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Online-Plattform „agrarheute“ hat sich darauf hin mit der DEVK in Verbindung gesetzt und einige Fragen gestellt. Die DEVK antwortete darauf folgendermaßen:

(Zitat) „Es tut uns sehr leid, dass sich viele Menschen durch unseren Post zu Animal Equaliy angegriffen fühlen. Es geht uns auf keinen Fall darum, die Landwirtschaft oder Tierhaltung im Allgemeinen anzugreifen. Dennoch sind Missstände in der Massentierhaltung in manchen Betrieben ein Problem. Unser Post soll Leute für dieses Thema sensibilisieren. Dabei distanzieren wir uns ausdrücklich von kriminellen Handlungen.“ (Zitat Ende)

Fazit: Das Unternehmen ist sich sehr wohl bewusst, was sie losgetreten haben. Es finden sich in den Kommentaren auch viele Befürworter der Spendenaktion, die sich zumindest verbal so äußern. Da sich bisher erst 18 Spender (8.11. um 12:00 Uhr) gefunden haben, belegt aber auch, dass es offensichtlich bei Lippenbekenntnissen bleibt.

Nach einem Telefonat mit der DEVK (Abt. Social Media) und  meinen dabei gemachten Vorschlag vom 7.11. nun als Ausgleich die Initiative http://www.heimischelandwirtschaft.de zu unterstützen, hat das Unternehmen bisher nicht reagiert obwohl es in ihrem Antwortbrief an agrarheute zum Ausdruck bringt, dass „die Landwirtschaft ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist„.

Warum ich das Thema noch einmal aufgreife: Ich finde es bedenklich, wenn sich ein privatwirtschaftliches Unternehmen, deren Kernkompetenz sicher nicht die Erzeugung von Lebensmittel ist, sich eindeutig gegen die gängige Tierhaltung ausspricht und aktiv für eine Organisation Spenden sammelt, die mit dubiosen Methoden arbeitet. Das nachfolgende Stellenangebot, in dem eine Stelle zur Videoproduktion ausgeschrieben wird, mag das belegen:

http://www.animalequality.de/191/Stellenangebote

Was folgt nun als nächstes? Wird sich die Allianz-Versicherung gegen Pflanzenschutzmittel aussprechen? Wird die AXA gegen Monokulturen sein? Wird die ERGO eine Verschärfung der Düngeverordnung fordern?

Mit solchen Maßnahmen wird immer weiter ein Keil in unsere Gesellschaft getrieben, statt gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Konfrontation statt Dialog ist kein guter Weg. Wir Landwirte wissen, dass unsere Produktionsweise an vielen Stellen weiter optimiert werden kann und auch wird. Einseitige Schuldzuweisungen sind da alles andere als hilfreich.

meint

Euer Bauer Willi

*Bildquelle: Screenshot der DEVK-Seiten

 

 

 

 

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98 Kommentare

  1. Astrid sagt

    Warum sollte man jemanden töten dürfen, nur weil er keine moralische Verantwortlichkeit hat oder weniger intelligent ist? Solche Unterschiede sind nicht moralisch relevant. Viele der angeblichen Unterschiede zwischen Menschen und Tieren treffen auch nicht auf alle Menschen zu. Säuglinge etwa sind nicht sprachfähig oder nicht moralisch verantwortlich. Doch das ist natürlich kein Grund, sie töten zu dürfen.
    http://taz.de/Philosophin-ueber-Nutztierhaltung/!5456948/

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      ?????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????

      Ihre Vergleiche sind nicht von dieser Welt.

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      • Astrid sagt

        Ja, das Bewusstsein geht sehr weit auseinander, darüber bin ich mir im Klaren. Das ist auch genau das Problem … die Lösung ist mir allerdings nicht klar … oder nur wenn die Masse bewegt werden kann … das tun auch Undercoverrecherchen über die Medien … kann sich das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein weiter entwickeln … jetzt werden Menschen die unser Gewaltsystem verändern wollen noch als Idiotinnen angesehen …

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Im Fernsehen wurde mal einen Versuch unternommen, sie stellten
          3 Spendenbüchsen auf,
          eine für Kinder,
          eine für Obdachlose,
          eine für Tiere

          Die Frage erübrigt sich fast, die Tierspende war die höchste.

          Daran erkennt man, wie Krank unsere Gesellschaft ist.

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  2. Haben wir nicht eher ein generelles Problem ? 80 Millionen Experten ,die einen Artikel auf Facebook zu irgendeinem Thema lesen und gleich im Anschluss eine Petition unterschreiben ? Tatsächlich weder auf dem Land waren noch überhaupt einen Funken Ahnung haben wie Lebensmittel produziert werden?

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      • Andreas Brummer sagt

        Wer ideologisch verblendet ist, akzeptiert leider keine Fakten mehr, auch wenn sie noch so gut rübergebracht werden.
        Hab ich leider schon öfters erfahren müssen.

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    • Bauer Willi jammern tu ich nicht . Aber ich sehe ja was los ist . Es gibt eine vorgefertigte Meinung und die sitzt in den Köpfen drin. Vorstellungen wie „ da ist der Bauer mit seinem teuren, großen Schlepper. Fährt gerade vom Feld heim, weil er mit seinen Pestiziden den Boden verpestet hat somit auch das Grundwasser . Und daheim quält er sein Vieh.“ So oder so ähnlich hab ich das tatsächlich schon gehört . Bekomm das mal aus den Köpfen raus . Zumal es genug offizielle Institutionen (zb. Politiker)gibt, die in das selbe Horn tröten.

