Bauer Willi
Kommentare 447

Das Sterben der Würmer…

In kaum einer Studie erforscht und von niemanden bemerkt läuft in der Natur ein Sterben von biblischem Ausmaß ab. Ein ökologisches Armageddon, ein Zusammenbruch des Ökosystems mit kaum absehbaren Folgen und einer Dramatik, die ihresgleichen sucht. Die Regenwürmer sterben! Doch anders als beim Insektensterben berichten die Medien darüber nicht. Auch von der Gesellschaft kommt kein Aufschrei, denn Regenwürmer findet man halt nicht auf der Windschutzscheibe. Sie leben tief im Boden und wann hat der normale Bürger das letzte Mal einen Spaten in der Hand gehabt? Wer weiß, dass die kleinen Erdhäufchen auf dem Boden vom fleißigen Werk der glitschigen Erdbewohner geschaffen wurde?  Wer ist sich der Bedeutung der von ihnen geschaffenen Regenwurmröhren für die Versickerung des Regenwassers bewusst? Und wer weiß überhaupt, wo diese so wichtigen Humusbildner Anfang und Ende haben?

Nein, Regenwürmer haben keine Lobby, sie sind stumm. Und so werden sie zu Millionen jeden Tag getötet. Von uns, den gedankenlosen Bürgern, in deren Auftrag jeden Tag hunderttausende Quadratmeter wertvollen Bodens von Acker und Wiese in Beton und Asphalt umgewandelt werden, um unsere Gier nach Kathedralen des Wohlstands und gewaltigen Schneisen der Mobilität zu befriedigen. Darunter werden die Bodenlebewesen bei lebendigem Leibe vergraben. Das wird dann gerne mit „unvermeidbaren Kollateralschäden“ verniedlicht. Wie zynisch! Es ist ein akzeptierter Massenmord an diesen für die Menschheit so wichtigen Lebewesen.

Doch das will keiner hören. Alle schweigen: die Politik, die Medien und selbst die sonst so wachsamen NGO´s bleiben ruhig. Das Kartell der Meinungsmacher ist sich einig: das darf kein Thema werden. Die Versiegelung der Landschaft ist zwar bekannt, muss aber „runtergekocht“ oder zumindest „auf kleiner Flamme“ gehalten werden, denn Wirtschaftswachstum, Wohnungen und Mobilität gehen vor. Die Bauern sollen sich mal nicht so aufregen und froh sein, dass sie ihren Acker als teures Bauland verkaufen können.

Doch mit jedem Quadratmeter, der der Natur entzogen wird, sterben nicht nur die Regenwürmer. Es sterben auch Tausendfüßler, Kellerasseln, Drahtwürmer, Springschwänze, Schnecken, Spinnen, Insekten, Vögel, Hasen, Fasanen, denen die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Und zwar für immer, denn man hat ihnen ihr Habitat, ihr Refugium, ihre Lebensgrundlage, ihre Heimat entzogen. Und nicht nur den zahlreichen Tieren, auch den Bauern.

Nur zur Info: In einem Quadratmeter Ackerboden leben rund 100 Regenwürmer. Täglich werden in Deutschland rund 800.000 Quadratmeter der landwirtschaftlichen Produktion entzogen. Somit sterben täglich 80 Mio. Regenwürmer.  Jeden Tag. Nur in Deutschland. So viel, wie dieses Land Einwohner hat…

Man kann Geld vermehren. Aber nicht den Boden auf dem wir leben. Und von dem wir leben!

Euer Bauer Willi

 

 

 

 

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447 Kommentare

  1. Thomas Vogt sagt

    Ich finde es schade, wenn die Landwirtschaft immer wieder und wieder den angeblichen Flächenfraß des Wohnung-, Industriebau und Straßenbau kritisiert. Obwohl sich mittlerweile in den Städten und städtischen Gebieten ein Rückzugsgebiet der Natur und der Artenvielfalt entwickelt hat. Man kann zwar immer wieder für die Erhaltung der Flächen und der Natur sprechen, müsste dann aber konsequenterweise auch die Landwirtschaft unter den Gesichtspunkten des Arten- und Naturschutzes betreiben. Was leider nicht gemacht wird. Wir bewegen uns zu auf eine ausgeräumte tierlose und pflanzenarme Kulturlandschaft. Bei meine stundenlangen Wanderungen in unserer Kulturlandschaft bin ich oft erschreckt, wie wenige Tiere man sieht. Im Gegensatz dazu war ich in Wüstengegenden z. B. Namibia wo man spürbar mehr Tiere sieht in Gebieten wo es steintrocken ist als bei unseren ausgeräumten Kulturwüsten.

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    • bauerhans sagt

      „Bei meine stundenlangen Wanderungen in unserer Kulturlandschaft bin ich oft erschreckt, wie wenige Tiere man sieht.“

      bei meinen arbeiten aufem acker bin ich überrascht,wie viele tiere ich da treffe.

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    • Dorfmensch sagt

      Hallo Thomas Vogt,

      der Flächenfraß ist doch all gegenwärtig und kann auch durch keinen Landwirtschaftskritiker geleugnet werden. Wenn nicht mehr genug Acker- und Grünland da ist, um die Menschen in den Städten zu ernähren, wird man auch in den Städten (Massenmenschenhaltung?) anders denken. An unserer Kulturlandschaft haben viele Generationen an Bauern gearbeitet. Deshalb ist da auch kein Urwald mehr.
      Ich persönlich wünsche mir Artenschutz auch für die Spezies Landwirt. Wollen Sie im Interesse der „Artenvielfalt“ auf die Ernährung der Menschen verzichten? Wenn man so ich regelmäßig im ländlichenRaum unterwegs ist, sieht man viele interessante Tiere und Pflanzen. Nach dem Beitrag der Stadtbevölkerung zu fragen, ist offensichtlich nicht erwünscht.

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    • Na,
      du kannst doch Namibia nicht mit uns vergleichen, denn Namibia ist nicht so dicht besiedelt wie hier und durch die trockene Wüste kann man so einen intensiven Ackerbau wie hier gar nicht machen.
      In dem weiten Land ohne Intensivlandwirschaft sieht man die wilden Tiere doch viel eher als hier in der Waldreichen Gegend!

      Besonders auch wenn man einen sehr guten Safaribusfahrer oder -führer hat, der weiß, wo wann die passenden Tiere stehen!

      Brauchst du bei uns inzwischen auch einen Führer, der dir zeigt, wo und wann die Tiere zu sehen sind?

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  2. sonnenblume sagt

    Eine Frage an die Kollegen, kann jemand über eigene Erfahrungen zu Thema Mykorrhiza berichten?

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    • Sabine sagt

      Würde mich auch interessieren. Im Labor und im Wald hat man ja inzwischen sehr viel über die Wechselwirkung zwischen Pflanze und Mykorrhiza gelernt. Ich hab leider nix über Süßgräser gefunden. Kreuzblüter- und Gänsefußgewächse sind wohl völlig uninteressiert an solchen Wirtschaftsgemeinschaften.

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  3. Mich würde bei diesen ganzen kontroversen Diskussionen die hier von Bauer Willi angestoßen werden, mal nur interessieren ob Bauer Willi ein richtiger Bio Landwirt ist oder ein Umweltaktivist der auf verlorenen POsten kämpft.

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    • Regina Oswald sagt

      Wenn Du Dir die Mühe machst, die ganzen Posts durchzulesen und Bauer Willis Antworten dazu, dann wirst Du merken, dass Bauer Willi alles andere ist, als ein Bio Bauer, sondern hier eine PR-Seite für konventionellen Anbau betreibt.
      Siehst Du schon daran, dass er Glyphosat ständig in Schutz nimmt.

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      • Schmeckt gut sagt

        Falsch. Willi und die anderen Konvis bringen hier nur ungewöhnliche Argumente, die unsere Probleme mit der zur Zeit herschenden Kultur der „alles ist gut, nur die moderne Landwirtschaft nicht“, darstellen. Sicherlich vertreten einige sehr deutlich die Position, dass die auch vorhandenen Risiken in keinster Weise gegen die Chancen abgewogen werden. Aber was ist daran verwerflich? Den Mund verbieten lassen wir uns jedenfalls nicht.

        4+

        • Gephard sagt

          Jetzt bleib mal auf dem Teppich. Es gibt so viel mehr, das am Pranger steht als die Landwirtschaft. Lehrer, Kapitalismus, Politiker, Vertriebene alias Flüchtlinge, FeministInnem, die Autoindustrie, Internetkonzerne, Journalisten, Öffentlich rechtliche, Sexisten …

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      • Regina Oswald sagt

        Warum falsch? Ist Bauer Willi ein richtiger Bio Landwirt?
        Wohl kaum….
        Den Mund will ich niemanden verbieten, so wenig, wie ich ihn mir verbieten lasse.

        1+

        • Schmeckt gut sagt

          „Alles andere als Bio“ stört mich. Obwohl wir konventionell anbauen, nehme ich für mich in Anspruch, dass ich versuche, auch „biologische“ Komponenten zu benutzten (nennt sich auch integrierter Anbau – können leider nur wenige zuordnen). Bei einigen Posts kann man erkennen, dass viele Kommentatoren auch so ticken. Im Moment fühlen wir uns mit unseren Ansichten ziemlich alleine. Dazu gehört auch die Bewertung von Glyphosat durch die Öffentlichkeit. Es werden nur die Anwendungsfehler diskutiert (Zulassung der Sikkation war ein Fehler – seit einiger Zeit verboten) und die Chancen aus welchen Gründen auch immer verteufelt. Ein Vergleich mit Südamerika ist schnell zur Stelle, aber wir wenden hier nicht diese Unmengen Roundup an, uns wird hier auch nicht geglaubt. Das ist schon frustrierend.

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          • sonnenblume sagt

            Dem kann ich nur zustimmen. Gerade weil wir in den letzten 20 Jahren so viel verändert haben, schmerzt diese fast ausufernde Kritik besonders. Man arbeitet schon fast am Bio-Standard, aber wenn nicht Bio drauf steht, ist es angeblich nichts wert.

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          • Paulus sagt

            @Schmeckt gut
            Genau das scheint nach meiner Auffassung ein Problem zu sein. In unserem privaten Umfeld stellte ich fest, dass alle möglichen Begriffe auch von hochverbildeten Akademikern nicht verstanden werden bzw. nicht definiert werden können.
            Ökologischer Anbau, integrierter Anbau, Bioanbau, Anbau nach xyz, konventioneller Anbau, etc. Hinzu kommt eine völlig unübersichtliche Anzahl irgendwelcher nichts sagender Labels. Das Resultat dürfte bekannt sein. Ich sage es mal salopp – es geht denen und auch uns selbst gerade mal am Sogenannten vorbei.
            Ein schönes Beispiel ist übrigens der Spargelanbau im Rheinland. Sobald der auf den Markt kommt interessiert sich keiner mehr für irgendwelche Anbaumethoden. Da wird gefressen auf Teufel komm raus. Und wenn die angeblichen Bio-Kartöffelchen aus Ägypten kommen ist das auch egal.

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            • Schmeckt gut sagt

              Kann ich so unterschreiben. Nach der Spargelernte (oder im Frühjahr) kommt dann die massive Kritik an den Anbaumethoden: Monokultur im Plastikmeer usw. Die Folien werden verteufelt und die positiven Effekte (fast kein Herbizid- und Insektizideinsatz, bessere Arbeitsbedingungen…) zählen nicht und werden als „Lobbyaussagen“ schlecht geredet. Dabei ist diese Methode in Deutschland entwickelt worden und wird mittlerweile weltweit angewandt – warum wohl? Eigentlich könnten/sollten wir Stolz darauf sein.

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            • Kann ich auch bestätigen. Entweder ist überhaupt kein Interesse für Landwirtschaft/Essensentstehung vorhanden oder es gibt die Ansicht „Bio ist gut, weil es halt Bio ist“. Auf das „Warum“ kommt dann so ungefähr: „Weil es halt Bio ist, oder wie meinst du das jetzt?“. Und das sind keineswegs Grünenwähler, eher so Lindner-Typen. 🙂 Bei meinen paar Vegazi-Bekanntschaften ist das natürlich ganz anders.

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            • Gephard sagt

              Mit ist es nicht egal und über 30 weiteren mir bekannten Bio-Hipstern auch nicht. Wir können alle einkaufen gehen und mit leeren Taschen heimkehren, weil es keine akzeptable Ware gibt.

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          • Regina Oswald sagt

            „nehme ich für mich in Anspruch, dass ich versuche, auch „biologische“ Komponenten zu benutzten“

            Das mag sein, dass Du auch Bio-Komponenten benützt.
            Würde mich auch eher wundern.

            Bio ist aber in dem Zusammenhang mit Bio Bauer ein geschützer Begriff und ich wage zu bezweifeln, dass Du Bio-Zertifiziert bist, Schmeckt gut.

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            • Schmeckt gut sagt

              Na, wieder die bekannte Masche. Wenn die Argumente ausgehen, wird es persönlich. Selbstverständlich wenden wir biologische Komponenten an: Nistkästen, Steinhaufen, biologische Insektizide als da wären XenTari, NeemAzal, Mineralöl, mikrobiologische Präparate, Pflanzenstärkungsmittel (Comcat, Pottasol, Kieselsäurepräparate…)und vieles mehr. Bei uns laufen auch diesbezügliche Versuche der Beratungsringe. Ja, wir testen jetzt schon, wie wir mit sehr wenig Chemie klar kommen. Es sieht nach den vergangenen, sehr feuchten Jahren aber nicht so gut aus. In trockenen Jahren ist vieles möglich, aber diese Erkenntnis hatten wir auch schon vor 10 Jahren. Und zur Frage: Nein, wir sind nicht Bio-zertifiziert, haben aber 3 international anerkannte Zertifikate, für die wir hohe Anforderungen an Umweltverträglichkeit erfüllen müssen. Wir machen kein Bio, weil mir das Anbaurisiko zu hoch ist.

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            • Regina Oswald sagt

              Was hat das mit persönlich werden zu tun, wenn ich klären möchte, ob Du nur ein paar Bio-Komponenten verwendest, oder Bio zertifiziert bist?
              „Wir machen kein Bio, weil mir das Anbaurisiko zu hoch ist“.
              Eben, da sollte man wissen was man tut und dann muss es auch konsequent getan werden…

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            • Schmeckt gut sagt

              Ich kenne sehr viel Biobauern persönlich und setzte mich schon lange mit dem Bioanbau auseinander. Was ich in vielen Gesprächen heraushöre und oft auch sehe: Der Arbeitsanfall und auch -einsatz ist deutlich höher (in unserem Betrieb gibt es jetzt schon selten eine Woche unter 60 Std für den Betriebsleiter – hat natürlich auch mit „Herzblut“ zu tun 😉 ). In schlechten Jahren und das sind die „Feuchten“ gibt es immer große Probleme mit Verderb. Schwer bekämpfbare Schädlinge (Schildläuse, Blutläuse, KEF, manche Läuseart, auch Botrytis und ander Pilzkrankheiten) sind ungleich schwieriger in den Griff zu bekommen. Schnitt hilft. Weiter Standraum hilft (Kartoffel, Obst, …). Offene Bestände hilft. Bestandshygiene allgemein hilft. Immer bezogen auf größere Einheiten (Stichwort: wenige Bauern müssen viele Mitbürger ernähren). Sie merken, wo ich drauf hinaus will? Auch im Bioanbau ist eine Beschränkung der Artenvielfalt wichtig. Und da im Bioanbau eine Bekämpfung bei vorhandenem Befall immer schwierig wird, liegt eine Lösung in der Vorbeugung. Vorbeugung heißt aber auch immer, Einschränkung der Artenvielfalt. In den Anbauverbänden gibt es diesbezüglich immer große Diskussionen. Das Anbaurisiko steigt, weil „Diskussionen“ in diesem Zusammenhang ein sehr vorsichtig umschriebenes Wort sind. Die Anbauverbände müssen lernen, auch vorhandene Probleme besser zu benennen und Lösungswege offensiv zu suchen. Dies ist nicht der Fall und aus diesem Grunde werde ich z.Z. kein Bioanbauer.

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            • Regina Oswald sagt

              Danke Schmeckt gut für die ausführliche und sachliche Antwort und Begründung.
              Nicht jeder kann, möchte oder muss Bio-Bauer werden.
              Es ist richtig, dass man es auch mit einem gewissen Herzblut betreiben muss.
              Ich habe vor einigen Jahren einen Film bei Panorama gesehen, wo ein Feldgemüsebauer zitiert wurde.
              Er sagte, er –müsse– Bio Salat ziehen, weil sein Kunde (ALDI) das so wolle. Mit der Einstellung gewinnt man natürlich keinen Blumentopf.
              Sein Problem war, dass der Salat Grauschimmel Befall hatte.
              Bioanbau umfasst ja viel mehr, als einfach nur Kunstdünger und synthetische Pflanzenschutzmittel weg lassen.
              Man hat aber einen riesigen Massnahmenkatalog, aus dem man schöpfen kann und ich kenne auch entspannte Bio-Bauern.
              Und natürlich kann man mit Bio die Welt ernähren.
              Bauer Willi hat sich ja zu dem Thema schon mal mit Felix zu Löwenstein unterhalten, der in seinem Buch sagt „Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr.“
              Er bezieht sich u.a. darauf, dass das heutige Hunger-Probleme ein Verteilungsproblem ist. Das Übergewicht in den westl. Ländern würde alleine schon ausreichen, um den Hunger in anderen Regionen zu beseitigen. Das nur am Rande.
              Entscheidend ist, dass in den Regionen, wo Anbau auf Grenzertragsböden erschwert ist (Tropen, Wüsten) der Bioanbau sogar mehr Ertrag bringt.
              Natürlich muss ein Biobauer entsprechend entlöhnt werden für den Mehraufwand.
              Da bin ich immer vorne mit dabei, wenn es darum geht, bei Verbrauchern ein Bewußtsein zu wecken, warum gute verantwortungsvoll produzierte Produkte ihren Preis haben.
              Da sehe ich keinen großen Graben zwischen konventionell und Bio.
              Auch viele konventionelle Bauern drehen am Rad…wie Du ja auch schreibst.

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            • Regina Oswald sagt

              Eine Sache habe ich nicht verstanden:
              „Vorbeugung heißt aber auch immer, Einschränkung der Artenvielfalt. “
              Wie ist das gemeint?

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            • Schmeckt gut sagt

              Wir müssen in der ganzen Vegetationsperiode darauf achten, dass kein Schädling die Oberhand gewinnt. Möglichkeiten gibt es, aber im Bioanbau ist es ungleich schwieriger. Zur Bestandshygiene gehört für mich auch, den Unkrautbestand klein zu halten. Große Kräuter heißt Feuchtigkeit heißt Verderb. Leider wird es zu oft so dargestellt, dass Kräuter im Bestand ein Segen sind.Ein Schaden an der Kultur ist aber schnell etabliert. Nur ein guter Marktpreis macht ihn erträglich.

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            • bauerhans sagt

              „Und natürlich kann man mit Bio die Welt ernähren.“

              das wird man deshalb nicht können,weil der aufwand an arbeitskraft,das anbaurisiko,das qualitätsrisiko und das vermarktungsrisiko enorm sind.
              wir werden auch nicht wieder aufs fahrrad umsteigen,nur bahn und bus nutzen,flugzeuge meiden und mit segelschiffen reisen.
              frau künst hatte damals 20% biohöfe gefordert,so um 5% sinds bis jetzt wohl.

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  4. Ich will das Problem jetzt nicht verharmlosen. Aber die errechnete Zahl 80 Millionen muß trotzdem relativiert werden. Es wird wieder mehr darauf geachtet, den Mutterboden abzuschieben und irgendwo sinnvoll einzubauen. Der größte Teil der darin enthaltenen Regenwürmer überlebt dieses Umsiedeln.

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    • Stefan Lindinger sagt

      Jegliche pflanzenschutzmittel werden im Zuge der Zulassung auf die regenwurmverträglichkeit untersucht. Ergebniss: es ist weniger giftig als streusalz, welches in 1000 Fach höherer menge in die Umwelt kommt. Auch die 100fache der üblichen menge an glyphosat hat auf regenwürmer keinen Einfluss.
      Da glyphosat hauptsächlich bei bewirtschaftungsvarianten eingesetz wird, die förderlich für regenwürmer sind, sage ich ein Verbot würde dem Wurm schaden.

