Bauer Willi
Kommentare 63

Auf zwei unterschiedlichen Ebenen…

…diskutieren wir häufig, wenn es um Natur- und Artenschutz geht. Gerade bei den Artikeln der letzten Woche kommt dies in den Kommentaren deutlich zum Ausdruck. Wir alle lesen ja jeden Tag, dass die Zahl der Insekten, der Vögel, der Amphibien von Pflanzen oder sonstiger Arten zurückgeht. Seit Jahren gibt es Rote Listen, die dies belegen. Wir alle finden das schlimm, denn allein schon der Begriff „Arten-Sterben“ alarmiert. Dabei ist vollkommen klar, wer die Schuld am Artensterben hat: es ist die industrialisierte Agrarproduktion. So jedenfalls lesen wir es jeden Tag in der Presse. Mögliche andere Ursachen findet man, wenn überhaupt, „weiter unten“.

Schwierige Gespräche

Für mich als Bauer sind Diskussionen über Artenvielfalt immer schwierig zu führen, weil sich das Gespräch meist auf zwei Ebenen bewegt. Da ist die engagierte Naturschützerin, die Biologie und Naturschutz studiert hat, die an Biodiversitätsprogrammen mitgearbeitet hat, die Dialoge begleitet und über ein profundes Wissen in Sachen Natur- und Artenvielfalt verfügt. Und die mir immer wieder erklärt, dass die großräumigen Agrarstrukturen, der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln und vieles andere, was wir Landwirte so tagtäglich machen, negative Auswirkungen haben. Was ich nicht meine, sind die sich ständig wiederholenden Aussagen (soll und darf ich „Parolen“ sagen?) der NGO über Glyphosat und Neonicotinoide. Nein, die Argumente der Naturschützerin erscheinen mir stichhaltig, die Zahlen fundiert, ihr nehme ich ihr ernsthaftes Bemühen ab.

Auf der Anklagebank

Ob beabsichtigt oder nicht fühle ich mich auf die Anklagebank gesetzt. Und da sitze ich nun und weiß nicht, was ich machen soll. Soll ich mich verteidigen? Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass all mein Tun sicherlich nicht die Artenvielfalt zurückbringt. Eher im Gegenteil. Ich könnte jetzt was von Bienenweiden, die ich säe und Insektenhotels, die ich aufhänge erzählen. Doch das wird eine echte Naturschützerin nicht überzeugen. Ihr geht es um vernetzte Landschaften, um großräumigere Maßnahmen als nur um einen einjährigen Blühstreifen von 6 Meter Breite. Und sie erzählt mir voll Begeisterung, was man (sie meint aber eigentlich mich) tun müsste, damit das Tag-Pfauenauge oder die Kreuzkröte, die Zwergspitzmaus oder der Grünling, das Runde Hasenohr oder die Heidelbeer-Weide nicht ausstirbt.

Ich finde ihre Begeisterung und ihr Engagement gut. Denn wer wäre denn schon dafür, dass es diese Arten von der Roten Liste irgendwann nicht mehr gibt?

Der Zielkonflikt

Doch da beginnt der Zielkonflikt: Mein Beruf ist Land-Wirt. Bisher habe ich meine Aufgabe in der Gesellschaft so verstanden, dass ich auf meinem Land wirtschafte und Lebensmittel produziere. Produzieren soll. In meiner – ganz persönlichen – Wahrnehmung scheint sich diese Aufgabe aber derzeit zu ändern. Nicht mehr Lebensmittel scheint man von mir zu erwarten, sondern mit meiner Arbeit soll ich – so verstehe ich meine Mitbürger –  Naturschutz und Artenvielfalt  „produzieren“. Ja, das könnte ich, aber erstens habe ich das so nicht gelernt, und zweitens, Sie ahnen es schon, muss ich mit meinem Beruf Geld verdienen. Und genau an dieser Stelle reden Bauern und Naturschützer auf zwei verschiedenen Ebenen. Zwar wird die Naturschützerin vehement dafür plädieren, dass die Landwirte für ihre Arbeit entlohnt werden (öffentliches Geld für öffentliche Leistungen), in der Realität wird aber doch eher erwartet, dass die erbrachten Leistungen kostenlos sind (Eigentum verpflichtet).

Und jetzt sind Bauern, Bürger und Naturschützer gefragt, die Lösungen, den Konsens zu finden. Damit wir nicht weiter auf zwei Ebenen und damit aneinander vorbei diskutieren.

Euer Bauer Willi

 

 

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63 Kommentare

  1. Thea S sagt

    Obwohl auch ich eine studierte Biologin (Ökologie) bin, geht mir das Gejammere über das Artensterben hier bei uns auf den Keks. Wir verändern die Umwelt, und die Artenzusammensetzung ändert sich. Das ist weder gut noch schlecht. Ein artenreicher tropischer Urwald mag vielen besser gefallen als eine artenarme Wüste. Gut oder schlecht ist per se weder das eine, noch das andere. Einige Arten (z.B. Tagschmetterlinge, die meisten Vogelarten (aber auch nicht immer), Bienen, Orchideen) mögen wir derzeit, andere (Stechmücken, Läuse, Krähen, Ratten, Wespen, Brennesseln,) nicht so sehr. Eine ohnehin von Menschen geschaffene alte Welt wird verändert. Ein Landwirt erzeugte um 1900 Nahrungsmittel für ca. etwa 4 Menschen, 1950 für 10 und 2010 sogar für 131 Personen. Das sich dabei die landwirtschaftliche Welt und deren Begleitflora und -fauna änderte, sollte eigentlich nicht verwundern oder entsetzen. Aber solange wir Nahrungs- und Futtermittel importieren können, ist es leicht musealen „Natur“schutz zu fordern. Ob Artenvielfalt in unseren Breiten und bei unseren für landwirtschaftliche Produktion nahezu optimalen Bedingungen wirklich das primäre Ziel sein sollte, wage ich zu bezweifeln.

    Feuer frei …

    25+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      An der Baustelle Stuttgart 21 wurden Zauneidechsen umgesiedelt, nach einem Jahr wurden am Umsiedlungsstandort nur noch 2 gefunden, somit kostete jede 1,5 Millionen Euro.

      So, jetzt muss ich mich um die Umsatzsteuererklärung kümmern, das Finanzamt hat mir Zwangsgeld angedroht, ist ja verständlich, die möchten noch weitere umsiedeln.

      6+

    • Inga sagt

      „Ob Artenvielfalt in unseren Breiten und bei unseren für landwirtschaftliche Produktion nahezu optimalen Bedingungen wirklich das primäre Ziel sein sollte, wage ich zu bezweifeln.“
      Warum bezweifelst du das, Thea?
      Warum braucht es hier bei der intensiven Landwirtschaft weniger Artenvielfalt?
      Hat sich diese, unserer Kulturlandschaft anderweitig ökologisiert?

      Beispiel:
      Der Storch kam, der Wolf ging?

      Brauchen wir jetzt noch den Wolf?

      Unsere Umwelt hat sich ohne Wolf ökologisiert?

      Wie sieht es mit fremden Arten aus die sich hier heimisch fühlen?
      Und eventuell heimische Arten verdrängen?
      z.B. Marienkäfer?

