Bauer Willi
Kommentare 27

Angestellte bei PETA – Tierschutz als Beruf

Ein Job wie jeder andere?! Jedenfalls scheint er der Dame Spaß zu machen. Und er ist mit 40.000 €/Jahr doch auch recht gut bezahlt, oder?

http://www.spiegel.de/karriere/tierschutz-als-beruf-eine-peta-aktivistin-erzaehlt-von-ihrem-job-a-1205955.html

Beim Lesen des Artikels sind mir viele Fragen gekommen. Warum unterstützen Menschen PETA, während gleichzeitig in Deutschland über 13 Mio. Katzen und rund 9 Mio. Hunde gehalten werden? Warum beklagen weite Teile der Bevölkerung die „Massentierhaltung“, kauft aber gleichzeitig Fleisch bevorzugt im „Sonderangebot“?

Und wie müssen Menschen „gestrickt“ sein, die ihr Geld damit verdienen, ihren Mitmenschen permanent und mit sehr subtilen Methoden ein schlechtes Gewissen zu erzeugen? Geht es ihnen wirklich noch um die Sache? Oder welche Motivation treibt sie zu teils extremen Aktionen?

Für mich wäre das nichts…

Euer Bauer Willi

 

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27 Kommentare

  1. fred huber sagt

    ich glaube, das Hauptproblem bei diesen ganzen tierrechtsorgas ist, dass man das was sie sagen, nicht ernst nimmt. Bauer willi und der spiegel begehen den gleichen fehler: sie bezeichnen peta-aktivisten als tierschützer.
    unter dem letzten Foto auf der fotostrecke vom spiegel steht der schlüsselsatz: „Tierschützer wollen Käfige größer machen, ich will sie abschaffen.“
    für mich als milchviehhalter bedeutet das: egal wie groß die weide ist, ob mit oder ohne hörner, künstliche Besamung oder natursprung, muttergebundene aufzucht oder „traditionell“, sobald ein Tier nach ihren Ansichten ausgebeutet wird, oder unwürdig lebt, ist dies abzulehnen. mit allen Konsequenzen.
    deswegen werden adoptierte Haustiere auch lieber getötet, als dass sie ein tristest leben im Tierheim verbringen müssen.
    wir sind 7 Milliarden menschen zuviel auf der welt für bioveganen anbau? egal! dann muss man uns eben reduzieren. im krieg nennt man das kolllateralschaden. Hauptsache die anderen Tiere leben selbstbestimmt.

    zum lesen und sich selber Gedanken machen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/People_for_the_Ethical_Treatment_of_Animals#Nacktlauf

    4+

  2. Friedrich sagt

    @ Niemann. Ja , Herr Niemann Deutschland ist zum Schlachthaus Europas geworden. Unter dem Kanzler Schröder und der LW-Ministerin Künast hat man die Hygienerichtlinien dermassen erhöht , daß wir ganz viele Landschlachterschließungen erleben mußten. Auch die Lohndrückerei mit den Billigarbeitern ist in dieser Zeit entstanden. Während in Dänemark und den Niederlanden jeder Arbeiter nach jeweiligen Landestarifverträgen entlohnt werden muß , hat man das hier in Deutschland unterlaufen und so rd. 15 Mill. Schweine von dort an die Schlachtbänder geholt, weil wir dadurch rd. 30% billiger schlachten und zerlegen können. Mit unseren 40 Mill. eigenen Schweinen brauchten wir keinen Export auf den Weltmarkt. Das haben wir dem Pakt der Politik mit der
    Großindustrie zu verdanken. Auch das Kartellamt hält sich trotz massiver Marktbeherrschung und bei den Hauspreisbrechern verdächtig zurück. Da sorgt schon die Politik dafür . Wie kann man denn sonst den Industriemangern in den Fußballvipbereichen unter die Augen treten. Auch dort sollte das Kartellamt bei den „Privaten Treffen “ der Marktteilnehmer einmal genauer hinschauen. Hier trifft sich doch bei den Fußballspielen die Elite der Wirtschaft um sich ganz“ zwanglos einmal auszutauschen“. Dort werden die Geschäfte gemacht und nicht in den Konzernzentralen.
    Nicht umsonst engagieren sich dort Wirtschaftsführer.