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    • Ich glaube den Würmern macht es nichts aus, denn die vermehren sich prächtig in der mit Glyphosat behandelten Fläche, weil ja dort nicht gepflügt wird und so haben die Bodenlebewesen ihre Ruhe und können sich weiter vermehren.
      Die sind dort in einer höheren Anzahl zu treffen, als in einer mit dem Pflug behandelten Fläche!
      Der Ackerpflug stört ja die Bodenlebewesen, wie die Würmer.

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      • Gephard sagt

        Die Frage ist dich eher, geht’s den Würmern langfristig gut und sind sie gesund? Quantität kann da nur ein Indiz sein.

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  5. Hallo willi. Da ich auch vom Fach bin muss ich sagen die meisten Kommentare haben etwas das Thema verfehlt. Glyphosat hat mit bodenversiegelung und flächenfrass nix zu tun.

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    • Schmeckt gut sagt

      Stimmt. Aber warum reden wir so wenig über verbaute Flächen? Könnte es sein, dass jeder insgeheim spürt, dass allein das Leben an sich, Fußspuren hinterlässt?

      3+

    • Bauer Willi hat das Thema nur angeschnitten ,
      weil viele denken mit der Glyphpsatbehandlung würden wir Bodenlebewesen, wie Regenwürmer den Lebensraum nehmen oder sie zerstören.
      Ein Vorwurf gegen Bauern, Patrick?

      Er hat dagegen gesetzt,
      wie viel Lebensraum der Regenwürmer wird durch die Bodenversiegelung vernichtet?

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    • Regina Oswald sagt

      Bauer Willi schreibt oben, es läuft „in der Natur ein Sterben von biblischem Ausmaß ab. Ein ökologisches Armageddon, ein Zusammenbruch des Ökosystems mit kaum absehbaren Folgen“.
      Da ist ja die Flächenversiegelung nur ein Teil davon.
      Ausbringung von Herbiziden wie Glyphosat sowie andere Pestizide und Kunstdünger sind ebenfalls schädlich für Regenwürmer, auch wenn hier kontinuierlich etwas anderes behauptet wird.
      Es hat also sehr wohl etwas mit dem Ausgangspost zu tun.
      Die Gründe für das Regenwurm-Sterben summieren sich ja leider.

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      • Schmeckt gut sagt

        Weiter unten kann man ein Bild von Max Sponsel finden. Bitte anschauen und anschließend über den so „schlimm verseuchten“ Boden urteilen 😉

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  6. Sabine sagt

    Die Frage bleibt, was machen wir? Nun, da ich nicht sehe wo sich meine Mitbürger demnächst über Wochen auf neu ausgewiesenen Baugebieten Protestlager aufbauen, um die Regenwürmer zu retten, bleiben eigentlich nur die kleinen Dinge, die am Ende vllt. was großes bewirken.
    Ich glaube ja immer noch, dass man den Leuten nur einreden muss, dass wildes Staudenbeet, eine Wildfruchthecke, Laub- und Komposthaufen irgendwie hip sind. Vllt. kann man das sogar soweit treiben, dass sich die Leute über Maulwurfshügel im Garten freuen. Ich freu mich jedes Mal wenn mein Maulwurf einen neuen Hügel errichtet, weiß ich doch, dass wenn er genügend Futter auf meiner Wiese findet, es um die Bodenfauna nicht soo schlecht bestellt sein kann.

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  7. Guten Morgen Bauer Willi, erstmal großes Lob für deine Arbeit. Find deine Aufklärungsarbeit wirklich toll! Ich habe letztes Jahr an der 60. Deutschen Pflanzenschutztagung in Halle teilgenommen. Ein Vortrag ging über die Kupferanreicherung im Ökoweinbau und die Folgen für die Bodenlebewesen, besonders den Regenwurm. Fazit war, dass eine von den bei uns vorkommenden Arten (bin mir nicht mehr sicher ob epigäische oder endogäische Art) im Ökoweinberg nicht mehr gefunden wurde (im Benachbarten Waldstück aber schon. Du findest die Studie unter diesem Link auf Seite 120. http://www.pflanzenschutztagung.de/dokumente/upload/e-paper/Tagungsband%2060%20PST.pdf

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  8. sonnenblume sagt

    Die Versiegelung der Landschaft wurde zur Diskussion gestellt. Welches Resümee kann man aus der Diskussionsrunde ziehen?

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    • Häuser auf Stelzen bauen. Sonst zur Bauwerksgründung vorher mindestens Oberboden (Regenwürmer) ausheben. Dann haben wir auch nicht mehr diese ständigen Setzungen um viele Zentimeter und so viele Tote am Bau. Entwässerung bauen. Oberboden wiederverwenden. Warum ist man da nicht eher drauf gekommen?

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    • Bauer Willi sagt

      „Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielt. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen“ (Quelle: Wikipedia)
      Gute Nacht
      Bauer Willi

      5+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In einem Ort in meiner Nähe wurden Erlen gefällt, die im Bachbett standen.
      Ein sehr besorgter Bürger hat als Zeichen seiner Trauer ein Kreuz aufgestellt,
      aus HOLZ.

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  9. Klaus Flesch, wir Landwirte haben den Verbraucher niemals als dumm bezeichnet. Sie werden aber sicherlich nicht bestreiten können, dass vielen Verbrauchern der Bezug zur Landwirtschaft abhanden gekommen ist. Ein Problem sehe ich aber schon darin, dass eben dieser Verbraucher nun meint, sich durch eine schnelle Internetrecherche ein reales Bild von der Landwirtschaft verschaffen zu können. Sie haben ihren Beruf doch sicherlich auch jahrelang erlernt und sind nicht schnell über das Internet zum Fachmann geworden. Auch Landwirtschaft ist nicht einfach, und deshalb zweifeln wir eben manchmal durchaus an der fachlichen Qualifikation vieler Kritiker.

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    • Regina Oswald sagt

      Die Kritik erfolgt aber mitnichten nur von Leuten, die von Landwirtschaft keine Ahnung haben.

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  10. an zahlreiche Kommentatoren: es geht in diesem bericht nicht um bio oder konventionell, um pfügen oder nicht pflügen, wo, wann und wieviele würmer, sondern um die sinnlose Bodenversiegelung, liegen doch tausende Hektar Industrie- Gewerbe- und Wohnfläche brach.

    2+

  11. Danke Dr. Willi dass du dieses so wichtige thema erwähnst. In deutschland soll es in ca. 450 Jahren keine Agrarflächen mehr geben, in Österreich sind es gar nur mehr 200 Jahre, sollte die Versiegelung so weitergehen wie derzeit. Leider interessiert das fast niemand, auch Landwirte und „Umweltschutzorganisationen“ nicht. In Österreich nimmt sich Dr. Weinberger von der hagelversicherung diesem Thema an. https://www.hagel.at/site/images/2017okt06_offener_brief.pdf

    2+

  12. Regina Oswald sagt

    „von niemanden bemerkt läuft in der Natur ein Sterben von biblischem Ausmaß ab. Ein ökologisches Armageddon, ein Zusammenbruch des Ökosystems mit kaum absehbaren Folgen“

    Ist ja schon sehr frech, zu behaupten, dass das von niemandem bemerkt wird.

    Es ist seit Jahrzehnten bekannt und wird ganz klar so kommuniziert, dass die konventionelle Landwirtschaft mit Kunstdünger und Pestiziden und Humus-schädlichen Anbauweisen den Regenwurm in besorgniserregender Weise adezimiert.

    Es sind Bio-Landwirte, die darauf aufmerksam machen und Alternativen nennen.
    Allen voran z.B. Sepp Braun oder auch Bioland Bauer Franz Donderer, der für sein Engagement sogar den „Goldenen Regenwurm“ erhalten hat:
    https://biohofdonderer.wordpress.com/2016/02/10/auszeichnung-goldener-regenwurm-fuer-engagement-fuer-den-biolandbau/
    Zu Sepp Braun gibt es viele Links im Netz. Wen es interessiert, kann einfach nach Sepp Braun Regenwürmer suchen.
    Beispielhaft nur dieser Link:
    http://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/sendung-1430150.html
    Bauer Willi sollte vielleicht seinen Einsatz für Glyphosat noch mal überdenken.
    Gilt das doch als äußerst schädlich für die empfindlichen Regenwürmer:
    https://www.bund.net/umweltgifte/glyphosat/regenwuermer/
    http://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/sendung-1430150.html
    https://www.agrarheute.com/land-leben/studie-naehrstoffverluste-weniger-regenwuermer-glyphosat-510706

    Jetzt kommt vermutlich wieder das Argument, die tiefe Bodenbearbeitung im Bioanbau würde mehr Regenwürmer killen, als Glyphosat.
    Bevor ich mich zu Tode langweile, gehe ich lieber Schlafen.

    Schönen Sonntag noch allerseits…

    2+

  13. Ich habe im Sommer eine Nachricht gelesen, dass ein Sportplatz ganz in unserer Nähe vorübergehend nicht bespielt werden dürfte, da eine „Fachfirma“ damit beauftragt war, zur Erhaltung der Graspracht die Regenwürmer abzutöten. Habe nicht mitbekommen, dass sich irgendjemand darüber aufgeregt hat. Wenig später habe ich in einem Leserbrief gelesen, dass der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft Schuld am Rückgang des Regenwurms sei.

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  14. Zumindest in den Wäldern der nährstoffreichen standorte findet der regenwurm ein zu Hause.
    Ich kann mir aber ehrlich nicht vorstellen, dass es den Regenwurm auf sandigen Grünlandflächen gibt… hier wird der ph doch spätestens mit der Gülle unter 6 fallen ?!

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  15. Also, Bauer Willi, in eine Story ueber Regenwürmer gehört ihre zunehmende Schaedigung durch Kupfer. Und ueber ein Verbot von Kupfer spricht man auch nicht, obwohl 83% des ADI ausgeschöpft sind und die oekologische Landwirtschaft trotzdem eine Erhoehung der zulässigen Aufwandmengen erreichen will. Kupfer gehört verboten.

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    • Lieber Hagen Graebner die „Studie“ (die keine ist sondern nur ein Bilderbuch für Anfänger) ist mir längst bekannt und habe ich in 2016 direkt mit dem WWF öffentlich diskutiert. Aber das kannst Du ja nicht wissen, Du bist ja neu hier. Nur interessant, dass hier alle über die Landwirte herziehen, sich keiner aber dafür verantwortlich fühlt, dass die Regenwürmer bei lebendigem Leib unter Beton und Asphalt beerdigt werden. Ich stelle hier einen Aspekt dar und ja, die anderen blende ich aus, weil ich schon oft über den Einfluss der Landwirte auf den Regenwurm berichtet habe. Auch der WWF blendet die Versiegelung vollkommen aus. Es ist halt einfach, auf andere zu zeigen…Ich bin es auch langsam leid, mich hier ständig beschimpfen zu lassen. Ich lade Dich gerne mal ein, zu mir auf den Hof zu kommen um festzustellen, dass ich weder kriminell noch ein Idiot bin. Obwohl: mit dem Idiot bin ichmir nicht mehr so sicher, nachdem ich heute 5 Stunden damit zugebracht habe, auf Kommentare zu antworten. Schönen Sonntag noch… 🙂

      1+

      • Bauer Willi sagt

        Ich werde von niemandem unterstützt. Typisches Totschlagargument. Person diskreditieren als letzte Lösung. Und Tschüss.

        1+

      • Bauer Willi sagt

        Was, da staunen Sie. Bin doch durchaus kritikfähig, wenn man sich anständig mit mir unterhält…
        Bauer Willi

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  16. Heinrich Steggemann sagt

    Jeder Quadratmeter Boden, der versiegelt wird, ist langfristig für die Regenwürmer und das Bodenleben verloren. Viele Kommentare hier schweifen von diesem eigentlichen Thema ab. Dazu jetzt auch mein abschweifender Kommentar: Wenn eine Abnahme der Regenwürmer pro Quadratmeter Boden durch aktuelle Bewirtschaftungsformen vorliegt, besteht aber die Möglichkeit, durch drehen an vielen kleinen Schrauben, deren Anzahl wieder zu erhöhen. Dagegen ist die Versiegelung ein endgültiger Zustand.

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  17. Da läßt man auch Amazon gerne mal 150.000 qm Fräche versiegen, dies obwohl genug Industrie Ruinen da sind. Politik spielt da mit. Steuern zahlt der Laden nicht wirklich .

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  18. ob was ein thema werden darf oder nicht, bestimmt die rolle der ngo-spender. wenn die vögel in gefahr sind und die bauern daran schuld, läuft der spendenrubel. wären die streunenden hauskatzen schuld, wär das kontraproduktiv. die untertützer von ngo.s haben oft katzen, und denen kann man dann schwer erklären, dass ihre katzen die gelege der vögel ausräumen. das wär für den spendenfluss nicht günstig.

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  19. Friedrich sagt

    @Inga. Deutschland exportiert rd. 5 Mill. Getreide und importiert mit fallender Tendenz 3,5 Mill Tonnen Soya , weil immer mehr Rapsschrot und Soya aus Süddeutschland eingesetzt wird. Brasilien erntet 3 to/ha Soya aber nur 1 to/ha Weizen. Bei uns werden 7 – 10 to/ha Weizen und 3 – 4 to/ha Soya in Süddeutschland geerntet. Für die weltweite Arbeitsteilung und für die Weltbevölkerung bringt dies den größten Effekt. Auf grund der Inhaltsstoffe müßten wir für einen Hektar Soya zwei Hektar Erbsen oder Bohnen anbauen. Die Rechnung geht aber nicht auf.

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    • bauerhans sagt

      „Auf grund der Inhaltsstoffe müßten wir für einen Hektar Soya zwei Hektar Erbsen oder Bohnen anbauen. Die Rechnung geht aber nicht auf.“

      im rahmen des programms „VIELFÄLTIGE FRUCHTFOLGEN“ müssen 10% der fläche mit leguminosen oder gemengen angebaut werden.
      das rechnet sich insofern,dass erbsen im gemenge mit hafer oder sommergerste sicher im anbau sind und auch problemlos geerntet werden können.
      dadurch lässt sich auch sojaschrot einsparen.

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      • Jochen Böhrer sagt

        Das ist ein freiwilliges Programm, das in manchen Bundesländern angeboten wird. In Baden württemberg zählen Gemenge mit Getreide nicht dazu

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    • Hast du Beweise, Jürgen?

      Aber mit der Erforschung an Herbiziden und anderen Mitteln, auch Arzneimitteln ist das Einkommen gestiegen, es wurde mehr konsumiert, die Fabriken wurden größer, Arbeitsplätze entstanden und es wurde gebaut und die Autos wurden mehr, wie auch die Autobahnen!
      Eheleute trennten sich, nun hat jeder eine Extrawohnung, wie auch das älteste Kind.

      Wie war das nochmal mit der Versiegelung?

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  20. Alexander Borchert sagt

    Dieser maßlose Flächenverbrauch ist der größte Segen für das Wachstum in der Landwirtschaft. Die Bauern bekommen immer leichter Kredit, um das Wachstum zu finanzieren. Bei einer finanziellen Schieflage findet sich dann schnell ein Nichtlandwirt, eine Kommune oder eine Investgesellschaft, die das Land gewinnorientiert abkauft. Irgendwann kommt einer, der den Boden versiegelt. Mit jeder Stufe schwindet das Interesse am Regenwurm.

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    • So ist es.
      Das Interesse an Regenwürmern, an Landwirtschaft und Bauern und ihrer Arbeit, Alexander

      Die Bevölkerung wird zunehmend verunsichert die Herstellung von Nahrungsmittel, weil zu wenig Interesse,
      aber dann wird dich mit den Bauern gleichgestellt, obwohl man keine Ahnung von seiner Arbeit hat, Alexander.
      Ja, das nenne ich respektlos.

      Was du in deinem Post oben meinst, das ist der Stoff wovon die Filme im BR sind, denn viele Geschichten erzählen vom Berg Bauernhof, der die Natur schützen will und einer Investmentfirma aus Berlin, die dort viel versiegeln will für einen großen Hotelpalast!

      Der Bergbauer weiß aber was dann mit den Bergen geschieht und wie das Klima reagiert.
      Dann ist es aus mit Skifahren und das Hotel bekommt auch keine Gäste mehr!

      So weit müssen Bauern denken, wenn sie die Umwelt verwalten.

      Die denken nicht nur weil sie rückständig sind oder heimatverbunden sind, sie denken weiter!

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    • Gustav Wehner sagt

      ES scheint, dass der Herr Borchert die Klagen der Landwirtschaft über eine eine sehr restriktive Kreditvergabe an die Landwirte nicht gehört hat. Mit dem Problem schlagen sich die Kreditinstitute doch schon lange herum, seit die Basel eins,zwei, drei Abkommen mit den USA etc. das Kreditleben sehr schwer gemacht haben. Man holt sich doch keine Kunden mehr herein, die ein schlechtes Rating haben. Da wird genau sortiert. Also von wegen „Bauern kommen immer leichter Kredit“.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bauern bekommen leicht einen Kredit, wenn sie Sicherheiten bieten können,
        Gastwirte zb. haben schlechtere Karten.
        Aber was genau wollten sie uns mit ihrer Post sagen?

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    • bauerhans sagt

      bauern bekommen kredite übers grundbuch,stadtrandbauern profitieren von der versiegelung.
      wer land zum ackerlandpreis verkaufen muss,hat ganz „schlechte karten“.

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  21. Wir könnten auch darüber reden dass der Einsatz von glyphosat den einsatz von wendender Bodenbearbeitung reduziert. Da glyphosat eine sehr geringe Toxizität gegenüber bodenlebeewesen hat, würde es indirekt zu deren schutz beitragen ….

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  22. rebecca sagt

    Kaum ein Thema zeigt die Verlogenheit einiger schöner als das. Die Bauern als Bodeneigentümer könnten einfach nein sagen und ihr Land behalten.

    Außer bei einigen wichtigen Infrastrukturprojekten würde das funktionieren.

    Sie müssten dann allerdings auf den Profit aus der Wertsteigerung wenn Acker zu Bauland wird verzichten.

    3+

    • JimBob sagt

      @rebecca
      Ja, und? klingt so, als wenn Sie das Recht auf Eigentum und freien Willen abschaffen wollen.

      Ich weis nicht wie sie leben, aber auch Sie besitzen sicher was, was der Umwelt schadet und man Ihnen einfach wegnehmen könnte…. oder jemanden in Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis?
      Ihren Eltern? da wo sie ausgezogen sind, ist sicher das Haus ihrer Eltern für ihre Eltern allein zu groß geworden.
      Raus mit Ihnen. Ab in eine Mietskaserne/Altersheim! ein paar qm für ein Bett und TV reichen. Essen gibts aus der Kantine.
      Da kann eine andere (Groß)Familie rein. und entschädigt werden sie auch nicht. Schließlich unterliegt das Haus, ihr Haus ja auch eine „Wertsteigerung“. Dann müssen Sie halt auch auf (ihren) Profit verzichten, wenn Sie das Recht auf Eigentum abschaffen wollen.
      Zum Wohle der Allgemeinheit.

      Ich glaube nicht, das sie das wollen.

      3+

    • Bauer Willi sagt

      Rebecca hat -wie immer – die einfache Lösung. Und gleich wieder die Keule gegen die Bauern rausgeholt – auch wie immer -. Danke für diesen wertvollen Beitrag, der uns alle wirklich weiterbringt (Ironie off)
      Bauer Willi

      2+

    • Ich seh das so sagt

      Ich weiß nicht wer da Verlogenheit an den Tag legt.
      Warum kann es nicht zu einem Eigentümerwechsel des Bodens an eine Kommune, eine Investgesellschaft, der Staat oder wen immer kommen, ohne daß dies über kurz oder lang zu einer Verbauung führt. Wenn es der Gesellschaft ein wirkliches Anliegen ist, daß Bodenfläche nicht durch Verbauung zerstört wird, spricht nichts dagegen dafür auch was zu tun.

      Nur mal so zu Nachdenken: Denkmalgeschützte Gebäude, deren Aufrechterhaltung und Instandhaltung sich die Vorbesitzer nicht mehr leisten können, wechseln auch die Besitzer – ohne den Vorwurf der Verkäufer sei verlogen. Der Käufer hat den Denkmalschutz aufrecht zu erhalten und kann die Immobilie trotzdem – meist nach intensivem Geldeinsatz – nutzbringenden Verwendungen zuführen. Ist eine Sanierung/Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes nicht notwendig, hat es üblicherweise einen ohnehin vielfach höheren Kaufpreis – auch ohne den Vorwurf der Verlogenheit.