      0

      • Thea S sagt

        Inga, ich muß zugeben, daß ich das Wort „Ökologisierung“ trotz Studium der Ökologie nicht kannte, und auch nach Recherche nichts damit anfangen kann. Eine Definition sagte mir „Erhaltung , Schutz des natürlichen Lebensraumes, umweltgerechte Gestaltung“. Natürlichen Lebensraum gibt es in der Kulturlandschaft nicht mehr, und „umweltgerecht“ ist nur wieder ein unreflektiertes Schlagwort. Wenn ich die Umwelt verändere, stellt sich eine ihr entsprechende Biozoenose ein. Die Lebensgemeinschaften von Mäusen, Ratten und Ameisen usw. in unseren Städten sind durchaus „umweltgerecht“. Wir können uns sicher etwas Schöneres vorstellen, aber ich kann auch diese Umwelt wissenschaftlich (ökologisch) erfassen und beschreiben. Wenn ich möglichst viele verschiedene Arten haben will, und mir die Umwelt entsprechend umbaue, ist das eine ethische Entscheidung (hier in Mitteleuropa ist „die Natur“ der artenärmere Wald). Und wenn ich möglichst viel Nahrungsmitteln dort erzeugen möchte, wo sie besonders gut wachsen, so ist das auch eine ethische Entscheidung. Wie auch übrigens die, ob wir den Wolf brauchen. Die Natur funktioniert „ökologisch“ auch ohne ihn, anders halt als mit ihm.

        1+

        • Unter „Ökologismus“ versteht man, wie ich es verstanden habe, eine religiös gewendete Ökologie, die auf die europäische Romantik zurückgeht. Die Erde erscheint dabei als „gemeinsames Haus“ (oikos), dessen endliche Ressourcen auf rationale Weise zu verwalten und zu verteilen sind. Erde, Natur, Leben, Evolution werden in dieser „Öko-Religion“ zu geschlossenen Systemen, deren Bedingungen und Wirkungsweisen der Mensch kennen und deshalb steuern bzw. verwalten kann.

          Geschlossene Systeme sind statische und damit berechenbare Systeme.

          Im Ökologismus wird eine bestimmte „romantische“ Vorstellung von Natur ein für alle Mal festgeschrieben. Dem eigentlichen Wesen von Evolution, Natur, Leben wird diese Vorstellung nicht gerecht, denn es sind ja offene Systeme. „Ökologisierung“ bedeutet dann wohl, die Natur im Hinblick auf diese romantische Vorstellung zu verwalten.

          1+

        • Paulus sagt

          @Thea S
          ich möchte vorausschicken, dass Ihre Beiträge meine volle Zustimmung finden. Jetzt kommt allerdings ein kleines „ja aber“, auch wenn ich dies nicht sonderlich mag.
          Wenn ich Ihre These mit meinem Verständnis von Logik zu Ende denke, könnte ich zu der Auffassung gelangen, dass die Artenvielfalt der Nahrungserzeugung für Menschen, der Futtermittelerzeugung für Nutztiere und selbst der Energie- und Forstwirtschaft unterzuordnen ist. Von Ackerbau habe ich keine Ahnung, besitze aber neben Grünland auch noch so einige ha an Forst. Da habe ich nach Kyrill wieder angepflanzt und alles sich selbst überlassen, während meine Nachbarn emsig mit dem Freischneider und der Spritze unterwegs waren. Im Sinne der Forstwirtschaft habe ich so ziemlich alles falsch gemacht was nur ging. Die Artenvielfalt ist bei mir allerdings deutlich höher; da äst das Wild bevorzugt und es summt und brummt und krabbelt. Im Gegensatz zu anderen habe ich so gut wie keinen Wildverbiss. Meine Bäumchen sind vital, die Wuchshöhen und Stammdurchmesser unterscheiden sich nicht von denen meiner Nachbarn, einschl. des fiskalischen.
          Wissenschaftlich erfassen und beschreiben kann man das zweifelsfrei. Ich habe den mir zur Verfügung stehenden kleinen Teil der Umwelt allerdings weder aufgrund ethischer Entscheidungen umgebaut noch auf die Wirtschaftlichkeit geachtet, und trotzdem funktioniert es erstaunlich gut.
          Jetzt kommt das Entscheidende: Der Vorwurf lautet, der lässt ja alles verkommen.

          1+

          • Thea S sagt

            @Paulus
            Toll, ich liebe einen „verwilderten“ Wald (und das ist hier bei uns vermutlich ohnehin die „natürliche“ Waldform). Es ist nicht verwunderlich, daß Menschen, die Schottergärten anlegen, Ihren Wald verkommen finden. Unseren Garten habe wir als „Bauerngarten“ angelegt (er macht richtig viel Arbeit), die Nachbarn sind auch nicht begeistert. Aber auch bei uns summt und brummt und krabbelt es. Die Frage, ob Artenvielfalt oder Nahrungsmittelproduktion wichtiger ist, ist nicht leicht zu beantworten. Ist der Mensch wichtiger als das Tier? Dürfen wir Menschen verhungern lassen um Arten zu schützen ( hier geht es mir nur um die ethische Frage, nicht ob das derzeit wirklich das Problem ist, bei uns sicher nicht). Dürfte ich das letzte Pärchen einer Art essen, wenn es für mich die einzige Chance wäre zu überleben? Ökologisch gesehen verhält sich der Mensch richtig, wenn er sich über alles stellt, und sogar wenn man andere verhungern läßt, damit man selbst mehr hat. Human ist das nicht, und moralisch und ethisch sicher falsch. Wir müssen uns nur um diesen Konflikt klar sein, und nicht predigen (Öko-Religion, wie der fingerphilosoph das nennt), daß die Artenvielfalt das primäre Ziel sein muß.

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          • sonnenblume sagt

            Hallo Paulus, was glauben Sie wohl wie hier hinter vorgehaltener Hand kritisiert und gelästert wurde, als wir mit dem pfluglosen Ackerbau begonnen haben. Eine feste Überzeugung und ein dickes Fell waren schon nötig. Über die Jahre ist es ruhig geworden. Ein Kollege hat die Vorteile erkannt und arbeitet mittlerweile auch erfolgreich mit dem System.

            1+

          • bauerhans sagt

            „Jetzt kommt das Entscheidende: Der Vorwurf lautet, der lässt ja alles verkommen.“

            mein wald liegt direkt am ortsrand,wurde bis jetzt über den förster bewirtschaftet,der allerdings,wie alle beamten,keine ahnung von wirtschaftlichkeit hat.
            seitdem ichs selbst mache und das holz zum heizen nutze,gibts laufend anfragen bz. wald aufräumen (damits wieder ordentlich aussieht) oder beschwerden bz. trockener äste (laufend fühlt sich einer durch einen ast tödlich bedroht) und auch das ordnungsamt schaltet sich ein.
            da viele spaziergänger mit hunden unterwegs sind,ists mit wildtieren nicht weit her.