    5+

    • sonnenblume sagt

      Friedrich du hast den Golfplatz und den Segeltörn vergessen. Das Kartellamt interessiert sich aber nur für die Verbraucherseite. So lange die Absprachen nur den Einkauf betreffen und nicht die Preisgestaltung im Verkauf, wird es nicht eingreifen. Würden sich die Bauern in D. absprechen und einheitliche Preisforderungen stellen, dann würde das Amt sehr schnell aktiv.

      1+

  3. Eckehard Niemann sagt

    DIE ANDERE SEITE:

    Nicht „Angestellte bei PETA“ – sondern: Chef bei TÖNNIES – Erzeugerpreis- und Lohndrückerei als Beruf?

    Ein Job wie jeder andere? Jedenfalls scheint er dem Herrn Spaß zu machen . Und er ist mit dem Zigfachen oder Hundertfachen oder Tausenfachen von 40.000 E/Jahr doch auch recht gut bezahlt, oder?

    https://orange.handelsblatt.com/artikel/43192

    Beim Lesen des Artikels sind mir viele Fragen gekommen. Warum lässt man solche Konzerne auf dem Markt so frei und wenig eingeschränkt walten? Und wie müssen Menschen „gestrickt“ sein, die von „Tierwohl“ reden und gleichzeitig die überfällige Umsetzung von EU-Tierwohl-Vorgaben (z.B. Schweinehaltungs-Richtlinie) in Deutschland immer noch hinauszögern? Ohne schlechtes Gewissen.

    Geht es ihnen wirklich noch um die Sache? Oder welche Motivation treibt sie zu teils extremen Aktionen – wie z.B. dem Anheizen von erzeugerpreis-drückender Überproduktion für den Billigst-Weltmarkt?

    Für mich wäre das nichts….
    Euer (Nichtmehr-)Bauer Eckehard

    7+

    • Schmeckt gut sagt

      Ernsthaft? Wir wissen alle, was sie von CT halten. Aber ihre Ansicht als Wortführer der „bäuerlichen Landwirtschaft“ kann doch sicherlich deutlicher gemacht werden, ohne den Versuch irgend etwas in den Post von Bauer Willi hineinzuinterpretieren? Schön wäre es, einmal aufzuzeigen, wie ein Hof erhalten werden kann, ohne die Kostenseite zu entlasten. Die Sprüche: weniger machen und der Preis geht hoch, Regional/Direktvermarktung rettet euch, der LEH bezahlt schon den angemessenen Preis usw. gehen mir gehörig auf den Senkel. Sie haben es schon richtig erkannt, die Politik lässt uns alleine im Regen stehen. Die von Ihnen favorisierte „Agrarwende“ verstärkt meiner Meinung nach nur den Strukturwandel. Überlebt haben; und das wird so bleiben, nur die Betriebe, die sehr gut und scharf rechnen konnten.

      8+

    • Bauer Willi sagt

      Richtig. Beide, PETA und Tönnies sind nur aufs Geldverdienen aus. Das hast Du mit deinem Kommentar schön herausgearbeitet. Danke.
      Bauer Willi

      3+

  4. Friedrich sagt

    Die Dame und auch PETA nutzen unser politisches System aus , in dem sie sich als politische
    Kontrollinstanz aufspielen, obwohl wir dafür unsere z.B.Polizei, Gewerbeämter,Veterinärämter usw. haben. Eine Anzeige oder ein Hinweis würde schon reichen , um unsere Ämter in Bewegung zu bringen. Aber das reicht PETA und den anderen NGOs nicht , denn man will Aufmerksamkeit und Spenden. Statt das unser Staat über die Finanzämter diesen selbstgefälligen Weltverbesserern die Gemeinnützigkeit aberkennt, fördert er selbst teilweise diese Organisationen noch mit Geld. Das ist für mich ein Offenbarungseid unseres Gemeinwesens.
    Das schadet unserer „Freiheitlichen demokratischen Grundordnung“. Auch das diese NGOs immer neue Gesetze und Verordnungen von den Politikern verlangen und die Politiker auch allem nachkommen wird unsere Demokratie nachhaltig schweren Schaden zufügen. Mit diesen gesamten Handlungen entwickelt sich unsere Demokratie immer mehr zu einer Diktatur. In ihrer Anfangszeit forderten die Grünem mehr Volksabstimmungen , aber davon ist heute keine Rede mehr , da man mit den vielen Vorschriften und Gesetzen heute schon die Macht an sich gerissen hat. Es ist schon traurig , daß auch unsere Medien diesen Leuten gefolgt sind und man heute auch mal um eine „Andere Sicht “ der Dinge zu bekommen , in die“Österreicher oder Schweizer Presse“ schauen muß.