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    • Daniel S. Immich „Krieg das mal aus den Köpfen raus“. Wir arbeiten dran, mach mit. Und wie ist das jetzt mit der Petition? Ich waaarrtteee….:-)

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    • Bauer Willi ja da geb ich dir schon recht. Da gibst Du und andere, Dir viel Mühe …. wie wäre „Für eine Landwirtschaft die uns alle satt macht und den Familien ein Überleben sichert, basierend auf Fakten nicht auf Irrglaube.“

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      • Ich habe mich mal wohl mit einer männl. Person im Internet unterhalten, der schwärmte davon, wie schön es war, wenn wir früher nach dem Kartoffellesen Kartoffelfeuer gemacht haben. Und was es dann für leckere Sachen zum Abendbrot gab.
        Er schrieb weiter, wir haben aber nur 50Pf am Tag, also Nachmittag bekommen.
        Das wurde immer schlimmer seine Schimpferei (fast die ganze Seite voll), und schimpfte dann auch, dass die Bauern so dicke Schlepper fahren und einen Mercedes haben müssen, na ja deswegen haben die uns ja nur 50 Pf geben können.

        Dann habe ich ausgeholt und geschrieben, ja, wir hatten einen Mercedes, aber nicht um anzugeben, sondern damit man etwas in den Kofferraum packen kann, z.B. einen oder 2 Säcke Kälbermilch, Dünger oder Hacken diagonal und Körbe für das Steinelesen. Das haben wir tagelang gemacht, und wenn eine Wiese eingesät wurde, dann wochenlang!
        Während die Städter mit dem VW Käfer oder Goggo am Waldesrand auf der Decke gepicknickt haben. In der Autoheckscheibe war ein besticktes Kissen zu sehen, dazu hatte meine Mutter und Oma keine Zeit. Und zum Picknicken auch nicht!

        Eine Anhängerkupplung hat der Mercedes auch gehabt, aber nicht um einen Wohnwagen anzuhängen, sondern um den Tiertransporter anzuhängen und mal ein Stück Großvieh von A zu B zu bewegen!

        Dann habe ich ihn gefragt, welche Kindheit wohl schöner war.

        Daraufhin war sein Geschreibsel gelöscht.

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    • Astrid sagt

      Unser Bewusstsein wird von der Werbung gemacht und die Tierausbeutungsindustrie steckt richtig viel Geld rein. Deswegen sind wir auch so verblödet und merken es gar nicht.

      Kommt mehr Kritik muss wieder mehr in die Werbung investiert werden.
      Da können wir Leute die fürs Aufwachen sorgen so gar nicht gebrauchen.

      Es kann gut sein, dass viele Leute in der Stadt nicht wissen was auf dem Land passiert, aber das ist auch gar nicht nötig, wenn das Mitgefühl für die Schwächsten vorhanden ist – und das sind nicht die Bauern.

      Und für die in der Tierausbeutungswirtschaft tätigen, dazu gehören übrigens auch die Tierärztinnen gilt: die Gewalt an die wir gewöhnt sind, für die wir sogar bezahlt, also belohnt werden, nehmen wir nicht wahr.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Es kann gut sein, dass viele Leute in der Stadt nicht wissen was auf dem Land passiert, aber das ist auch gar nicht nötig, wenn das Mitgefühl für die Schwächsten vorhanden ist – und das sind nicht die Bauern.“

        Die Bauern merken noch wenn es dem Nachbar schlecht geht, der Städter merkt es erst, wenn er den Leichengeruch aus der Nachbarwohnung war nimmt.

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        • Astrid sagt

          Stadtluft macht frei … die Menschen auf dem Land haben sehr viel Angst … deshalb wagt kaum jemand etwas zu sagen … das ist ziemlich schrecklich … es gibt zum Beispiel keine Kastrationspflicht, weil die Bauern, die Hauptverursacher auf dem Land, das nicht wollen. Schließlich haben sie andere, billigere Methoden. So wird jeder Fortschritt möglichst verhindert. Da kommen dann so Argumente wie: kastrierte Katzen fangen keine Mäuse mehr …

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          • Andreas Brummer sagt

            Tut mir leid Astrid, wer solche Vorurteile hat und ideologisch so verbohrt ist, disqualifiziert sich in meinen Augen selber.
            Wir haben selber zwei Katzen. Kastriert, geimpft, entwurmt und wohlgenährt. Nach deiner Logik aber wahrscheinlich ausgebeutet, weil – ein paar Mäuse sollen sie ruhig mal fangen.

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          • Sabine sagt

            Das ist so ein Quatsch, da kann ich einfach nicht mehr. Gerade die Bauern hier nehmen verwilderte Katzen vom Tierschutz ab, die man einfach nicht in einer Stadtwohnung halten kann. So eine Mieze geht einem die Wände hoch, wenn man sie einsperrt. Die Höfe hier sind die einzige Chance für die verwilderten und vom Tierschutz kastrierten Stadtkatzen, die sonst niemand will. Bei den Bio-Verbänden gibt es sogar in der landwirtschaftlichen Ausbildung eine Woche nur darum, wie man sich richtig um die Hofkatzen kümmert. Ich denke, auch Willis Susi ist kastriert und geimpft.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Im Gegensatz zu den Stadtkatzen hatten unsere ihre Freiheit, die wurden nicht in der Wohnung eingesperrt. In seiner Freiheit ging unser Kater jedes Frühjahr auf Brautschau, 6 Wochen lang, trotz seiner Leistungsfähigkeit, kam er völlig zersaust und mit einem halben Ohr nach Hause.
            Gegen meinen Willen, genau gesagt ohne mich zu fragen lies meine Frau den nächsten jungen Kater kastrieren, meine Gedanke war nur, Gott sei Dank ist das nicht mir passiert. 🙂

            Aber warum sollen Landbewohner ängstlich sein, habe mich schon getraut, im Dschungel der Bronx zu bewegen.

