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A2 Milch – echte Chance oder nur Marketing?

A2 ist keine Autobahn, sondern eine riesige Chance für die Milcherzeuger. Davon sind Vermarkter und Verfechter der A2-Milch jedenfalls überzeugt. Doch Wissenschaftliche Beweise lassen aber auf sich warten.

http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/a2-milch-vorzugsmilch-milch-100.html

Bildquelle: Facebook

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41 Kommentare

  1. Die Veränderung im Milcheiweiß bewirkt doch keine Verbesserung bei Laktoseintoleranz. Leider wird dies aber kommentarlos über die Presse verbreitet. Ich denke, dass manche Menschen diese Milch besser vertragen, ist ein Plazeboeffekt oder wirklich noch nicht gründlich genug erforscht. Fakt ist aber, dass kein Labor in Deutschland den A2 Faktor in der Milch bestätigt. Das es A2 Milch ist, wird nur aus der Genetik der Kuh bzw. aus der väterlichen Anpaarung rückgeschlossen. Untersucht wird die Milch auf diesen Faktor nicht. Ich kenne auch keine Molkerei, die diese Milch getrennt abnimmt und extra vermarktet. Oder ist jemandem eine bekannt?

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  2. BerndK sagt

    Evolutionsbiologisch gesehen kann sich eine Mutation (also in diesem Fall von A2 zu A1) nur eine nennenswerte Frequenz in einer Population erzielen, wenn da irgendwelchen Vorteile vorhanden sind. Normalerweise würde man nun sagen, dass eine schlechter verträgliche Milch keinen Selektionsvorteil in der Co-Evolution mit dem Menschen haben dürfte. Es sei denn, es gibt Vorteile, die den negativen Effekt überkompensieren. Einfach nur so kann das „schlechte“ A1 nicht das „gute“ A2 Allel in einer Population verdrängen.
    Vor ca 25 Jahren am Anfang der Gentechnik wurde schon mal meine Kasein Variante (kappa B-Allel) propagiert um eine höhere Käsereiausbeute zu erzielen. Die Populationsgenetischen Untersuchungen sind meines Wissens damals ziemlich im Sande verlaufen, da sich Studien teilweise widersprachen. Ich schätze mal, das wird bei A2 ähnlich sein. Eine zweischienige Produktionskette nur wegen wissenschaftlich unbewiesenen „Ahnungen“ aufzubauen ist betriebswirtschaftlich hochriskant.

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  3. Wenn es nicht schadet, ist es gut, denn es dient der Differenzierung des Angebots. Ist ja eh oft der Glaube, der den Menschen selig macht…Zum Glück widersetzt sich die Natur jedem Druck zur Gleichschaltung und industriellen Normierung und lässt sich öfter mal was neues einfallen!

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  4. Andreas Schmid sagt

    Das ist bestimmt so wie beim Paprika. Die einen vertragen ihn nur roh, der nächste nur gekocht, wieder ein anderer nur geschält……….. Jeder Mensch ist anders, und das ist auch gut so. Das wäre sonst ja langweilig.

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  5. Würden Menschen nicht auf so viel verzichten , gerade in der Schwangerschaft. Dann hätten wir die meisten Intoleranzen überhaupt nicht .
    Das wurde in den letzten Jahrzehnten regelrecht hoch gezüchtet .
    Gerade die Kinder von Veganern, bilden immer mehr intoleranzen.

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    • Sabine sagt

      Hmm… früher war auch nicht alles besser….ob die Senfgürkchen an Schokopudding Orgien meiner Mutter wirklich geholfen haben, mich vor Unverträglichkeiten zu bewahren, weiß ich jetzt nicht. Sicher ist aber, das meinem Vater schon vom Zusehen übel wurde und dass das Vanillin, was früher der damals hoch angepriesenen Säuglingsmilch zugesetzt wurde, mich heute noch dazu verleiten, alles was nach Vanillin schmeckt oder riecht in Unmengen in mich reinzustopfen.

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  6. 😀 wenn dann noch C3PO Weizen und R2D2 Salat kommt…… hey, was wird es uns Bauern dann gut gehen 😛 ( Ich denke persönlich auch, das es mehr an der nachverarbeitenden Industrie/Prozesse liegt, das es so viele Unverträglichkeiten gibt, doch angesetzt wird wieder beim Erzeuger 🙁 )

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    • bauerhans sagt

      die unverträglichkeiten sind oftmals nur einbildung!
      auch liegts daran,dass kinder seit den 80er jahren so „in watte gepackt“ aufwachsen.
      gibt viele wissenschaftliche untersuchungen dazu.

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  7. Ich fände es sinniger mit weniger Tieren den regionalen Markt zu für der bauern fairen Preisen zu bedienen,als mit Schleuderpreis auf den Export zu setzen. So wird es weder für die Tiere, noch für den Landwirt besser.

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    • bauerhans sagt

      es gibt nur einen sehr sehr begrenzten regionalen markt!
      aldi und lidl agieren mittlerweile weltweit!

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  8. Also Laktose ist doch der Milchzucker? Was soll da ein verändertes Eiweiß (Casein) bewirken?

    Wenn man eine Milcheiweißunverträglichkeit hat ja, aber Laktose bleibt ja…

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    • Andreas Schmid sagt

      Da soll die Verdauung der Laktose mit dem Eiweiß funktionieren.