            1+

        • Inga sagt

          Unter „Ökologisierung“ verstehe ich die bewußte Einhaltung des Schutzes des natürlichen Lebensraums und auch die dadurch umweltgerechte Gestaltung!
          Das öffentliche Bewusstsein dazu ist doch in den 70igern entstanden und in ab den 80igern verwirklicht worden, Thea.
          Es sind ja auch viel Maßnahmen in Land- und Forstwirtschaft seit dem gemacht worden.
          So, nun haben wir eine intakte Ökologie!
          Fremde Pflanzen und Tiere können sich mehr oder weniger integrieren!

          Es muß aber beobachtet werden, damit einheimische Nützlinge nicht verdrängt werden. Es gibt mehrere Beispiele! (Marienkäfer) (Jakobskreuzkraut)

          Dazu müßte auch der Wolf zählen, warum weigern sich so viel Leute darum?
          Was hat er hier für eine nützliche Aufgabe?

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  2. DIE REINWASCHER-LITANEI

    Dass 7.500 Millionen Menschen die Erde bevölkern, hat mit dem Artensterben nicht das Geringste zu tun.

    Dass jeder dieser 7.500 Millionen Menschen im Schnitt mehr als 100x so viel Energie verbraucht, wie er durch körperliche Arbeit selbst erzeugen kann, hat mit dem Artensterben nichts zu tun.

    Dass diese 7.500 Millionen Menschen bis dato eine Technosphäre (alle von Menschen geschaffenen Produkte, angefangen von Staudämmen, Wolkenkratzern, Straßen bis hin zu Kugelschreibern und Fingerringen) geschaffen haben, die mehr als 30 Billionen Tonnen wiegt (das sind 50 kg pro Quadratmeter Erdoberfläche), hat mit dem Artensterben ganz gewiss nichts zu tun.

    Dass ein Großteil dieser 7.500 Millionen Menschen täglich Berufen nachgeht, die Natur weiterhin in Technosphäre umwandeln, hat mit dem Artensterben nichts zu tun.

    Dass durch den Bergbau mehr Sedimente verschoben werden als alle Flüsse der Erde je geschafft haben, hat mit dem Artensterben nichts zu tun.

    Dass neue Stoffe wie Plastik, Beton, bleihaltiges Benzin und Aluminium die Welt überfluten, hat keinen Einfluss auf das Artensterben.

    Dass allein in Deutschland im Jahr 2014 immer noch täglich (!) die Fläche von mehr als 100 Fußballfeldern verbaut wird, hat keinen Einfluss auf das Artensterben. Auch nicht, dass der einzelne Mensch immer mehr Wohnraum und Verkehrsfläche für sich beansprucht. Pro Person in Deutschland waren das 2014 46 Quadratmeter Wohnfläche und 224 Quadratmeter Verkehrsfläche.

    Dass in Deutschland 46 Millionen Fahrzeuge zugelassen sind, hat mit dem Artensterben nichts zu tun. Dass es weltweit inzwischen 1,2 Milliarden Fahrzeuge sind, schon gleich gar nicht.

    Dass der Grundstromverbrauch in Deutschland trotz aller Sparmaßnahmen im Jahr 2017 um 10% höher ist als 1997 und dass immer mehr Strom durch vorzugsweise in Naturparks aufgestellten Windkraftanlagen erzeugt wird, hat mit dem Artensterben nichts zu tun.

    Und so weiter.

    Wer ist denn dann schuld am Artensterben?

    Tja, das ist der Bauer, der nicht biologisch wirtschaftet und keine Blühstreifen pflanzt. Logisch! Oder?

    23+

    • Stadtmensch sagt

      75% der Fläche der BRD werden Land- und Forstwirtschaftlich genutzt. Maßnahmen im Kleinen zur Wiederherstellung produktiver (für den Menschen mit regenerativer Energie und ohne Chemieeinsatz nutzbarer) Kulturlandschaft funktionieren. 800 Millionen Menschen weltweit werden mit Stadtlandwirtschaft ernährt. 70% der Nahrungsmittel (wohlgemerkt Nahrungsmittel) werden von Kleinbauern ohne „Moderne LW“ erzeugt.

      Ansonsten: Wir leben im Anthropozän, aufwachen!

      1+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        795 Millionen Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen. Die Zahl der Hungernden ist seit 1990 um 216 Millionen zurückgegangen.
        http://de.wfp.org/artikel/die-globalen-nachhaltigkeitsziele

        Die große Mehrheit der Hungernden (98 Prozent) lebt in Entwicklungsländern. Davon leben zirka 511 Millionen in Asien und der Pazifikregion, 232 Millionen in Afrika. Jedoch ist der Anteil der Hungernden an der Bevölkerung mit 20 Prozent in Afrika am höchsten. (Quelle: State of Food Insecurity in the World, FAO 2015)

        1+

        • Nicht nur die große Mehrheit der Hungernden lebt in Entwicklungsländern, sondern die große Mehrheit der Menschen insgesamt. Von 10 Menschen leben heute 8 in Entwicklungsländern, 2040 werden es 9 von 10 sein.

          Hungernde sind 50% Kleinbauern, 20% besitzlose Landarbeiter, 10% Fischer und Viehzüchter. Bevor man also anfängt, ein Loblied auf die kleinbäuerliche Landwirtschaft zu singen: 80% der Hungernden sind in der Landwirtschaft tätig.

          8 bis 9 von 10 Menschen wollen denselben Lebensstandard wie wir in der sogenannten „westlichen Welt“. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass eine Mehrheit von 8-9 sich nach einer Minderheit von 1-2 richtet?

          Aufwachen heißt einzusehen, dass die Natur nicht zu bewahren ist. Das mag man bedauern, ändert aber absolut nichts an der Dynamik.

          4+

          • Stadtmensch sagt

            Auf Seite 169? in „Die Wahrheit ist auf dem Feld“ steht sinngemäß: „Philosophen haben nich nie etwas Vernünftiges zur Ausgestaltung des Agrarsystems beigetragen“
            Wir blicken aber auf ziemlich genau 100 Jahre industrielle LW zurück und vor hundert Jahren brauchte man noch keinen Künstdünger oder Agrarchemie oder Importe, um annähernd so viele Menchen satt zu bekommen, wie jetzt. Außerdem wurden auch noch die Zugtiere durchgefüttert. Jetzt verballern wir 1,4 Millionen Hektar Fläche um Mais für Bioenergie mit einem lausigen Wirkungsgrad zu erzeugen. PV wäre hier viel effizienter. Der Stickstoffkreislauf ist völlig aus dem Ruder (auch durch den Verkehrssektor natürlich). Die Kleinbauern hungern, weil sie ihrer Subsistenz beraubt werden, um auf diesem Land Baumwolle, Kaffee, Kako, Tee, Tabak, Soja, Rosen, Palmöl für uns reiche Westler anzubauen. Sie werden uns in Zukunft alle auf den Keks gehen (das kostet). Ich denke du bist so gegen Unterwerfung? Wie kann man sich denn so einem Unsinn unterwerfen, der uns allen irgendwann das Genick bricht. Schon jetzt zahlt jeder EU-Bürger im Schnitt 756 Euro für Schäden durch das agroindustrielle System. Die Aktionäre von Bayer und Co. freut das. Ist das nicht eine niedliche Revoluzzer-Rhetorik? Nee nee macht ma! Zitat Merkel:

            „Aber dazu brauchen wir vor allem drei Dinge: Erstens: Wachstum, zweitens: Wachstum und drittens: Wachstum.“
            Ohne Wachstum keine Arbeitsplätze; ohne Wachstum keine Sanierung der sozialen Sicherungssysteme; ohne Wachstum sinkender Wohlstand; ohne Wachstum werden mehr und mehr Menschen auf der Strecke bleiben.