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  3. Könnte sein, dass die DEVK im landwirtschaftlichen Bereich schwach aufgestellt ist. Ich habe mit meinem Versicherungsmakler gesprochen. Er hat sich auf die Versicherung von Landwirtschaft und Gewerbe spezialisiert. Die DEVK hat er bisher nie vermittelt und insgesamt weniger als eine Hand voll Alt-Verträge in seinem Bestand.
    Wenn ich mit meiner Annahme Recht habe, dürfte der wirtschaftliche Schaden durch Kündigungen nicht all zu groß sein für die DEVK.
    Was ich an dieser Sache mit gewisser Genugtuung betrachte, ist die geringe Spendenbereitschaft für die Tierrechtsorganisation bei der DEVK-Spendenplatform (bisher 360€).

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    • Bauer Willi sagt

      @Bernhard
      aber sie hat jetzt 4 Autoversicherungen weniger…Und dabei habe ich festgestellt, dass die total überteuert waren.
      Bauer Willi

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      • Kfz-Versicherungen, sagt man, seien eh nicht der Gewinnbringer, sondern nur wichtig für die Präsenz in der Breite, denn auch Entscheider sind Halter eines oder mehrer Kfz und müssen sich versichern.

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  4. Ich seh das so sagt

    Da es ja auch ziemlich oft vorkommt, daß sich die Menschen/Versicherten beschweren/ärgern/prozessieren wegen unannehmbarer Praktiken in der Versicherungswirtschaft (brutale Versicherungskeiler, dubiose Geschäftspraktiken und Finanzgebarungen, unrechtmäßige Vertragsklauseln, mutwillige Begründungen für die häufige Zahlungsunwilligkeit bei Schadensfällen ….) wird die Agrarwirtschaft mit der Initiative „Insurace Equality Germany“ darauf aufmerksam machen. Sie können sich daran beteiligen, in dem sie ihre bisherige Versicherung bei der DEVK kündigen. Wir beraten sie dann gerne, wo sie keine menschenverachtenden Pollizen bekommen.

    „Es geht uns auf keinen Fall darum, die Versicherungswirtschaft oder ihre Praktiken im Allgemeinen anzugreifen. Dennoch sind Missstände in der Massenabfertigung in manchen Betrieben ein Problem. Unser Post soll Leute für dieses Thema sensibilisieren. Dabei distanzieren wir uns ausdrücklich von kriminellen Handlungen.“

    Was die Versicherungswirtschaft dazu wohl sagen würde ….

    1+

  5. Friedrich sagt

    Eine Versicherung die Gelder ihrer Kunden veruntreut , sollte lieber die Beiträge senken , als es in solche Kunden -schädigen Dinge zu stecken . Wie weit sind die Versicherungsmanager von der Realität entfernt , daß solche Entscheidungen gefällt werden ? Wenn ich, als Bauer , dort Kunde wäre , würde ich sofort alle Verträge kündigen. Eine Versicherung hat andere Aufgaben , als als NGO aufzutreten.

    3+

  6. Tja Willi, da haben die stakeholder gute Arbeit geleistet. Für alle Beteiligten eine win-win Situation geschaffen, naja für fast alle Beteiligten. Die „schräge Organisation“ erhält Spenden, der Versicherer darf sich das Gutmenschenmäntelchen umhängen und die stakeholder kassieren Provision. Passt doch. Du wirst sicher nicht falsch liegen in der Annahme, dass dieses Erfolgsmodell weitere Nachahmer finden wird.

    3+

  7. Astrid sagt

    Die Produktionsweise in Form von Ausbeutungswirtschaft muss abgeschafft und nicht optimiert werden !

    Die Landwirtschaft = Pflanzenwirtschaft für Menschen ist wichtig.

    Die Tierausbeutung gehört abgeschafft!

    Sie schafft Elend und Leid. Wir brauchen keine Leichen zu essen und sollten uns endlich weiterentwickeln.
    Die Tierausbeutungswirtschaft will das natürlich nicht sehen.

    Das Geld als Belohnung für die Ausbeutung der Tiere, tötet nicht ’nur‘ Tiere, sondern auch jegliches Mitgefühl.

    Ausbeutung ist Gewalt, egal wer da ausgebeutet wird. Das gilt auch für die die das Geld geben, um Leichen zu essen oder um Babymilch zu trinken als Erwachsene.

    Tiermilch ist das jüngste Nahrungsmittel auf dem menschlichen Speiseplan, es wird nur von Genfood übertroffen. Nur aus qualgezüchteten Tieren kommen solche ungeheuren Milchmengen wie das heute der Fall ist. Worauf die Tierausbeuterinnen tatsächlich noch stolz sind mit ihren 100 000 Liter Kühen. Wie grausam ist das denn ???

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  8. Die DEVK muss sich mal mit ihren Social Media-Leuten zusammen setzen. Wenn man davon spricht, dass jemand „kämpft“ noch dazu „gegen“ – dann ist von der Wortwahl her klar, dass jemand anderer angegriffen wird. Und da braucht man nicht hinterher zu sagen, es tut einem leid, dass er sich angegriffen fühlt. Der wird angegriffen und fühlt das eben. Missstände kritisieren geht für mich anders.

    2+

  9. alle werden gemeinsam unter Pauschalverdacht gestellt:
    „… Dennoch sind Missstände in der Massentierhaltung in manchen Betrieben ein Problem. …“ – und für „manche“ Betriebe wird so ein Aufriss gemacht?