      Grundflächen hingegen brauchen keinen Instandhaltungs- oder Wiederherstellungsaufwand. Warum soll diese Fläche daher nicht ebenso einen höheren Kaufpreisen haben und dennoch der Eigentümerwechsel für beide Seiten vorteilhaft sein.

      Ihre „verlogene“ Vorhaltung heißt doch nichts anderes, daß für die Unverbautheit des Bodens der Bauer solange zu sorgen und aufrecht zu erhalten hat, bis er sich das nicht mehr leisten kann. Ab dann ist ohnehin alles egal und die Gesellschaft kann den Boden ruhig zubetonieren. Aber verlogen ist dann plötzlich der Verkäufer. Doch ein wenig einfach ihr Weltbild.

      Kann es sein, daß „die Gesellschaft“ sich da eine Verlogenheit aufrecht erhält, weil sie könnte ja einfach „Nein“ sagen zur Verbauung, die Fläche unter Denkmalschutz oder Naturschutz stellen, dort Menschen beschäftigen, die Blumen pflanzen, Insekten zählen, Bienen züchten, oder für andere sinnstiftende Möglichkeiten die Flächen der Allgemeinheit zur Verfügung. Und so einen wertvollen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Ökosysteme leisten.

      1+

    • Jochen Böhrer sagt

      Was für ein dümmlicher Kommentar. Für kommunale Interessen wird enteignet. Da kann man ich nicht gegen den Verkauf wehren. Und bei 80% Pachtlandanteil heben 20% Bauland die wirtschaftlichen Folgen des Flächenverlustes nicht auf.

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  23. Lieber Bauer Willi – Schön, dass SIE sich um das Regenwurmsterben Sorgen machen. Richtig, bei der Diskussion um das Insektensterben dürfen wir natürlich nicht vergessen, dass das nicht das einzige – meinetwegen – „ökologische Armageddon“ ist, das wir mal öffentlich diskutieren müssen.
    Was ich allerdings in Ihrem Beitrag vermisse, ist die Erwähnung der Landwirtschaft als EIN durchaus Wichtiger Verursacher für das Problem. Ich erinnere mich da an eine Studie der Universität für Bodenkunde der Universität Wien, die im Zusammenhang mit der Zulassungsverlängerung für Glyphosat mal wieder in den Blickpunkt gebracht werden sollte. Danach reduzieren die weltweit am häufigsten verwendete Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat die Aktivität und Reproduktion von Regenwürmern und führen zu erhöhten Nitrat- und Phosphatwerten im Boden. In der zugehörigen Pressemeldung erfährt man auch Interessantes über die Methodik der Wissenschaftler: „Im Gegensatz zu anderen Studien, die die Wirkung von Herbiziden auf Nicht-Zielorganismen im Labor in Petrischalen untersucht haben, versuchten wir im Gewächshaus in sog. Mesokosmen die Voraussetzungen im Feld einigermaßen realistisch nachzubilden“, erklärt Mailin Gaupp-Berghausen, eine der BOKU-StudienautorInnen. „Das verwendete Unkrautvernichtungsmittel mit dem Hauptwirkstoff Glyphosat hatte in der vorgeschriebenen Dosis die Aktivität von tiefgrabenden Regenwürmern dramatisch reduziert, horizontalbohrende Regenwürmer brachten nur mehr halb so viele Nachkommen zur Welt als unter Nicht-Herbizid Bedingungen.“ – Das können Sie hier nachlesen:
    http://www.boku.ac.at/universitaetsleitung/rektorat/stabsstellen/oeffentlichkeitsarbeit/themen/presseaussendungen/presseaussendungen-2015/06082015-herbizid-mit-dramatischen-nebenwirkungen/

    Bauer Willi – Sie haben recht: „mit jedem Quadratmeter, der der Natur entzogen wird, sterben nicht nur die Regenwürmer. Es sterben auch Tausendfüßler, Kellerasseln, Drahtwürmer, Springschwänze, Schnecken, Spinnen, Insekten, Vögel, Hasen, Fasanen, denen die Nahrungsgrundlage entzogen wird. Und zwar für immer, denn man hat ihnen ihr Habitat, ihr Refugium, ihre Lebensgrundlage, ihre Heimat entzogen. Und nicht nur den zahlreichen Tieren, auch den Bauern.“
    Ich erlaube mir nur die Ergänzung: Das gilt dann wohl auch für diejenigen Bauern, die ihre eigene Lebensgrundlage mit zuviel Agrochemie zerstören.
    Mehr als 46 000 Tonnen Ackergift wurden in Deutschland im Jahr 2014 abgesetzt, gut 10 000 Tonnen mehr als 2006. Knapp 60 Prozent der Betriebe könnten ihren Pestizidverbrauch um durchschnittlich 42 Prozent senken – ohne Abstriche im Ertrag. Das lässt sich zumindest aus einem Beitrag der Sueddeutschen vom Anfang des Jahres folgern. http://www.sueddeutsche.de/wissen/landwirtschaft-viele-pestizide-sind-ueberfluessig-1.3398299
    Man kann ruhig mit dem Finger auf andere zeigen (eine großflächige Flächenversiegelung kann ja nicht bestritten werden), aber dabei sollte man dann keine Angst haben vor einem kritischen Blick in den Spiegel.

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    • Bauer Willi sagt

      @Marzellus
      so langsam nähern wir uns an. Zu den diversen Studien will ich jetzt keine Stellung beziehen, ich weiß ja selbst oft selbst nicht mehr, welcher man glauben soll.
      Ja, wir Bauern können alle auf Agrarchemie verzichten. Sollten die Bio-Bauern dann auch noch machen, denn auch da wird gespritzt. Kupfer ist übrigens ein hervorragender Regenwurm-Killer, aber das nur am Rande.
      Ich mache mir hier auf dem Blog mit mittlerweile über 1.200 Artikeln sehr wohl Gedanken darüber, was wir Bauern anders und besser machen können. Schließlich bin ich seit 40 Jahren Ackerbauer (und dazu noch ein „Studierter“). Lesen Sie doch die über 1.200 Artikel schon mal durch, dann werden Sie ein anderes URTEIL über mich und meine Berufskollegen fällen. Nur mir den ein oder anderen Link um die Ohren zu hauen ist mir allerdings etwas zu dünn, da fordere ich dann doch schon etwas mehr Sachkompetenz, damit wir über den besten Weg streiten können. Was ich im Übrigen besonders gerne mache: sich streiten 🙂

      Jegliche Form der Landbewirtschaftung ist NICHT folgenlos! Die vielen guten bzw. gutgemeinten Ratschläge helfen mir also nur bedingt weiter. Ich komme mir vor wie der Bundestrainer, der als einziger keine Ahnung hat, wie man die Nationalmannschaft trainiert. 🙂 Verstehen Sie das? Sitze heute schon drei Stunden am PC und schreibe Kommentare. Meine Frau wird langsam sauer 🙁
      Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen
      Bauer Willi

      2+

      • @Bauer Willi: Sie haben aber doch den BfR als maßgebliche „Behörde“ zitiert, dass Glyphosat „nicht krebserregend“ sei, als schon längst bekannt war, dass diese ehrlosen, aus meiner Sicht korrupten Tierärzte im Präsidium des BfR auf eigene Versuche verzichtet und die verharmlosenden, falschen Angaben des Herstellers Monsanto zu über 95% übernommen haben. Mal abgesehen davon, dass ein Bundesinstitut keine Behörde ist, sollten Sie dann aber doch bitte erwiesene Tatsachen, dass es seitens der entscheidenden Kontrollorgane keine Studien gegeben hat, zur Kenntnis nehmen, zumindest nicht Falsches weiterhin verbreiten. Das wäre mal eine Annäherung, die den Namen auch verdient. Schönen Sonntag noch.

        1+

          • Ja, es geht noch. Und es geht noch mehr: Glyphosat wurde 1964 seitens Monsanto als chemischer Rohrreiniger patentieren lassen. – Seit mehr als 40 Jahren kippen Sie, Herr Bauer Willi, Rohrreiniger auf die Fläche und zeigen dann mit dem Finger auf andere. Wer mit dem Finger auf andere zeigt, Bauer Willi, auf den zeigen aber drei andere Finger! Meinen Sie, Sie fördern Bodenleben mit Allround-Bioziden (=Lebens-Gifte)? https://www.youtube.com/watch?v=UCh_Qe79i-w

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            • Ich seh das so sagt

              Gehören sie zur Aluhut- oder zur Echokammer-Fraktion ?

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            • Schmeckt gut sagt

              Na. sie sind ja bestens informiert. Rohrreiniger auf eine Ackerfläche aufgebracht, wird abgebaut. Rohrreiniger,wie die Bestimmung schon sagt, wird zum Verflüssigen von Verstopfungen eingesetzt. DDies gilt auch für hutige Reiniger (viele sind mit Glyphosat verwandt). Anschließend landet die Mischung im Kanal und anschließend im nächsten Fluß. Was passiert, wenn der Wirkstoff im Gewässer nachgewiesen wird, haben wir oft genug erlebt. Als zugelassener Rohrreiniger würden viele zehntausend Tonnen in unseren Flüssen landen. Waschmittelfrachten von 100000enden Tonnen sind normal. Hier regtsich niemand auf. Sagen sie mir, was an meinem Hinweis nicht stimmt? Und fahren sie mal einen Gang runter. Wird der Diskussion gut tun.

              2+

            • @Ich seh das so Mit dieser Bemerkung „Gehören sie zur Aluhut- oder zur Echokammer-Fraktion ?“ haben Sie sich aus dem Kreis der hier seriös argumentierenden Teilnehmer verabschiedet. Das ist dann der letzte verzweifelte, aber erfolglose Versuch, zu diffamieren, wenn die letzten dünnen, kränkelnden Argumente ausgegangen und vernünftige Antworten längst aus dem schadhaften Köcher der sinnentleerten Beweiskette verschossen sind. – Sie haben mein Mitgefühl…

              1+

      • Nur damit wir uns nicht missverstehen. Es ist nicht so, dass ich mit „den Bauern“ ein Problem habe. Als eingeborener und kämpferischer Landbewohner (Rheinländer wie Sie) glaube ich schon, einen guten Blick auf die Probleme der Landwirte zu haben. Viele meiner Freunde sind praktizierende Landwirte und ich kann sogar sagen und belegen, dass ich mich an anderer Stelle sehr energisch für Bauern in meinem Umfeld einsetze. Ich kenne die Zwänge unter denen die Bauern wirtschaften und vieles von dem, was der Berufsgruppe auch zugemutet wird, halte ich nicht für gut.

        Ich habe auf die Landwirtschaft allerdings auch noch eine andere Perspektive. Als aktiver Hobbyimker und Autor (in diesem Punkt sind wir sogar Kollegen) sehe ich schon einige Zielkonflikte mit der Bienenhaltung und da stehe ich nicht alleine mit. Deshalb reagiere ich natürlich etwas empfindlich auf entsprechende Themen. Ich freue mich zu lesen, dass Sie keine Probleme mit „ihrem“ Imker haben. Aber ich kenne genügend Imker, die Probleme mit „ihren“ Bauern haben. Und da geht es meistens um Agrochemie, Wirtschaftsweisen, Ernteverfahren und Verlust an Artenvielfalt. Dabei müssten Bauern und Imker eigentlich doch „ziemlich beste Freunde“ sein, sind sie aber oft nicht. Und daran ist nach meiner Anschauung nicht unbedingt der Imker schuld.

        Auch ich hänge heute zuviel im Internet. Schönen Sonntag ebenfalls.

        3+

      • @Bauer Willi Sie sind Befürworter der sogenannten „konventionellen“ Landwirtschaft und setzen selber begeistert Glyphosat – ein umstrittenes Umweltgift – ein. Nun bejammern Sie das lautlose Sterben der Regenwürmer und haben als Schuldigen die Bodenversiegelung ausgemacht. Ja, das ist einer der Gründe. Aber noch perfider und auf der Fläche sich auswirkend ist der Einsatz von Glyphosat. Geben Ihnen die Ergebnisse dieser Forschungen nicht zu denken? Ein Mittel, welches 1964 als chemischer Rohrreiniger patentiert wurde, hat es als Pestizid auf weltweiten Ackern gebracht – Bitte denken Sie nach! https://www.youtube.com/watch?v=IpfdNEj73tw

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          • „Schmeckt gut“ – sind Sie der Pilotfisch von „Bauer Willi“? Sie agieren hier wie sein PR-Assistent für „konventionelle“ Landvergiftung und Grünwaschung von Umwelt-Vergiftund. Es ist mir klar, dass Sie das Thema nicht gerne anschneiden wollen, dennoch ist Glyphosat der Regenwurmkiller Nr. 1 . Alles gehört zum Thema!

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            • Schmeckt gut sagt

              Vielen Dank für die Blumen. Schön, dass sie durch ihren beleidigenden Kommentare so offensichtlich „die Hosen runter lassen“. Wir versuchen hier, auch sehr gegensätzliche Auffassungen zu diskutieren, und so zumindest besser zu verstehen, woher diese Gegensätze kommen. Eine solche Diskussion ist mit ihnen ganz offensichtlich nicht möglich. Sehr schade.

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            • Gerhard sagt

              Was wird hier nur alles an theoretischem Wissen Kund getan? Alle wollen mit der Landwirtschaft zurück ins 19.Jahrhundert, aber bitte mit dem Auto, dem warmen Haus, dem sicheren Arbeitsplatz und natürlich zweimal jährlich Urlaub. Super Kompetenz!!
              Mein Betrieb war an der Küste in Hafennähe, viele Pachtflächen des Landes Niedersachsen mit nur einjährigen Pachtverträgen. Wenn VW oder die Hafenwirtschaft neue Parkplätze braucht, dan hat der Landwirt Platz zu machen, mal eben 20 ha Asphalt und dazu die Ausgleichsflächen, die dann auch mal eben brachial mit schwerem Gerät gestaltet werden. Alle Mühe der konservierenden Bewirtschaftung, das reichhaltige Bodenleben, alles zerstört, um dann von Theoretikern im Hightech Büro entworfene Pläne umzusetzen.
              Und diese Leute wollen uns auch noch bei unserer bewirtschaftung „helfen“??

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          • Regina Oswald sagt

            Es geht auch um Flächenversiegelung.
            Glyphosat und andere Pestizide sowie Kunstdünger spielen dabei aber auch eine sogar sehr große Rolle.
            Auf dem Ohr ist man wohl hier taub?

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            • sonnenblume sagt

              Mit Glyphosat, Pestiziden und Mineraldünger baut man kein Haus, keine Industrieanlagen und keine Straßen. Deutschland ist ein sehr dicht besiedeltes Land mit ca. 300 Einwohnern pro Quadratkilometer und damit an fünfter Stelle in der EU. Somit ist eine Diskussion über den Flächenverbrauch doch durchaus berechtigt. Oder hat nur der falsche Mann die Frage gestellt? Wäre die Diskussion nicht derart am Thema vorbei gelaufen, wenn sie von einem Baudezernenten einer Stadt gestellt worden wäre?

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        • Bauer Willi sagt

          Wo steht, dass ich begeistert Glyphosat einsetze? Ja, ich bin konventioneller Landwirt aber kein Verbrecher. Und was hat Glyphosat mit Bodenversiegelung zu tun? Bleiben Sie doch bitte beim Thema…
          Bauer Willi

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          • @ Bauer Willi: Zum Ersten: Sie zeigen das in Ihren Monsanto-Werbevideos auf facebook, wie sie das Dreckszeug auf unendlichen Monokulturen aufbringen. Dann betreiben Sie Fehlinformationen, indem Sie die Schädlichkeit leugnen und auf die verbrecherische „Expertise“ des BfR hinweisen, obwohl bewiesen ist, dass diese Falsch.Gutachter keine Tests angestellt, sondern sich diese Kosten gespart haben. Dieses Grünwaschen von Ackergiften ist in meinen Augen ein Verbrechen. Umweltgifte gehören überhaupt nicht in der Natur ausgebracht. Wer Gift spritzt, ist ein Mörder: An Tieren, an Meenschen, am Boden, kurz: Umweltgiftspritzer sind Gift-Mörder an der gesamten Umwelt!
            Zum Zweiten: Ich bleibe immer beim Thema. Sicherlich ist die Versiegelung auch eine schlimme Entwicklung, genauso wie die Verkieselung und der Vor-Gärten. Aber das ist in den Proportionen noch weit hinter dem Verbrechen der „konventionellen“ Landwirtschaft aufzulisten! Sie schieben nur den schwarzen Peter weiter und das habe ich kritisiert.

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            • Schmeckt gut sagt

              erwischt. wieviel hundert qm sind bei ihnen versiegelt? 😉

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            • @Schmeckt gut Was sind das für Hütchenspielertricks? Sind Sie stolz darauf, andere Leute verdummen zu wollen? „Erwischt!“ sagen Sie? Ziemlich dümmlich! – Ich habe noch keinen einzogen m² versiegelt, sondern eher das Gegenteil davon betrieben. Sie sind auch nicht die Institution, mich „erwischen“ zu können.

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            • Schmeckt gut sagt

              Sie wohnen also nicht in einer Wohnung, fahren auf keiner Strasse, kaufen nicht im Supermarkt (die haben einen großen Parkplatz) usw. hieran sind wir Bauern aber nicht Schuld, denn die Bauanträge wurden nicht von uns gestellt. Fülen Sie noch nicht schlecht, bei diesen massiven Eingriffen in „gewachsenen Boden“?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ohne diese. „Umweltgifte“ würden Millionen von Menschen verhungern.
              Welchen Menschen kann man dies zumuten, sind sie Vorbild und melden sich freiwillig.

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    • Heinrich Steggemann sagt

      Den grössten Anteil beim Zuwachs des Pflanzenschutzmittelabsatzes in Deutschland von rund 10 000 to haben die inerten Gase für den Vorratsschutz. Die inerten Gase kommen erst nach der Ernte zum Schutz des Erntegutes zum Einsatz und nicht auf den Acker.

      1+

      • Also Klaus,
        der Verbraucher hat wirklich keine Ahnung von der Landwirtschaft, was glaubt er was er ist, etwas besseres‘?, dass er uns reinreden und Vorschriften machen kann.
        Das machen wir bei denen und ihrem beruflichen Fachwissen auch nicht, weil wir davon keine Ahnung haben.

        Das ist gegenseitiger Respekt.
        Kennst sich Flow Food mit Acker- u. Pflanzenbau und Viehhaltung aus?
        Sind da auch entsprechende Agraringenieure angestellt?

        Bist du gar einer davon?
        Oder hast du auch Landwirtschaft zu Hause?

        1+

    • Herbert sagt

      @Marzellus In der von Ihnen zitierten BOKU-Studie zur Schädigung der Regenwürmer durch Glyphosat werden zwei Roundup-Produkte für die Anwendung im nicht-landwirtschaftlichen Bereich (=Hobby-Anwender) mit der „vorgeschriebenen Dosis“ für diesen Bereich verwendet.
      In der Studie werden Mesokosmen = Pflanzkübel mit 42cm Durchmesser verwendet. Wenn man die behandelte Fläche dieser Kübel mit der Aufwandmenge an Glyphosat in Relation setzt, ergibt sich eine Aufwandmenge von umgerechnet ca. 12,6 kg Wirkstoff Glyphosat je ha (=10000m²).
      In der Landwirtschaft sind maximal 5 Liter Fertigprodukt, das sind maximal 1,8 kg Wirkstoff je ha, zugelassen, tatsächlich werden oft nur 3 Liter je ha verwendet, das sind 1,08 kg Wirkstoff je ha. Zudem enthält eines der zwei Produkte nicht nur Glyphosat sondern auch noch Pelargonsäure als weiteren Wirkstoff. Man kann sich vielleicht vorstellen, daß eine mindestens siebenfach höhere Aufwandmenge auch höhere Nebenwirkungen entfaltet als die geprüfte zugelassene Anwendung in der Landwirtschaft.
      Soviel zu den „einigermaßen realistisch nachzubildenden Voraussetzungen im Feld“ zur Untersuchung auf Nicht-Zielorganismen.
      Und deshalb bin ich auch der Meinung, daß diese Mittel bei den sog. Hobby-Anwendern ohne Sachkunde nichts verloren haben, zumal dort empfohlene Auwandmengen oft als Mindestaufwandmengen interpretiert werden.

      2+

      • @Herbert Kann sein, dass die Versuchsanordnung für realistische Feldbedingungen nur eingeschränkt aussagekräftig ist, aber aussagekräftiger als Petrischalentests scheint mir das allemal zu sein. Das ist doch der Punkt um den es geht. Mit dieser Feststellung setzt sich BOKU Wien ja ausdrücklich von der Generallinie zum Nachweis von Faunenschädlichkeit ab. Die logische Konsequenz wäre ja, vor der Zulassung von Bioziden entsprechende Felduntersuchungen unter realistischen Bedingungen einzufordern. Das verstehe ich unter Vorsorgeprinzip. Aber das scheint mir ja nicht konsequent eingehalten zu sein.