            Was für ein Schwachsinn! Seit Jahren diese trostlose Perspektive. Diese Alternativlosigkeit:
            http://www.zeit.de/reden/deutsche_innenpolitik/200349_merkelcduparteitag/seite-13

            1+

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              >> und vor hundert Jahren brauchte man noch keinen Künstdünger oder Agrarchemie oder Importe, um annähernd so viele Menchen satt zu bekommen, wie jetzt.<<

              Am 1. Dezember 1900 hatte das Deutsche Reich eine Bevölkerung von 56.367.178 Menschen – 1999 bevölkerten 82.163.000 Menschen die BRD.

              Laut Angaben des statistischen Bundesamtes lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland für Männer im Jahr 1900 bei 46,4 und für Frauen bei 52,5 Jahren. Nach den aktuellen Daten hat das Bundesamt eine durchschnittliche Lebenserwartung für einen heute geborenen Jungen von 81,7 und für ein Mädchen von 87,8 Jahren berechnet. Somit hat sich die Lebenserwartung in diesem Zeitraum in etwa verdoppelt

              Nie in der Geschichte ist die Weltbevölkerung so schnell gewachsen wie im vergangenen Jahrhundert. Von 1900 bis heute hat sie sich von rund 1,6 Milliarden auf 6,5 Milliarden Menschen vervierfacht. Derzeit wächst sie jedes Jahr um etwa 76 Millionen Menschen. Nach der mittleren Prognose der Vereinten Nationen werden wir im Jahr 2050 etwa 9,1 Milliarden Menschen auf der Erde zählen.

              3+

            • Stadtmensch sagt

              Nochmal. 70% der Nahrungsmittel werden von Kleinbauern mit durchschnittlich 1,6 ha Fläche und einem sinnvollen Input/Output-Verhältnis erzeugt. Ich werde so lange auf diesen Zahlen rumreiten, bis dem Herrn Böhrer der Kragen platzt 😉

              Bis zum Verbot durch die Nazis gab es auch Konsumvereine (heute würde man SOLAWI oder CSA sagen. Damit der gebeutelte Fabrikarbeiter listige Wucherer, Krämer und andere Lebensmittelverramscher umgehen konnte. Und wo sind wir jetzt gelandet? Albrechts, Schwarzens und sonstige Groups und Steuervermeider heimsen alles ein und lassen Sachzwänge entstehen, die einer vernünftigen LW jeglichen Handlungsspielraum nehmen. Aber alle wollen das so. Schuld an der Misere sind sowieso linksgrüne Spinner und Ökotanten…

              2+

          • Vor 100 Jahren hat ein Bauer vier Menschen ernährt, heute sind es in Deutschland 145, von denen offenbar keiner zurück in die Landwirtschaft will. Deshalb wird mit Dünger und Technik gearbeitet. Möglicherweise war die Ursachen-Wirkungskette auch gerade anders herum, und die Bauern fingen erst mit Dünger und Technik an und verdrängten sich so gegenseitig, was aber nichts daran ändert, dass der hochzivilisierte Mensch lieber hinter dem Computer sitzt als dass er Unkraut jätet oder Kartoffelkäfer abliest. Man kann von anderen Menschen nicht erwarten, was man selbst nicht leistet und nicht zu leisten bereit ist.

            Und Photovoltaik in Deutschland ist alles, bloß nicht effizient.

            Ja, klar bin ich gegen Unterwerfung. Deshalb bin ich auch gegen diese Öko-Religion, die auf eine dirigistische Planwirtschaft hinausläuft. Alle kommunistischen System sind gescheitert, weil Planwirtschaft nun mal nicht funktioniert.

            5+

            • Stadtmensch sagt

              Wir leben doch jetzt auch in einer Planwirtschaft: Der Plan ist: die Koch-Brüder wollen ihren Kunstdünger verkaufen also wird Kunstdünger verkauft. Irgenwer wollte Biodiesel verkaufen also braucht man eine „Veredelung“ für den ganzen Raps- und Sojaschrot. Also wird die Marketing-Maschine angeworfen „Ein Stück Lebenskraft“ und Massen von Menschen werden auf den 10fachen Fleischkonsum abgerichtet. Irgendwer will bei der Erdölraffinerie sparen und ein Markt für Dieselfahrzeuge muss her…
              Vom Zucker fange ich jetzt nicht an.
              Ich mag Pläne und die Smithsche „unsichtbare Hand des Markes“ ist von den Liberalen schon immer falsch verstanden worden.
              So – ich muss jetzt dringend weiter an der Vertechnisierung arbeiten. Und zwar vor dem Computer in Anbinde- bzw Sitzhaltung.

              0

      • Ja, eben: wir leben im Anthropozän, und genau deshalb verschwinden die meisten anderen Arten. Der Mensch wird das Artensterben nicht aufhalten, geschweige denn umkehren. Es geht im Prinzip nur drum, ob das Artensterben minimal verlangsamt werden kann. Dann dauert das Sterben der Arten eben etwas länger.

        Auf einem industriell bewirtschafteten Acker verschwinden 80% der Arten. Auf einem biologisch bewirtschafteten Acker verschwinden 67%. Auf den Äckern der Kleinbauern in den Entwicklungsländern findet sich auch keine Artenvielfalt. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass, wo etwas angebaut wird, etwas anderes verschwindet.

        Anthropozän: das bedeutet, Natur in Technosphäre zu verwandeln.

        Der springende Punkt ist, dass wir ALLE gleichermaßen am Anthropozän inklusive Artensterben beteiligt sind und nicht nur der Bauer.

        5+

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Marian, als ich Deine Auflistung las ist mir bewusst geworden, WARUM ich als Bauer Schuld daran bin?
      Weil ich als Bauer das Bindeglied zwischen Technisierung und Natur bin. Ich als Bauer beute die Natur aus! Ich bin der Handlanger, der Söldner, der das „liebe Tier“ in den Stall sperrt und dann zum Tode verurteilt. In wessen Auftrag ich das tue, das interessiert nicht. Ebensowenig interessiert, dass die Technisierung (und Globalisierung) mich in einen mörderischen Wettbewerb führen. Egal, ich tue es um meinen Hof zu erhalten – also aus reiner Gier. Also bin ich doch selbst Schuld. Ich hätte ja auch Biologie studieren können… 😉
      Alois

      3+

      • Hallo Alois,

        selbstverständlich bist Du als Bauer schuld. Schließlich ernährst Du ja zusammen mit Deinen Kollegen die 7.500 Millionen Menschen, die dann Zeit haben, Autos zu bauen oder Flugzeuge oder die sich hinter den Computer setzen oder nach Afrika fliegen, um die schöne Landschaft zu genießen. Tätest Du die Leute nicht ernähren, müsste jeder selber seine 1,6 ha Land bestellen und das „liebe Tier“ höchstpersönlich in den Stall sperren. Und das könnte dann jeder ganz ohne Dünger und PSM machen, so wie Willi seinen eigenen Gemüsegarten ja auch ohne PSM behandelt. Da gibt es ja auch den Brief vom Willi an den Verbraucher „Mach’s doch selbst!“

        Und dann hätten wir diese kleinbäuerliche Landschaft, die sich der Stadtmensch so sehr herbeiwünscht. Jeder wäre 10 Stunden am Tag mit seinem Garten/Feld beschäftigt und hätte also dann keine Zeit mehr, der Natur auf andere Weise zu schaden.