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    • Astrid sagt

      Es sind keine Missstände in manchen Betrieben. Jede Ausbeutung von Tieren ist ein Missstand! Ausbeutung ist Gewalt und Gewalt ist falsch.

      Nutztierhaltung bedeutet: Kühen die Kälber wegnehmen, betäugungslos kastrieren, Schwänze und Schnäbel abschneiden, die Hörner wegätzen, verstümmeln, nach Möglichkeit betäubungslos, weils billiger ist, einsperren, auch in Ketten, in ihren eigenen Exkrementen, abschlachten, schreddern …

      Das ist ein permanenter Missstand !

      1+

    • Meiner Meinung nach alles mehr als eins!!!
      Also ist jede Haltung die wir machen falsch, auch Gruppenhaltung, Weidehaltung, ……..!!! Einzeltierhaltung ist nicht in Ordnung weil es Herdentiere sind!
      Was tun????
      🤔🤔🤔
      War in einem Tal in Österreich da haben 3 Landwirte zusammen einen Stall für 80 Kühe gebaut. Es gab Proteste wegen Massentierhaltung!
      Der Begriff dehnbar und hört sich gut an, ist inzwischen in der breiten Bevölkerung angekommen, aber keiner hat ein Maß!!!

      1+

      • Aber der neue Stall für die 80 Tiere ist bestimmt kuhgerechter als die kleineren alten Anbindeställe, oder?

        Vielleicht haben die meisten wegen dem Event protestiert, oder?

        Die haben ja Zeit und brauchen abends nicht in den Stall und auch wenig Ahnung davon, aber man war dabei.

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    • Meiner Meinung hat der Begriff Massentierhaltung nichts mit der Anzahl der Tiere zu tun. Hier wird er synonym für nicht artgerechte Tierhaltung genutzt. Es sollte daher eher defninert werden was artgerechte Haltung ist.

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    • Astrid sagt

      Massentierhaltung ist das völlig falsche Wort. Richtig ist: Tierausbeutung, egal wie viele oder wenige Tiere ausgebeutet werden. Ausbeutung ist Gewalt und daher falsch.

      3+

      • Andreas Brummer sagt

        Liebe Astrid,
        (ich hoffe, dass ich sie, als in ihren Augen Tierausbeuter, so ansprechen darf) egal wie man dazu steht, aber akzeptieren sie einfach, dass der Mensch nicht zum Veganer gemacht ist. Oder wie erklären sie sich, dass Veganer ohne künstliche Nahrungsergänzungsmittel nicht auskommen?

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          • Warum schwaches Argument, AdT?

            Es gibt doch Menschen die %ual mehr Fleisch essen als andere, die können sich einen Tag ohne Fleisch nicht vorstellen.

            Vielleicht hat das schon mal wer erforscht!?!
            Ich habe mal gelesen, dass es an den Blutgruppen festzumachen ist!

            So pauschal kann man darüber nicht urteilen, ich mache das eben nicht!

            Es haben ja schon viele Probiert, sind aber am Vit. 12 Mangel daran gescheitert.

            Andere können das vielleicht.

            Jeder menschl. Körper ist anders.

            Jedenfalls könnte In der Öffentlichkeit mehr fleischlose Kost angeboten werden.

            Dann könnte man sich ehrlicher entscheiden!

            Dann wird fleischlos kult;

            körperliche Arbeit ist ja auch nicht mehr kult!

            Aber trotzdem arbeiten noch viel Menschen körperlich!

            Man schaue sich nur die harte Arbeit bei Alois in den Bergen an!

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          • Andreas Brummer sagt

            Wieso schwach? Ich bin lediglich der Meinung dass irgendetwas verkehrt läuft, wenn ich mir zusätzlich etwas künstlich hergestelltes reinziehen muss, auch wenn es „nur“ Vitamine sind.

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        • Astrid sagt

          Lieber Andreas,
          wir Menschen können alles essen und da wir hier in den Ländern leben mit einem Nahrungsmittelüberangebot, können wir uns wunderbar pflanzlich ernähren. Und eine kleine Vitaminpille bewirkt, dass wir nicht Töten müssen für unser Essen. Das ist ein Fortschritt. Wir brauchen auch andere nicht dazu veranlassen, für uns in den Todesschreien und dem Blut der Tiere zu stehen und diese Drecksarbeit zu machen. Wir können tatsächlich möglichst gewaltfrei leben. Das ist ein Fortschritt. Leider ist die Angst bei vielen Menschen vor der pflanzlichen Ernährung immer noch ungeheuer groß, so dass sie lieber töten (lassen) als leckeres möglichst gewaltfreies Essen zu essen und das unsinnige, grausame Töten zu beenden. Es gilt die Angst zu überwinden …

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          • sonnenblume sagt

            Wo bleibt in diesem Fall die freie Selbstbestimmung? Wenn es Menschen gibt die anderer Meinung sind, sollten sie das akzeptieren, genau so wie ihre Meinung akzeptiert werden soll. Punkt. Wir haben heute alle Möglichkeiten zur Verfügung. Wer diese nutzen will, soll es tun und wer es nicht will soll es lassen. Ich kenne eine Familie, deren Kinder in der Nachbarschaft um Brote mit Wurst gebeten haben. Was ist dann zu tun?

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            • Astrid sagt

              Sonnenblume:
              Freie Selbstbestimmung?

              In der Zeit als legal Menschen als Sklaven ausgebeutet wurden, gab es Menschen die darunter gelitten haben, nicht nur die Sklaven selbst.