        Lass es mich mal übertragen auf die Diskussion im Zusammenhang mit Honigbienen. Da gibt es auch eine Menge Untersuchungen von Bienenwissenschaftlern, die den in der Landwirtschaft üblichen Pflanzenschutzmitteln eine Schädigung auf „sublethaler“ Ebene attestiert, z.B. Orientierungsverlust von Flugbienen, herabgesetzte Fertilität u.s.w. . Dennoch sind die in Frage stehenden Wirkstoffe laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit fast durch die Bank als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft. Da stimmt doch was nicht!

        Ich denke, wenn man in der causa Regenwurmsterben der Wirkung von Bioziden unter realistischen Feldbedingungen auf den Grund gehen würde, da käme sicher nicht viel Schmeichelhaftes über die Agrochemie heraus.

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          • Herbert sagt

            Natürlich müssen die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt objektiv überprüft werden. Da heutzutage aber jeder zu jedem Thema irgendeine Studie präsentieren kann, sollte man sich schon, wenn es sachlich zugehen soll, die Mühe machen, und prüfen, von wem und mit welcher Zielsetzung diese angefertigt wurde. Nicht selten werden auch methodische Fehler gemacht, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt sei dahingestellt.
            Bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland gehe ich schon von wissenschaftlich fundierter Bearbeitung aus, zumal nicht nur das Landwirtschaftsministerium, sondern auch das Umweltministerium und das Umweltbundesamt damit befasst sind.
            Leider kann in Dutschland aber nicht mehr sachlich und wissenschaftlich fundiert über diese Dinge diskutiert werden, weil das Diskussionsklima durch Politiker bestimmter Richtungen und zuviel Meinungsjournalismus vergiftet ist.
            Was die Bienen angeht, bin ich kein Experte, ich kenne aber einige Imker und ich kenne auch viele Landwirte. Wie man hier im Blog auch feststellen kann schieben eben manche Landwirte ebenso wie manche Verbraucher gerne die Verantwortung für zweifellos bestehende Mißstände zunächst mal auf die jeweils andere Partei ab. Und im Verhältnis zwischen Landwirten und Imkern wir des wohl leider nicht anders sein.

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        • „… eine Menge Untersuchungen von Bienenwissenschaftlern, die den in der Landwirtschaft üblichen Pflanzenschutzmitteln eine Schädigung auf „sublethaler“ Ebene attestiert, z.B. Orientierungsverlust von Flugbienen, herabgesetzte Fertilität u.s.w…“ , Genau, und all diese „Studien“ sind nach dem selben Muster gestrickt wie die von Ihnen zitierte Würmerstudie. Die Einstufung in B4 ist ja nicht willkürlich, sondern in der Tat als Ergebnis von BELASTBAREN und seriösen Untersuchungen. Zu erkennen ist dies letzlich auch daran, dass z.B. B4 Mittel in Kombination ausgebracht durchaus in B2 eingestuft werden.

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    • Hier eine Bewertung der Mailin Gaupp-Berghausen et al. 2015 Studie:
      Folgende Punkte reduzieren aus Sicht der Risikoabschätzung die Aussagekraft der Studien und der
      beobachteten Effekte:
      Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH
      Spargelfeldstraße 191 l
      1220 Wien l
      ÖSTERREICH
      l http://www.ages.at
      DVR: 0014541 l

      •Während es für standardisierte Studien klare Vorgaben für den Versuchsaufbau gibt, um geeignete Bedingungen zu schaffen und entsprechende Ergebnisse für die Kontrollgruppen zu
      erzielen, wurde in der vorliegenden Studie nicht gezeigt, dass angemessene Bedingungen für
      Regenwürmer vorhanden waren.
      •Es wurden keine Mindestkriterien für die Kontrollgruppen z.B. durch den Vergleich mit Daten aus vorhandener Literatur festgelegt. Ein Hinweis auf möglicher Weise unvorteilhafte Bedingungen
      zeigt sich an der Reproduktionsleistung von
      L. terrestris, wo nur in 2 von 6 Kontrollmesokosmen
      Kokons gefunden werden konnten. Einheitliche und optimale Bedingungen helfen die Variabilität zu minimieren und damit die Aussa
      gekraft der Studie zu erhöhen.
      •Weiter fehlen detaillierte Angaben zum Licht
      – und Bewässerungsregime. Konstantes Licht zwingt Regenwürmer eher in den Boden. In länger dauernden Studien wird daher oft ein Lichtregime von 16 Stunden hell zu 8 Stunden dunkel gewählt.
      •Keine Aussage wurde gefunden, ob nur synchronisierte Regenwürmer für den Test verwendet wurden. Das Einsetzen von Tieren in unterschiedlichen Stadien (juvenil, adult) hatte möglicher Weise einen Einfluss auf die beobachtete Reproduktion in den einz
      elnen Mesokosmen.
      •Das Fehlen einer Kontrollgruppe mit abgestorbenen Pflanzenmaterial (z.B. durch manuelles Abmähen) ohne Herbizidanwendung, sowie einer Kontrolle ohne Bepflanzung erschwert die
      Interpretation hinsichtlich einer Differenzierung zwischen mögl
      ichen direkten und indirekten
      Effekten.
      •Das ungewöhnliche Anwendungsmuster von 3 Roundup Anwendungen mit der hohenAufwandmenge
      von insgesamt 12,
      68 kg Glyphosat/ha sowie die Tatsache, dass mit Roundup Speed Pelargonsäure als zusätzlicher Wirkstoff appliziert wurde, reduzieren die Aussagekraft der
      Studie hinsichtlich der tatsächlichen Auswirkungen von Glyphosat bei Einhaltung der Anwendungsbestimmungen

      3+

      • Interessant, was einem da alles untergejubelt wird. Die vielzitierte Würmerstudie stammt von der östereichischen BOKU. Informiert man sich ein bischen mehr über BOKU, stößt man auf interessante Dinge, so soll BOKU einen gewissen Hang zum Esoterischen haben und: Master- und Diplomarbeiten befassen sich beispielsweise mit Radiästhesie und Wünschelrutengehen

        0

        • @Marc „Informiert man sich ein bischen mehr über BOKU, stößt man auf interessante Dinge, so soll BOKU einen gewissen Hang zum Esoterischen haben“ Und hier verlassen wir dann den Boden einer sachlichen Diskussion. Die Universität für Bodenkunde Wien ist eine renommierte und traditionsreiche Forschungs und Bildungseinrichtung mit einer eindrucksvollen Laureatenliste: Hier wurden auch eine Reihe österreichischer Landwirtschaftsminister und Wissenschaftsminister ausgebildet, darunter der amtierende Andrä Rupprechter. Vielleicht macht das ja einen Unterschied zu Christian Schmidt, der ein Volljurist ist ohne echte fachliche Kompetenz. Erklärt das ja auch seinen skandalösen Alleingang beim Glyphosatverfahren.

          Wenn man eine renommierte Universität in die Nähe der Esoterik rückt, dann ist das genauso entlarvend wie das was der Glyphosatlobbyist Patrick Moore zum Thema beigetragen hat.

          https://imkermagazin.wordpress.com/2016/12/31/das-beste-kommt-zum-schluss-oder-das-allerletzte-zum-jahreswechsel/

          0

          • Oh, ich habe den Hinweis bei der Recherche über BOKU gefunden. Danach bin ich auf die homepage von BOKU und habe mir diverse Videos u.a. von Verabschiedungen ehemaliger Profs. angeschaut, daraufhin war für mich der Hinweis bestätigt.
            Den link kenne ich, seriöse Interviews gehen anders. Wenn Moore schnell geschaltet hätte, wäre der Schuss möglicher Weise nach hinten losgegangen. Preessigsäure ist ein hochgeschätztes und nützliches Desinfektionsmittel, gegen das wahrscheinlich niemand etwas einzuwenden hat. Ich hätte dem Journalisten das Angebot gemacht, 0,25l Preessigsäure gegen 0,25l Glyphosat, der Journalist darf anfangen… ….

            0

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            >>Erklärt das ja auch seinen skandalösen Alleingang beim Glyphosatverfahren.<<

            Wie Politik geht, das ist ihnen etwas fremd.

            0

      • @Marc Unter Anbetracht der festgestellten Unsicherheiten der Studie ist eine direkte „Berücksichtigung auf Basis einer quantifizierten Aussage der Studie im Rahmen eines Bewertungsverfahrens eher nicht möglich. ES IST ABER AUCH FESTZUHALTEN, DASS DEFINITIV EFFEKTE AUF REGENWÜRMER FESTGESTELLT WURDEN. (Großbuchstaben von mir, damit man das nicht geflissentlich überliest) Eindeutige und ausschließliche Zusammenhänge zwischen den beobachteten Effekten und Glyphosat können auf Basis der Studie nicht festgestellt werden. Bei vermehrten Hinweisen, dass direkte Effekte auf Glyphosat zurückzuführen sind, könnten weitere Studien (z.B. Feldstudien) zur Risikobewertung von Glyphosat beitragen. “

        Auch diese Aussagen stehen in der Bewertung von AGES-Österreich. Das heißt für mich, dass die Forschungslage bezüglich Auswirkungen auf Regenwürmer offensichtlich NOCH recht dünn ist, sonst nichts.

        Man wird mir wohl zugestehen, dass Unsicherheiten und Zweifel allein noch nicht begründen dass Regenwürmer nicht geschädigt werden. Dass man definitiv keine Feldstudien zu dieser Problematik hat, geht ja auch aus dieser Bewertung hervor.

        Und hier wäre dann nach dem Vorsorgeprinzip zu entscheiden und nicht etwa nach Gusto von Landwirtschaftsminister Schmidt. Österreich hat ja bekanntlich gegen Glyphosatzulassungsverlängerung entschieden. Die werden wohl ihre Gründe gehabt haben. Der Regenwurm hat da wohl weniger eine Rolle gespielt, sondern eher eine andere Einschätzung des Gefährdungspotenzials des Herbizids.

        0

        • Stadtmensch sagt

          Trotzdem: Eine „Medikamentenprüfung“ sollte immer im Vergleich mit einer Kontrollgruppe (die keinen Wirkstoff erhält) erfolgen. Einfach um die Beeinflussung durch den Versuchsaufbau zu minimieren. Sollte dieser Punkt bei der Untersuchung wirklich gefehlt haben, ist das Ergebnis nicht besonders aussagekräftig. Der Zeitfaktor spielt sicher auch eine Rolle.

          Und bei aller Wissenschaft: Die Wahrheit ist auf dem Feld…

          0

        • … Vorsorgeprinzip … nach dem Gusto Vorsorgeprinzip lässt sich alles rechtfertigen. Täglich verunglücken Kinder auf dem Schulweg. Aus Vorsorge schicke ich ab morgen meine Tochter nicht mehr zur Schule!?!
          Natürlich sind Regenwürmer wichtig und es gilt hier ein wachsames Auge darauf zu haben. Aber Gyphosat ist ja nicht neu, sondern wird seit 40! Jahren eingesetzt. Praktiker, welche Minimalbodenbearbeitung favorisieren (zu denen zähle ich mich ausdrücklich nicht) setzen systembedingt überdurchschnittlich viel Glyphosat ein und behaupten, der Regenwurmbesatz bei ihnen sei höher als bei anderen Verfahren. Selbst wenn der Besatz nur gleich wäre, kann man daraus schliessen, dass Glyphosat keinen Einfluss auf den Regenwurmbesatz hat.

          1+

  24. Regenwürmer sieht man nicht, weil sie unter Erde leben, deswegen werden sie leicht vergessen. Aber Regenwürmer sind wichtig wie die Bienen und andere Insekten auch. In der Natur ist jedes winzige Teil wichtig und wirkt auf das ganze.

    1+

  25. Was sollen wir tun?
    Schweigen?
    Hinnehmen?
    Oder die RESET Taste drücken und die Landwirtschaft neu erfinden?
    So wie es die Natur machen würde.
    Back to the roots.
    Ja, dafür fällt mir nur ein Begriff ein: PERMAKULTUR.
    Bürger müssen die Landiwrtschaft retten, Landwirte können es nicht mehr. Landwirte müssen funktionieren. Diese sind im Würgegriff der Finanzen…
    Ich habe jetzt 2 ha Gelände sowie 700 Gewächshaus angemietet…um Permakultur zu realisieren.
    Jammern bringt nichts mehr. Taten sind gefragt. Von mir selbst.
    Ihr dürft zuschauen….oder selbst etwas machen.
    Oder noch besser: wir vernetzen uns…..

    4+

    • Schmeckt gut sagt

      In Großstadtnähe mag das gelingen, wenn man z.B. Preise von 5 Euro/kg für Karotten erzielen kann. So kann man aber 80 Mio nicht satt bekommen. Es wird immer so getan, als wenn die Permakultur der alleinige Heilsbringer ist, sie hat aber auch gravierende Nachteile. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit ihrem Betrieb. Sie werden schnell feststellen, wie arbeitsaufwändig die Permakultur insbesondere zur Erntezeit ist. Und hierdurch wird sie extrem teuer (in D). In Afrika entstehen zur Zeit große Areale mit (industrieller) Permakultur. Warum wohl? Arbeitskräfte sind extrem billig, Land ist noch einfach zu bekommen und Kapital kommt aus Großkapitalfonds, die diese Chance erkannt haben.

      1+

      • Das ist eine Version von Permakultur.
        Es gibt aber andere.
        Schaut Euch den Film TOMORROW an. Dort ist eine Lösung, die wunderbar ist. Erfolgreich. Und baut auf Marktpreise auf.
        Diese kommt OHNE Maschinen aus. Und ist sehr profitabel.
        Ladet Euch die Studie herunter…

        https://www.fermedubec.com/english/

        Was zeigt die Studie?
        Unfaßbare Umsätze.
        Teilweise bis zu achtfach höhere Umsätze, als bei herkömmlichem Anbau.

        Das testen wir jetzt bei unserem Garten EDEN Projekt.

        1+

        • Bauer Willi sagt

          Schöner Werbeartikel für die Permakultur. Und wirklich wahnsinnig erfolgreich. Warum sind aber die Bauern so blöd, dass nicht zu machen? Und warum fordern die Bürger nicht, dass nur noch Produkte aus Permakultur zu kaufen sind? Irgendwie doch auch komisch, oder?
          Bauer Willi

          1+

          • Die Landiwrte sind verführt worden:
            Wachstum.
            immer billigere Lebensmittel.
            Wieder Wachstum.
            Noch billiger.
            Nein, die Bauern sind nicht dumm.
            Bauern sind wie Nichtbauern herdenhaft veranlagt.
            Was der erfolgreiche Bauer macht, das macht der weniger erfolgreiche nach.
            Massenfertigung ist das Zauberwort für die Landwirtschaft.
            Wo ist das STOPP Zeichen?
            Was muß passieren?
            Taten. Nicht 1000 Studien.
            Taten für die Vielfalt. Mischkultur.

            Und beweise.
            Beweise, daß es sich rechnet.

            Das teste ich ab 2018 mit einem Biobauer.
            Auf Facebook kann man es verfolgen, weil wir alles veröffentlichen.

            Open Source…

            1+

            • wie stellst du dir Mischkulturen auf den großen Feldern mit den großen Maschinen zu bearbeiten, vor, Adi?

              0

        • Stefan Lindinger sagt

          Erzeugen sie in dieser permakultur nur die gemüsebeilage, oder auch die nötigen cal (in Nettoenergie) und die nötigen Proteine (in der richtigen Aminosäure Zusammenstellung) für mindestens 10 Menschen?

          0

          • Schmeckt gut sagt

            Passt scho. Wenn wir neue Kollegen bekommen, die diese risikoreiche Kulturform (für D) ausprobieren wollen, ist dies doch nur zu begrüßen. Schönen Farbbildern auf Werbeprospekten von spezialisierten LEH-Zulieferern glaube ich hierbei nicht. Bauern, die mit dieser Form der Landbewirtschaftung Geld verdienen, schon. Deshalb ist es wichtig, dass Adi seine Erfahrungen mitteilt.

            0

    • JimBob sagt

      das finde ich Super!!!
      (die Ironie in den Worten kann man leider nicht hören)

      Bitte nehmen Sie ihre eigene Feldgröße (2 ha und die 700qm Gewächshausfläche) und multiplizieren das mit der Weltbevölkerung. Und das jedes Jahr neu mit plus 80 Mio. NeuWeltBürgern.

      Ich hoffe Sie merken, das man so die Welt nicht ernähren kann.
      Soviel Oberfläche zum Anbau hat die Welt gar nicht.

      und nu? doch lieber konventionel Anbauen? für die Breite Masse?
      achso…. die Breite Masse will ja auch wohnen und Auto fahren, bloß wo den?
      Aber schön das sie satt sind und ein Haus haben.

      2+

      • Schmeckt gut sagt

        Meinungsbildung durch vernünftige Argumente ist wichtig. Das vermisse ich im Moment total. Wenn also jemand motiviert ist und die Permakultur testen will, noch dazu, wenn er von dem entstehenden Betrieb leben will/muss, finde ich dies sehr mutig und unterstützenswert. Learning by doing. Etliche Beispiele gibt es schon. Es wird aber ein schwerer Weg, angefangen bei der Bürokratie (Meldungen, Erfüllung Biokriterien…) Deshalb alles gute. Und wie Bauer Willi schon sagt, viele Hofnachfolger/Betriebsleiter haben sich mit anderen Anbauformen auseinandergesetzt – teils auch ausprobiert. Aber warum haben es so wenige umgesetzt?

        0

      • Sie irren sich.

        Ich zitiere:
        „Würde die gesamte heutige Getreideernte zu Nahrungsmitteln verarbeitet und gar nichts mehr zu Futtermitteln für Rinder, Schweine oder Geflügel, dann könnten 4 Mrd. Menschen mehr ernährt werden.“

        Quelle:
        https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Ohne-Fleischerzeugung-wuerde-Ackerflaeche-fuer-Welternaehrung-reichen-1216742.html

        Topagrar.com – Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Ohne-Fleischerzeugung-wuerde-Ackerflaeche-fuer-Welternaehrung-reichen-1216742.html

        Durch die Mischkultur entsteht erheblich höherer Ertrag – ds wird in der Studie, die ein Hochschule erstellt hat, nachgewiesen.

        Die Betreiber sprechen von bis zu achtfach höheren Erträgen.

        Stimmt das?
        Stimmt das nicht?

        Da ich neugierig bin, habe ich mir als Partner einen Demeter Biolandwirt aus Allensbach- Kaltbrunn genommen (Herrn Müller) und wir bauen ab 2018 an.
        Dann wissen wir es.

        Try, fail, learn.

        0

        • Schmeckt gut sagt

          Wie gesagt, ich drücke beide Daumen. Den Zweifel am Erfolg können sie aber erst ausräumen, wenn ihr Betrieb auch erfolgreich ist. Auf unserem Betrieb müssen drei Generationen ernährt werden. Ich hoffe, dass sie uns auch 14 Tage Urlaub gönnen. Und unsere Mitarbeiter wollen auch regelmäßig entlohnt werden. Wenn sie FremdAK entlohnen müssen, wird es spannend. Dann wird der wirtschaftliche Erfolg in der Landwirtschaft noch schwieriger.

          1+

  26. Friedrich sagt

    1. Lest heute mal die Welt am Sonntag. Thema Glyphosat – Hier wird das ganze mal aus meiner Sicht versucht sachlich zu bearbeiten. Sehr gut
    2. Ein Golfplatz hat immer eine negative Klimabilanz. Das weis jeder , der sich mit den ….Berechnungsgrundlagen befaßt hat.
    3. Bodenlebewesen lieben organische Substanz, also Mist , Gülle, Klärschlamm, Kompost usw.. Wenn Regenwürmer diesen „Dreck“ fressen ist über die Verdauung aus Nährhumus dann Dauerhumus geworden. Ohne Regenwürmer wird es keine Bodenverbesserung geben.
    Diese Tiere sind die wichtigsten Helfer des Bauern. Nur durch die Regenwürmer wird der Boden immer ertragreicher. Deshalb ist die zugeführte organische Substanz , sprich Tierhaltung, sehr wichtig. Ohne diese Simbiose könnte die Erde garnicht soviele Menschen ernähren.Nur mit Mineraldünger ist das nicht zu machen. Das ist immer nur eine Ergänzung wenn man es „Nachhaltig“ sieht.
    4. Ob Permakultur o.ä. sind nicht in Lage diese Massen an Nahrungsmitteln zu diesem vom Acker erstellten Preis zu liefern.
    5. Es ist immer eine Frage des Erstellungspreises wieviel Nahrungsmittel erzeugt werden.
    Für 10 Euro/dt war die Lage anders als heute für rd. 15 Euro/dt Getreide. Vor dreißig Jahren war Rußland eine Getreideimportland , heute werden über 30 Mill. Tonnen exportiert. Die haben dort noch ohne Ende ungenutzte Agrarflächen , die nur auf höhere
    Getreidepreise warten , um in Produktion genommen zu werden. Von Ertragssteigerung wollen wir da noch nicht einmal reden.