    6+

    • Stadtmensch sagt

      Unsere martkonforme Demokratie (Merkel) IST ein Diktatur! NGO sind nur schmückendes Beiwerk um den Anschein von Zivilgesellschaft zu wahren und\oder damit die kommerziellen Medien was zu schreiben haben (siehe Klickstrecke bei SPON für einen Blick auf nackte Haut, das steigert das Anzeigengeschäft) . Wenn mehr Tierwohl durchgesetzt wird, dann nur wenn dadurch die Erträge steigen. Selbst wenn das Futter für BIO-Schweine von sonstwo rangekarrt werden muss. Der Markt will eben gerade mal „hormonfrei“.
      Du sollst nichts von „Freiheitlich demokratischer Grundordnung“ und Demokratie erzählen, wenn sich der überwiegende Teil der Erwerbsbevölkerung in abhängiger Beschäftigung befindet und sich somit die längste Zeit des Tages in demokratiefreien Zonen aufhält. Außerdem steht die Abwahl dieser Gesellschaftsform nicht zur Debatte, denn alle politischen Richtungen fühlen sich Wachstum ® und Arbeitsplatzsicherung ® verpflichtet. Egal worin die Arbeit besteht: Hauptsache sie verspricht ein Mehr auf Seiten der Kapitalgeber und ein Hoffen und Bangen auf Seiten der Lohnsklaven, nicht weniger Plunder anhäufen zu können, als der Nachbar. Vorschriften und Gesetze ! Pah!
      Laut David Graeber zunehmend ein Hindernis für die Evolutionsfähigkeit des Kapitalismus (Bürokratie – Die Utopie der Regeln) nur noch ein Vehikel, damit sich Auskenner im Dschungel der Regelwerke einen Vorteil verschaffen können. Gerechter oder gar tierfreundlicher wird dadurch nichts.

      0

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        <<Unsere martkonforme Demokratie (Merkel) IST ein Diktatur!<<

        Jede Demokratie ist eine Diktatur einer Mehrheit über eine Minderheit.

        0

  5. Freudenschuss sagt

    Kamera untern Duschvorhang ist net Okay, aber sich für PETA nackisch machen … Schlecht schaut sie ja net aus.

    4+

  6. Stadtmensch sagt

    Wenn PETA die einzige Instanz ist, die Missstände wie „angehende Ärzte dürfen lebende Schweine zu Tode operieren“ ans Licht bringt, solls mir recht sein. Andererseits bin ich auch entschieden gegen diese völlig aus dem Ruder gelaufene Heimtierhaltung. So, jetzt muss ich schnell mal nachschauen, wie weit diese elenden Kanichnen ihren Tunnel vorangetrieben haben. Nicht dass die noch abhauen…

    4+

    • Bauer Willi sagt

      Bei uns graben die Wild-Kaninchen gerade das Rübenfeld um. Darf ich jetzt dem Jäger Bescheid geben? Oder will PETA die auch schützen…
      Bauer Willi

      0

  7. Knappe Jan sagt

    Sehr geehrtes Leserpublikum des Blogs vom Bauer Willi! Ist das aus eurer Sicht nicht unfair, wenn eine Person 30000 oder 40000€ bekommt, die für eine NGO arbeitet? Im Vergleich damit was bekommt ein Landwirt?

    4+

    • bauerhans sagt

      hier bekommt der sparkassenchef 4 0 0 0 0 0 € im jahr.
      sollte ich mal nachfragen,ob das fair ist…………..

      8+

    • Thomas Müller sagt

      Warum unfair? Die könnten auch woanders arbeiten. Die Aktivistin sagt, sie arbeitet gerne bei Peta, die Arbeit hat für sie auch einen ideellen Wert. Peta ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Tierschutz und gesunde Ernährung einsetzt. Da zu arbeiten ist für viele, die mit gleichem Lohn als Sekretärin arbeiten, ein Traum.