              Da gab es Menschen die ihnen gesagt haben: wenn Du keine Sklaverei willst, ist das Deine Meinung, akzeptiere die Meinung der anderen die Sklaven wollen.

              Heute sind wir glücklicherweise weiter entwickelt und haben uns selbst verboten legal Menschen als Sklaven auszubeuten und sehen es als das an was es ist, als Verbrechen.

              Genauso ist es mit den Tieren die wir als Sklaven ausbeuten. Das ist Gewalt.

              Es geht hier nicht einfach nur um eine Meinung, sondern um Gewalt und Toleranz gegenüber Gewalt ist keine Toleranz, sondern Gewalt.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Auch wenn Vitamin B12 oft im Zusammenhang mit einer veganen Ernährung diskutiert wird, werden B12-Präparate keineswegs nur für Veganer hergestellt. Einige handelsübliche Präparate enthalten Tierprodukte wie z. B. eine Kapselhülle aus Gelatine. Auch Milchzucker oder andere tierische Zutaten können vorkommen.
            Berücksichtigen sie das?

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            • Astrid sagt

              B 12 gibt sehr viel für Menschen die Leichen essen, da spielt es keine Rolle, ob da Gelatine drin ist oder sonst was.

              Veganerinnen kaufen B 12 ohne Tier, ganz einfach … Sie Schlauberger!

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          • Andreas Brummer sagt

            Hallo Astrid,
            wenn sie so gegen Gewalt sind, dann müssten sie verhungern, denn dann dürften sie nicht mal Pflanzen essen, denn auch diese leben.
            Im übrigen hoffe ich, dass sie auch in ihrem Alltagsleben so strenge Maßstäbe ansetzen, z. B. bei Kleidung, Herkunft der Spielsachen ihrer Kinder (so sie welche haben) und vieles mehr, könnte überall Kinderarbeit und Ausbeutung dahinterstecken.

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            • Natürlich ist es schwierig, als Konsument nichts zu unterstützen, was mit Ausbeutung und ungerechtfertigter Gewalt verbunden sein könnte, wenn man am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchte. Aber was heißt das, was folgt daraus? Dass man nichts zu ändern versucht im eigenen Konsumverhalten? Die weitgehende Vermeidung tierischer Produkte ist leicht zu bewerkstelligen und begünstigt dazu einen gesunden Lebenswandel. Ich finde, wie ein Süchtiger zu tun, der an Fleisch und Käse hängt, ist peinlich, schwächlich. Aber das ist eben Ansichtssache. 😉

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Was ist Ausbeutung, was ist ungerechtfertigte Gewalt in der Tierzucht und Mast. Entgegen was die Medien dem Verbraucher vorgaugeln (Verbraucher die noch nie einen Stall von innen gesehen haben) werden die Tiere weder Ausgebeutet, noch gequält. Ein gequältes Tier bringt keine Milchleistung, noch eine erforderliche Gewichtszuname. Allerdings, das Tier erleidet bei der Schlachtung seinen Tod.Ihre Annahme, die weitgehende Vermeidung tierischer Produkte ist gesünder, die Meinung steht auf tönernen Füßen.
              Allerdings sollte die Mischkost nicht zu Fleischlastgig sein, besonders bei sitzenden Berufen.

              Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. meint:

              Der kritischste Nährstoff ist Vitamin B12. Zu den potenziell kritischen Nährstoffen bei veganer Ernährung gehören außerdem Protein bzw. unentbehrliche Aminosäuren und langkettige n-3 Fettsäuren sowie weitere Vitamine (Riboflavin, Vitamin D) und Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Jod, Zink, Selen). Für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird eine vegane Ernährung von der DGE nicht empfohlen.

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            • Ehemaliger. Mein „Auslöser“ waren Angaben zu Fehlbetäubungsquoten in Schlachthäusern. Was für eine Fehlerquote ist da noch vertretbar? 10 %, 5 %, 1 %, 0,1 %? 6.000.000 Schweine pro Jahr,
              3.000.000, 600.000, 60.000? Es hatte also nichts mit der Haltung beim Bauern zu tun.

              Ich versuche, in meinem Beruf keine Fehler zu machen (sollte selbstverständlich sein und versuchen andere auch). Dazu bin ich einer von der alten Schule und achte auf die B-Note. Ich lese meine Schreiben, Schriftsätze, E-Mails selbst noch mal Korrektur, bevor sie mit meinem Namen rausgehen. Nutze in Word routinemäßig die Suchen-/Ersetzenfunktion, um doppelte Leerzeichen zwischen Wörtern aufzupüren und durch einfache zu ersetzen. Denn auch im formalen Bereich möchte ich eine Fehlerquote von 0 % haben. Doppelte Leerzeichen und Rechtschreibfuhler fallen mir auf, wenn ich z.B. meine Schriftsätze in Vorbereitung auf Gerichtstermine noch mal vorlese. Unschön.

              Diese Formalkontrolle nimmt neben der Sacharbeit nicht unerheblich Zeit und Konzentrationsvermögen in Anspruch – und im krassen Widerspruch dazu esse ich Tiere, die mit einer Fehlerquote von 10 % (BMEL) oder auch „nur“ < 1 % (Tönnies) betäubt werden? Da verhalte ich mich völlig gedanken- oder bedenkenlos und nehme eine so lausige – grausame – Arbeit in Kauf?? Das passt doch irgendwie nicht. Es geht um Tiere, die ich für mich töten lasse! Wo ist denn da die Relation zu der Aufmerksamkeit, Kraft und Zeit, die ich zur Vermeidung popeliger Rechtschreibfehler aufwende?