        Ja, glaubst Du, da kannst Du Dich jetzt so einfach aus der Verantwortung stehlen?
        Nein, nein, nein, nein …. so einfach kommst Du nicht davon 🙂

        Marian

        3+

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Aber Marian, wenn jeder wieder „Selbstversorger“ werden würde, dann wäre das ja auch das Ende der Technisierung. Weil der Wissenschaftler hätte dann ja keine Zeit mehr zu forschen, er würde den ganzen Tag mit Essen besorgen beschäftigt sein. Ebenso müssten die Autobauer nicht mehr Autos bauen, denn schließlich muss ja niemand mehr zum Supermarkt fahren, weil jeder alles in seinem Garten oder Feld hat. Dort wo er auch wohnt. Er wäre den Pflanzen und Tieren in der Natur ganz nah. Es wäre einfach alles so perfekt idyllisch…
          Da fällt mir ein, wir haben in einem Monat die große, entscheidende Wahl in Deutschland. Welche Partei ist für eine solche perfekte Idylle??? Diese müsste ich wählen… 😉

          2+

          • Stadtmensch sagt

            Lacht nur 😉
            Es gibt Studien, wonach sich Städte bis zu 75% selbst (von produktiven städtischen Grünflächen) versorgen könnten. 10h täglich dauert das niemals. Ich spreche aus Erfahrung. Außerdem will ich nie wieder hören, dass die Arbeit auf der Alm ohne lärmenden Motormäher schön und befriedigend ist.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Industriebrachen in Detroit, auf denen heute Gemüse wächst. Dachgärten in Kairo und den Sackgärten in Kibera, einem Slum von Nairobi. Dort wird mit ein bisschen Erde aus einem alten Plastiksack neben der Hüttentür ein Garten, der nicht nur die Familie mit Gemüse ernährt, sondern auch ein zusätzliches Einkommen ermöglicht.

              Die machen das nur wegen purer Armut, auch in Detroit!

              Die Laubenpiper in Deutschland pflegen den Rasen besser, als die Tomatenstöcke.

              Ausnahmen mal abgesehen.

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          • Ich glaube fast, wir haben das „Ei des Kolumbus“ und die Lösung für alle Probleme der Menschheit gefunden. Es ist nämlich noch viel besser: Wenn jeder wieder „Selbstversorger“ werden würde, wäre das auch das Ende der Geldherrschaft, denn mit Geld könnte man dann ja niemand mehr unter Druck setzen. Und alle Banken wären überflüssig. Die Banker könnten sich in ihren Hochhäusern auf „vertical farming“ spezialisieren.

            Die Partei, die das Selbstversorger-Prinzip vertritt, gibt es, glaube ich noch nicht. Denn letztendlich würde dieses Konzept ja auch auf die Abschaffung von Parteien und Staat hinauslaufen, denn wozu braucht man noch einen Staat, wenn sich jeder selbst versorgt?

            Die Partei müssen wir wahrscheinlich also erst selber gründen: Die SVP, die Selbstversorgerpartei. Aber ich glaube, das könnten die Leute mit irgendeiner Partei in der Schweiz oder in Österreich verwechseln.
            Wir könnten uns ja HIES-FIES (Herr im eigenen Stall/Frau im eigenen Stall)-Partei nennen.

            Und die Farben gehen allmählich auch aus. Rosarot ist vielleicht noch im Angebot oder himmelblau. Nein, weiß! Weiß ist super. Die Farbe der Unschuld. Weil ja dann schließlich niemand mehr schuld ist.

            Jetzt weiß ich auch, was es mit der Eva auf sich hat. Das war die erste Bäuerin, die dem Adam den Apfel gereicht und ihn miternährt hat.

            „Weiß“ hat ja auch was mit Wissen zu tun hat. Ich weiß(le) was. Was willst Du lieber sein? Der Parteivorsitzende oder der Kanzlerkandidat?

            Wenn wir dann unser Ziel erreicht haben, schaffen wir die HIES-FIES wieder ab und gehen in Rente. Was meinst Du? Zeitlich könnte es bis zum 24. September ein bisschen knapp werden, aber sonst … 🙂

            1+

            • Stadtmensch sagt

              Du musst das mit dem Namen und der Farbe machen. Für das Konzept fehlt die eindeutig die Theorie. Geld als Ursache für Druck – tss! Der Druck entstand und entsteht duch Privatisierung (privare=rauben) der Produktionsmittel und natürlichen Ressourcen und durch die Verwandlung von Arbeitskraft und Geld in Ware. (das hat nicht nur der Herr Polanyi rausgefunden). Eine Gesellschaft von Freien und Gleichen hat die Evolution leider nicht vorgesehen, also müssen wir den vorgesehenen Weg bis zum Ende gehen und einige dürfen hoffen, mit Kenntnis der Gründe vom Planeten zu verschwinden.

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            • bauerhans sagt

              „PRIMITIV und RÜCKSCHRITTLICH“

              wer so lebt,kann sich nichtmal selbst versorgen,sondern produziert nachkommen,die später zur versorgung dienen sollen.
              ein widerspruch.

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          • Ich seh das so sagt

            Das Hauptproblem dieser Idylle wäre, daß wir dann mit (wohl wesentlich) mehr als 3-5% Beschäftigten im Agrarbereich – laut international gültiger Definition und allgemeinem Ansehen – ein RÜCKSCHRITTLICHES und WENIG ENTWICKELTES Land wären – also weniger nobel formuliert PRIMITIV wären.
            Wer will heute schon Bauer sein und als primitiv gelten ?
            Das ist doch komisch oder ?

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            • Dass für sich selber sorgen können PRIMITIV und RÜCKSCHRITTLICH ist, wird denen, die sich tatsächlich selbst versorgen könnten, logischerweise von denen eingeredet, die weiterhin bequem auf deren Kosten leben wollen.

              Das Selbstversorgertum ist verpönt, weil, wenn es praktiziert würde, ziemlich schnell klar würde, dass inzwischen ein relativ großer Teil der Menschen bequem auf Kosten eines relativ kleinen Teils von Menschen lebt. Das muss natürlich unterm Teppich gehalten werden, weil sonst der relativ kleine Teil von Menschen sauer werden und auf die Idee kommen könnte, diese doch recht einseitige Vereinbarung aufzukündigen.