    2+

  27. Hallo Grüne, Rote, Greenpeace, sonstige Enndschios, wo ist Eure große Klappe??
    Ihr seid doch große Feiglinge!!!! Hofreiter, Roth, Göring-Eckardt, Künast, Özi, schämt Euch in Grund und „Beton“

    0

  28. Zu den 70 ha/Tag, die unwiederbringlich verloren gehen, kommt ja nochmal dieselbe Fläche, die der Landwirtschaft durch Ausgleichsmaßnahmen verloren geht! Das ist gar kein Thema. Und wenn man dann auf der verbleibenden Fläche dazu gezwungen ist, intensiver zu arbeiten (egal ob Bio oder konventionell! Beide müssen bei knapper werdender Fläche produktiver werden!), dann ist das auch pöse…

    0

  29. Es ist schon erschreckend, wie viele vom Thema abweichen und wieder die böse Landwirtschaft beschimpfen. Es geht doch hier nur um die Auswirkungen der Versiegelung. Einige Personen fühlen sich schon bei diesem allgemeinen Thema persönlich mitschuldig und schieben reflexartig wieder die Landwirtschaft ein. Bloß kein schlechtes Gewissen zulassen. Manche machen es sich schon sehr einfach. Ist schon lustig, danke Bauer Willi.

    4+

    • Wir sitzen in einem Boot.
      Arche Noah.
      Wir müssen gemeinsam Lösungen finden. Bauern und Nichtbauern.
      Einzelne Schuldige gibt es nicht:
      Das System ist krank.
      Neues System brauchen wir.
      Mischkultur gegen Monokultur.
      Billiges Essen gegen Gesundheit.
      Und und und…

      0

  30. Ein sehr guter Gedankenanstoss.
    Ein kleiner Hinweis von uns, nach 3 Jahrzehnten konservierender Bodenbearbeitung und gelegentlichem Glyposat Einsatz zur Ausschaltung der unvermeidlichen Altverunkrautung bei Stip-Till sowie Ausfallraps und Ampfer, hat die LfL 280 Regenwurmindivdien gezählt. Vor allem der große Tauwurm Lumbricus terrestris leistet großes als Tiefgräber mit seinen Drainröhren bei Regen und Trockenphasen.
    Regenwürmer prägen auch die unter- und oberirdische Biodiversität in Agrarökosystemen.

    4+

    • Der Gedankenanstoss ist ganz sicher nicht verkehrt … was auf dieser Seite stört ist, das häufig bloss ein Teil der Fakten genannt werden.
      Die, bei denen der Bauer auch bei sich selbst schauen muss, werden allzu gern ‚übersehen‘ Franz Schemmer

      0

    • Hallo Franz Schemmer, bitte nur dann Kürzel verwenden, wenn alle Leser wissen, was es heisst, erkläre LfL bitte!!!
      (Als Landwirt weiß ich es wahrscheinlich)
      Strip Till, das r im Wort fehlt!!!

      0

    • Fritz Küntzle Die LfL ist die Landesanstalt für Landwirtschaft in Bayern.
      Die Untersuchung wurde vom Institut für ökologischen Landbau, Bodenkultur und Ressourcenschutz 2014 u.15 durchgeführt.
      Sorry, bei Strip-Till hatte ich das „r“ vergessen.
      Strip-Till ist Streifenbodenbearbeitung und zwischen den Streifen findet keine Bearbeitung statt.
      Die beste Bodenbearbeitung, ist die Bodenruhe !

      0

    • @Franz Schemmer Haha, dass ich nicht lache, das ist ja eine Verharmlosung. Sie schreiben „nach 3 Jahrzehnten konservierender Bodenbearbeitung und gelegentlichem Glyposat Einsatz zur Ausschaltung der unvermeidlichen Altverunkrautung“ „gelegentlicher Glyphosat-Einsatz“ – wollen Sie Ihre Gift-Opfer noch verhöhnen? Sie sind doch selber betroffen, wenn Ihre Kinder Krankheiten forttragen, haben Sie kein Gewissen? – Ich sage mal: Danke für 40 Jahre Sikkation und Dauer-Vergiftung unserer Umwelt, der Baum- und Schutzstreifen-Feindlichkeit, des Entfernens von Blühstreifen und somit für ein Artensterben unermesslichen Ausmaßes! – Danke, ihr „Konventionellen“! (Was ist „konventionell“ am Vergiften der Umwelt?)

      0

  31. Social Media sind nicht dafür gemacht, komplexe Zusammenhänge zu transportieren. Das Mittel der Kommunikation ist die Vereinfachung.

    Die gesamte Plastik- und Kunststoffproduktion wird auf die Plastiktüte reduziert, sodass der Eindruck entsteht, das Problem der Plastikvermüllung ist gelöst, wenn die Plastiktüte wahlweise durch wiederverwendbare Körbe und Taschen bzw. Bio-Plastik ersetzt wird.

    Der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden wird auf Glyphosat reduziert, sodass der Eindruck entsteht, wenn man Glyphosat verbietet, wäre die Landwirtschaft im Einklang mit der Natur.

    Unsere ganze auf fossilen Brennstoffen beruhende Lebensweise wird auf den CO2-Ausstoß reduziert, sodass der Social Media Freak glaubt, wenn der CO2-Ausstoß gesenkt wird, ist die Welt gerettet.

    Solche Vereinfachungen haben den Vorteil, dass die eigene Lebensweise dabei nicht in Frage gestellt wird. Zudem ist es leicht, durch weitere Vereinfachung einen Verursacher zu identifizieren.

    Plastiktüten: Verursacher ist der Einzelhandel, der dem Verbraucher die Plastiktüte förmlich aufdrängt.
    Glyphosat: Monsanto und die konventionelle LW
    CO2: Kohlekraftwerke und China

    Am Insektensterben ist Glyphosat schuld und am Glyphosat Monsanto und die konventionelle LW. So einfach ist das mit den vereinfachten Wahrheiten.

    Dass das Würmersterben ausschließlich durch Flächenversiegelung verursacht wird, ist auch so eine vereinfachte Wahrheit.

    Vereinfachte Wahrheiten mit anderen vereinfachten Wahrheiten zu kontern, schafft eine Scheinkomplexität, die die Teilnehmer von Social Media beschäftigt, ohne dass irgendjemand etwas an seiner eigenen Lebensweise ändern muss. Zu eben diesem Zweck wurde das Internet erfunden. Und deshalb fahren alle darauf ab.

    2+

    • Bauer Willi sagt

      Mein Lieblingsspruch: „Einfache Lügen haben es leichter als komplizierte Wahrheiten“ Und wir Bauern kommen mit den komplizierten Wahrheiten in den Medien einfach nicht durch. Trotzdem bleiben sie wahr…

      4+

      • Die komplizierten Wahrheiten der Bauern scheinen mir manchmal doch auch ziemlich einseitig zu sein. Ich begreife bspw. folgendes nicht:

        1970 betrug der Ertrag pro Hektar bei allen wichtigen Nahrungsmitteln ungefähr die Hälfte. Trotzdem wurden davon 79 Millionen Menschen satt. Da habe ich auch schon dazu gehört und ich habe nicht gehungert. Und auch niemand, den ich kenne.

        In den beiden Artikeln 100% Bio hier auf dem Blog behauptest Du, Bio-LW bringt ungefähr die Hälfte des Ertrags wie die konventionelle LW. Bei 100% Umstellung auf Bio müsste man bei Getreide 51%, bei Kartoffeln 63%, bei Milch 34% usw. usw. importieren. Ich habe mir das extra alles rausgeschrieben.

        Da komme ich also zu dem Schluss, dass zwei Millionen Menschen fast so viel essen wie 79 Millionen. Denn heute sind wir 81 Millionen.
        Das ist dann wohl auch so ein vereinfachter Schluss.

        Oder wurde seit 1970 die Hälfte aller landwirtschaftlichen Flächen versiegelt?

        War die Industrialisierung der LW tatsächlich notwendig, um die 2 Millionen Menschen mehr, die wir heute sind, zu ernähren?

        1+

        • Was wäre denn die Alternative gewesen? Deutschland komplett abschotten und die Intensität der Landwirtschaft an dem Bedarf seiner Bevölkerung auszurichten??

          0

          • Bingo! Es ist sinnvoll, die Intensität der LW am Bedarf der Bevölkerung auszurichten. Woran denn sonst?

            Wenn Deutschland mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse importiert als exportiert, was ja der Fall ist, stimmt es ja auch gar nicht, dass deutsche Bauern den Hunger in der Welt mindern. Das Gegenteil ist der Fall. Wir fressen den Leuten in den Entwicklungsländern landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von rund 10 Milliarden jährlich (2016) weg.

            Dann kommt das Blabla von den höherwertigen Erzeugnissen, die exportiert werden wie Fleisch. Dieses Fleisch könnte jedoch auch in den Ländern erzeugt werden, wo das Tierfutter wächst. Das würde dort nicht nur Arbeitsplätze, sondern Wohlstand schaffen. Das Fleisch über den Umweg Deutschland zu produzieren, wo eh schon viel zu viel Fleisch produziert wird, ist in vielerlei Hinsicht, vor allem auch, was die Energiebilanz angeht, ein absoluter Flop.

            Die EU importiert jährlich 35-40 Millionen Tonnen Soja und exportiert 30 Millionen Tonnen Getreide. Und verkauft das als wertvollen Beitrag zur Welternährung. Das ist eben schon einseitig, diese Art von Wahrheit!

            5+

            • Manchmal verstehe ich Ihre Logik nicht ganz. Helfen Sie mir. Wenn deutsche Bauern den Hunger in der Welt nicht mindern, wäre es dann besser, sie würden ihre Produktion einstellen um den Hunger in der Welt zu mindern?

              1+

            • Schmeckt gut sagt

              Und wie kann man Einfluß auf den LEH ausüben. Hier herscht ja wohl Kapitalismus pur. Sehr kompliziert die ganze Lage 😉

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            • Die deutschen Bauern rechtfertigen ihre Überproduktion gern mit dem altruistisch klingenden Argument, den Hunger in der Welt zu mindern. Dieses Argument nehme ich den deutschen Bauern aber nicht mehr ab. Die Import- und Exportzahlen sagen was anderes.

              Es gibt keine überzeugenden Argumente für sinnlose Überproduktion.

              Wenn die deutschen Bauern den Hunger in der Welt wirklich mindern wollten, würden sie dafür sorgen, das mit dem in Brasilien geernteten Soja brasilianische Schweine gemästet werden. Das wäre effektiver, als das Soja nach Deutschland zu importieren und deutsche Schweine damit zu mästen. Hier hat auch ohne diese mit brasilianischem Soja gefütterten Schweine niemand Hunger.

              Die deutschen Bauern können also damit aufhören, sich mit einem falschen Altruismus zu schmücken. Es geht ihnen um ihre eigene Haut. Das wollte ich damit sagen.

              0

            • Schmeckt gut sagt

              Dann jetzt nochmal meine Frage von der anderen Seite. Wie schaffen wir es, dass der LEH in die Lage versetzt wird, bundesweit regional/saisonal Lebensmittel anzubieten. Und zwar so, dass die Höfe auch von dem Erlös leben können. Im Moment gibt es im LEH das alleinige Streben nach größer, höher, weiter, profitabler (die geringe Marge ist auch ein Problem und selbstgemacht). Wir merken es direkt und schmerzhaft am zu erzielenden Preis. Den Zentralismus der Ketten brauche ich ja nicht zu erwähnen. Der zentrale Einkauf wird aber sicherlich in den nächsten Jahren einen noch stärkeren Druck ausüben und auch den Anteil Importlebensmittel deutlich steigern. So, jetzt gelingt mir auch die Kurve zum eigentlichen Thema. Durch die Stärke des LEH und die Konkurrenzsituation werden zu viele neue Kapazitäten an Märkten auf der grünen Wiese geschaffen. Nicht gut für die Regenwürmer und auch fraglich für die gerechte Verteilung von Kaufkraft in den Gemeinden.

              0

            • Wenn die fossilen Brennstoffe ausgehen, wird Benzin und damit der Transport so teuer, dass sich die regional/saisonale Versorgung wieder lohnt. Ich glaube nicht, dass das jetzige Transportsystem durch Elektrifizierung aufrecht erhalten werden kann. Das Problem aussitzen, dürfte das Einfachste sein.

              0

            • Die Bauern schmücken sich weder mit falschem noch mit richtigem Altruismus, die wissen gar nicht was das ist, wobei ich denk das weiss niemand so richtig….
              Natürlich könnte man die Schweine auch in Brasilien füttern, man müsste dazu nur das dafür benötigte Getreide von Europa nach Brasilien karren. Und die Ferkel eben auch. Es sei denn die würden auch noch die Ferkel selbst produzieren, aber dazu müssten sie noch die erforderlichen Muttersauen züchten ein paar männnliche gehören dann auch noch dazu, sowie noch etwas know hau. Transort des Schweinfleisches dann mit Flugzeugen, da sechs Wochen Schiffsreise nicht so toll ist für SF. Also, vielleicht doch nicht ganz so einfach. Ob es den Bauern um ihre eigene Haut geht oder um sonst was, das interssiert die internationale Agrarmärkte nicht. Wenn die brasilianischen Bauern wettbewerbsfähig Schweinefleisch produzieren können, werden sie das tun, genauso wie die Argentinischen Bauern Rindfleisch produzieren und nach Europa verschiffen. Und die Verbraucher in Europa sind glücklich, da das argentinische Rind auf endlosen Steppen weidet, von berittenen Gauchos behütet werden und damit glücklich und auf höchstem Tierwohlniveau aufwachsen.

              0

            • Schmeckt gut sagt

              @fingerphilosoph. Nachvollziehbare Thesen. So kann es kommen. Die Techniker waren aber schon immer erfinderisch, allerdings ist die Herausforderung für dann sicherlich über 10 Mrd Menschen ungleich größer.

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            • bauerhans sagt

              „Wenn die fossilen Brennstoffe ausgehen…..“

              wird wasserstoff sicherlich eine grosse rolle spielen!
              soweit ich weiss,funktioniert nur die speicherung noch nicht zufriedenstellend.

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            • Paulus sagt

              @fingerphilosoph
              „Wir fressen den Leuten in den Entwicklungsländern landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von rund 10 Milliarden jährlich (2016) weg.“

              Zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen der 3. Welt zählen z.B. auch Rosen aus Kenia, Baumwolle und Tropenholz. Also, ich fresse diese Produkte nicht so gerne.
              Und mit deren Kaffe den wir importieren bekommt man auch dort niemand satt, jedenfalls nicht so richtig.
              Auch die Ernährung mit Palmöl wäre auf die Dauer suboptimal …

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              >>Wenn die brasilianischen Bauern wettbewerbsfähig Schweinefleisch produzieren können, werden sie das tun, genauso wie die Argentinischen Bauern Rindfleisch produzieren und nach Europa verschiffen. Und die Verbraucher in Europa sind glücklich, da das argentinische Rind auf endlosen Steppen weidet, von berittenen Gauchos behütet werden und damit glücklich und auf höchstem Tierwohlniveau aufwachsen.<<
              @ Mark

              https://www.travelbook.de/weltspeisen/masse-statt-klasse-die-bittere-wahrheit-ueber-argentinisches-rindfleisch

              http://www.taz.de/!5032134/

              https://diepresse.com/home/leben/ausgehen/743222/Steak_Den-Dreck-duerfen-die-Argentinier-essen

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        • „War die Industrialisierung der LW tatsächlich notwendig, um die 2 Millionen Menschen mehr, die wir heute sind, zu ernähren?“

          Nun, vorher hatte jede Familie einen Garten und eventuell eine Kuh o. Ziege und Schwein im Stall.
          Die Frau mußte zu Hause bleiben und die Kleinlandwirtschaft mit 2 oder 3 Tieren und 1-2 Acker Land mit Hilfe ihren Eltern oder Schwiegereltern zu bewirtschaften. Die hatten immer genügend Essen zu Hause, auch durch den Krieg hinweg!

          Aber in der Stadt rief die Industrie, sie brauchte Frauen und Ausländer.

          Wenn die Frauen den ganzen Tag in der Fabrik stehen, dann hatten sie für die kleine Landwirtschaft keine Zeit und für den Gemüsegarten auch nicht.

          Die Autohäuser usw. riefen aber nach Arbeiterinnen für die vielen Arbeitsplätze in ihren Konzern.

          Also mußten Lebensmittel so billig werden, dass sich der eigene Garten und das eigene Mastschwein im Stall nicht mehr lohnte.

          Die Landwirtschaftliche Arbeit konnte konzentriert und intensiviert werden.
          Der Massenanbau fing an, das konnte man nur mit großen Maschinen (als technische Hilfsmittel, es gab auch biologische und chemische) schaffen.

          Es wurde auf gestallt.
          Massentierhaltung fing an.

          Vielleicht stammt deine Familie ja auch aus so einen Kleinbetrieb, Fingerphilosoph, und?
          Und diese Doppelverdiener haben dann natürlich auch gebaut, in den 60igern war ja ein richtiger Bauboom, viele große Flächen wurden besiegelt. In den 50igern bestimmt auch schon, denn da mußten ja Häuser für die Geflüchteten aus den dt. Ostgebieten gebaut werden.
          Sie waren auch gesuchte Arbeitnehmer für die Industrie!
          Die Nahrungsmittel reichten für alle und sie waren so billig, dass keine Gärten mehr bebaut wurden. Man arbeitete liebe am Bruttosozialprodukt!

          Bist froh, dass es deiner Familie nun besser geht, oder?
          Aber dafür hat sie/man keinen Bezug mehr Acker-und Gartenbau!
          Und von Tierhaltung auch nicht, oder?

          Und wenn man generationenlang von eigenen Bauernhof, egal groß oder klein, weg ist, dann darf man nicht meckern, sondern nur fragen, wie das auch Ingrid Normalverbraucherin
          weiter oben gemacht hat.

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        • Das Hungern war ja schon 1955 vorbei, der war aber nur weil es Nachkriegszeit war und unzählige Leute aus den Ostgebieten kamen, die wollten auch satt werden.
          Ich denke vor dem Krieg hatte auch keiner gehungert, na ja da waren ja die Ackergrundstücke aus den Ostgebieten auch noch zu beernten für die gleiche Anzahl von Menschen.

          Weiter kann man das auch nicht einfach so vergleichen wie Hitler und seinen Mannen das bei der autarken Bewirtschaftung gemacht haben.

          Es herrscht doch bei uns viel Außenhandel und wenn unserer Industriegüter von Ausland abgenommen werden, dann müssen wir von denen eben Lebensmittel kaufen.

          Dadurch das Ungleichgewicht mit zu viel Eiweiß (Soja aus dem Ausland) und den Zuviel an stickstoffhaltiger Gülle auf unseren Feldern.

          Ja, uns seit 1970 wurde auch viel gebaut, denk nur an die vielen Discountern auf den Grünen Wiesen. Wohngebiete sind da auch erschlossen worden.
          Von Flugplätzen und Autobahnen nicht zu schweigen.
          Vielleicht findet jemand hier genauere Zahlen!

          Aber es wurde auch geforscht an Ertragserhöhung und anderer Agrartechniken.
          Das erhöhte auch den Ernteerlös!

          Die Wirtschaft mußte ja brummen und die Nahrungsmittel billig bleiben, damit die Leute mehr konsumieren und in den Urlaub fahren konnten.

          Wenn aber <alle so 1 – 2 Flächen hätten und ihre Milch und Fleisch selber umweltfreundlich erwirtschaften würden, wie vielleicht Deine Familie vor x Generationen, dann bräuchten wir keinen Umweltschutz.

          Aber ob wir alle satt werden würden, ist die Frage!