              Diese Frage an mich hat spontan zu einer Verhaltensänderung geführt. Ich saß in der Mittagspause in einem Food Court, beim Asiaten, und habe wohl das erste mal (seit einer vegetarischen Zeit Jahre zuvor) wieder ein vegetarisches Gericht bestellt. Zunächst wollte ich als „Kompromiss“ wenigstens am Wochenende Fleisch essen, denn ausschließlich vegetarisch erschien mir anstrengend, Paul McCartney besingt den Meatfree Monday und da wäre ich ja schon mit Monday till Friday deutlich drüber. Aber schon nach 5 Tagen vegetarisch verspürte ich wider Erwarten kein Verlangen nach Fleisch und hab dann auch Milch, Käse, Eier weggelassen. Es gab so viel Neues zu entdecken, die ersten zwei, drei Jahre nach der Umstellung waren ernährungsmäßig total aufregend, und ich habe fast jeden Abend für meine Lebenspartnerin und mich gekocht, wieder regelmäßig Frühsport gemacht (mache ich immer noch), Fett abgebaut und Muskeln aufgebaut, worauf mich auch Freunde ansprachen (soviel zum Proteinmangel).

              Wenn man ein paar Dinge beachtet, Stichwort kritische Nährstoffe (B 12, genügend proteinhaltiges Getreide, Hülsenfrüchte), ist Vegan meiner Meinung nach absolut „safe“.

              So, Sie, Bauer Willi und andere Leser versuchen nun, mein beschriebenes auslösendes Moment PLASTISCH nachzuempfinden, und zwar
              1. nach dem Länderspiel,
              2. morgen vor dem Spiegel beim Rasieren bzw. beim Kämmen,
              3. und bevor Sie künftig auf „KOMMENTAR ABSCHICKEN“ klicken.
              Sie werden Vegetarier/Veganer dann ein bisschen verstehen. Das kann nicht schaden. Ich verstehe ja auch Fleischesser, denn ich war selbst einer. 🙂

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ AdT

              Hatte nie Zweifel daran, dass sie in ihrer Tätigkeit alles mögliche tun, um keinen Fehler zu machen, Fehler haut ihnen sonst der Anwalt des Verurteilten um die Ohren.
              Wenn sie bei der Fehlerquote, bei den Schlachtbetäubung das gequassel der Frau Hendrichs heranziehen, der glaube ich so wenig, wie einem Drogendealer vor der Polizei.
              Ich konnte so wenig wie auch sie einen großen Schlachtbetrieb in Augenscheinname nehmen, deshalb glaube ich nur, was ich selbst sehe.
              Schon als Kind habe ich an der Hausschlachtung teilgenommen. (Damals wurden Buben schon auf das Leben vorbereitet, heutzutage werden die meisten zu Luschen erzogen)
              Schlachtschweine wurden mit einem Bolzenschuss betäubt, was eigentlich schon zum Tot führt. Anschließend wurden sie gestochen, das heißt sie wurden entblutet. Solang noch Blut im Schwein war, solange bewegte die Tote Sau heftig ihre Füße.

              Wenn ich eine Henne schlachte, dann wird mit einem Beil der Kopf abgetrennt, ich denke wir sind einer Meinung, dass die Henne Tot ist. Würde ich die Henne nicht festhalten, würde sie wegrennen. Erst wenn das Blut ausgelaufen ist, dann hören die Muskelzuckungen auf.

              Deshalb sehe ich entsprechende Bilder von den Schlachtereien sehr skeptisch in Sachen Wahrheitsgehalt.

              Es ist mir egal, dass sie kein Fleisch essen, das ist ihre Entscheidung, wenn es kein Fleisch mehr zu kaufen gäbe, würde ich selbst Tiere Mästen für den Eigenverbrauch, Stallungen sind noch vorhanden. 🙂

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            • Sinn der Betäubung ist ja, dass das Herz noch einen Großteil des Blutes aus dem angestochenen Tier herauspumpt, bevor der Blutdruck dann so absackt, dass die Sauerstoffversorgung zusammenbricht und der Hirntot eintritt.

              Wenn der Bolzenschuss zu stark oder die Eindringtiefe zu groß eingestellt sind, tritt damit schon der Hirntod ein und der Herzschlag fällt aus. Daher ist das Bolzenschussgerät genau zu kalibrieren. Hierbei kann man nur von der durchschnittlichen Beschaffenheit der Tiere (Dicke der Schädeldecke, Robustheit) ausgehen. Andere Tiere fallen durch das Raster. Auch kommt es auf das Geschick, die Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit des Betäubers an.

              Eine Fehlerquote von 0,00 % anzunehmen, wäre sehr optimistisch. Fehler werden überall gemacht. Aber ob man bei einem Genussmittel von Genuss sprechen kann, wenn man sich dies bei der Herstellung des „Genussmittels“ eingesteht? Die meisten Menschen würden es verneinen. Es kommt eben auf das Sich-Eingestehen an, daran hapert es. Ein Mittel, das Sich-Eingestehen zu hindern, das Verdrängen zu fördern, ist, Veganer als naiv und ideologisch verblendet hinzustellen. Auf einige mag das zutreffen, viele sind ja auch noch sehr jung und grün hinter den Ohren. Aber Fleischessen ist, wenn man sich wie hier auch ohne gesunderhalten kann, ein Glaubenssystem.

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          • sonnenblume sagt

            Hallo Astrid, Thema Toleranz und Gewalt. Wo ordnen Sie in diesem Fall die Fremdbestimmung ein, wenn z.B. die Ernährung grundsätzlich auf Vegan umgestellt würde. Ich müsste meine Lebensweise verändern, nicht weil ich es wollte, sondern weil ich keine Alternative mehr hätte. Wie wäre das zu bewerten, sowohl von Ihrer Seite, als auch von meiner?

