Bauer Willi
Kommentare 10

Bauer Willi – Insekten und Geziefer

Heute wollen wir mal ausnahmsweise einen Artikel bringen, in der die Arbeit
von uns gelobt wird. Ist aber auszuhalten. Lesenswert ist auch der weitere
Text, in dem sich Tilman Gedanken darüber macht, warum das Thema Insekten so
emotional diskutiert wird. Wir wollen nichts vorwegnehmen aber es hat was
mit der eigenen Unzulänglichkeit zu tun….Also lesen… 🙂

Die Wahrheit über Bauer Willi, Insekten und Geziefer

 

 

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10 Kommentare

  1. Stadtmensch sagt

    @Tilman: Danke für den Text. Wie du schon sagst:
    „Besinnung wäre der außer Rand und Band geratenen Menschheit immer möglich gewesen, an der Gabe des Verstandes hat es nicht gefehlt. Aber das ist zu langweilig,…“

    Der Versuch, seinen Horizont zu erweitern, ist mitnichten langweilig. Wie bei jeder Kunstfertigkeit braucht man aber auch darin Übung. Ich bin froh, dass wir es mit viel Fremdenergie geschafft haben, uns so einen großen Überblick zu verschaffen. Theoretisch kann jeder und jede Neugierige auf den Ausguck klettern, um alles zu prüfen, und das Beste zu behalten:
    http://www.deutschlandfunk.de/re-das-kapital-6-6-kooperation-als-quelle-des-reichtums.1184.de.html?dram:article_id=371114

    Jetzt müssen wir das Thema Verschwendung angehen. Wissenschaftlich, wie immer mit selbstauferlegtem Zwang (das unterscheidet uns als Sinnsuchende ja angeblich vom Tier).

    Niko Paech, Befreiung vom Überfluss, Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie

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  2. Ich warte gespannt auf gewisse Kommentatoren, die den Text mal wieder komplett zerpflücken und einen Weltuntergang daraus konstruieren.

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  3. Thea S sagt

    Ein gut geschriebener Artikel zum Nachdenken. Ein guter Teil könnte fast von unserem „Philosophen“ stammen. Aber: „Nach Lage der Dinge wird das Treiben der Menschheit auch in Zukunft kurzsichtig und leichtsinnig bleiben. Sie wird nur vorübergehend aus Schaden klug.“ Also werden wohl doch die Schaben das Rennen machen.

    Gelungen auch die Beobachtung „Die Politik aber ergibt sich aus den zufälligen Mehrheiten mit Hilfe der Schwätzer, Besserwisser, Halbgebildeten und gedankenlosen Vollpfosten.“

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  4. Friedrich sagt

    Ja , Tilman du bringst es auf den Punkt. Schauen wir nur auf Glyphosat oder Insekten in der
    Reaktion der Politik spiegelt sich die Aufregung der Kritiker, NGOS oder der Medien wieder.
    Keiner weis etwas genaues , alles plappern das nach. Wenn der Klimawandel denn menschengemacht ist , dann haben alle dazu beigetragen . Der Autofahrer, der Urlaubsflieger , der Wohnungsüberheizer usw.. Aber trotzdem werden immer wieder Schuldige gesucht wie früher mit der Hexenverbrennung oder dem Ablaßhandel. Wir Bauern machen was wir immer gemacht haben , wir säen und wir ernten. Nur das heute der Bauer über 140 Mitmenschen und früher eben nur 2- 3 Leute ernährte. Das ist doch ein riesen Erfolg , oder ? Aber sagen und dankbar ist da heute keiner , es wird halt alles so hingenommen. Man zahlt ja halt dafür. Nur durch diesen biologisch-technischen Fortschritt geht es nahezu allen gut. Da wäre doch ein bischen Dankbarkeit nicht schlecht , aber es ist wie beim „Goldenen Kalb“man dreht ab. Es wird übertrieben bis wir wieder einen Drauf bekommen. Wenn man Tilmans Schreiben folgt , dann geht das schon so lange es Menschen gibt.

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      • @Andreas Müller: bitte den ironischen Dank auch auf Antibabypille und Medikamente erweitern. Die chemische Industrie macht nicht nur Pflanzenschutzmittel, auch Rückstände von Hormonen oder Weichmachern finden sich heute überall in der Umwelt. Wir sollten also konsequenterweise auch auf Medikamente und Kunststoffe verzichten oder aber Schering auch für die sexuelle Revolution und die Emanzipation der Landfrauen vom Rübenhacken danken.

        3+
        • Kunststoffe:
          2015 wurden 322 Millionen Tonnen produziert, Polyacrylfasern, PET, PP sind da noch nicht mal enthalten. Insgesamt hat die Menschheit bis 2015 8,3 Milliarden Tonnen produziert, davon sind 6,3 Milliarden Tonnen Abfall, 9% wurden recycelt, 12% verbrannt und 79% sind auf Müllhalden gelandet. Dort wird der Kunststoff zu Mikropartikeln verrieben und landet im Boden, im Wasser, in der Luft. Sogar in arktischen Niederschlägen findet sich das Zeug inzwischen.
          Alle 11 Jahre verdoppelt sich die Kunststoff-Produktion.

          Und dann wird in der Öko- und Umweltbewussten-Szene so getan, als wäre das Kunststoff-Problem gelöst, wenn man Plastiktüten durch Papiertüten ersetzt. Angesichts der Dimension des Problems ist das ja so was von lächerlich.

          Gleichzeitig steigt jedoch der Plastikverpackungsmüll in eben dieser Szene um glatte 164%, denn BIO-Produkte müssen ja in Plastik verschweißt werden, damit man sie im Supermarkt von anderen Produkten unterscheiden kann. Also nicht nur lächerlich, sondern zudem auch noch verlogen.

          So ist es mit all den Umweltproblemen, die wir haben, wenn man sie mal in die richtige Dimension rückt: Man greift von einem gigantischen Eisberg noch nicht mal ein Zehntel der Spitze, die wiederum nur 10% des gesamten Eisbergs ausmacht, schmilzt 5 Eiskristalle ein und tut so, als wäre das Problem damit gelöst. Damit entlarvt die Öko-Bewegung sich selber. Es kann diesen Leuten nicht drum gehen, die Probleme, die wir uns eingebrockt haben, tatsächlich anzupacken, geschweige denn sie zu lösen.
          Was vermutlich auch gar nicht geht, weil die Größe dieser Aufgabe uns schlichtweg überfordert.

          Ja, wir sind wohl auf der Titanic, die gegen den Eisberg fährt. Aber auf Deck ein paar Stühle hin und her zu tragen, wie das die Umweltbewussten tun, und sich einzubilden, man könnte auf diese Weise dem Eisberg ausweichen, bringt null und nichts. Oder ist sogar kontraproduktiv. Zumal, wenn man die Stühle nur hin- und herträgt, um Andere an Bord zu bashen.

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            • Aida, die Oper von Guiseppe Verdi hört damit auf, dass Radames und Aida, lebendig eingemauert, gemeinsam sterben. Wenigstens tun sie es mit Anstand und Würde. Heute ist die Krypta aus Stahl, nicht mehr aus Stein, aber mit demselben Effekt.

              Mal sehen, ob wir ebensoviel Würde und Anstand beweisen wie Radames und Aida, ein durchaus passender Name für ein Kreuzfahrtschiff. Wie war das nochmal? Wieviel Abgase stößt so ein Kreuzfahrtschiff aus? So viel wie 100.000 Autos oder eine Million?

              1+

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