      6+

      • Mark sagt

        „…Peta ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Tierschutz und gesunde Ernährung einsetzt…“ Na da muss man schon ein dickes Fragezeichen dahintersetzen!

        8+

          • Mark sagt

            „Tagelang schrie sie verzweifelt nach ihrem Baby. Ihr Herz war gebrochen. Wochen wurden zu Monaten und Monate zu Jahren. Menschen kamen und gingen. Schlossen sie an Maschinen an, die ihr die Muttermilch abpumpten. Rita bekam das anfangs gar nicht richtig mit. Viel zu sehr trauerte sie um ihr verlorenes Kind. Ein Kind, das sie 40 Wochen lang in sich getragen hatte, welches sie unter Schmerzen auf die Welt gebracht hatte und welches sie liebte wie nichts anderes auf der Welt.“ Org.Zitat PETA
            Ich dachte, die kümmern sich um Tierschutz …

            9+

      • sonnenblume sagt

        Wenn ihr Selbstwertgefühl die Arbeit bei Peta zulässt, dann ist sie wohl die richtige Person am rechten Platz.

        2+

      • Sabine sagt

        Peta hat nichts mit Tierschutz am Hut. Die wollen alle Haustiere, egal ob gekuschelt wird oder nicht, abschaffen. Das könnte man u.a. daran erkennen, dass sie in USA zur Zeit mächtig gegen den Trend zur „Mini“ oder „Urban“-Farm mobil machen. Dort wird mit der selben Inbrunst gegen drei Hennen im Garten demonstriert wie hier gegen Wiesenhof. Denn nur die Freiheit ist artgerecht. Bei Peta hat Co-Evolution nie stattgefunden. Aber naja, gibt auch Leute, die glauben nicht daran, dass die Welt rund ist oder das sich das Klima verändert.

        4+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sehr geehrter Herr Knappe,
      die Landwirtschaft ist der einzige Berufszweig der seine Einkommen im Internet veröffentlichen muss. Man muss nur es im Netz suchen.
      Von den Einkommen muss der Landwirt die vollen Beiträge für die Sozialversicherung und für das Alter Geld ansparen.
      Im Wirtschaftsjahr 2015/16 verdiente eine Arbeitskraft (Familieneigene Arbeitskräfte, einschließlich Betriebsinhaber.)
      Im Ackerbau 37.724 Euro
      im Weinbau 28.172 Euro
      im Obstbau 23.858 Euro
      Milch 23.198 Euro
      Hoffentlich sehen sie die Mitarbeiter von NGOs nicht unterbezahlt.

      4+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Fragen sie mal wie viel weniger eine Krankenschwester, oder eine Altenpflegerin verdient?
      Finden sie das gerecht?

      3+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      https://www.petakillsanimals.com/

      https://www.theatlantic.com/health/archive/2012/03/petas-terrible-horrible-no-good-very-bad-history-of-killing-animals/254130

      PETA startete eine Lügenkampagne über die Schafschur, wurde entlarvt, beharrte auf der Lüge sogar noch nachdem sie zugegeben hatten, dass das in der Werbekampagne abgebildete Schaf nicht echt war:
      http://www.abc.net.au/news/rural/2015-04-13/barnaby-joyce-blasts-peta-campaign/6389216

      Zwei PETA-Mitarbeiter haben gesunde Hunde und Katzen von einem Tierkrankenhaus angenommen, unter der Vorgabe sie an gute Familien zu vermitteln, um sie dann in einem Tötungs-VAN zu ermorden und in einem Müllcontainer hinter einem Supermarkt zu entsorgen:
      http://www.nathanwinograd.com/and-then-there-is-peta/

      Aber sie kommen damit davon, weil sie ein sehr hohes finanzielles Vermögen, eine gute Marketingabteilung und Spitzenanwälte haben. Dies zeigt sich in dem Ausgleich, der einer Familie gezahlt wurde, nachdem PETA deren Familienhund von der Veranda gekidnapped und getötet hatte:
      https://www.telegraph.co.uk/news/2017/08/17/peta-pays-family-50000-taking-euthanising-pet-chihuahua/

      1+

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