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      • Wie viel Kinder wurden auch in der Landwirtschaft mit staatlicher Genehmigung ausgebeutet?

        Astrid gehörtest du auch dazu?

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        • Andreas Brummer sagt

          Wieso schwach? Ich bin lediglich der Meinung dass irgendetwas verkehrt läuft, wenn ich mir zusätzlich etwas künstlich hergestelltes reinziehen muss, auch wenn es „nur“ Vitamine sind.

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          • Astrid sagt

            Andreas:
            Wie war das noch mit Glyphosat und Konsorten ?

            Und tatsächlich: es gibt einen Unterschied zwischen Vitaminen und Giften.

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            • Andreas Brummer sagt

              Ich bin vielleicht etwas dämlich, aber ich verstehe deine Frage in diesem Zusammenhang nicht.

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        • Andreas Brummer sagt

          An AdT
          Ich kenne keine Studie die belegt,dass eine Vermeidung tierischer Produkte einen gesunden Lebenswandel begünstigt. Der gesündeste Lebenswandel ist in meinen Augen abwechslungsreiche, vielseitige Ernährung ohne Extreme, auch nicht wissenschaftlich belegt – nur meine Meinung.
          Also AdT weder süchtig nach Fleisch und Käse, noch rein pflanzlich, sondern abwechslungsreiche Kost ist mein Rat.

          1+

          • Es gibt so einige Studien. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die die Studienlage auswertet, äußert sich im Gegensatz zu ihren angloamerikanischen Pendants kritisch zu veganer Ernährung (wegen des Risikos bei unverständiger Handhabung). Aber selbst sie sagt in ihren FAQ zu veganer Ernährung, dort zu Frage Nr. 20:

            „In Beobachtungsstudien konnte gezeigt werden, dass eine hohe Zufuhr von ballaststoffreichen Getreideprodukten sowie Gemüse und Obst viele Krankheitsrisiken senkt (z. B. das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes mellitus Typ 2) und ein hoher Anteil an rotem Fleisch und Fleischerzeugnissen in der Ernährung das Risiko z.B. für bestimmte Krebsarten, wie kolorektale Karzinome, erhöht. Vegetarische Ernährungsformen haben hinsichtlich der oben genannten Lebensmittel häufig eine günstigere Zusammensetzung als die in Deutschland übliche Mischkost in Bezug auf die Zufuhr von Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.“

            Ich möchte nicht verhehlen, dass die DGE auch klarstellt:

            „Anhand der aktuellen Datenlage lässt sich allerdings kein Vorteil für die Gesundheit von Vegetariern gegenüber sich vergleichbar ernährenden Mischköstlern mit einem geringen Fleischanteil [!] in der Ernährung erkennen.“

            Zum Fleischanteil sagt die DGE in ihren 10 Regeln zur Mischkost: „Wenn Sie Fleisch essen, dann nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche.“ Das ist etwa die Hälfte (600 g) als der durchschnittliche Verzehr pro Kopf.

            Wenn es nicht signifikant nachteilig ist, diese Fleischmenge zu essen, gehe ich davon aus, dass es auch nicht signifikant nachteilig ist, diese Fleischmenge nicht zu essen.

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            • Paulus sagt

              Hallo AdT, Deine manchmal etwas missionarisch anmutenden Reflexe sind uns ja schon bekannt und ich empfinde diese nicht als unsympathisch.

              600 g Fleisch/W/Pers. ist übrigens schon eine ansehnliche Hausnummer. Selbst Mischköstler dürften diese Menge überwiegend nicht überschreiten.
              Schwer vorstellbar, dass der durchschnittliche Verbrauch bei 1,2 kg/W/Pers. liegen soll. Oder habe ich das falsch interpretiert?

              Ich antworte aber aus einem anderen Grund: Dein letzter Satz gefällt mir. Damit kann ich (umgemünzt) auch in meinem Bereich etwas anfangen. Was wären wir nur ohne die Juristen? 🙂

              1+

            • Repetitio est mater studiorum.

              Da ich nicht bei der Staatsanwaltschaft bin, aber auch gerne mal Menschen Textbausteine entgegenschleudern möchte, habe ich mir welche für Bauer Willi gegossen (aber ich variiere ein wenig).

              Bei Männern liegt der durchschnittliche Verbrauch bei 1,2 kg/w/pers. Also in meinem Bekanntenkreis müsste sogar mehr gegessen werden. Wenn Fleisch, dann gleich täglich und mehrfach.

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            • Ich seh das so sagt

              Herr Anwalt:
              In ihrem letzten Absatz verwenden sie den unter Juristen beliebten sog. „Umkehrschluß“. Der wird aber üblicherweise auf Rechtsnormen angewandt. Da es sich aber in ihrem argumentativen Beispiel um keine Rechtsnormen handelt, verstehe ich die Verwendung des Umkehrschlußes in ihre Argumentation als aus dem Bereich der Logik zuordenbar.

              Es aber so, daß der Umkehrschluß in der Logik KEINE begründende Gültigkeit hat !