              Die kleinbäuerliche Idylle ohne Pestizide und künstliche Düngemittel, wie sie den Stadtmenschen und Ökofreaks vorschwebt, würde in der konkreten Verwirklichung ja so aussehen, dass es im Agrarbereich wieder wesentlich mehr Beschäftigte geben MUSS (30-50% mindestens). Und das ist ja eben der Widerspruch in der „grünen“ Ideologie. Denn von denen, die die kleinbäuerliche Idylle fordern, ist ja keiner bereit oder fähig, selber Kleinbauer zu werden und für sich selbst zu sorgen.

              Als Philosoph bin ich auch nicht fähig, mich selbst mit allem existenziell Notwendigem zu versorgen, aber im Gegensatz zu den Ideologen gebe das wenigstens zu. Der Unterschied zwischen einem Philosophen und einem Ideologen besteht darin, dass der Philosoph das, was ist, nicht verleugnet.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              >>Die kleinbäuerliche Idylle ohne Pestizide und künstliche Düngemittel, wie sie den Stadtmenschen und Ökofreaks vorschwebt, würde in der konkreten Verwirklichung ja so aussehen, dass es im Agrarbereich wieder wesentlich mehr Beschäftigte geben MUSS (30-50% mindestens).<<

              Es würde so aussehen, die Menschen in Europa die Erfahrung machen, wie sich Hunger anfühlt. Auch der BIO Anbau erfordert Pestizide, genau so der Ersatz der Mineralien, die in unseren Kläranlagen für immer verloren ist.

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            • Stadtmensch sagt

              „dass inzwischen ein relativ großer Teil der Menschen bequem auf Kosten eines relativ kleinen Teils von Menschen lebt“

              Das grenzt ja schon fast an die Sloterdijksche (Küchen)Philosophie

              Wenn du gestern zugehört hättest, wärest du nicht so schnell mit „absoluten Setzungen“ bei der Hand:

              http://www.deutschlandfunk.de/geldtheorie-gebrochenes-versprechen.1310.de.html?dram:article_id=393737

              „Sie verteilten also nicht nur das Geld der Sparer an die Kreditkunden, sondern sie schöpften neues Geld – einfach, indem sie einen gegebenen Kredit dem Kunden als Guthaben auf dem Konto gutschrieben und zugleich denselben Betrag als Forderung in ihre Bilanz einstellten.“

              „Wer soll und darf darüber entscheiden, wie viel Geld es gibt und für welche Zwecke es geschaffen wird? Darüber sollten wir sprechen.“

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            • Das Prinzip der Geldschöpfung hat noch andere Komponenten, bspw.: Wenn Staaten immense Schulden haben, dann bei Banken, Konzernen, Superreichen, Pensionsfonds etc. Für diese Schulden fallen in der Regel Zinsen an, die aus Steuereinnahmen beglichen werden.

              Statt dass die Steuern in Form von Gemeingütern (Bildung, Infrastruktur etc.) an die Bürger zurückfließen, fließen die Gelder in die Taschen der ohnehin schon Reichen. Die Verschuldung von Staaten dient also lediglich der Vermögensumverteilung, wonach die „Reichen“, die dem Staat Geld leihen können, immer noch reicher werden.

              Ach ja: dieses Jahr war übrigens der 19. Juli der Stichtag. Bis zu diesem Tag, also mehr als die Hälfte des Jahres, haben die Bürger für den „Staat“ gearbeitet, seit diesem Tag arbeiten sie nun für sich selber. Wir leben also sozusagen in einer Art „Halbsklaverei“.

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            • Stadtmensch sagt

              Auf der Leseliste:
              https://de.wikipedia.org/wiki/Schulden:_Die_ersten_5000_Jahre

              „Käme Plato mit einer Zeitmaschine zu uns […], er würde sich nicht wundern, Menschen zu sehen, die arbeiten müssen, nicht um ihr Leben zu leben, sondern um eine Schuld zu bezahlen, für die ihr Leben gar nicht ausreicht. Zu seiner Zeit nannte man sie Sklaven.“ In der Antike etwa wurden immer wieder Schulden erlassen und das Land neu verteilt.“

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  3. Wilfried Furchert sagt

    Die BVVG, ein Saatsbetrieb des Bundesfinanzministeriums, ist immer noch im Besitz von zehntausenden Hektaren Land. Hier könnten doch Pilotprojekte im Sinne der Biodiversität durchgeführt werden und der Staat bzw. ausgesuchte Ministerien könnten da eine Vorreiterrolle einnehmen. Außerdem gäbe es keine Konflikte mit der Entwertung von Privateigentum, was beispielsweise passiert, wenn der Biber gestaltend in die Umwelt eingreift.

    1+

  4. Du hast die Umwandlung elementaren Stickstoffs der Atmosphäre (N2) in reaktive Stickstoffverbindungen wie Ammoniak, Ammonium, Lachgas, Salpetersäure usw. ausgelassen. Hieran hat nach der Universität Stockholm die Herstellung synthetischer Düngemittel den größten Anteil, die absolute Mehrheit sogar (53 %), gefolgt vom Leguminosenanbau (27 %) und der Verbrennung fossiler und nachwachsender Rohstoffe (20 %). Stickstoffdünger sind die größte Quelle für Feinstaub und Stickoxide. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass am Stuttgarter Neckartor Individualverkehr und nicht Landwirtschaft stattfindet. Stickstoffliebende Pflanzen verdrängen Pflanzen, die auf Magerstandorte angewiesen sind. Waldböden werden so zwar schön grün, verdrängen aber hoch spezialisierte Tierarten. Salpetersäure greift Gebäudesubstanz an.

    „Bisher habe ich meine Aufgabe in der Gesellschaft so verstanden, dass ich auf meinem Land wirtschafte und Lebensmittel produziere. Produzieren soll.“

    Warum produzieren „soll“? Willst Du uns mästen, oder bringst Du Deine Ernte persönlich in die Krisengebiete Afrikas zu den mangelernährten Kindern?

    Bitte verstehe diese Äußerung nur als Überspitzung und nicht als Überheblichkeit. Ich bringe schließlich auch nichts nach Afrika. Afrika ist mir egal. Und auf der linken Spur lasse ich mich selten einholen. Ich bin Veganer, ich darf das. 😉

    2+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      >>Warum produzieren „soll“? Willst Du uns mästen, oder bringst Du Deine Ernte persönlich in die Krisengebiete Afrikas zu den mangelernährten Kindern?<>Afrika ist mir egal<<

      Das ist nun mal eine Aussage. 🙁

      2+

      • Falls hier jemand mit afrikanischen Wurzeln und/oder Verbundenheit zu dem betreffenden Land mitliest und sich vor den Kopf gestoßen fühlt: Sie oder er möge das bitte nicht verächtlich verstehen, sondern als Selbstkritik, dass man bei einigen schlimmen Bildern ein paar Tränen verliert, dies als Beweis dafür ansieht, dass man noch nicht völlig abgestumpft ist – sich somit gut fühlt – und zur Tagesordnung übergeht. Davon abgesehen bin gespannt auf Afrika, da ich dort bald Urlaub mache. So richtig egal ist es mir also nicht, ich will mir zumindest einen Eindruck von Teilen Afrikas verschaffen und die Schönheit genießen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wir wissen seit kurzem, dass es deutlich mehr Linien oder Unterarten des Menschen gibt, als noch vor kurzem angenommen. Beispielsweise gibt es neben der unabhängig voneinander entwickelten Form des Neanderthalers den Denisova-Menschen. Beide stammen wie wir aus Afrika, wenn auch aus früheren Auswanderungsschüben, die wiederum mit Veränderungen im Klima und in der Lebenswelt Afrikas zu tun haben könnten. Der moderne Mensch hat sich mit beiden Unterarten vermischt. Bis heute weisen Afrikaner daher die größte genetische Bandbreite aller Menschen auf.