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  9. Die Proteinstruktur der Milch hat rein garnicht mit der Laktoseintoleranz des Menschen zutun! Lasst euch bitte nicht solche Bären aufbinden. Zitat Max Rubener Institut: „Die vereinzelt in den Medien zu lesende Aussage zur besseren Verträglichkeit von A2-Milch bei Laktoseintoleranz entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. A2-Milch unterscheidet sich im Laktosegehalt in keiner Weise von der A1-Milch.“

    https://www.mri.bund.de/de/aktuelles/meldungen/meldungen-einzelansicht/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=159&cHash=f3abda586c361333628edc13e4496007

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    • Stimme ich teils zu… Laktose Intoleranz betrifft nur 10% alle anderen sind nicht Laktose Intolerant sondern haben eine A1 Milch Unverträglichkeit. Diese vertragen dann A2 Milch.

      Wenn sie den Beitrag richtig angeschaut hätten es wird dort erklärt.

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    • Laktoseintoleranz, ist ja nun auch wirklich der Milchzucker und nicht die Zusammensetzung der Eiweiß Bausteine! Viele Verbraucher wissen das allerdings gar nicht und sind der Meinung, sie hätten eine komplette Milchunvertraeglichkeit.

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    • Andreas Kraus Und wie ist das mit dem angeblich riesigen Potential in SüdostAsien? Egal aus welcher Quelle, selbst hier im Film, heisst es immer, die Menschen dort seien laktoseintolerant(!).
      Entweder ist das sowas wie eine „ewige Falschinformation“ oder die Kritik am Hype ist eben doch begründet!?

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    • Im Beitrag wir eindeutig behautet, dass laktoseintolerante Menschen die A2 Milch ohne Probleme konsumieren/verdauen können. Mit Verlaub: das ist eine glatte Lüge! Denn auch A2 Milch enthält Laktose wie jede andere Milch auch, wie soll bitte ein Mensch die Laktose aus der A2 Milch auf einmal spalten können, wenn der Mensch das entsprechende Enzym (Lactase) garnicht im Körper selber synthetisieren kann. Die A2 Milch ist ein gelungener MarketingErfolg der neuseeländischen Milchindustrie, nichts weiter.

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  10. Ich finds toll, wenn dass so funktioniert. Allerdings vertragen viele meiner Laktoseintolleranten Freunde auch meine Rohmilch also entweder, die is auch A2, oder es liegt vllt a bissi an der heutigen Verarbeitung?!

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      • Alois Wohlfahrt sagt

        Egal, ob das „Einbildung“ ist oder nicht. So funktioniert die Segmentierung eines Massenproduktes. Wenn man sich aus der Masse herausheben will, um z.B. einen besseren Preis als den schnöden Weltmarktpreis zu erzielen, dann muss ich dem Käufer Argumente dafür liefern.
        Das ist oft weniger kompliziert als man denkt. In ein paar Kilometer von mir entfernt betreibt ein Landwirt eine Milchtankstelle. Es dauerte nicht lange, da erzählten ihm freudig einige Kunden, dass sie diese Milch von ihm besser vertragen. Und die Kunden sagten dem Bauer auch gleich, warum das ihrer Meinung nach so ist: Weil seine Kühe noch Hörner hätten! 🙂
        Nun hätte der Bauer ja auch den Leuten sagen können, „ihr bildet Euch das nur ein!“ Nein, der Bauer dachte nach und nannte seine Milch fortan „Hornmilch“. Und seine Milchtankstelle läuft und läuft…
        Aber ich lasse den „Hornmilchbauer“ mal selbst erzählen: Ab Minute 13 bringt er es auf den Punkt

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        • Josef sagt

          Werbung funktioniert überwiegend auf emotionaler Basis. Ausgerechnet Landwirte wollen immer wieder mit wissenschaftlichen Daten, Hygienestandards und Laboranalysen werben. Das ist so, als würde die Autoindustrie bei der Werbung nur die technischen Daten des Fahrzeuges aufzählen. Trotzdem müssen wir bei der Wahrheit bleiben. Unterschiedliche Anbausysteme, Fütterung, Haltungssysteme, Art der Verarbeitung bieten genügend Argumente für Werbeaussagen, die nicht in jedem Fall wissenschaftlich bewiesen werden müssen. Leider sind Bauern oft ungeschickt genug, Verbraucher, die z.B. für Biolebensmittel, für Heumilch oder Hörnermilch mehr Geld ausgeben, für blöd zu erklären.

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          • Alois Wohlfahrt sagt

            > Leider sind Bauern oft ungeschickt genug, Verbraucher, die z.B. für Biolebensmittel, für Heumilch oder Hörnermilch mehr Geld ausgeben, für blöd zu erklären.
            Dieses für „blöd erklären“ wird leider auch bei den Kritikern der Landwirtschaft angewendet. Der Effekt ist einerseits Unverständnis bei den Beteiligten, was eine Kommunikation und den Dialog erschwert. Doch noch schwerwiegender finde ich, dass wir durch diese „Art der Intoleranz“ uns selbst von kreativen Impulsen schützen. Es ist wie Fußballspielen: Wer den Ball immer nur „weghaut“, wird niemals Tore schießen. Wer aber die Bälle herausfordernd annimmt, der wird irgendwann auch lernen die Bälle zu führen, er wird kreativ und wird dann Tore schießen und gewinnen.
            Alois

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          • Andreas Schmid sagt

            Alois, ich habe letztins meine Tomaten gepflanzt. Die verkaufe ich im Sommer als Schussenperle, mindestens einen Euro teurer als die normalen. Hier verkaufe ich, bei der Milch liefere ich nur ab.

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