              Sprich: Bei ihrer Behauptung „Wenn aus A folgt B“, ist es leider nicht zulässig zu behaupten „Aus nicht A folgt dann nicht B“. Zumindest nicht mit der Begründung, daß dies logisch sei.
              Tut mir leid. 🙂

              1+

            • Schlau. Deswegen habe ich auch geschrieben „ich gehe davon aus“ und nicht „folgt daraus“. Es geht hier ja bloß um einen für das praktische Leben brauchbaren Grad an Gewissheit, der seine Rechtfertigung hat:

              Wenn mit einer verzehrten Fleischmenge von mehr als 300 bis 600 g ein gesundheitlicher Nachteil korreliert, der (über-/unter-)proportional zur aufgenommenen Fleischmenge zunimmt (im Graphen als Kurve oder Gerade vorgestellt): Gibt es einen Grund zu der Annahme, dass die Kurve oder die Gerade im Bereich kleiner/gleich 300 bis 600 g nicht extrapoliert werden kann, sondern einen erheblichen Ausschlag macht? Nein. Und warum nicht?

              Weil das die uns mitgeteilten Erkenntnisse der DGE nicht hergeben. Die DGE sagt uns, es „lässt sich kein Vorteil für die Gesundheit von Vegetariern gegenüber sich vergleichbar ernährenden Mischköstlern mit einem geringen Fleischanteil in der Ernährung erkennen.“ Das kann man verständigerweise nur so interpretieren, dass auch kein Nachteil für die Gesundheit von Vegetariern zu erkennen ist, denn sonst müsste deren Sterblichkeits- und/oder Erkrankungsrate signifikant höher sein als diejenige von „sich vergleichbar ernährenden Mischköstlern mit einem geringen Fleischanteil“. Das sagt uns die DGE aber gerade nicht!

              Tut mir leid für Ihren Mangel an logisch-praktischem Verständnis. 🙂

              Ingenieur Paulus hat es erfasst.

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          • Astrid sagt

            Irgendwie wird das Ausbeuten und Töten dabei immer übersehen … zählen wirklich nur die eigenen Vorteile ?

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      • Ja schon, Astrid, richtig

        aber dann hätten wir ja paradiesische Zustände und die kommen hier auf der Erde nicht vor!

        Am besten wissen da Verhaltensforscher und Agrarier bescheid.

        Die versuchen das beste, wie man an der Forschung für die Einrichtung der modernen Ställe sieht!

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        • Astrid sagt

          Das Problem ist, die Ausbeutung.
          Wir haben auch mal Menschensklaven gehabt. Glücklicherweise sind da Menschen auf die Idee gekommen das zu ändern. Sie hatten Mitgefühl mit den Sklaven, nicht mit den Sklavenausbeutern.
          Heute lehnen wir die Menschensklaverei ab und ich bin sehr froh darüber.

          Heute lehnen aber auch immer mehr Menschen die Tiersklaverei ab.
          Nur hier sind wir noch nicht so weit entwickelt. Wir glauben was die anderen Tiere angeht immer noch, dass das richtig ist sie zu versklaven, auszubeuten und abzuschlachten.

          Die Gewalt an die wir gewöhnt sind, nehmen wir nicht wahr!
          Aber immer mehr Menschen wachen auf.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Wie heißt das Zeugs, das sie zu sich nehmen?
            Im I-Net darf man damit surfen,
            darf man mit dem Zeugs auch Auto fahren?

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    • Die Tierzahlen sinken, 1900 18 Millionen Rinder in Deutschland, heute 12 Millionen, die Zahl der Bauern sinkt schneller, die Ställe werden somit größer, das geht die nächsten Jahrzehnte genau so weiter, wer große Stallbauten ablehnt muss viele Bauern suchen, da können sie lange suchen !

      1+

      • Und in großen Ställen kann man billiger tiergerechter bauen als in kleinen und noch viel schlimmer war es um 1900, als jede Familie so ein dunkles kaltes und dreckiges Verlies für ihr Schlachtschwein und Milchziege hatte.
        Großvieh konnten sich damals nur reiche Leute leisten!

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        • Astrid sagt

          Die Tiere vegetieren heute immer noch in dunklen Verliesen oder in Gefängnissen und in Ketten, in ihrer eigenen Scheiße vor sich hin … alles ganz legal … dafür kämpfen Bauern … das sie nichts ändern brauchen … genau wie die sogenannten Verbraucherinnen … die wollen auch nichts ändern … ist ja alles legal … das Einzige was stört ist, wenn ein schlechtes Gewissen auftaucht … oder Kritik … aber dafür haben wir ja die Werbung … die erzählt uns dann wieder was wir hören wollen … für unsere kleine verlogene heile Welt …

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            • Astrid sagt

              Ich bin oft in diesen Gefängnissen und Verliesen und kenne alle Arten, die modernen Ausnahmegefängnisse und natürlich auch die 90% anderen. Die Tiere vegetieren heute immer noch in dunklen Verliesen oder in Gefängnissen und in Ketten, in ihrer eigenen Scheiße vor sich hin … alles ganz legal …

              Kettenausbeutung ist immer noch legal und betrifft 20% der Tiere, wobei die Gefangenhaltung mit ‚Auslauf‘ nicht wirklich besser ist … es ist grauenhaft zu sehen wie diese Tiere wie Müll behandelt werden … aus dem Geld zu pressen ist … und dann weg damit …

              Die Gewalt an die wir gewöhnt sind, nehmen wir nicht wahr!

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            • „Ich bin oft in diesen Gefängnissen und Verliesen …“ auch Anstalt genannt.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Mark,
              ich war schon in Verliesen und im Alcatraz , nur Tiere habe ich nie gesehen 😉

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  10. Ich bin ja auch mittlerweile dafür einen gemäßigten weg zu gehen wenn es Konflikte gibt. Aber diese Geschichte hier ist etwas zu heiss. Wie du schon schreibst jetzt ist es diese Versicherung. Und was ist morgen. Morgen ist es eine Bank oder sonst was. Ich würde das verfolgen bis die DEVK diese Geschichte zurück zieht. Kündigen würde ich auch als normal ansehen.

    1+

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