          1+

        • Paulus sagt

          Als Veganer ist dir selbstredend alles gestattet, da üben alle anderen Nachsicht. (Hier sollte jetzt so ein Grinsefroh erscheinen)

          So hart und unmenschlich es auch klingen mag, große Teile Afrikas sollten uns tatsächlich egal sein. Hört sich menschenverachtend und böse an, ist aber so.
          Ich hatte berufsbedingt mehrfach das zweifelhafte Vergnügen vor Ort zu sein – aber so richtig – nicht in touristischen Regionen, sondern da wo es uns mit unserem europäischen oder auch amerikanischen Verständnis richtig wehtut.
          Da kann man nach meiner Auffassung auch mit Geld, humanitärer und technischer Hilfe nichts retten.
          Die Männer tuckern mit ihren geschenkten Einachsschleppern, auf dem Hänger sitzend, stolz in den nächsten Puff oder zu irgendeinem Palaver, während die Frauen auf dem Feld malochen und die Wasserkanister schleppen. Und wenn das Töff-töff kaputt ist oder der Tank leer steht es an der Ecke oder wird ausgeschlachtet und in Einzelteilen verkauft oder sonst wie verwertet. Die Toyotas der Milizen und NGO’s funktionieren erstaunlicherweise immer und für die gibt es auch Sprit. Gleichzeitig verkündet der höchste Repräsentant der kath. Kirche so einen Unsinn wie „wachset und mehret euch“ statt Kondome zu verteilen.
          Abgesehen davon befinden sich Afrikas fruchtbare Regionen und Rohstoffquellen eh schon weitgehend in außerafrikanischem Besitz. Dafür mehren sich seit vielen Jahren die gigantischen Guthaben irgendwelcher Despoten oder Clans bei Schweizer Banken.
          Afrika ist weder ein verlorener noch ein abgehängter Erdteil, sondern Bestandteil unseres sich stetig verändernden Planeten. Die gesellschaftlichen Verhältnisse einschl. religiöser Spinnereien sind das Problem.
          Dem allem wirst Du im Urlaub wahrscheinlich nicht begegnen. Das wirkliche Afrika ist außerhalb der Metropolen faszinierend und traumhaft schön, solange man weiß, dass es noch einen funktionstüchtigen Landrover und einen Rückflug nach FFM oder DUS gibt.

          4+

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            >>Die Männer tuckern mit ihren geschenkten Einachsschleppern, auf dem Hänger sitzend, stolz in den nächsten Puff oder zu irgendeinem Palaver, während die Frauen auf dem Feld malochen und die Wasserkanister schleppen.<<

            In welcher Gegend war das?
            Möglicherweise will ich Auswandern. 😉

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            • Paulus sagt

              @ Ehemaliger
              Ich gestatte mir freundschaftlich davon abzuraten, im Badischen lässt es sich bestimmt besser leben. Zu den Frauen kann ich jetzt nichts sagen … 🙂
              Scherz beiseite: Mein Beitrag war ernst gemeint. Wenn man so etwas schon mal erlebt hat, steht man als Europäer tatsächlich fassungslos da und es wird einem klar welchen Wert Bildung, Vernunft und die Emanzipation haben. Wenn dich diese erbärmlichen Kinder mit den großen Kulleraugen erwartungsvoll in Natura anschauen, hat das schon eine andere Qualität als wenn sie z.B. bei Misereor oder Brot für die Welt auf Fotos erscheinen. Die Fotos kann man wegklicken oder seinen Blick abwenden, vor Ort gelingt dir das nicht. Meine Aktivitäten wurden zum großen Teil von der DEG finanziert und was hat es trotz Goodwill gebracht? Nichts!
              Überlasst Afrika den Afrikanern. Wenn sie sich in bestimmten Gegenden, aufgrund der Umweltbedingungen und der Nichtanpassung, im Sinne der Evolution als nicht überlebensfähig erweisen oder ihre Ressourcen verhökern ist es allein ihr Problem. Damit befinde ich mich im Einklang mit etlichen afrikanischen Akademikern. Wenn dort die geistige Elite statt irgendwelcher Despoten zum Zuge kommen würde wäre dort möglicherweise so manches anders. Zumindest war es vor einigen Jahren noch so.

              Wie kamen wir auf dieses Thema? Ach so, AdT hat damit angefangen.

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  5. Die moderne Landwirtschaft ist notgedrungen mit Schuld am Artensterben.
    Die Hauptschuld trägt allerdings unsere Gesellschaft.
    Artenschutz fängt im kleinen an.
    Allen voran halten Kommunen Grünflächen während der Hauptvegetationszeit peinlich kurz.
    Jedes „Blümchen“ wird beizeiten geköpft.
    Bei uns werden sogar Randstreifen von Feldwegen gemulcht.
    Hauptsache die Bauern sind Schuld.
    Dies bringen uns „Experten“ bei, die größten Teils noch nie einen Nistkasten aufgehängt haben, noch einen Spaten in die Hand nehmen.
    Hauptsache man rennt mit der Kamera durch die Lande und lenkt mit den vermeintlichen bösen Bauern und Jägern von allgemeinen Unzulänglichkeiten ab.

    3+

  6. Richtig, hier auf dem Lande sind wir im Dialog mit den Landwirten und das „Bewusstsein“ ist geweckt. Der Verbraucher steht aber an erster Stelle in der Pflicht, denn durch sein Konsum Verhalten werden Veränderungen in Richtung Artenschutz „Marktwirtschaftlich“ angestoßen.

    1+

  7. Mark sagt

    “ Da ist die engagierte Naturschützerin, die Biologie und Naturschutz studiert hat, die an Biodiversitätsprogrammen mitgearbeitet hat, die Dialoge begleitet und über ein profundes Wissen in Sachen Natur- und Artenvielfalt verfügt.“ Und vielleicht noch für gutes Honorar die ein oder andere Naturschutztagung oder Diskussionsveranstaltung „moderiert“ das wars dann. Und worin besteht Beitrag für den Naturschutz? Allenfalls darin, diesen von anderen einzufordern bzw. ihn anderen aufzuzwingen! Solche „studierte Naturschützer“gibt es zuhauf in Deutschland, schwingen große Reden, verfassen teure, sinnlose Gutachten zwingen Firmen (z.B. Deutsche Bahn) und die staatlichen Institutionen zu völlig sinnlosen, aber immens teuren Aktionen und glauben dann von sich selbst, die Welt zu verbessern. Nein, meine Hochachtung vor solchen hält sich in Grenzen!