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  32. Flächenversiegelung ist das eine. Wer Würmer will, muss sie füttern, also organische Düngung oder pflanzliche Rückstände bereitstellen. Egal ob konventionell oder bio oder sonstwas. Der Wurm wird den Unterschied nicht merken.
    Dann klappts auch mit dem (Wurm-) Nachbarn wieder. Sind eh Zwitter, das erleichtert die Vermehrung….

    1+

  33. Wieso sterben Regenwürmer, wenn Boden versiegelt wird? Man nimmt ihnen den Lebensraum. Ja. Aber auf der verfügbaren Fläche leben sie in Abhängigkeit der für sie notwendigen Bodenqualität in der sich daraus ergebenden Zahl.

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  34. Schwieriges Thema, aber guter Beitrag, trotz aller Zusammenhänge die es sicherlich zwischen Bodenleben, Bodenbearbeitung und Pflanzenschutz+Mineraldünger gibt, ist es schade, das das eigentliche Thema Versiegelung überhaupt nicht wirklich diskutiert wird hier.
    Warum brauchen wir immer mehr Verkehr (meine Verkehrswege)? Warum muss bei anhaltendem Demographischen Wandel trotzdem immer weiter gebaut werden? Irgendwo gibt’s bestimmt Leerstand…. Warum wohnt keiner mehr im Dorfkern oder in der Innenstadt, hübsches Eigenheim im Neubaugebiet ist immer attraktive….Warum? Aber wir Landwirte dürfen uns da auch Mal selber am Ohr nehmen: auf geteerte Feldwege will kaum einer verzichten, am besten wird der Feldweg der Zukunft 1-2m breiter unsre Maschinen sind heute teilweise schon zu groß für so manchen Feldweg….
    Zurück zum Thema, auf geht’s jetzt eure Ideen!
    Viele Grüße Biobauer Christian

    4+

    • Danke Christian. Ich wundere mich auch schon die ganze Zeit, warum kaum einer über den Artikel redet. Ist das dem Bürger zu unbequem? Fühlt er sich erwischt und schimpft deshalb gleich wieder über die Bauern? Gruß an den guten Biobauern 😉 🙂 vom bösen Konvi 🙂 🙂 . (War jetzt Ironie, aber das weißt du ja)

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      • sonnenblume sagt

        Denkt ein Bürger über Stadtplanung und Industriebrachen nach? Diese Themen betreffen ihn doch in den aller wenigsten Fällen persönlich. Also spielen sie für ihn auch keine Rolle.

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        • Vielleicht wird hier eher überlegt, wie es dazu kommen konnte und warum wir uns das nicht mehr lange leisten können!

          Wie Bauerhans untern auch schreibt

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  35. bauerhans sagt

    vor jahren wurde hier auf fruchtbarem 90er boden der erste ALDI neu errichtet.
    heute schimpft ein verbandsvorsitzender,der davon profitiert, permanent über flächenversiegelung.

    1+

    • Sie haben anscheinend nicht begriffen was PflanzenSCHUTZmittel bedeutet. Ansonsten kann ich nur empfehlen, sich umfassende Informationen und Kenntnisse über Anwendung, technischer Vorraussetzung, Umweltauflagen und Anwenderschulung diesbezüglich anzueignen.

      1+

    • Jan-Hendrik Sibberns Ich bin jetzt nicht sicher, ob ich mit Ihrem Kommentar gemeint bin, aber ich möchte mal so antworten: Seit ein paar Tagen lese ich hier mit und kommentiere auch. Natürlich habe ich keine fachspezifische Ausbildung. Darf ich mir deshalb keine Meinung bilden? Weshalb möchten Sie nicht zur Kenntnis nehmen, dass viele Menschen ganz einfach besorgt sind und dem Ausdruck verleihen? Mit so einer Argumentation kann man natürlich jeden Diskurs totschlagen. Und: Es bringt auch nichts, immer nur auf den anderen zu zeigen und ihm die Verantwortung zuzuschieben, wie es seit vielen Jahren z.B. in der Diskussion um die Reduziereung des CO2-Ausstoßes geht. Verantwortung haben und Verantwortung übernehmen sind immer noch zwei Paar Schuhe.
      Und dann noch inhaltlich: Wer vermittelt denn Informationen und Kenntnisse, legt Grenzwerte fest, bildet aus, erstellt und veröffentlicht (oder unterdrückt) Studien… Natürlich habe ich keine Fachkenntnisse. Aber naiv bin ich deshalb nicht.

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    • Bodenversiegelung, 1 Fallbeispiel: Ein Arbeitnehmer baut in ihrem Dorf ein EFH, Bedarf ca. 600m2, Zufahr und Parkplatz etc. alles versiegelt, man(n) will ja keinen Dreck in der Wohnung…noch Fragen?

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    • Gerold Bollinger Mein Komentar mit der Agrochemie war nicht auf Dr. Willi, sondern auf Fr. Angela bezogen. Zur Versiegelung: In der Schweiz sind es 1m²/sec – in Österreich sind es 2,2 m²/sec – in 200 jahren gibts dann keine Ackerflächen mehr, und somit auch keine Agrochemie mehr – finden sie das gut?

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    • natürlich nicht, aber wenn immer mehr Leute immer mehr Geld haben dann braucht das halt Boden(Häuser, Infrastruktur und die ungebremste Zuwanderung nicht vergessen…)

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    • Ich finde es interessant, wie Sie argumentieren. Sie nehmen schlicht nicht zur Kenntnis, dass Fachbehörden über Grenzwerte, Umweltauflagen usw auf europäischer Ebene ihre Fragestellung jeden Tag sach- und fachgerecht abarbeiten. Das sich FACHLEUTE! Wissenschaftler die nichts anderes machen. Die höchste Behörde diesbezüglich in Deutschland sagt ganz klar, dass z.B. Glyphosat bei sachgerechter Anwendung vollkommen problemlos ist. Wo ist das ein Diskussionsspielraum? Nur weil Sie eine andere Meinung haben Frau Schneider, ist die wissenschaftliche Beurteilung nicht anders. Landwirte die Pflanzenschutzmittel anwenden sich Fachleute dafür. Sie haben eine diesbezügliche Ausbildung und verwenden ausschließlich von Fachbehörden geprüfte und zugelassene Mittel. Die Versuchsanstellungen für die Zulassung werden von unabhängigen Prüfern in genormten Anstellungen in Mehrfachwiederholung sowohl unter Labor als auch Freilandbedingungen geprüft. Die Kosten dafür trägt unabhängig vom Ausgang der Hersteller. Sonst würde es ja heißen: „guckt mal die scheiß Chemieindustrie – der Steuerzahler zahlt denen auch noch die Zulassung“. Eine Zulassung dauert in der Regel mehrere Jahre und kostet Millionen Euro. Die Landwirte wenden diese Mittel dann mit einem TÜV geprüftem Gerät an. Es werden in der Regel wenige Liter mit bis zu 400l Wasser je ha angewendet. Sie können ja mal versuchen 10g Pulver aufgelöst in 200 l Wasser auf 10000m2 zu verteilen – eine Pflanzenschutzspritze kann das. In ihrer Argumentationsstrategie lassen sie zudem einen wesentlichen Faktor außer acht Frau Schneider : eine durchschnittliche Arbeitskraft bearbeitet in Deutschland ca. 45 ha. Das sind 180 Fußballfelder. Können Sie mir erklären, wie man das ohne Agrarchemie schaffen soll? Sogar Biobauern setzten ein umfangreiches Sortiment an verschiedenen Pflanzenschutzmitteln ein. Ich glaube Sie unterschätzen da was ganz gehörig.

      1+

    • Jan-Hendrik Sibberns Die Arbeit der Fachleute in diesem (und vielen anderen Kontexten) ist sozusagen die Grundlage, auf die ein jeder Staat sein Handeln stellen muss. Selbstverständlich muss die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln reglementiert und kontrolliert werden. Das erwarte ich ganz einfach. Das gleiche gilt z.B. auch für die von Ihnen erwähnte Spritze. Alles andere ist in einem Land wie Deutschland indiskutabel, und wenn man sich die einschlägigen (von seriösen Medien gemachten) Reportagen über die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, wie sie in anderen Ländern, die solche Reglementierungen nicht so streng nehmen, passieren, dann darf einen schon das kalte Grausen packen.
      Ich will Ihnen den Glauben an Grenzwerte und Fachwissen auch nicht nehmen. Aber wir säßen immer noch auf den Bäumen, hätte es nicht immer und immer wieder kritische Geister gegeben, die eine bestehende Praktik hartnäckig kritisieren. Dann hätten wir, um im Kontext zu bleiben, immer noch DDT oder andere lustige Gifte.
      Nein, wie man in der bestehenden Systematik diese Mengen ohne Chemie erzeugen will, weiß ich nicht. Aber ich bin überzeugt, mit einer anderen Systematik geht das – der Kalorienoutput pro Fläche ist in der kleinbäuerlichen, biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise höher als in der herkömmlichen. Glauben Sie’s, oder lassen Sie es bleiben, das ist mir egal. Und der Biobauer verwendet nun mal, vor allem im Demeter- und Bioland-Bereich, völlig andere Mittel.
      Ein Wort noch zu meinem nicht vorhandenene Fachwissen: In meinem Beruf habe ich mich schon oft intensiv mit den Sorgen und Nöten von Landwirten befasst und die Problematik ausgewogen und differenziert dargestellt. Sie haben die Wahl: Gehen Sie in einen offenen Diskurs, oder diffamieren Sie Meinungsgegner. Wenn Sie jeden hier rausbeißen, der anderer Meinung ist als Sie, dann macht das Kuscheln mit den Gleichgesinnten noch viel mehr Spaß.

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    • Jan-Hendrik Sibberns nein, ich habe wirklich nicht begriffen, bin ja nur ein kleines Bäuerlein mit 60 Jahren Berufserfahrung in Tier-und Pflanzenproduktion und Forstwirtschaft, bin aber immer selbstkritisch und mit wachem Geist durch die Welt gegangen…

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    • Jan-Hendrik Sibberns gouvernemental bis auf die Knochen!! – Ihnen kann nur noch (einmal mehr) BERTRAND RUSSEL helfen: „Selbst wenn alle Fachleute einer Meinung sind, können sie sehr wohl im Irrtum sein!“

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    • Angela Schneider in wie fern habe ich Sie diffamiert? Ich zeige ihnen lediglich auf, dass Sie anscheinend wichtige Teile einer sachlichen Argumentationsstrategie unberücksichtigt lassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit ist vollkommen bewusst, welche Dünge- und Pflanzenschutzmittel DEMETER Betriebe einsetzten. Das ist dann keine „Agrochemie“ oder was? Vielleicht sollten Sie sich mit der FIBL-Liste auseinander setzten und dann können wir gerne den diskurs Bezüglich ökotoxoligerscher Wirkung von was auch immer fortsetzten.

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  36. Danke für diesen Beitrag, Er hat meine Bodenkunde-Note im Vordiplom gerettet… weil er der große Zampano im Untergrund ist. Ich wollte ihn schon als Maskottchen für die Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V., aber Pennwieser hat so vom Bärtierchen geschwärmt… die sind auch so toll

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  37. Zenzi sagt

    Soll der heutige Beitrag Satire sein?
    Welche ernstzunehmenden Studien gibt es denn zum Massensterben der Würmer?
    Sollte sich ernsthaft eine eurer Lieblingsfeinde von den NGO`s rauswagen und über Zusammenhänge von wasserschädlichen Totalherbiziden, Bodenverdichtung -Versiegelung und dem eventuellen Rückgang von Regenwürmern berichten?
    So verschieden die Böden so unterschiedlich das Vorkommen der „Bodenhilfsorganismen“. Persönliche Beobachtungen helfen da wahrscheinlich wenig weiter, wie etwa: Bei mir gibt es genügend Regenwürmer. Mein Kompost ist bei meinem Kaffeverbrauch ein wahre Oase für Regenwürmer.

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    • Bauer Willi sagt

      @Zenzi
      nein, keine Satire. Du willst Straßen, ein Eigenheim, einen neuen Flugplatz in Berlin und deshalb ist das Thema für Dich unbequem. Das zeigt Dein Kommentar sehr deutlich. Und wozu braucht man Studien, wenn jeder weiß, dass unter Beton und Asphalt keine Regenwürmer leben können?
      Bauer Willi

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  38. Ich Pflüge meine Kartoffel und Gemüseflächen und bringe vorher Festmist auf diesen Flächen aus…..
    Wer einmal abgelagerten Mist gesehen hat, der weiß auch wieviel Würmer da drinnen sind und durch das Pflügen wird der Mist mit der Erde eingemischt und unsere schwere Erde tiefgründig gelockert was den Würmern das buddeln erleichtert und die kleinen Helfer halten mir den Boden eine Zeit lang schön locker und durchlüftet….
    Das nennt man eine intakte Bodengare und ohne diese keine Ernte.
    Desweiteren wird die aufwachsende Frucht ständig gehackt, das hält den Boden weiter locker und sorgt weiterhin für ein leichteres buddeln und Sauerstoff für die Krabbeltierchen. Bis auf die Kartoffelfläche komme ich so ohne Pflanzenschutzmittel aus und eine immerwieder verteufelte Bodenerrosion kann ich auch nicht beobachten, das liegt sehr wahrscheinlich an unseren Hanglagen im Bergischen, wobei ich auch gerne Pfluglos arbeiten würde wie auf einigen flachen tiefgründigen leichteten Böden….

    2+

    • Der Versuch ist bei mir schon einmal in die Hose gegangen, war bisher nur ein Versuch wegen Wetter konnte ich nicht Pflügen, es war zu lange nass und die Gemüsepflanzen sollten in die Erde, also habe ich tief gegrubbert und mit der Krümmelwalze das Pflanzbeet grob vorbereitet dann die Pflanzreihen wie üblich durch gefräßt mit dem Ergebniss das einige Pflanzenreste und das Hühner und Pferdemistgemisch die Jungpflanzen angegammelt haben und die Beikräuter freie Bahn hatten……
      Des weiteren war die Durchwurzelung nicht überall wie gewünscht ( krumme Wurzeln),wie ich vermute war der Boden nicht gleichmäßig gelockert.
      Wie gesgt schwerer Boden und einige Kollegen die ihre Maisflächen Jahre lang nur gegrubbert haben, haben sich wieder zum Pflügen entschieden, welches im zwei bis drei Jahres Rhythmus geschied.

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    • Dann verstehe ich nicht, warum der Versuch in die Hose gegangen sein soll – pfluglos bedeutet bei uns: Stoppelbearbeitung, 4 Wochen warten bis Leitunkraut und Auflaufgetreide aufgelaufen sind, 4l Glyfos TFT 360, ausbringen organischem Dünger, bei uns Stallmist, Tiefenlockerer mit 45 cm Arbeitstiefe, Mistmeißel und Doppelpackerwalze und dann mit Accord und Nachlieferung bestellen. Mitunter noch einmal mit der Güttlerwalze anziehen. Glyphosat dabei ausschließlich auf Getreidestoppel. Nach Mais oder zum Mais kriegen wir das in der Regel ohne Glyphosat hin, weil nach dem Mais ist die Vegetation meist ja schon, zumindest für Fuchsschwanz zu spät und zum Mais mähen wir in der Regel noch einmal Ackergras vorweg und arbeiten dann mit dem Zinkenrotor.

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    • Jan-Hendrik Sibberns. Und damit habt ihr die Erträge steigern können? Ich hab einmal gelernt die härtere Bodenschicht unter der eigentlichen Bearbeitungstiefe niemals herrauszureißen… weil sonst der verdichtete BodenHorizont noch weiter runter geht… habt ihr da keine Probleme? VG

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  39. Ich hab heuer nicht einen einzigen Regenwurm gesehen. Normal war im Garten der Regenwurm ein gern gesehener Gast. Leider war heuer kein einziger zu sichten.

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    • Das ist Kunst, na und?

      An den Gesichter der Frauen sieht man, dass verhunzte Natur (unnatürlich geschnittene Bäume oder Pflanzen) nicht dem Wohlbefinden des Menschen dienen!
      Denn der Mensch hat sich auch evolutionär in der Natur kultiviert!

      Also hat Kultur sehr viel Natur zu tun!

      1+

  40. Friedrich sagt

    In einem Hektar Ackerboden (10.000 m2) sind rd. 15 Tonnen Kleinlebewesen vorhanden.
    Als Faustzahl kann man sich gut merken : Alles was an Früchten oberhalb der Erde zu sehen ist , gibt es an Lebewesen unter der Erde. Je mehr Lebewesen im Boden , desto höher der Ertrag.
    Leider wollen alle Bauherren nur auf jungfräulichen Boden bauen. Keiner will in ehemaligen Gewerbe/Industrie/Wohngebieten bauen, wegen evtl. Altlasten . Es ist schon komisch , daß auf der einen Seite „die Bauern alles vergiften“ , auf der anderen Seite alle auf diesem „jungfräulichen Boden“ bauen wollen. Das kann natürlich nicht so weiter gehen , da immer mehr Bau/Gewerbegebiete zu Brachen werden. So liegen immer mehr Flächen in den Städten ungenutzt und von Schadstoffen gesäubert herum. Hier ist die Politik gefordert diesem Treiben einhalt zu bieten. Jedes Stück Land wird für die Ernährung der Menschen auf der Welt gebraucht .Es ist unverantwortlich so verschwenderisch damit umzugehen. Die selben Politiker erzählen uns was von „Nachhaltigkeit“ und Decarbonisierung“. Bei der Augenwischerei wird das nie etwas. Bei dem aktuellen Versuch eine Regierung zu bilden sind alle Parteien nur dahinter her ordentlich Mrd. Euro , die zur Neuverschuldung führen, heraus zu schlagen.Aus Sicht der Nachhaltigkeit hat hier“ keine Partei den Schuß“ gehört.

    9+

    • das liegt an der Nachhaltigkeit des Nachdenkens, Friedrich,

      und wenn das die Politiker auch tun???
      Warum wissen sie nicht, dass es Boden auch nützliche Lebewesen gibt?

      Wird heutzutage nur noch auf Populismus gehört?
      Einer schreit vor, die anderen hinterher, weil es so viel Spaß macht?
      Das schwächt die wahren Fachleute in diesem (für Populisten unspektakulärem) Wissensgebiet!

      3+

    • „Jedes Stück Land wird für die Ernährung der Menschen auf der Welt gebraucht.“

      Das ist mal wirklich zynisch. Auf deutschem Boden werden doch die produzierten und importierten Stärke- und Proteinnährwerte vernichtet, sagen wir: reduziert auf weniger Nährwert mit nur Protein. Dabei essen die Deutschen deutlich zu viel Protein und sind definitv zu fett. Leider leben sie kürzer und –
      was es auch für Gesundheitsbewusste teuer macht – kränker als ihnen ihr Wohlstand erlauben würde.

      S. u.a. Nationale Verzehrsstudie des MRI/BMEL.

      Schönen Sonntag!

      2+

      • Natürlich wird jedes Stück Land gebraucht, stell dir vor, wir bekommen kein Soja mehr aus Südamerika,
        dann müssen wir wieder Ackerbohnen oder Erbsen anbauen um bei der gleichen Fleischqualität der Schlachttiere zu bleiben!

        Ich glaube es ist Aufgabe der Politik unabhängig von anderen Staaten zu bleiben!?!

        Vielleicht steht das im Grundgesetz!?!

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  41. Ingrid Normalverbraucherin sagt

    Das haben Sie (wieder mal) schön geschrieben.

    Und weil ich dieses Thema hier noch nicht gesehen habe und dennoch sehr interessiert an der Meinung von konventionellen Bauer bin möchte ich hier fragen : was halten Sie von der Permakultur?

    Wird überall gepriesen als DAS Modell, das uns allen und die Natur Gut tut. Und deutlich ertragreicher als die konventionelle Landwirtschaft soll es auch sein. Für weniger Arbeit.

    Da fragt man sich, warum machen es die Bauer nicht schon längst ?

    Ich bin eine von diesen Otto Normalverbraucher. Ich habe lange im Supermarkt das billigste Gemüse gekauft. Jetzt weiss ich es besser und kaufe Bio und regional. Ich habe auch einen kleinen Fleck Erde wo ich pflanzen darf, da sollen ein paar Möhren und Tomaten überleben lernen. Nach permakulturelle Art.
    Ich bin auf dieser Seite gestoßen, weil ich die Meinung von Bauern hören wollte, die sich täglich mit der Materie befassen (und weil ich wissen wollte, wie viel müsste die Milch kosten, damit der Bauer davon leben kann). Also bitte, nicht böse sein wenn ich allzu naiv rüberkomme, ich kenne mich NULL aus und möchte eben lernen und verstehen.