    23+

    • Stadtmensch sagt

      Die Biodiversität ist das Immunsystem des Agrarökologischen Systems (Felix Löwenstein). Wenn die Biodiversität schwindet, könnt ihr Produzenten versuchen, mit Medizin (PSM) Immunsystem zu spielen. Ihr werdet scheitern. Man siehts am ständig steigenden Umsatz (Absatz?) der Agrarschemie. Pflugloser Anbau mit Glyphosat ist genau so ein Irrsinn. Der Dauerhumus-Aufbau kommt so wahscheinlich nie in Gang. Auch die Spezialisierung hier Ackerbau da Viehzucht gehört zum Paradigma der „Verschwendungslandwirtschaft“, Gewinnsteigerung durch Externalisierung von Kosten.
      Dabei gibts es genügend Beispiele, wie man auch Kosten sparen kann indem man mit der Natur arbeitet und von Ökosystemdiensleistungen profitieren kann.
      http://www.lebendigeerde.de/index.php?id=portrait_123
      oder Silphie statt Mais (wenigstens mal Wirtschaftlichkeit prüfen).

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Fragen sie mal den Michael Reber, der hier auch mal schreibt, der macht Silphie als Untersaat in Mais.
        Erst mal informieren, dann kritisieren.

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        • Stadtmensch sagt

          Es gibt auch einen Bauern aus Brandenburg namens Jens Petermann, der macht pfluglosen Anbau ohne Glyphosat. Allerdings ein Quereinsteiger und entsprechend unbefangen in seiner Herangehensweise. Oder die Schwarzwaldziegen…auch Quereinsteiger.

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          • sonnenblume sagt

            Es gibt auch Landwirte mit einer konventionellen Ausbildung, die sich dann aber bewusst für diese Form der Bewirtschaftung entschieden haben. Das bedeutet für den Einzelnen, Erfahrung sammeln und Rückschläge hinnehmen, denn jeder Boden will anders behandelt werden. Das muss man über Jahre heraus finden. Dafür braucht man etwas Geduld und die feste Überzeugung das Richtige zu tun.

            2+

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Im Anbau von Getreide zb. in der Oberrheinebene und auf 900 Meter im Hochschwarzwald macht schon einen Unterschied, auch bei den Unkräutern, soll ich lieber Schreiben, bei den Beikräutern?

            1+

            • sonnenblume sagt

              Unkraut oder Beikraut, wo ist der Unterschied? Es kommt darauf an, wo der Betrieb beheimatet ist, welche Böden vorherrschen, ob er nur Ackerbau betreibt oder auch Veredlung und ob man Vorteile für den eigenen Betrieb sieht. Ich wollte einfach nur mitteilen, dass nicht nur Quereinsteiger über neue Verfahren nachdenken und diese anwenden.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Na klar sonnenblume, mein Beitrag galt dem Stadtmensch, nicht ihnen.

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      • Thea S sagt

        „Die Biodiversität ist das Immunsystem des Agrarökologischen Systems“ – mit Verlaub, das ist Quatsch. Was ist denn die „natürliche“ Artenvielfalt in einem Weizenfeld? Nur der Weizen und die Bodenlebewesen, oder auch eine gewisse Menge an Unkraut, Blattläusen, Prädatoren, Blattpilzen etc? Und wer bestimmt, was ein „agrarökologisches System“ an Biodiversität haben sollte? Ein verunkrautetes Weizenfeld mit offenen Reihen und Kahlflächen hat mit Sicherheit eine höhere Biodiversität als ein (auch biologisch) gepflegtes Feld mit geschlossenen Reihen. Oder geht es „nur“ um die Biodiversität im Boden – und auch die ist nicht unabhängig von dem was und wie etwas „oben“ gemacht wird. Oder geht es nur um (hohe) Biodiversität und gar nicht um den Ertrag?

        1+

        • Stadtmensch sagt

          Es geht nicht üm schöne Schwebfliegen und Schmetterlinge, sondern um sinnvolle sich gegenseitig unterstützende Pflanzen- und Nützlingsgesellschaften.
          Push- Pull ist sicher ein Begriff?!
          Für die Habitate ursprünglich hier weit verbreiteter Insekten Vogelarten, könnte (das liest Willi nicht gern) man das oben erwähnte Verbundnetz aus nicht genutzten Flächen herstellen. Derzeit sind wohl 0,6% der Gesamtfläche solchen Regenerationsorten verblieben.

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          • Thea S sagt

            Ja, „gegenseitig unterstützende Pflanzen- und Nützlingsgesellschaften“ gibt es, aber solche Symbiosen sind in der Natur eher selten. Die Regel ist ein Kampf um’s Überleben, ein Verdrängungskampf. Alois beschrieb sehr schön, wie er auf seinen extensiven Weiden die Brombeeren bekämpfen muß. Das macht die sowohl die konventionelle wie auch die biologische Landwirtschaft auch, die Bevorzugung einer (oder weniger) Art(en) bei Zurückdrängung der anderen. So wie das in der Natur auch stämdig geschieht. Die Natur ist weder harmonisch noch friedlich.

            1+

  8. Friedrich K. sagt

    Alle Landwirte, ob Familiebetriebe oder industriell geführte Agrargenossenschaften gehen mit ihren Nutzflächen um, wie es auch Kleingärtner tun: Sie sorgen dafür, daß darauf die Fruchtart möglichst ungestört wächst, die sie dort anbauen wollen.
    Ist eine mit Jakobskreuzkraut durchseuchte Fläche wirklich besser für die Biodiversität, oder erhöht das eher das Risiko für Menschen, an dem Honig daraus vergiftet zu werden?

    4+

  9. bauerhans sagt

    „die industrialisierte Agrarproduktion.“

    das ist ein populistischer kunstbegriff wie massentierhaltung und bewusst negativ besetzt.
    mit naturschützern hab ich auch zu tun und stelle fest,dass denen ein praktischer überblick über ackerbauliche zusammenhänge fehlt.
    die denken in naturschutz(finanzierungs)paketen.

    1+

  10. Das ist ein ganz schwieriges unterlagen da nur etwas auf einen Nenner zu kommen. Da ist der Bauer der vom Anbau seiner Produkte leben muss. Da sind auf der anderen Seite die Artenschützer ďeren Aufgabe ist verschiedene bedrohte Arten so zu schützen das sie nicht aussterben. Ich bin davon überzeugt das beide das selbe wollen. Ich bin aber auch der Meinung das da noch sehr viel Menschen an den Tisch müssen. Es liegt nie allein an einem das verschiedene Arten vom aussterben bedroht sind. Meine Meinung dazu ist auf jeden Fall das nur im Dialog auf Augenhöhe etwas erreicht werden kann. Kampagnen gegen die Bauern verhärten nur die Fronten da sie oft auch sehr beleidigten Inhalt haben. Dann spielen auch die sozialen Medien eine grosse Rolle. Da wird ja einer der da wie ich zu den Bauern hält beleidigt das man die Worte nicht in den Mund legen möchte. Ich meine man sollte erst mal selbstkritisch alle Ursachen auf den Tisch bringen. Da wird man ganz klar feststellen das es die grosse Masse der Veränderungen in unserer Natur Einfluss aufs Artensterben hat. Dieses Schlecht machen einzelner Wirtschaftszweige bringt gar nichts. Im gegenteil. Es verhindert einen vernünftigen Dialog.

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