    In manchen Kreisen wird gesagt, dass die Bodenarbeit, ach was, die ganze Arbeit von den Bauern die Erde unfruchtbar macht, durch Umpflügen, Pflanzenschutz usw. Das Leben im Boden wird zerstört, die Stoffen, die die Pflanzen brauchen werden von Regen weggespült… Und dass der Ertrag dadurch geschmälert wird, was der Bauer dazu zwingt, immer mehr Land zu kaufen. Also ein Teufelskreis.

    Was meinen Sie dazu? Ist es komplett Bullshit, oder nur ein bisschen? Warum macht es keiner, wenn es so einfach klingt (also, nach der Umstellung, die ein paar Jahren dauert)?

    Dass der Preis, den der Verbraucher bereit ist zu zahlen, zu niedrig ist, ist mir bewusst (allerdings werden wir jeden Tag ein bisschen mehr, die den richtigen Preis zahlen wollen) und ich habe auch keine pauschale Lösung. Diese Seite ist schon einen Schritt in der richtigen Richtung.

    1+

    • Sabine sagt

      Also ich bin ja kein Bauer, aber ich versuchs ja auch mit Permakultur-Elementen, was oft nicht erwähnt wird, ist das sich die Kreisläufe nicht über Nacht einstellen und nicht immer alles rund läuft. Eine Strategie von Permakultur ist ja möglichst viele verschiedene Kulturen, aber auch verschiedene Sorten anzupflanzen, um Ausfälle zu abzufedern. Ausfälle, die man hat.
      Viele verschiedene Tiere, viele verschiedene Pflanzen alles nicht nur nebeneinander, sonder auch miteinander. Lass hier mal ne Henne zum Milchvieh , da kriegen unsere Amts-Vets nen Herzklabaster. Gemischte Nutzung von Flächen als Grünland und Pflanzflächen mit permanenten und einjährigen Pflanzen? Gibt es mit Sicherheit kein Formular für und wird deshalb sich nicht genehmigt.
      Zudem brauchen die Wasser- und Wallelemente in der Permakultur oft sehr starke Eingriffe in die Landschaft, dafür kriegst Du nicht im kleinen Rahmen ne Genehmigung vom Amt, im großen schon gar nicht.

      1+

    • Klasse Ingrid,
      schon mal die richtige Einstellung, wo man aggressionsfrei Antworten kann!

      Ich hoffe das eröffnet eine richtig lange Diskussion!

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    • Schramm sagt

      Mein großer Privatgarten wird seit vierzig Jahren ohne Gift und Kunstdünger gepflegt und ich habe jede Menge Regenwürmer.
      Die Permakultur habe ich auch erst kürzlich entdeckt und finde vieles bestätigt, was ich schon vorher intuitiv betrieben habe. Je mehr Menschen dieses Prinzip anw3nden, desto mehr Nischen gibt es in denen Lebewesen eine Chance haben.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Leider habe ich nicht die Fähigkeiten Bücher zu schreiben, wie Sepp Holzer,
      wenn mal die Kohle mit Büchern verdient, kann man sich das Hobby Permakultur leisten

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      • Sabine sagt

        Ja, der lebt von seinem Image als landwirtschaftlicher Rebell, nicht von der Produktivität seiner Höfe. Mir ist der suspekt, seit er behauptet hat, dass er kein Problem mit Schnecken hat, nur um danach direkt zu sagen, dass er eh 20% seiner Ernte für die Tiere bereit hält. Wenn man das so sieht, hab ich auch kein Schneckenproblem, ganz ohne Holzer-Methode. Und ich hab Nacktschnecken vor denen graust es sogar den Blindschleichen.

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  42. Leider verstehen die Bürger nicht, das durch den Einsatz von Glyphosat der Boden und die Umwelt geschont wird, weil dadurch auf pflügen verzichtet werden kann. Leider geht das Pfluglos nicht auf alle Böden. Aber es sind halt eben sehr komplexe zusammen hänge, über die sich jeder erst Gedanken machen sollte.

    6+

  43. Vollkommen daneben geschossen, habe aber auch keine Lust mal wieder die eigentliche Ursaxhe, nämlich die konventionelle Landwirtschaft, zu erläutern, aber tarnen täuschen und verpissen War ja schon immer wichtiger als der Wahrheit ins Auge zu schauen!

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    • Wie jetzt? An der Versiegelung der Landschaft ist auch die konventionelle Landwirtschaft schuld? Haben Sie mal gesehen, wie tot der Boden auf eine Golfplatz ist? Wissen Sie, welche Mengen an „Pestiziden“ dort eingesetzt werden? Wer im Glashaus sitzt,,,,

      3+

      • Katja Graber sagt

        Das mag vielleicht in Deutschland so sein, hier in der Schweiz stimmt dies nicht. Auf den Golfplätzen dürfen keine Pestizide oder andere Gifte (gegen Mäuse) verwendet werden. Hier werden zur Eindämmung von Mäusen Raubvögel angelockt und zum Bleiben bewegt und die Plätze haben unzählige Auflagen zu erfüllen, damit die Betriebsbewilligung weiter erteilt wird. Sie müssen z.B. in einer bestimmten Zeit X Amphibien– und Reptilienarten, X Insektenarten usw. ansiedeln. Bin kein Fan von Golfplätzen, aber da wir neben einem wohnen, kann ich beobachten, wie sich Vögel, Insekten und Kröten (die sind nicht zu überhören) tummeln, ein kleines Ökosystem eben. Golfplätze sind daher (hier in der CH) allemal besser als zubetonieren.

        2+

      • Gefühltes und Wikipedia-Wissen:

        „Für einen 18-Loch-Platz inklusive infrastruktureller Einrichtungen bestand über Jahrzehnte der Flächenrichtwert von 50 ha. In neuerer Zeit werden ungefähr 60 bis 80 ha an Fläche benötigt. Jedoch ist zu bedenken, dass etwa drei Viertel dieser Fläche naturbelassenes Rough sind. Wurde das Areal vorher einer landwirtschaftlichen Intensivnutzung unterzogen oder lautet die Alternative zum Golfplatzbau die Erschließung eines Gewerbe- oder Wohngebietes, so ergibt sich fast immer eine positive Ökobilanz für den Golfplatz. In einigen Fällen kam es durch den Bau eines Golfplatzes zu einer Renaturierung. Beispielsweise liegt ein Teil des Golfplatzes Altenhof bei Eckernförde in einer ehemaligen Kiesgrube, die heute wieder eine ortstypische Vegetation aufweist. Beim Ausbau des Golfclubs Emstal wurde unter der flach planierten landwirtschaftlichen Nutzfläche der originäre Heideboden freigelegt und das Areal weitgehend in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Entstanden ist letztendlich ein Golfplatz, der hervorragend und harmonisch in die Landschaft des Emstales eingebunden ist. Dort, wo bis vor einem Jahr auf einer Fläche von 50 Hektar trostlose, intensiv bewirtschaftete Maisäcker dominierten, ist innerhalb weniger Monate ein Gelände entstanden, das Vorbildcharakter für die Integration einer Freizeitanlage in eine schutzwürdige Landschaft hat.“

        Leute, esst weniger Fleisch, spielt mehr Golf!

        2+

        • Wusste bisher nicht, dass man durch Golfspielen satt wird! Aber bei Wikidumia ist alles möglich…

          4+

        • Paulus sagt

          Weniger bzw. ganz wenig Fleisch ist ja OK und fällt auch gar nicht so schwer. Das mit dem Golf spielen erwies sich bei uns als Problem. Ziemlich bescheuerte und dekadente Art der Freizeitbeschäftigung.
          Zaunpfähle in die Erde zu kloppen ist nicht schlecht. Der Schwung geht nur in die andere Richtung und entbehrt bei gekonnter Ausführung durchaus nicht an Eleganz. Mit einem leichten 5,0 kg Dameneisen kann man anfangen und sich auf ein 15,0 kg Männereisen steigern. Stählt die Muskeln und sorgt für ordentlichen Kalorienverbrauch.
          Das ist jetzt weder gefühltes-, noch Wikipedia- sondern schlicht Erfahrungswissen!
          Obwohl – die moderne Landtechnik macht auch dies überflüssig, der Alois wird es wissen. Dann beschäftigen wir uns zwecks körperlicher Ertüchtigung vielleicht doch lieber mit diesen kleinen Bällchen.
          Da geraten selbst Veganer nicht ins Straucheln. Eine gelungene Replik des AdT ist mir sicher. 🙂

          1+

          • Nix kleine Bällchen, hab es eher mit primitiven Sportarten. Aber so ein Golfplatz sieht einfach schöner aus als ein Maisfeld oder so ein Gestrüpp im Orbroicher Bruch. Keine gelungene Replik, aber lieber replizieren als nicht. 😉

            0

    • Wissen sie was an der konventionellen Landwirtschaft den Würmern am meisten schadet? Es ist der Pflug, und der wird im bioanbau ja wohl öfter benutzt 🙈
      Sie sollten vllt mal das Modul Bodenkunde an einer Hochschule belegen

      4+

      • Meine ich auch, mehr Fachwissen in die Diskussionen und vor allen Dingen den politischen Entscheidungen mit einbringen!

        1+

    • Lieber Bauer Willi, da haben wir es schon wieder, tarnen täuschen und verpissen……..
      Auf Golfplätzen wird von den ca. 80 ha nur ca. 2 ha intensiv Bewirtschaftet und in einigen Bundesländern ist gar kein Pflanzenschutzmittel mehr zugelassen da Golfplätze zu öffentlichem Grün eingestuft werden, Regenwürmer sind im übrigen auf Golfplätze sehr oft massiv vertreten und obwohl die Haufen die Mähtechnik empfindlich stören , lassen wir sie im Bewusstsein für einen belebten Boden in Ruhe!
      Also vor dem täuschen erstmal genau Informieren. Im übrigen bin ich staatlich geprüfter Landwirt und Headgreenkeeper also durchaus in der Lage eine fundierte Aussage zu trffen.
      Gruß

      1+

    • Benedikt Fleige Ich habe im Fach Pflanzenbau promoviert und in der Bodenkunde mein Rigorosum gemacht. Bei Prof. Mückenhausen, der DAS Standardwerk der Bodenkunde geschrieben hat. Vielen Dank trotzdem für ihren Ratschlag. Und warum bleiben Sie nicht beim Thema, der Versiegelung der Landschaft? Oder fühlen Sie sich erwischt und möchten die Verantwortung auf andere abschieben? Die Unterscheidung von Bio oder konventionell ist auch nicht zielführend. Nichts schadet dem Regenwurm mehr als Beton und Asphalt, oder wollen Sie das wirklich bezweifeln?

      3+

    • Karl Stefan Hachenberg: Seine Kritik an Flächenversiegelungen und daran, dass das Sterben der Regenwürmer in den Medien kaum Beachtung findet ist wohl berechtigt.
      Aber dieser Satz hier, zitiere: „Die Versiegelung der Landschaft ist zwar bekannt, muss aber „runtergekocht“ oder zumindest „auf kleiner Flamme“ gehalten werden, denn Wirtschaftswachstum, Wohnungen und Mobilität gehen vor.“……..ist ein Hohn, denn auch die Vernichtung der Landschaft, Insekten, Vögel,etc. durch die Landwirtschaft geschieht im Sinne des Wirtschaftswachstums.
      Und damit verkommt seine berechtigte Kritik zu einem reinen Ablenkungsmanöver.

      0

    • Das muss ein Missverständnis gewesen sein, ich bin da ganz Ihrer Meinung, sitz gerade selber dauernd in den Vorlesungen zur Agrarwirtschaft in Soest
      Die Kritik richtete sich auf den Ausgangskommentar, dort wurde die konventionelle Landwirtschaft als Regenwurmtöter bezichtigt
      Blöd gelaufen 😅

      1+

    • Man sollte da mal die Altbauten die an Masse leerstehen modernisieren. Nicht noch immer neue infudtriehallen dazu bauen. Da gibt es bestimmt noch Möglichkeiten Versiegelungen zu drosseln. Baulücken in Neubaugebieten schliessen. Dorf und Stadtkerne sanieren usw. Erst mal alle Möglichkeiten nutzen bevor man neu erschliesst.

      1+

    • Klar – die Bauern bauen auf 80 Hektar jeden Tag neue „Massentierhaltungsställe“- statt Flächennachweis Deichen wir demnächst einfach Holland ein und pumpen die scheiße per Pipeline, nach dem Motto „K+S – bloß kein Stress“ rüber……

      0

      • bauerhans sagt

        „Deichen wir demnächst einfach Holland ein…“

        die holländer sind cleverer als wir,die erlauben ihren bauern ihr land als bauland zu verkaufen wenn sie auswandern und die kommen dann zu uns in den osten und verwirklichen sich dort.

        1+

    • Golfplätze brauchen aber auch so viele hektar, damit der stickstoffverbrauch vorammem auf dem green auf dem papier auf ein gesundes Maß herunter gerechnet wird. Ich würde jetzt im winter gerne mal bis 2 meter tiefe unter dem green n-min proben ziehen. das ergibnis läge sicherlich im hohen dreistelligen bereich.
      Und was die regenwürner angeht ist im durchschnitt der Golfplatz sicherlich deutluch schlechter aufgestellt als normales konventionelles Grünland.

      1+

    • Herr Hachenberg ganz sicher ist die Ursache NICHT die konventionelle Landwirtschaft! Aber Boden und Bodenleben wird zerstört durch Versiegelung. Hier „verpissen“ lediglich jemand wie Sie durch das ewiggleiche Schuldzuweisen auf die konventionelle Landwirtschaft. Und die Arroganz Ihrer teilweisen Wortwahl ist schlicht daneben.
      Und das kein Pflanzenschutzmittel mehr zugelassen ist in einigen Bundesländern ist auch nicht richtig. Es gibt zwar teilweise länderspezifische Regelungen und zugelassene PSM, aber von einem generellen Verbot ist nichts bekannt.
      Aber bitte gerne jederzeit Ihre „fundierten“ Aussagen

      0

    • Sven Nyström Jede Form der Landnutzung verändert die Natur. Wieso ist es „verboten“, auf das Sterben der Würmer aufmerksam zu machen? Verstehe ich nicht! Sollen wir Bauern einfach die Schnauze halten?

      0

    • Bauer Willi Du Armer mußtest lernen und studieren. Heute gibt es das Internet, Wikipedia usw. Da kann man einfach googeln und schon hat man die gewünschte (!) Antwort. 😉

      0

    • Bauer Willi Ich bezweifle das natürlich auch nicht, aber das Geschehen ist doch auch von mehreren Faktoren beeinflusst – und so zu tun, als sei hier die Versiegelung das einzige Problem, halte ich nicht für richtig. Aber vielleicht können Sie auch akzeptieren, dass Sie mit solchen Statements erst recht polarisieren und Widerspruch provozieren.

      0

    • Angela Schneider Das war mein Ziel: polarisieren und Widerspruch provozieren. Und wie Sie schon richtig sagen: nichts ist monokausal und natürlich beeinflussen wir Landwirte viel in der Natur. Wir sind aber auch die einzige Berufsgruppe, die in und mit der Natur arbeitet. Deshalb bleibt unser Tun nicht folgenlos. Ihr Tun übrigens auch nicht. Sie wollen auch mobil sein, Ihre Wohnung heizen und nicht bei Kerzenlicht sitzen. Alles nicht folgenlos..

      0

      • Bauer Willi sagt

        Alois Wohlfahrt ist mein Kollege, mit dem zusammen ich die Seite hier mache.
        Bauer Willi

        0

  44. Gewalt ist der Tod.
    Regenwürmer brauchen organische Masse als Nahrung………..
    dieses Jahr und das nächste wird ein gutes Leben sein………. Ertereste überall wo keine große Maschine mehr hin gekommen ist, da können sie leben.
    Hauptsache es ist nicht zu nass, aber wenn man den Boden ruhen lässt, dann leben die Würmer auch damit gut.

    0

  45. Das Armageddon findet gerade auch hier auf den Feldern statt: wenn die Bauern die Zwischenfrucht unterpflügen. Willst Du das Fass wirklich aufmachen?!

    0

    • Wir pflügen die Zwischenfrucht nicht unter. Erst wird die von Schafen abgeweidet und dann flach untergegrubbert. Wenn ich die Flächen zubetoniere, sind die tot. Lebendig beerdigt. Ich verstehe Deine Logik nicht. Durch eine Bodenbearbeitung wird doch kein Wurm getötet!!

      4+

      • Das sind doch unbewiesene Behauptungen. Der Pflugeinsatz ist auch heute noch das am häufigste Verfahren im Ackerbau und das mit gutem Grund. Bis auf wenige Ausnahmen wurde die Direktsaat und Mulchsaat nicht aus ökologischen, sondern aus ökonomischen Gründen forciert.

        2+

      • Das stimmt sicherlich, Benedikt,

        aber als vor fast 50 Jahren an der Zwischenfrucht geforscht wurde, sollte sie den Mist, der viel Stroh und auch Bakterien und andere Mikroorganismen für Regenwürmer und Co. enthält,
        ersetzen!
        auch wenn sie richtig untergepflügt worden wäre, aber es reicht ja mit dem Schälpflug oder heutzutage mit dem Grubber.
        Darüber hat sogar jemand promoviert!

        0

    • Das mit der Direktsaat ist eine tolle Sache je nach Kultur und Boden.
      Auf meinen schweren Böden merke ich aber jedes mal wieder wenn ich den Boden einmal gedreht und durchlüftet habe wieder mehr Bodenleben.
      Auf der Fläsche auf der mehrfach im Jahr hintereinander Salat FAST Biologisch angebaut wird nach dem Pflanzenreste und Humus flach eingearbeitet werden bleibt das Bodenleben auf max.10 cm beschränkt da wo Kohl, Mören usw. angebaut und vorher tiefgründig ca.25cm gearbeitet wurde ist das Bodenleben auch zu einem spätern Zeitpunkt also zur Ernte noch tiefgründig intakt.

      0

    • Ach ja, ich bin kein Gegner von Glyphosat, wie sagt man die Dosis macht das Gift das hat auch schon ein Buchautor aus dieser Gruppe in seinem Buch geschrieben…..😉

      1+

    • Das kann ich nicht bestätigen – wir haben schwerste Knickmarschen und Seiten wir pfluglos arbeiten blüht der Boden richtig auf – jedes jahr kalken, 3-4 gliedrige Fruchtfolge, nur Stallmist + ASS und 60er Kali, NP 10+10+6S zum Mais, PSM Aufwand seit pfluglos beim Herbideinsatz um 50% gesunken, Fungizid und Insektizideinsatz konstant – ich denke durch die Fruchtfolge (also der fungizid und Insektizideinsatz)

      1+

    • Ja, Direktsaat ist toll. Dazu wird das Saatgut meines Wissens ja auch direkt mit Glyphosat behandelt, dass es funktioniert. Oder bin ich da einer Falschmeldung irgend einer Öko-Organisation aufgesessen?

      0

      • Saatgut wird eher gegen Fresser u. Nager geschützt!
        Da kann Glyphosat nicht helfen!

        Aber da sieht man mal wieder, wie viel Unwissen darüber ist und deswegen alles in einen Topf geschmissen wird.

        Wenn das Ottonormalverbraucher macht, ist es ja nicht so schlimm, aber wenn es Öko-Organisationen machen, dann zeigt das deren Dummheit!
        Das ist für die recht Kontraproduktiv!

        0

        • Frage:

          Da werden doch bestimmt auch verschiedene Aufwandsmengen von Glyphosat genommen, bei Abtöten von grünen Pflanzen und bei der Sikkation von noch nicht reifem Getreide im Bestand, oder?

          0

      • bauerhans sagt

        „Dazu wird das Saatgut meines Wissens ja auch direkt mit Glyphosat behandelt“

        nein,bei direktsaat wird der aufwuchs aufem acker entweder vor oder nach der saat mit glyphosat gespritzt,wobei nach der saat nur wenige tage gewartet werden darf,dass die neuen keime nicht geschädigt werden.

        0

        • Bauerhans
          gut beschrieben, aber vielleicht hättest du Sandra Kuhn ja noch erklären können,

          dass das Glyphosat nur über das grüne Blatt wirkt und nicht am Saatgut und bestimmt auch noch nicht am Keim, oder?

          0

    • Sandra Kuhn Ja da hast du dir einen gewaltigen Bären aufbinden lassen! Glyphosat ist keine Beize, es wirkt nur auf Blattkontakt und verhindert dort die Photosynthese! Überleg mal wie viel Photosynthese ist den unter der Erde möglich, ohne Licht?

      0

    • Bauer Willi doch! Bei minus 5-7 Grad wird der Wurm aus der Tiefe, in der es wärmer war, an die Bodenoberfläche gebracht. Und wie andere hier schon gesagt haben: Ein Regenwurm lebt davon, dass an der Bodenoberfläche Nahrung liegt. Das ist beim Pflugeinsatz nicht so! Darum sind hier generell deutlich weniger Regenwürmer. Durch das unterpflügen der Zwischenfrucht nimmt man den Würmern von heute auf morgen die Nahrung. Ist ganz einfach zu erklären. Dachte, die Zusammenhänge sind Dir bekannt als Mulchsäer.

      2+

    • Michael Reber,das ist beides richtig, ich spreche hier nur von unseren schweren Tonböden und ich behaubte eine Winterpflugfurche mit viel Frost und vor den Kartoffeln ist die halbe Miete, da der Boden auch in tieferen Schichten lockert.

      1+

    • Sandra Kuhn das ist ja echt hanebüchen. Saatgutbehandlung mit Glyphosat? Was soll das bringen? Glyphosat wirkt auf grüne Pflanzen, ist also auf Chlorophyll angewiesen. Diese Meldung ist wirklich Müll. Unglaublich, was da im Moment verbreitet wird. Man kann sicher über Glyphosat diskutieren, aber dann sachlich. Das ist im Moment leider nicht möglich, auf beiden Seiten. Leider.

      0

    • Klaus Weber haben wir auch! Und seit letzten Jahr gehen alle Flächen für Silomais grün über den Winter mit Ackergras oder Grünroggen-Winterwicken-Winterrübsen-Gemenge. Hier fahren wir Februar/März Gülle rein und machen dann Anfang April eine sogenannte Flächenrotte (Bei YouTube Flächenrotte eingeben, dann kommen Sie auf die Videos von mir). So erzielen wir eine bessere Struktur als mit Winterfurche. Ist eine Umstellung im Kopf. Aber es lohnt sich.

      1+

    • Michael Reber Ach Michael, warum sollen wir uns hier über Details streiten? Das interessiert doch die großen Geister, die hier über die Landwirtschaft schimpfen nicht. Es geht um das Sterben der Würmer durch Beton und Asphalt und darüber diskutiert hier kaum einer. Merkst Du was? Das Thema ist unbequem und wenn sich dann noch zwei Landwirte wie Du und ich sich hier streiten, ist das nur Wasser auf die Mühlen der Kritiker…

      0

    • Bauer Willi ja da hast Du Recht. Da sind wir Bauern wieder Bauern. Hättest Du oben einen Schlepper als Titelbild, dann würden wir uns über die Felgenfarbe streiten. Bauern halt… Sorry, dass auch ich das Thema verfehlt habe. Aber Du hast recht: auf einer zubetonierten oder -asphaltierten Fläche passiert nichts mehr. Auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche kann ich durch Bewirtschaftung etwas verbessern. Das ist der große Unterschied!

      1+

    • Michael Reber habe ich so tatsächlich gelesen oder sogar im Fernsehen gesehen. Für mich macht übrigens ein Glyphosatverbot keinen Sinn. Nur damit wir uns richtig verstehen :-). Und solange das Zeug für Häuslebesitzer ebenfalls frei käuflich ist, müssen die bei mir den Ball schön flach halten

      0

    • Und man kann auch eine versiegelte Fläche nicht ausgleichen ….das Land ist nicht vermehrbar ….das wird nur suggeriert das mit den ausgleichsflächen. Genauso wie der ablasshandel vor über 500 Jahren

      1+

    • Jan-Hendrik Sibberns ist in der Schweiz verboten. Glyphosat darf hier erst zum Einsatz kommen, wenn das Getreide eine bestimmte Größe erreicht hat.

      0

      • Eine bestimmte Größe, oder eine bestimmte Reife, Sandra?

        Man will ja das Getreide nicht totspritzen, man will es ja ernten und dazu müßte es ziemlich gleichmäßig reif sein.
        Vielleicht wegen der späteren Lagerung!?!

        Wenn einige wenige Ecken im Getreidefeld noch nicht reif ist, dann wird mit Glyphosat nachgeholfen.

        Vielleicht hilft uns das auch zur Gesunderhaltung, weil nämlich durch die gleichmäßiger Trockenheit des Erntegutes, der Körner weniger Schimmel entsteht und so nicht in unser Brot kommt!

        Deswegen schimmelt Brot so leicht, denke ich.

        0

    • Bei Mais in Mulchsaat ist die Altverunkrautung mit den üblichen Maisherbiziden bekämpfbar. Und mit der heutigen Erntetechnik in gewissem Maße auch tolerierbar. Wer noch nie Rüben angebaut hat, kann dann durchaus mal der Ansicht sein, dort würde das auch ohne Glyphosat funktionieren.

      0

    • Warum macht dann der BUND keine gemeinsame Sache mit den Bauern? Da hätten doch beide ein gemeinsames Ziel! Oder kommt es nicht so gut an, weinn eine NGO mit den Bauern zusammenarbeitet? Wo bleibt der Aufschrei von Greenpeace, wo ist Attac, Foodwatch und all die anderen? Das machen die nicht, weil sie sich so ihre Freunde in der gut situierten Schicht der Wohlstandsbürger vergraulen würden. Oder kennen Sie einen anderen Grund? Wir wollen ja Lösungen finden… !

      5+

      • Kaffee auf sagt

        Flächenverbrauch ist seit Jahrzehnten NGO Thema, Zerschneidung, Versiegelung, alles was dazu gehört. Wer das schon länger macht, weiß das auch (geht nicht gegen Sie). Das ist quasi wie kuppeln beim schalten. Es hat sich aber in den letzten Jahren anscheinend etwas im Umgang miteinander geändert. Ich halte das für wenig zielführend und nachhaltig, um das schöne Wort zu gebrauchen.
        Man kann nur versuchen möglichst sachbezogen dagegen zu halten und im Optimalfall schlicht besser zu sein. Schön ist die Situation nicht, nicht nur beim Flächenverbrauch.

        0

    • Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Es gibt soviel Schnittstellen. Ich kann ein gutes Bescheid erzählen, was da mitunter schief läuft. Wir haben hier 2011 ein Ackererrandstreifenprogramm entwickelt das „es blüht und summt in bunten Felder“ hieß – das lief auch ganz gut. Ich hatte die Ehre, das Programm abzuarbeiten. Im Folgejahr wollte der Landkreis, weil sie gesehen haben, dass das top läuft, das Programm übernehmen und aus der Jagdsteuer sponsern. BUND, NABU Grüne usw. Wurden auch mit eingebunden. Da hieß es dann auf einmal aus dem Lager: „wir unterstützen das nur, wenn autochthones Saatgut verwendet wird“! – ja sorry: wem man erklären muss, dass die Sonnenblume im eigenen Wappen aus Nordamerika kommt, ist nicht zu helfen. Mittlerweile ist das anfangs tolle Programm tot – ich könnte kotzen.

      2+

      • Inke Stäcker sagt

        Was genau spricht denn gegen autochthones, also regionales, Saatgut? (Bessere Anwuchsergebnisse, robuster und weniger Ausfälle, an Witterungsverhältnisse angepasst, Transportwege sind deutlich kürzer) Die Sonnenblume gibt es in Europa übrigens seit 1584 – netter Versuch, sie quasi als Neophyt/Migrant darzustellen. Wie steht es denn da um Kartoffel, Tomate und Co.? ;o) Hier in SH gibt es übrigens auch ein solches Vertragsnaturschutzprogramm, das für mehr Ackerrandstreifen und blütenreiche Feldraine sorgen soll. Wird mittlerweile von den Landwirten deutlich weniger nachgefragt.

        0

    • Es ist inzwischen auch bei Naturschutzverbänden angekommen das nicht alles fremde schlecht ist. Aber man muss immer wieder genau hinsehen und hinterfagen was sinnvoll ist. Krötenzäune sind da ein gutes Beispiel, sobald es Störche gibt sind Krötenzaune kein Mittel was dem Arterhalt von Kröten nutzt, aber eine sehr gute Futterquelle für Störche. Ein gute Dialog ist da gefragt, fundamentale Haltungen bringen da niemand weiter.

      0

    • Wenn wir für Roundup noch ein Kompromiss finden. Ich finde es von Monsanto unverantwortlich die Anwender und Behörden zu täuschen. Es gibt klare Ansatzpunkte die, die Schädlichkeit für Mensch und Natur belegen. Wenn Monsanto so sicher ist das es unproblematisch ist, soll Monsanto doch Versuche machen die nachweisen das Roundup unschädlich ist. Macht Monsanto aber nicht und das macht mich stutzig.

      1+

      • Hat Monsanto überhaupt noch die Lizenz dafür?

        Oder wird RoundUp und Co. heutzutage wo anderes hergestellt?

        Da müßte eineunabhängige Stelle dran, um die Ungefährlichkeit zu beweisen.

        0

    • Lothar Jestädt Wir können uns sehr gerne über Kompromisse zu Glyphosat unterhalten. Dazu habe ich schon sehr viel geschrieben. Die Alternativen sind aber auch nicht folgenlos.Wie überhaupt die Existenz der Menschheit nicht folgenlos ist. Ich glaube schon, dass wir auf einen Nenner kommen können, aber dazu würde es sicherlich eines längeren Gespräches bedürfen. Es ist nämlich nichts monokausal….

      0

    • ein Kompromis in der Glyphosatproblematik könnte doch so aussehen: Das Totspritzen kurz vor der Ernte verbieten. Unkrautbekämpfung mit Glypos bei Direkt- bzw. Mulchsaat zwecks Erosionsschutz weiter zulassen. Rückstände sind dann unwahrscheinlich und man nimmt den Gegnern die Argumente

      0

    • Bauer Willi Warum die Naturschutzverbände sich nicht mit den Landwirten zusammentun (oder meinethalben auch andersherum)? Das frage ich mich seit Jahren. Beide lassen sich in den klassischen Konflikten, die ja in der Regel Nutzungskonflikte sind, von denen instrumentalisieren, die die Konflikte eigentlich zu lösen hätten: Der Politik. Und die Politiker, egal auf welcher Ebene, schauen dann zu, wie sich die beiden Seiten schön die Köpfe einhauen. Das lenkt wunderbar ab, man kann immer schön dem anderen die Schuld zuweisen oder nach Bedarf ein wenig Öl ins Feuer gießen und voilá: Geändert hat sich gar nix. Die Nutznießer machen derweil weiter wie immer.

      0

      • Bauer Willi sagt

        @Angela Schneider
        Immerhin bin ich von der Unteren Landschaftsbehörde angesprochen worden, ob ich auf meinem Acker Kiebitze fördern würde. Werde ich wohl machen. Ich bin auch in einem Programm der EU zur Förderung von Feldhamstern. Gleichzeitig wurden Sitzkrücken für Greifvögel aufgestellt. Auf meinen Einwand, dass sich das doch widerspricht, bekam ich zu hören, dass ich mich da raushalten sollte, ich hätte keine Ahnung. Das motiviert unheimlich…
        Bauer Willi

        0

  46. In den meisten Ackerböden kommen weniger Bodenlebewesen vor als im Stadtpark in der Großstadt, Pestiziden und Bodenverdichtung mit großen Maschinen sei Dank. Allerdings mehr als unter der Autobahn, das stimmt. Wir werden die Natur schon noch kaputt kriegen, Stück für Stück. 🙁

    0

    • Da hat aber jemand noch nix von Ackerbau gehört . Ich bin als Landwirt an einen aktiven bodenlebeben interessiert. Das hält meinen Boden fit . Und wir haben ein aktives bodenleben. Das sehe ich immer wenn ich drüber Laufe . Beim bearbeiten und nach starkregen . Ich muss was tun damit mein Humus auf meiner Fläche bleibt .

      0

    • Regenwürmer brauchen organische Masse als Nahrung………..
      dieses Jahr und das nächste wird ein gutes Leben sein………. Erntereste überall wo keine große Maschine mehr hin gekommen ist, da können sie leben.
      Hauptsache es ist nicht zu nass, aber wenn man den Boden ruhen lässt, dann leben die Würmer auch damit gut.

      0

    • Kitty Abeka Können Sie mir den Beleg für Ihre Behauptung liefern? Ich bin Bauer und mache da ganz andere Beobachtungen. Die Zahl der Regenwürmer hat sich in meinen Feldern in den letzten Jahrzehnten erhöht! Das ist in meinem eigenen Interesse und deshalb unternehme ich alles, dass sich dieser Prozeß fortsetzt.

      3+

    • Kitty Abeka
      Das wäre so wenn der Rasen liegen bleiben würde und die Blätter nicht abgefahren würde in den meisten Stadt Parks sieht es anderst aus

      0

    • Kitty Abeka Zweitens machen die heutigen großen Maschinen weniger Bodenverdichtungen wie frühere kleine Maschinen auf weniger Aufstandfläche ( Große Reifen, niedriger Reifendruck, Arbeitsbreite,Zentimeter genaues fahren GPS)

      0

    • Das würde ich jetzt so nicht unterschreiben Herr Schmidt – es gibt aber schlicht keine Alternative zur Großmaschine, da die Landwirtschaft seit 1900 gut 40 mio Arbeitskräfte verloren hat – das interessiert nur niemand. Ganz besonders nicht Menschen, die zum Freizeitvergnügen reiten.

      1+

    • Naja ob eine Stadtparkrasenfläche so tiefgründig ist wie mancher Ackerboden?! Dann widerspricht sich das schon..
      Bzgl. Monokultur: Selbst beim Mais werden mittlerweile Zwischenfrüchte angebaut. Davon kann man wirklich nicht mehr sprechen.
      Und wirken Pestizide nicht oberflächlich?

      0

    • Stadtparks sind meistens auf schuttflächen aus dem 2. WK oder noch älterer Gebäude angelegt. Dementsprechend bis in die Tiefe verdichtet, voll von verschiedenen betonbrocken und nur von einer dünnen schicht Mutterboden bedeckt. Es gibt keinen Eintrag von organischer Masse, weil das komplette Laub weggeharkt bzw wegepustet und abtransportiert wird damit es ordentlich aussieht. Ausser kümmerlichen Rasen wächst dort nicht viel. Und so soll ein würmerparadies aussehen?

      0

    • Kitty Abeka
      Diese pauschalen Aussagen sind nie allgemein richtig … aber auch nicht allgemein falsch! In Amerika haben ausgerechnet die großen Maschinen verbunden mit der Direktsaat zu erheblichen Verbesserungen des Bodenlebens und damit folgend der Bodenqualität geführt.

      0

    • Können Sie mir den Zusammenhang zwischen Glyphosat und Regenwürmern erläutern? Warum reden Sie nicht über die von Ihnen veranlasste Versiegelung der Flächen? Es ist natürlich leichter, die Verantwortung auf andere zu schieben und da kommt Ihnen die Landwirtschaft wohl passend…

      2+

    • Bauer Willi Achtung das war Sarkasmus.Ich denke nicht das die Biodiversität im Boden Momentan irgendjemand interessiert, da die große Baustelle 🚧 (Pflanzenschutz)nicht behoben wurde. Ich betrachte diese Themen von oben, nicht aus der Perspektive einer Gruppe. Oftmals gibt es bei diesen Themen nur extrem dafür oder extrem dagegen.

      0

    • Richtig bemerkt lieber Düngermann
      Pflanzenschutz ist eine große und Wichtige Baustelle die man Mit Profis vom Fach lösen und begleiten muß. Kranke, verpilzte verunreinigte Nahrungsmittel mit einem unkalkulierbaren und zuletzt unbezahlbaren Anbaurisiko ( Bio für alle) hilft niemand weiter vor allem nicht Otto Normalverbraucher.
      Es wäre an der Zeit unabhängigen Spezialisten wie zum Beispiel dem BFR das damals von Künast geboren wurde etwas zu glauben.

      1+

    • Weil die FibL nur den Richtlinien und nicht dem Gesetz untersteht! Verstehe grad den Sinn der Unterhaltung nicht, muss auch zugeben, dass ich parallel arbeite. Vielleicht können wir die Unterhaltung ein anderes mal fortsetzen. lg und einen schönen ersten Advent.

      0

    • Mal ganz vom Anfang: in Deutschland dürfen keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt dürfen, die nicht zugelassen sind. Zuständig ist dafür das BVL. Bei Düngemitteln ist das ebenso. Für Pflanzenhilfsstoffe gibt es gewisse Ausnahmen. FibL fasst ja lediglich die gesetztlich zulässigen Mittel zusammen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

      0

    • Walter Parthon sagt

      Tommy Düngermann Klein
      Diese ganzen Ökonazis sind doch nur Sauer weil ihnen mit dem Glyfosat ein weiteres Wahlkampfthema flöten gegangen ist.
      – Tierschutz ist weitestgehend aus der Welt

      -Gentechnikfreie Futter/Lebensmittel bietet mittlerweile jede Molkerei an ( Spreche jetzt für uns Milchbauern. Denke beim Fleisch nichts anders)

      – Jetzt wo Jamaika vom Tisch ist wird nach jedem Strohalm gegriffen

      Traurig das bei den Grünen die Politik nur auf unserem Rücken ausgetragen wird.
      Wenn Tierschützer sich um gequälte Tiere kümmern wollen sollten sie zuerst einmal die Hunde und Katzen aus Handtaschen, Obergeschosswonungen und Autos befreien. Dann hätten sie erstmal fünf Jahre zutun. Wieviele arme Haustiere werden Jährlich an Straßen und in Wäldern ihrem Schicksal überlassen weil sie keiner haben will?
      Guckt euch die Tierheime an. Voll bis unters Dach. Evtl sollte man den Mitarbeitern erstmal unterstützung zukommen lassen bevor man UNS LANDWIRTEN vorschreiben will wie wir unsere Tiere zu pflegen und zu halten haben.

      Kurz gesagt den Grünen gehen einfach, mit dem Glyfosat, auch die Wähler und Wahlkampfthemen verloren. Davor haben die nur Angst und schüren Angst und Schrecken um das Glyfosat.
      So ich geh jetzt meine Pflanzenschutzspritze mit Gentechnikfreier Milch füllen und besprite damit ein paar Grüne. Evtl hilft es da ja auch das diese Gattung Politiker langsam verschwindet.
      Amen

      0

    • Da gibt es einen Zusammenhang. Und zwar können wir auf unseren Sandböden in Nordostniedersachsen nur durch den Einsatz von Glyphosat Aussaatverfahren wie StripTill oder Mulchsaat durchführen, wodurch wir dem Bodenleben durch das somit, durch geringe Bearbeitung, natürliche Bodengefüge einen optimalen Lebensraum schaffen. Das heißt, wir haben mehr Regenwürmer und andere Kleinstlebewesen im Boden durch den Einsatz von Glyphosat.

      0

  47. Von den NGOs hört man da nichts. Das verkauft sich nicht so gut. Da rollen die Euros nicht. Ein Schmetterling sieht ja auch schöner aus wie ein Wurm. Da sagen die ach so grosszügigen Spender das schöne Tier. Aber auch ein Wurm hat seine Aufgabe im Ökosystem.

    1+

    • Thomas Weigl aber die sind doch den Spendern sowieso egal. Ein schönes Haus, die neue Autobahn oder Umgehungsstraße, sowas zählt! Fruchtbare Böden, wer braucht sowas schon?

      4+

    • Klaus Flesch Warum redet dann keiner mit uns? Ich lese Zeitungsberichte über Landwirtschaft, da biegen sich mir die Fussnägel hoch, so viel Unverstand steht da drin.

      0

    • Birgit Jutzas Liebe Frau Jutzas, Ihr Projekt in allen Ehren, aber wie viel Prozent Ihrer Mitglieder sind Landwirte, wie viele interessierte Bürger? Ich bin kein Klugscheißer, habe aber im Fach Pflanzenbau promoviert und mich deshalb sehr viel mit Bodenkunde beschäftigt. Ausserdem bewirtschafte ich seit 40 Jahren einen Ackerbaubetrieb im Rheinland. Trotzdem danke, dass Sie sich bemühen, Otto Normalverbraucher den Boden näher zu bringen.

      0

    • Bauer Willi was meinst du was wir machen? Das geht aber nur mit gegenseitigem Respekt. Das Thema Biodiversität und den Respekt von richtigem Handwerk vertritt Slow Food doch auch schon ewig. Aber wer Verbraucher nur noch als doff und ohne Ahnung beschreibt braucht sich doch nicht wundern.

      1+

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